Beiträge von Danton 1.1

    Fällt Euch das auch auf, wie schnell gelbe Karten verteilt werden?

    Das für mich intensivste und eindrucksvollste Spiel, dass ich je sah, sah ich damals als 13jähriger und es war das Halbfinale bei der EM96 Deutschland-England. Das ist noch in der Zusammenfassung ein echtes Schlachtengemälde. Mit den heutigen Schiedsrichtern spielen die das 6vs.6 Querfeld zu Ende…


    Mhm, kann man so denken. Aber dann verwechselt man halt auch Judentum mit Zionismus. Zionisten gefällt das.

    Ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, sehe ich bei mir diese Gefahr nicht. Aber was nun Zionismus und was Judentum ist und ausmacht entscheiden weder wir noch unser Außenministerium.

    Es ist ja nochmal ein Unterschied, etwas nicht anzuprangern und aktiv gegen das Offensichtliche zu agitieren und propagieren. Mmn ist dieses Urschuld-„Argument” lediglich ein Feigenblatt für die geopolitische Agenda, die sonst nicht zu vermitteln wäre. Schon gar nicht, wenn man sich irgendwas mit „wertebasiert” auf den Panzer schreibt.

    Naja, weiß ich nicht. Ich hätte da schon ein blödes Gefühl mit, wenn Deutschland in dieser Frage jetzt auftreten würde wie Südafrika.

    Zuletzt waren durchaus auch kritische Töne seitens der Außenministerin zu hören. Ich brauche da nicht mehr. Die Bilder sprechen schon zur Genüge für sich.

    Mich hat dieses Interview ein wenig an das mit Lüders erinnert und genauso wütend gemacht. Der Gast war weniger dazu gebeten sich darzustellen oder gemeinsam mit dem Interviewer seine Gedanken auszubreiten, sondern dazu da Interviewschnipsel und Textzeilen zu verteidigen. Wobei Tilos Triumph am Ende letztlich darin bestand Precht das Geständnis zu entlocken evtl. auch kein besserer Außenminister als die „super“ (spiegelgleich genauso blöde Technik, wie im Interview) Anna-Lena Baerbock zu sein.


    Würde mich kaum wundern, wenn der nie wieder kommt. Wer tut sich diesen Exorzismus denn auch freiwillig an… wenn man medial schon derart präsent ist?

    Dieses häufige „aha“ wirkte nebenbei sehr arrogant und abstrafend. Es war vermutlich auch genauso gemeint. Es meinte: „Du bist ein Idiot!“

    Nur… dass dann Precht eben anders als Lüders nicht explodierte, sondern einfach kein Bock mehr hatte.

    Für mich war sie Stelle des universalistischen Ansatz und der Einordnung deutscher Politik zu Gaza ziemlich widersprüchlich bzw. nicht gut argumentiert.

    Dass eine deutsche Regierung mit der Geschichte des eigenen Landes jetzt vielleicht nicht die erste Wahl ist Kriegsverbrechen der israelischen Militärführung anzuprangern, zumal diese sich offenbar im Kampf mit radikalisierten Antisemiten sieht, konnte ich zumindest ganz gut nachvollziehen.

    Das passt aber nicht so ganz zu dem, was allgemein über den Ablauf bekannt ist und den Vorgängen, die den Deal zum platzen brachten, bzw. drückt er sich da ziemlich unklar aus. Laut Kujat ist der konkrete Inhalt ja in einer Amerikanischen Zeitung veröffentlicht worden. Schröder hätte dann schon mal konkreter werden müssen, was er meint. So weiß niemand worüber er eigentlich redet. Leider ist das Format auch nicht so angelegt, das groß nachgehakt wird.

    Nun ja, so richtig aus dem Nähkästchen plaudert er natürlich nicht. Was sich aber ableiten lässt, ist, dass es in diesem Krieg eben nicht um die Ukraine geht, sondern offenbar und leider weit mehr um das… Das weißt Du natürlich auch. Die Folge ist jedoch, dass ein Friedensschluss unglaublich schwierig ist (siehe 30jähriger Krieg).


    Edit: Hör Dir den Münkler an. Das ist wirklich spannend



    noch nicht geguckt :huh:

    Ich fand interessant was Schröder gegen Ende des Gespräches (Zeitmarke: ca. 2:05:00) über die Verhandlungen sagte. Sinngemäß sagte er, dass die Krim oder der Donbass gar nicht mal das Problem gewesen wären, sondern eben die internationalen Interessen all jener, die dort involviert sind.

