#660 - Nahostexperte Michael Lüders

  • Lüders vermutet hinter jedem Busch Washington. Am Ende läuft bei ihm alles auf die USA heraus. Lest sein Buch!

    Da die USA die letzte verbliebene Supermacht ist, die zudem selbst einen weltdominierenden Anspruch formuliert (man muss ihnen da also auch gar nichts unterstellen), ist das wohl auch irgendwie nicht so richtig überraschend? :/

  • Danke! Woran machst Du das fest? Ich mein, Du wirst das ja nicht einfach so raushauen. Das wäre ja stupider transatlantischer Bullshit. Und in diese Ecke willst Du Dich ja nicht stellen, oder?

    Dein Getrolle nervt. Wenn du unfähig bist, seine eigenen Worte (!) zu hören, kann ich dir nicht mehr weiterhelfen.

  • Da die USA die letzte verbliebene Supermacht ist, die zudem selbst einen weltdominierenden Anspruch formuliert (man muss ihnen da also auch gar nichts unterstellen), ist das wohl auch irgendwie nicht so richtig überraschend? :/

    Einzige Supermacht zu sein, bedeutet hinter allem zu stehen bzw. überall mitverantwortlich zu sein. Ach so.


    Dieser intellektuelle Rückschritt hier im Forum ist deprimierend.

  • Sanktionen sind Verhandlungsmasse. Er fordert ja Verhandlungen. Kommt man ziemlich leicht drauf.

    Was ist das eigentlich für ein Bullshit. Hab ich kürzlich auch anderso gelesen. Ist das jetzt das jetzt die neue Erzählung, mit der man sich das Weiterlaufen der gescheiterten Sanktionen zurecht rationlaisiert.


    Kurzer Reminder. Die Sanktionen waren zu Beginn des Krieges ausgerufen worden, um ganz offiziell der russischen Wirtschaft zu schaden, und so Druck auf das Regime zu machen. Das war wohl der größte Rohrkrepierer in der Geschichte westlicher Sanktionen.


    Stellte sich raus, die schaden unserer Wirtschaft deutlich mehr, als andersherum, nur können wir aus Gründen der Bündnistrue, aka "Haltung", und einer Führungsriege im Hintern Washingtons den Schwachsinn nicht einfach wieder bleiben lassen.


    Was soll denn das für eine Verhandlungsmasse sein? Wie kommt man darauf, dass sich an den oben beschrieben Auswirkungen plötzlich etwas ändern sollte. Sitzt man dann am Verhandlungstisch und droht damit, weiterhin OECD-Schlusslicht bleiben zu wollen?

  • Ich klinke mich aus dem Teufelskreis hiermit aus. Tut mir leid, dass der Held mancher hier sich so schlimm präsentiert hat und die einzige Reaktion darauf ist, mich anzugehen.

    Ich wüsste ehrlich gesagt hier gerade kaum einen, für den Lüders ein "Held" ist. Die meisten Beiträge hier gehen doch differenziert sowohl die Pros und Cons an.


    Es ist leider (!) dein Stil in diesem Interview, dass die meisten hier kritisieren. Du hast dir vorher ein Feindbild festgezimmert und versucht, das nach Plan F durchzubringen. Was eher so semi gelungen ist.


    Und das ist nunmal eine Kritik, die du bei all Bewunderung deiner Tätigkeit ebenso aushalten musst wie wir alle Lüders 30 sekündige Ankündigungen für sein neues Buch.


    Es würde dir besser zur Gesicht stehen, Andersdenkende ebenso zu respektieren wie du es für dich beanspruchst.

  • Ich klinke mich aus dem Teufelskreis hiermit aus. Tut mir leid, dass der Held mancher hier sich so schlimm präsentiert hat und die einzige Reaktion darauf ist, mich anzugehen.


    Das ist dieser Community unwürdig.

    Es ist wirklich schade, dass du die Kritik hier als persönlichen Angriff wahrnimmst. Niemand will deine generelle Fähigkeit als Interviewer infrage stellen. Es geht nur darum, wie dieses spezielle Interview mit Michael Lüders geführt wurde. Die Community erwartet einfach ein informatives, ausgewogenes und respektvolles Interview. Und hier scheinen in den Augen vieler diese Erwartungen nicht erfüllt worden zu sein.


    Wenn du sagst, Michael Lüders habe sich "schlimm präsentiert", dann verfehlt das den Kern der Kritik. Es geht nicht darum, wer sich gut oder schlecht präsentiert hat, sondern darum, dass du als Interviewer die Verantwortung trägst, ein ausgewogenes und informatives Gespräch zu ermöglichen. Und genau hier sehen viele Zuschauer Defizite.


    Anstatt die Kritik als persönlichen Angriff zu sehen, wäre es doch viel konstruktiver, sie als das zu betrachten, was sie wirklich ist: eine Chance zur Selbstreflexion und Verbesserung.

    Jedes Volk hat seinen eigenen Begriff von Gut und Böse.

