Beiträge von AlxBedn

    Verstehe ich das richtig, diese Wagner-Typen sind dort, um das selbe zu machen, wie wir - der Regierung von Mali zu helfen einen islamistischen Aufstand zu bekämpfen - und die Sorge ist, dass die sich extra unfähig dabei anstellen, damit mehr Flüchtlinge hier ankommen?

    Das Widerlichste, Ekelerregendste ist ja, dass er es vollkommen offen ausspricht, dass es dabei darum geht, Flüchtlingsströme zu blockieren.


    Wie Wolfgang M. Schmitt neulich schon vollkommen zurecht sagte, was sind das eigentlich für Leute, die sich Journalisten nennen dürfen und sowas unkommentiert abnicken.

    Ich lese einen Grossteil deiner Beiträge mit ehrlicher Begeisterung und bin überrascht, wie häufig sie mich positiv inspirieren.


    In einem elementaren Punkt entscheiden wir uns aber leider elementar:


    Ich habe keine Hoffnung mehr.


    Das meine ich nicht in dem Sinne eines misantrophischem Alles-verweigern. Sondern durchaus sehr konstruktiv. Die fatale Erkenntnis, dass da niemand kommt und uns retten wird, dass es irgendwie noch gut gehen wird, diese anonyme Illusion, die ist bei mir komplett weg. Das war am Anfang echt fies, auf Dauer jedoch sehr klärend und öffnend.


    Das ist im Prinzip Zizeks Idee "There is no higher it". Das glauben-wollen an etwas Höheres, Erlösendes, einen Anführer - auch das ist wieder so ein "Oben", welches im Kern sehr bürgerlich ist: "Es ist schon immer noch irgendwie gutgegangen". Nimm mich an die Hand und zeig mir den Weg.


    Bei vielen Einzelgesprächen bei Menschen, die zumindest einugermaßen die aktuelle Lage anerkennen, kommt bei den oben angesprochenen Punkten eigentlich immer ein Blick ins Leere, eine regelrechte Schockstarre. Ich vermute, dass das genau der Punkt ist, wo wir uns selber den Weg versperren. Anstelle sich einzugestehen, dass wir gescheitert sind und neu denken müssen bleiben die meisten in einem "Wer rettet mich, wer übernimmt die Verantwortung?" Tunnel hängen. Manchmal kommt dann - gerade bei bürgerlich-Liberalen, FFF-Szene - so ein "aber ich brauche doch etwas an das ich glauben kann, was soll mir denn sonst Kraft geben" Zusatz. Das habe ich in der Tat so ähnlich recht häufig gehört.


    Vergesst diesen Hoffnungsmist.

    Lasst uns mündig sein.

    Die Frage, die du aufwirfst, lautet in etwa so:

    Ist die Herrschaft des Menschen über Menschen und die Herrschaft des Menschen über die Natur eine notwendige Voraussetzung für die Entstehung der Moderne, Wirtschaftswachstum, Fortschritt usw.? Ist die Menschheit nur auf irgendeine Weise aus ihrer egalitären Jäger und Sammlergesellschaft herausgestolpert im Angesicht von Hierarchien und Herrschaft als Voraussetzungen für Wachstum und Forschritt und muss sie sich jetzt wieder mühsam gegen diese Machtstrukturen behaupten, um wieder in eine egalitäre Phase zu gelangen?


    Und ich denke, dass das kein bisschen wahr ist. Diese Narrative sind so voller Lügen. Es gab sehr viele mögliche Wendepunkte in der Geschichte wie unsere Gesellschaft heutzutage ist, ist nur ein lächerliches Abziehbild davon, wie wir wirklich sein könnten. Schaut man sich die Geschichte seit der neolithischen Revolution an, dann sieht man klar, dass es eine Kurve hin gibt zu immer mehr Freiheit. Klar gibt es Rückschläge, in denen soziale Kämpfe ausgetragen werden. Aber nach jedem dieser Kämpfe beginnt eine neue Epoche auf einem höheren Niveau der Freiheit, weil signifikante Siege errungen wurden, bis es erneut zu Kämpfen kommt und der Zyklus erneut beginnt. Diesmal setzt der Klimawandel halt sehr enge zeitliche Grenzen.