    Leider quatscht ja der Münkler aktuell wirklich so gut wie immer dummes Zeug, wenn er sich zur aktuellen Lage äußert, aber seine Analyse zum 30jährigen Krieg und warum er auf Grund der vielschichtigen Interessenlagen eben deshalb auch so lange dauerte, ist als Folie den Ukrainekrieg in meinen Augen recht interessant.

    Erstmal nur der Trailer.

    Schade, dass Gysi das nicht selbst gemacht hat. :whistling:

    Hat sich das mal jemand von Euch angeschaut? Unglaublich wie sich Ulrike Herrmann hier präsentiert. Aber auch heftig wieviel Zunder sie dafür vom Publikum bekommt und nach und nach immer mehr verunsichert. Offenbar mal eine neue Erfahrung für Sie nicht vor handverlesenem Publikum im Rahmen der bekannten Talkformate Haltung zu zeigen.

    Ich würde nicht bestreiten, dass die Deutsche Außen- und Sicherheitspolitik nach dem Ende des kalten Krieges - und damit auch dem Ende der besonderen Stellung West-Deutschlands als Frontstaat der freien kapitalistischen Welt - verstärkt vom transatlantischen Geist all jener beseelt war, die sich nach dem großen Kampf zwischen Kapitalismus und Sozialismus zu den Gewinnern der Geschichte zählten.


    Aber ich halte es für fatal, davon auszugehen, dass diese Entwicklung den deutschen Nach(kalter)kriegspolitikerInnen von den USA aufgezwungen wurde. Das wiedervereinigte Deutschland hat von diesem Verhältnis und der weltpolitischen Dominanz, die sich daraus ergab bis zum russischen Großangriff auf die Ukraine eigentlich immer profitiert und sich gleichzeitig dennoch genug Autonomie ausbedungen, um zum Beispiel auch gegen den erklärten Willen der Amerikaner eine - wenn sie in Betrieb genommen worden wäre für beide Seiten enorm profitable - deutsch-russische Gaspipeline zu bauen, oder auch weiterhin sehr gute Geschäfte mit dem neuen Erzrivalen der USA China zu machen. Man darf auch nicht vergessen, dass die von den Amerikanern nach dem 2. Weltkrieg gezielt wieder aufgebaute BRD seit Ende der 70er Jahre gegenüber den USA exportüberschüsse erwirtschaftet und sich unter dem transatlantischen Schutzschirm als relativ kleines Land dennoch zur viert- und zeitweise drittgrößten Volkswirtschaft der Welt entwickeln konnte.


    Ich glaube, der Grund dafür, dass das gesamte "links-"liberale bis rechtskonservative politische und publizistische Spektrum in Deutschland nun so radikal auf die Seite der USA geschlagen hat - obwohl das - jedenfalls vordergründig betrachtet - mit ganz klaren ökonomischen Nachteilen verbunden ist - ist der Umstand, dass man bis zum Ende Februar 2022 einfach tatsächlich der kollektiven westlichen Hybris aufgessessen war, Russland sei wirklich nichts mehr weiter als eine "Regionalmacht" mit billiger Rohstofftankstelle, deren Großmachtambitionen man mit harten Sanktionen und breiter Unterstützung durch die restliche Weltgemeinschaft schon in den Griff bekommen würde.

    Alles verständlich... bis auf die Hybris.

    Also... um ehrlich zu sein war mir, als einem kleinen Wirtschaftsingenieur, der nichtmal einen Masterabschluss besitzt, von Anfang an (ich schrieb ja wirklich sehr früh darüber) klar, was dieser Bruch tatsächlich bedeutet. Zugegeben ist die demografische Entwicklung wahrscheinlich das noch schwerwiegendere Problem mit all den dazugehörigen Aspekten und ich kann sicherlich auch nicht mit Gewissheit sagen, dass wir aus dieser Energie- und Rohstofffalle wahrscheinlich nicht mehr herauskommen. Nur; müssen die aktuell bestehenden wirtschaftlichen Probleme, die sich aus dem Bruch mit Russland begründeten, von vornherein mit einkalkuliert wurden sein, sonst kannst Du all die Experten und Berater der Bundesregierung sofort entlassen. Man konnte doch nicht ernsthaft annehemen, dass wir als rohstoffarmes Europa das rohstoffreiche Russland relativ schadlos sanktionieren können. Putin ist in meinen Augen kein besonders geschickter Geostratege oder Feldherr. Was er hingegen wirklich versteht ist Wirtschaft. Egal welches Interview Du Dir von ihm anschaust, Du hörst andauernd Zahlen, Handelsvolumen, Währungskurse usw... Er hat das wirklich gefressen und wusste anscheinend, im augenscheinlichen Gegensatz zu unseren Experten, genau was er tat. Ich glaube auch, dass die Biden-Regierung derzeit genau weiß, was sie tut. Und auch wenn alle auf Scholz oder Lidner schimpfen, glaube ich doch auch, dass wenigstens die beiden ganz gut rekapitulieren können, was seit dem Feb. 2022 passierte und wussten auch schon damals was passieren wird (Lindner: "Wir werden als Gesellschaft ärmer werden").