    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

  • Tilo ich kann mich der Kritik der Mitforisten nur anschließen. Warum gehst Du auf seine Antworten nicht ein? Es ist ganz schön frustrierend sich ein Interview anzuschauen bei dem der Interviewte sich Mühe gibt seine Gedanken in Worte zu fassen während der Interviewer dem Gesagten nicht folgt, sondern ausschließlich seinen geklebten Zetteln im Buch, die widerum einer Agenda folgen. Offenbar hat Dich dieses Buch empört, weil es sich Lüders erdreistet hat dem medial vorherrschenden Narrativ in diesem Land zu diesem Krieg zu widersprechen. Ich habe keine Ahnung warum Du das nicht ertragen kannst. Dieses Interview war respektlos... weil Du einfach nicht zugehört hast und das mehrere Stunden lang.


    Edit: Man braucht Dir hier keine Unterstellungen zu machen. Aber man könnte noch hinzufügen, dass Du wahnsinnig arrogant rübergekommen bist... arrogant und naiv

  • Ich klinke mich aus dem Teufelskreis hiermit aus. Tut mir leid, dass der Held mancher hier sich so schlimm präsentiert hat und die einzige Reaktion darauf ist, mich anzugehen.


    Das ist dieser Community unwürdig.

    du reagierst hier genauso wie du es lüders vorwirfst. anstatt dinge zu benennen und in die tiefe zu gehen reagierst du beleidigt und ziehst dich zurück.


    hat lüders im interview auch manchmal getan, oder das themenfeld sehr breit gemacht um konkretes zu vermeiden.


    ich finde es gibt auch wenig deprimierenderes als wenn menschen die für sich in anspruch nehmen wichtig zu sein und über wichtige dinge zu reden sich dann dem diskurs um diese wichtigen themen zu entziehen weil ihr ego gekränkt ist. sind jetzt diese themen wichtig oder das ego von tilo jung und michael lüders?

  • Kurzer Reminder. Die Sanktionen waren zu Beginn des Krieges ausgerufen worden, um ganz offiziell der russischen Wirtschaft zu schaden, und so Druck auf das Regime zu machen. Das war wohl der größte Rohrkrepierer in der Geschichte westlicher Sanktionen.

    Ja. Intention und Verfassung bei Einleitung der Sanktionen im Angesichts des Krieges werden in folgenden Zitaten des französischen Ministers für Wirtschaft und Finanzen Bruno Le Maire, vom 1. März 2022 im Interview mit "FranceInfo" deutlich. Hier die relevanten Passagen:

    Die Leistungsbilanz der Sanktionen ist niederschmetternd. Demzufolge auch die dahinterstehende Analyseleistung.

    Davon abgesehen bleibt natürlich Verhandlungsmasse aber das Druckpotential derselben ist durch RUs Resilienz und den Kriegsverlauf natürlich erheblich zu ihren Gunsten verschoben worden. Auch wird die westliche Verhandlungsfähigkeit von Ihnen generell infrage gestellt wird. Ob und wie das dann alles zu Buche schlägt, sprich, was an Masse genau übrig bleibt, das wird man sehen müssen.

  • Ah, jetzt kommt die (gefühlte) Mehrheit-Argumentation. Cool. Durch Youtube- und Podcast-Abrufen gibt es bereits mehr als 100k Zuhörende. Davon haben sich ca. 1000 empört gezeigt. Das Spendenaufkommen der letzten Tage spricht dagegen eine andere Sprache.


    Ein Interview, was dir nicht passt und schwups bist du weg? Na dann!

    Es war leider nicht das erste und die Tendenz zeichnete sich schon länger ab, wie erwähnt war bei Koopmanns schon grenzwertig.

    Schade das der 'Interviewer' nicht einsehen mag, dass man mit solch tendenziöser Gesprächsführung das Gespräch zerstört

    Wenn das die neue Linie ist - dann: hat geklappt.

    Ich war immer der Meinung, die Aufgabe es Interviewers sei es, etwas zu ERFAHREN von dem Interviewten.


    Etwas mehr (Aus-) bildung würde helfen, lieber Herr Jung - Ihr Seniorparter, ein Journalist mit Format - der kann da sicher was vermitteln?

    Ich empfehle als erstes mal die unerreichten Interviews 'Deutsche' - von Günther Gaus.


    Ich hatte die Hoffnung, hier könnte ein Team eine moderne Nachfolge antreten.

    Diese Hoffnung hat sich nun leider zerstört.


    Das nächste Interview mit Fabio Wolkenstein werde ich mir noch anschauen - aber ich fürchte Schlimmes....

  • Lüders baut Scheiße und Tilo soll Schuld sein. Unfair!


    Das, was Lüders da als "zugespitzt" ablehnt, war für mich eher eine Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner. Auf dem hätte man aufbauen können. Es wäre ja schließlich bei einem, der durchaus bereit ist, AfD-Slang zu sprechen, interessant, ob man überhaupt noch eine gemeinsame Basis hat. Tilo stellt also ein Klötzchen hin und statt eines dazu zu stellen, nimmt er ihn und schmeißt ihn weg. Mehrmals wird er aufgefordert, doch einfach erstmal die einfachen Fragen einfach zu beantworten. Nein! Kritische Nachfragen (zu seinem Buch)? Unverschämtheit! Das wird mir zu blöd! Wortklauberei!

