Spätestens seit er uns verkaufen wollte, die Alten sollen und wollen Wohnraum freimachen, war die Sache für mich erledigt, auch wenn es sein Thema ist. Im Grunde spielt er auch nur sehr gekonnt eine Bevölkerungsgruppe gegen die andere aus. Die können sich gegen solchem Milchmädchenoopulismus nicht wehren, wenn die demografische Exponentialfunktion rein kickt, auch nicht mehr an der Urne. In Berlin und anderen Zentren kann mann ja schon sehen, wo in Zukunft Mehrheit gewonnen werden.
Einen Sündenbock zu präsentieren baut aber weder Wohnräume oder sorgt für eine angemessene Angebots-/Nachfragesteuerung. Auch, wenn man alle über 70 einkasernieren möchte, muss dafür Infrastruktur geschaffen werden.
Hat Herr Schulz dazu was zu beizutragen? Weil irgendwie muss das nämlich jemand initiieren, machen und bezahlen. Finde da drückt der Schuh und nicht bei irgendeiner Generationengerechtigkeit. Es hat schon Gründe, warum man Rentner jetzt steuerfrei weiter arbeiten lassen will. Die viel gescholtenen Boomer halten den Laden nämlich immer noch genauso mit am Laufen.
Vielleicht ist es dann doch immer noch eher eine Frage von Klassenngerechtigkeit oder wenigstens der Prioritäten. Stichwort Rüstungskosten.
Lange gab es nicht so viele Möglichkeiten für junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt, wie zuletzt. Nur haben wir aus Gründen mittlerweile auch messbare Defizite beim Bildungsniveau.
Das mit der Nachfrage mag sich konjunturbedingt und wegen Strukturwandel bei Büroarbeit gerade ändern, aber wenn ich so höre, was tatsächlich bei Schulen und Ausbildung los ist, dann sind die Alten gerade unsere geringste Sorge.
Und da finde ich, hatte auch Herr Schulz in der Vergangenheit immer nur die einfachen Lösungen/Parolen parat, ohne über Konsequenzen und notwendigen Dinge zu reden, damit uns die Sache nicht über den Kopf wächst. Da hörts halt schnell auf, nach dem Geistesblitz. Und irgendwie habe ich stets den Eindruck, dass er uns im Grunde neoliberale Ideen schmackhaft macht.