    Da ging niemand naiv an die Sache heran. Auch über die Sprengung der Pipeline werden die engsten Kreise in Berlin aktuell mehr wissen, als die Öffentlichkeit.


    Als sich dann zeigte, dass das nicht funktionierte, hat man sich eben auf eine kalte-krieg-Logik zurück geworfen gesehen, die zwar eigentlich auch nicht mehr funktioniert, zu der es in den Thinktanks der NATO aber offensichtlich auch nie eine echte Alternative gab, außer eben die, möglichst viele Länder aus der russischen Einflussphäre zu lösen, indem man sie sich ihre post-sozialistischen Staatsapparate zu ultra-neoliberalen Demokratien zusammensparen und -reformieren ließ, um ihnen jeglichen Kommunismus auszutreiben, und sie in die NATO aufzunehmen, oder ihnen das in Aussicht zu stellen.

    Der westliche Kapitalismus und seine liberalen Demokratien funktionieren nun so vermutlich nicht mehr, aber das liegt nicht daran, dass sich die Politik von diesen Ideen, bzw. Ideologien abgewendet hätte - im Gegenteil: es wird eigentlich allenthalben noch mehr Kapitalismus gefordert, vor allem wenn es um die Ausbeutung der lohnarbeitenden Bevölkerung geht -, sondern daran, dass die politischen FührerInnen tatsächlich nicht wissen, wie sie ihr bisheriges System und das dazugehörige Weltbild retten sollen, ohne dabei die weltpolitische Dominanz zu verlieren, die dem kollektiven Westen überhaupt erst seine enorme Wirtschaftsmacht ermöglicht hat.


    [EDIT: Und für die Bundesregierung - ganz gleich, welches politische Personal sie stellt - wäre eine radikale Abkehr von dieser weltpolitischen Dominanz vermutlich noch riskanter und eigentlich gar nicht zu machen, ohne hier den tatsächlichen Aufstand zu riskieren, weil dabei ein wirtschaftliches Chaos ausbrechen würde, von dem beim gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft allenfalls die völkischen Nationalisten politisch profitieren könnten.]

    Wieso hätten wir uns, unter Verweis auf unsere Geschichte, nicht einfach für "neutral" erklären können?! Diese Haltung hätte uns womöglich, ähnlich wie bei dem Irak-Krieg, enorm viel Reputation eingebracht. Aktuell können wir doch nur noch als Fussabtreter der Amerikaner wahrgenommen werden, die sich alles gefallen lassen und offenbar keine eigenen Interessen haben.


    Ich widerspreche Dir allerdings ganz entschieden...

    ...wenn Du meinst, das hätte alles nichts mehr mit kapitalistischer Denkweise zu tun.


    Der Fehler den Du dabei - meiner salonmarxistischen Ansicht nach - genauso machst, wie die meisten anderen nicht explizit kapitalismuskritischen Kritiker der gegenwärtigen Kriegs- und Krisenpolitik ist, dass Du offenbar völlig ignorierst, dass Kapitalismus ohne einen Staat überhaupt nicht funktionieren kann, weil nur staatliche Gewalt dafür sorgt, dass es in einer Gesellschaftsordnung in der alles auf Konkurrenz um die größte Kaufkraft ausgerichtet ist, und in der der größere Teil der Bevölkerung sich permanent am Markt um Lohnarbeitsplätze oder um deren Erhalt für sich selbst bewähren muss, um überhaupt seinen Lebensunterhalt zu verdienen, noch halbwegs geordnet und gesetzestreu zugeht.

