Beiträge von Danton 1.1

    Wo hast Du denn diesen LinkedIn- Translater her :love:?

    Dieser Alte Mann (also der Mensch rechts im Bild) hat übrigens überhaupt kein Amt in der aktuellen Regierung, aber aus irgendeinem Grund fliegt der zweimal im Monat nach Israel und darf dann im Fernsehen fordern, dass unbedingt Krieg gegen Iran geführt werden muss.

    X/

    Der Erdölpreis fällt wieder. Vermutlich eine Kombination aus Ankündigungen, dass strategische Reserven geöffnet werden, und Preismanipulation mit Finanzmarktinstrumenten, wie von den Usis angedeutet. Das Problem ist, dass sich sehr viele Käufer nicht darauf verlassen werden, dass das hält und den wieder gesunkenen Preis ganz besonders für Ankäufe nutzen werden, was das Auftreten einer physischen Knappheit im Markt beschleunigen kann.

    Also ich sehe heute +8% und ein Austesten der 100$- Marke für Brent und WTI.

    Naja, aktuell würde ich es tatsächlich für offen halten, ob die USA im Golf zukünftig noch eine große Rolle spielen. Die ganzen Militärstützpunkte werden zerlegt, die Golfstaaten haben vor Augen geführt bekommen, dass die USA sie weder verteidigen können noch werden. Der Wiederaufbau einer glaubwürdigen Präsenz wird teuer und vielleicht nicht mehr die nötige Unterstützung vor Ort finden. Piraten können sie vor ihrer Haustür spielen, aber ohne lokale Infrastruktur wird das schon deutlich schwieriger.

    Wo werden denn die Amis gerade (militärisch) zerlegt? Ich glaube die fangen gerade erst an.

    Ne, verstehe ich immer noch nicht. Ich denke du willst sagen das ist alles in allem eine schlechte Entwicklung für die USA, wenn es dazu käme. Aber warum die Straße von Hormus "unter der Bedingung, dass die transportierten Mengen dann ausschließlich in Dollar gehandelt werden" geöffnet werden sollte, ist mir trotzdem nicht klar.

    Wer sagt denn, dass zukünftig die Iraner für die Schließung der Straße von Hormus verantwortlich sein müssen, wenn die Kontrolle dieser Straße zukünftig der USA von großem Nutzen sein kann? Vielleicht ist das eines der wichtigsten Kriegsziele der Amerikaner. Sie sind der größte LNG- Exporteur, sie sind der drittgrößte Erdölexporteuer. Die Kontrolle dieses Handelsweges kann ein enormer Hebel dabei sein:


    1. LNG- Preise weltweit zu diktieren

    2. Die Vormachtstellung des Dollars aufrecht zu erhalten


    Aktuell spielt ihnen die Schließung der Straße von Hormus auf mehreren Ebenen in die Karten, auch wenn es hier da auch Nachteile für sie hat.

    Der Wahnsinn wird aber leichter akzeptiert, wenn man beim Blame Game auf einen anonymen gierigen Energiekonzern zeigt, und von den offensichtlichen Ursachen/Verantwortlichen ablenkt, derentwegen wir günstigere Energie selbt jetzt noch ausschlagen.

    Wäre ich jetzt Analyst, würde ich mich langfristig mal mit folgendem Gedankenspiel beschäftigen:


    Es liegt (möglicherweise) sogar im Interesse der Amerikaner die Straße von Hormus geschlossen zu halten.


    Die Amerikaner sind aktuell der größte LNG- Exporteur der Welt.


    Sie sind außerdem der drittgrößte Erdölexpoteur der Welt. Sie brauchen Netto keine Importe. Dass sie trotzdem noch importieren hat meiner Ansicht etwas mit der aktuell noch bestehenden Infrastruktur zu tun, die sich jedoch auch umbauen ließe. Somit besäßen die Amerikaner natürlich einen Vorteil gegenüber den Chinesen und Europäern, den es zu verteidigen gilt. Mit dem Angriff auf Venezuela und den Iran hat sich die USA auf diesem Spielfeld in eine Position gebracht, die durchaus Vorteile böte, solange die Europäer nicht erneut auf russische Energiequellen zurückgreifen.


    Ich würde aktuell also eine Wette eingehen, die sich auf die Annahme stützt, dass die Straße von Hormus vorerst geschlossen bleibt. Für uns Europäer heißt das, dass die erneuerbaren Energien kurz- bis mittelfristig einen erneuten Schub erleben. Es bedeutet aber auch, dass die nächste Rezession im Grunde schon vor der Tür steht und jene politischen Kräfte, die sich für eine erneute Energiepartnerschaft mit Russland aussprechen ein bißchen mehr Wind unter die Flügel bekommen. Langfristig schießen sich mit der Taktik die Amerikaner natürlich selber ins Knie, da Trump offenbar noch immer nicht begriffen hat, dass der Dollar das eigntlich Machtvehikel der Amerikaner ist.


    Die Synthese beider Theorien lautet: Öffnung der Straße von Hormus unter der Bedingung, dass die transportierten Mengen dann ausschließlich in Dollar gehandelt werden... daraus folgt auch eine Schwächung der BRICS-Staaten und deren potenzielle Auflage einer eigenen Währung. "Well played"... wenn es so käme.

    45% des EU- Gasimports sind LNG. https://energy.ec.europa.eu/to…/liquefied-natural-gas_en


    Für mich ist das letztlich die entscheidende Größe, da bei einer Mangellage eines Landes natürlich versucht werden würde die Gasströme entsprechend zu lenken.