    Ach ja? Bezüglich der Anschläge auf die Nord-Stram-Pipelines auf eine Vermutung, die auf einer nicht nachvollziehbaren Quelle beruht, zu bauen, und das Ergebnis mehrerer renommierter Rechercheteams als eine Art Gesinnungsjournalismus abzulehnen? Das ist schon ein bisschen schwurbelig, oder?
    Genau so, wie die fixe Idee, die Grünen seien DIE tonangebende Partei in der Regierung(, die einzig und alleine für sämtliche Missstände verantwortlich zu machen sind). Er sorgt sich um die Wirtschaft - und nennt Habeck, also DEN Habeck, der eine Strompreisbremse für energieintensive Unternehmen fordert, als alleinschuldigen Hasardeur, der die Deindustralisierung vorantreibt, während Lindner nicht nur die Strompreisbremse ablehnt, sondern bei der EZB auch noch um höhere Zinsen bettelt, höhere Steuern (bei denen, die es sich leisten könnten,) kategorisch ausschließt und ansonsten auch alles dafür tut, den Sozialstaat zu deckeln und die Binnennachfrage abzuwürgen.


    Ja, es stimmt, viel Substanz gab es nicht in dem Interview. Aber schlecht finde ich es dadurch nicht. Es ist schon ziemlich aufschlussreich, wenn jemand mit blumigen Worten den Zustand der Republik oder gar der Welt bedauert, aber auch keine besseren Ideen zu bieten hat. Ganz besonders dünn wird's dann, wenn's ums Klima geht. "Da sollte man sich auch mal darum kümmern!" - Während man behauptet, dass "die Wirtschaft" Deutschlands ohne Gas (aus Russland) deindustrialisiert wird. Es ist 2023, wenige Jahre vor erreichen der Klimakipppunkte, die uns alle in ein Hothouse-Earth-Szenario katapultieren werden - und Herr Lüders findet, dass man sich so nebenher auch mal ums Klima kümmern müsste, während alles andere schön so fossil bleiben sollte, wie es - seit er auf der Erde ist - schon immer war. Alles andere ist ja Deindustrialisierung!


    Ich bin erstaunt bis entsetzt von dem (linken) Forenpublikum, das sich nicht zu schade ist, einem derart uninspirierten Festhalten an althergebrachten Gewissheiten über die Aufgaben einer Nation (sic!) und der Sicherung "des Wohlstands" die Stange zu halten, wo es doch nichts wichtigeres gäbe, als diesen mörderischen Selbstbetrug zu dekonstruieren. Vielleicht solltet ihr euch mal an die eher philosphischeren Folgen von J&N wagen, statt hier den Eklat zu wittern…

  • Maurice hat auch noch ein paar Takte zu Lüders dabei...



    :thumbup:

    Ja gut, zur Beendigung des Krieges haben die Sanktionen bisher eher nichts gebracht, das muss der Herr "linke" Nationalökonom schon irgendwie zugeben.


    Aber zum Glück geht's "uns" ja auch gar nicht darum, den Krieg schnell zu beenden, sondern darum, der russischen Wirtschaft zu schaden.:thumbup:

  • Ich bin erstaunt bis entsetzt von dem (linken) Forenpublikum, das sich nicht zu schade ist, einem derart uninspirierten Festhalten an althergebrachten Gewissheiten über die Aufgaben einer Nation (sic!) und der Sicherung "des Wohlstands" die Stange zu halten

    Was, glaubst Du, machen die Grünen genau wie die fdP, die sPD, die cdU , und sogar die Linkspartei da wo sie irgendwas mit einer Regierung zu tun hat, und was würde wohl die AfD oder eine hypothetische Wagenknechtpartei anderes machen, wenn sie jemals etwas damit zu tun bekämen?


    Was sind denn in all deren Augen "die Aufgaben einer Nation"? Warum will Robert Habeck die Strompreisbremse und warum kauft der arschteures, klimaschädliches Flüssiggas von allen möglichen Despoten und Menschenrechtsverächtern?


    Meinst Du denen ist "der Wohlstand" völlig egal?

  • Aber zum Glück geht's "uns" ja auch gar nicht darum, den Krieg schnell zu beenden, sondern darum, der russischen Wirtschaft zu schaden.


    Sobald die russische Artillerie mit Farbbeuteln schießt und die Ukrainer nur bis Ende des Krieges dann Zelten müssen wenn ihr Haus markiert ist, dann können wir das gern auseinander klamüsern.

    Bis dahin, tough luck.

  • Es ist sehr gut, wenn in diesem Punkt Einigkeit herrscht. Hätten die verantwortlichen Politiker diese Einsicht ebenfalls, dann könnten sie die (für uns schädlichen) Sanktionen beenden.


    Ich denke, das war so in etwa Lüders‘ „Agenda“. Oder zumindest ein Teil davon.

    Warum die nicht nur für uns schmerzhaft sind, wurde schön raus gearbeitet.

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