    Der Staat der dabei das private Eigentum am Kapital mit seiner Staatsgewalt sichert, muss gleichzeitig mit der selben Gewalt dafür sorgen, dass es sich die eigentumslose Mehrheit nicht einfach von der Besitzenden Minderheit nimmt, sondern dass sie statt dessen jeden Tag schön brav zur Arbeit geht, um den Eigentümern dabei zu helfen, sich noch mehr Eigentum anzueignen.

    Da stimme ich Dir auch zu. Und in diesem Kompromiss habe ich mich, dank gutem Lohn, ganz gut einrichten können. Wenn sich dieser Staat auf soetwas wie Vertragssicherheit, soziale Sicherheit, Bildung, Gesundheit, Daseinsfürsorge etc. beschränken würde, hätte ich wahrscheinlich kein Problem mit ihm. Da er sich aber nun dazu entschlossen hat an einem Stellvertreterkrieg teilzunehmen, flankiert mit billigster Kriegspropaganda...

    Wofür ich mich wirklich schäme ist, dass ich mit meiner Erststimme diese bescheuerte Grüne Partei sogar gewählt habe. Ich dachte "Keine Waffen in Kriegsgebiete" und "Klimaschutz" ...ok. Passt. An die kannst Du Deine Erststimme verschenken. Heute kann ich an keinem Stand mehr von denen vorbeigehen, ohne dass mich meine Lebensgefährtin zurückhalten muss, damit ich schon wieder damit anfange unschuldige Wahlhelfer anzugeifern. Ich möchte an dieser Stelle wirklich von Wahlbetrug sprechen. Wer heute noch die Grünen wählt, wählt den Krieg.


    Ich konnte diese Art der Regierung mit den darin anhänglichen Protagonisten (Horeiter, Fücks, Roth etc.) nicht kommen sehen. Bedenklich sind hierbei auch die Staatsmedien (um ehrlich zu sein, noch bedenklicher als die Politiker selbst). Hier wird nichts anderes als Kriegspropaganda betrieben und das mehr und mehr bewusst. So blöd können die nicht mehr sein, dass die nicht bemerken, worauf ihre Kriegs-"Berichterstattung" abzielt. Es geht AUSCHLIEßLICH darum in der Bevölkerung die Akzeptanz für Waffenlieferungen zu erhöhen. Aber diese Melange aus Kriegspropaganda und einer gegen die eigene Bevölkerung gerichtete Wirtschaftspolitik ist in meinen Augen eben nicht systemisch zwangsläufig, sondern über viele Entscheidungen, vermutlich transatlantischer Stakeholder, so herbeigeführt wurden.


    Ich gehe nicht davon aus, dass eine solche Politik unter Gerhard Schröder möglich gewesen wäre, gleichwohl es Joshka Fischer sicher genauso gemacht hätte wie die Grünen heute. In den letzt zwei Jahrzehnten wurden einfach zu viele Transatlantiker an wichtige Stellen gesetzt und sie machen ihren Job. Unser Staat wurde scheinbar von einer anderen Macht übernommen. So fühlt es sich wirklich an. Aber wer soetwas behauptet, ist neuerdings ein "Feind der Demokratie".


    Wenn es nach mir ginge wären wir ohne Staat und ohne privates kapital langfristig besser beraten. Aber nach Leuten wie mir geht's hier halt nicht.

    :thumbup:

    Ich wollte halt - auch aus gegebenen Anlässen - noch mal darauf hinweisen, dass ein guter - wenn nicht der größte - Teil der Probleme, die wir derzeit im freien Westen überall beklagen, genau daher kommt, dass man dafür die Fehlleistungen irgendwelcher in- wie ausländischer Personen, Gruppen oder Parteien verantwortlich macht, sich dann qualitäts- wie alternativjournalistisch immerzu an denen abarbeitet, und damit beim Publikum völlig die Fähigkeit zunichte macht, gesellschaftliche Zusammenhänge zu erfassen, die nicht nur von irgendwelchen Privatinteressen - auch den eigenen - bestimmt werden, sondern von der Art und Weise wie die gesamte Gesellschaft organisiert ist, und wie wir uns alle daran beteiligen, dass das auch so bleibt - ob es uns passt oder nicht - , weil die herrschenden Verhältnisse das nun mal erfordern und es sehr schwer machen, sich dagegen zu wehren.