    Natürlich ist NL/BE-Gas kein Gas aus irgendeiner Eigenproduktion. Sagen wir mal zu 50% ist es wiederum norwegisch und zu 50% LNG. NL+BE tragen etwa zu 50% zur deutschen Erdgaslieferung bei, was am Ende bedeutet, dass ca. 25% des deutschen Verbrauchs aus LNG-Quellen stammen und diese somit auch direkt relevant sind. Natürlich gelten am Ende des Tages für den kleinen Verbraucher die entsprechenden Weltmarktpreise. Da sind 10% oder 30%- LNG-Anteil im nationalen Gasnetz egal.

    Ab heute ein Mann, dem ich jetzt öfter zuhören werde:


    Die meist einhellig positiven Kommentare zu den Angriffen auf den Iran und zur Ermordung des Religionsführers unserer sog. Journalisten wie Außenminister und sicherlich auch bald Kanzler, zeigen einmal mehr die Intellektuelle wie moralische Verkommenheit unserer "Elite".

    Ich hatte nun zum Glück zuletzt keinen Fernseher. Als der gestern aber wieder lief, konnte ich kaum begreifen wie offensichtlich ich hier zu einer Meinung hingeführt werden sollte, die aus diesem Angriffskrieg eine Art Befreiungskrieg für die dortige Bevölkerung machte (Brennpunkt ARD).


    Diese offene Feindseligkeit gegenüber anderen Staatsregierungen, der Unwille historisch zu Kontextualisieren, die Weigerung die UN-Charta universell anzuwenden sitzt so tief bei unseren Regierenden und anhänglichen Medien, dass ein kommender noch größerer Krieg bereits vorprogrammiert ist. Wer so redet, wie bspw. Wadephul, vertritt keine Werte mehr oder betrachtet Diplomatie noch als Konfliktlösung. Wer so redet ist gedanklich bereits im Krieg und unsere Medien stehen ihm in Nichts nach. Na gut, dann lasst den Krieg auch hierher kommen. Anders geht es nicht mehr aus.

    Dreimal die Woche, 52 Wochen im Jahr seine politische Linie zu ändern und so das Vertrauen in die eigene Währung und Wirtschaft zu unterminieren, ist jetzt schon eher eine exotische Form der Währungsmanipulation. Aber ja wenn es so weiter geht, muss sich Trump über das Handelsbilanzdefizit bald nicht mehr beschweren.

    Sofern es für Joe Biden kein Problem war, sollte es auch für Trump kein Problem sein.


    Wie sich normal intelligente Leute noch diesen Blödsinn anhören können ohne den Saal zu verlassen. Immerhin ist man jetzt nicht mehr dazu gezwungen stehende Ovationen zu leisten.


    Selenskyj dankt im Bundestag für Patriot-Systeme

    Leider ist dieser dumme Ignorant Lanz mit keinem rationalen Argument davon abzubringen, sich für das moralische Gewissen Deutschlands und der freien Welt zu halten, und seinen völlig verblödeten Idealismus und moralinsauren Chauvinismus auf den Rest der Welt zu projizieren.


    Es tut mir fast körperlich weh, diesem Schwachkopf zuzuhören.

    Dass Lanz offensichtlich ein ziemlich ignorantes Würstchen ist, mag stimmen, nur ist er zum Glück auch wenig überzeugend.

    Precht ist mit seiner frühen Beobachtung, dass die USA etwas mit Venezuela vorhaben (irgendeine Folge nach dem Treffen in Alaska) gewissermaßen ein Coup gelungen, der eigentlich unseren Militärexperten vorbehalten gewesen wäre.

    Lanz kann da schon lange nicht mehr mithalten und nur noch erklären wie oft er in der Ukraine gewesen sei und beteuern wie gerne die Menschen dort den Heldentod sterben. Stefan Schulz hat, meine ich, in einer seiner letzten Folgen mit Wolfgang dieses „Argument“ mal ganz gut zerpflückt und erklärt, dass Politiker und Journalisten dort selbstverständlich handverlesenes „Interviewmaterial“ der Regierung vorgeführt bekommen, womit der objektive Informationswert einer solchen Quelle letztlich im anekdotischen Bereich läge und daraus natürlich auch keine allgemeinen Aussagen über eine ganze Bevölkerung ableitbar wären. Mal schauen wann Precht diesen rhetorischen Lieblingstrick unseres Journalisten-Darstellers entlarvt und einfach mal fragt wie er eigentlich zu seinen Interviews in der Ukraine kommt.

    Ich könnte mir vorstellen, dass sie recht hat - was allerdings nicht gerade dafür spräche, dass sie als oberste Geheimdienstdirektorin ihren Laden im Griff hat, denn ich glaube nicht, dass Reuters einfach erfinden würde, mehrere anonyme Geheimdienstleute hätten ihnen das erzählt. Das wird schon so gewesen sein - der Fehler bestünde dann eher darin, dass die Qualitätsjournalisten von der renommierten Presseagentur denen einfach geglaubt, und das dann als glaubwürdige Information veröffentlicht haben,


    Aber leider ist Gabbard durch mehrmalige 180°-Halswenden und ihren eklantanten politischen Opportunismus als Quelle auch nicht mehr glaubwürdig.

    Irgendwo müssen diese Narrative ja entstehen, es sei denn Putin hat wirklich vor halb Europa zu besetzen. Gabbard behauptet nun: Sie entstehen direkt bei Reuters. Für mich ist das durchaus eine Möglichkeit. Mit Narrativen kennt man sich dort immerhin aus und man weiß auch wie Kampagnen funktionieren und angeleiert werden müssen.