    Auf der anderen Seite ist aber dann schon so, dass bekannte oder unbekannte Entscheidungsträger:


    - beschließen in die Ukraine einzumaschieren

    - Scharfschützen auf den Dächern rund um den Maidan auf die Menge schießen lassen

    - die Sprengung NortdStream in Auftrag geben

    - Sanktionen verhängen

    - Waffenlieferungen organisieren...


    Ich bin aktuell schon der Ansicht, dass sich politische Entscheidungsträger aktuell sehr viel Macht geben. Wir erleben, aus meiner Sicht, die Rückehr des Primates der Politik, in Gestalt eines immer repressiver agierenden und militärisch gesinnteren Staates. Und damit fällt natürlich automtisch auch einzelen Regierungsmitgliedern das Privileg zu wirklich wichtige Entscheidungen für uns alle zu treffen. Ich kann mich daran erinnern, dass linke Politiker oft formulierten, dass sie sich einen aktiveren oder einflussreicheren (Rechts- und Sozial-)Staat wünschten. Ich fand das damals richtig. Heute wünsche ich mir nur noch einen schwachen Staat, der eben keine Kriege führen oder Sanktionen beschließen kann. Es ist doch so, dass weder Deutsche noch russische Unternehmer diesen Krieg gewollt haben. Hätten wir auf der einen Seite einen Gazprommanager und auf der anderen Seite einen Manager der BASF sitzen gehabt, zwei Vertreter des Großkapitals und damit Repräsentatnten der von Dir beschriebenen Ideologie, hätte es diesen Krieg in Europa wahrscheinlich niemals gegeben. Es kann natürlich auch sein, dass der BASF-Manager hier gar nicht hingehört, sondern einer von ExxonMobile, der eine etwas andere Sicht auf die Dinge haben wird.

    Trotzdem: Krieg und kriegerische Auseinandersetzungen müssen von staatlichen Akteuren organisiert werden, weil Kriege eben keine Werte schaffen und in diesem Ausmaß überhaupt erst mittels staatlicher Kreditaufnahme (siehe David Gräber: Schulden) organisiert werden können.


    Wir erleben hier keinen Auswuchs kapitalistisch geprägter Denkweisen mehr, sondern wir befinden uns inmitten eines Machtkampfes darüber, wer in dieser Welt den Ton angibt. Hier fallen gerade Masken. Die achso freiheitliche und liberale Lebensweise im Westen, war nur solange politisch geduldet, solange es keine Bedrohung von Außen gab. Das was Du als "Ideologie" bezeichnest war eine Art Versprechen, welches nun eilig eingeholt und revidiert wird ("Friedensdividende","Ende der Geschichte", "freiheitliche Grundordnung", "freiheitliche Lebensweise") in "Kriegstüchtigkeit" und "Gut gegen Böse".

    Es wurde nichts manipuliert, nur das wiederhergestellt was eh schon vorhanden, denn ich hatte den gelöschten Beitrag bereits gelesen und zitiert bevor er gelöscht wurde, daher wurde er durch meinen folgenden Beitrag so oder so wieder sichtbar, es hätte also keinen Unterschied gemacht.

    Und da kannst Du dann nicht mal als Moderator (!) akzeptieren, dass mir mein eigener Post zu blöd war?! Das ist wirklich schwach von Dir und dieser (Moderatoren-) Rolle, in diesem doch sehr hochklassigem Forum, unwürdig.

    Falls Dir der Begriff „Merit-Order“ irgendetwas sagt, ist das doch sehr eindeutig;


    Quelle: https://www.ffe.de/veroeffentl…ungen-auf-den-strompreis/


    Ich kenne die Argumente, dass Umweltkosten outgesourct werden etc.. Ich glaube auch nicht, dass Kernkraftneubauten sinnvoll oder kostengünstiger wären. Aber: Wenn sie bereits stehen und noch 20 Jahre hergäben: laufen lassen.


    Gerade im Sinne einer "Energiekrise" hat die Beseitigung solcher Probleme - also die EE störende Atomkraft im Netz - höchste Priorität, wer was anderes behauptet hat die einfachsten Grundlagen nicht verstanden.

    Das Problem besteht in fehlenden Speichermöglichkeiten. Kapierst Du das nicht?! Diese Speicher brauchen wir mit einer schwankenden Erzeugung aus EE aber ja wohl erst recht!! Und zwar mehr noch, als mit ohne Grundlast.

    Was ist denn für Dich aktuell eine "Linke Partei"?