    Ich verstehe das du meinst - interpretiere das aber komplett anders. Das Wesen des Menschen in seiner "Kulturschaffenden", zeitgenössischen Form ist auf Herrschaft, Besitz, Gewalt, Ausgrenzung, Hierarchie und vor allem auf Besitz und auf das "Oben" konstruiert und ausgerichtet. Im Kern unseres Wesens befinden wir immer uns noch genau da, wo das Rudel Affen seit der Erkenntnis, dass ein Knochen = Werkzeug = Waffe = Herrschaft = Ressourcensicherung ist. Abgesehen von beheizten Lenkrädern und etwas Mitbestimmung sind wir in unserer Selbstwahrnehmung und im Umgang mit anderen Lebenswesen so ziemlich noch genau an diesem Wasserloch.


    Nicht falsch verstehen - Ich sehe z.B. das, was du unter Erwachen einer neuen Gewerkschaftsbewegung bezeichnest und beobachte mit Hoffnung auch zB. das, was da so in Südamerika geschieht. Und verstehe mich da bitte auch nicht falsch, als dass ich vermeintlich nur meckere; ich unterstütze und verstärke und pushe da wo ich kann. Es ist nur so, dass seit dem ich mich aus den Linken Bubbles etwas mehr rausbewegt habe, die Erkenntnis über die "eigentliche" Mentalität da draussen doch sehr brutal ernüchternd ist. Zumindest was so das Ruhrbegiet angeht. Das, was du als "Arbeiterklasse" ansprichst existiert schon lange nicht mehr. Das teilt sich in etwa auf in vorwurfsvoll mockernde, das "Früher" anbetende Ex-Opelaner mit Schrebergarten und latenter AfD Tendenz ("die Komischen da mit ihrem Kimazeug"), einigermaßen ansprechbar bis total desolates Prekariat (die im schlimmst-grotesken Fall sogar FDP wählen), Wagenknecht Fans und eben den linken Bubbles (die idR so ziemlich rein gar nichts mit irgendwelcher Arbeiterkultur/Geschichte gemein haben). Die letzten beiden Gruppen stehen sich im Leben-des- Brian-Stil zum Teil bis zur Lächerlichkeit unversöhnlich gegenüber.


    Die Versuche, da jeweils für eine der anderen Gruppen Verständnis zu sensiblisieren, ausserhalb von "Wir erklären denen, dass wir mehr recht haben als die" und wie wichtig Gemeinschaftsgefühl wäre und über seinen eigenen Schatten zu springen etc sind unfassbar brutal ernüchternd. Was nicht heiss, dass ich das sein liesse - aber da rollt man schon jeden Tag den Stein in neuem den Berg rauf.


    Das alles auf Basis einer unfassbaren Verdrängung der genannten Probleme in einem grossteil der augeführten Gruppen. Die Lössung kann nur sein, dass die Menschheit die Initiative hin zu einer Mündigkeit bewegt - Ich (Wir) begreifen unsere Existenz im hier und jetzt und die Verantwortung, die wir als Einzelpersonen und als Gruppe tragen. Es tut mir wirklich und ehrlich leid, ich kann fast allerorten eher das Gegenteilige beobachten. Teile mir da doch gerne mal mit, in welchen gesellschaftlichen Bereichen du dich so bewegst. Ganz ernst gemeint und ohne jede Ironie.


    Wir benötigen zwei Dinge:

    1. Eine einigende Idee, deren Realität alle miteinbezieht und die in ihrer Klarheit für alle verständlich ist

    und

    2. Einen auslösenden Impuls


    Klar, das ist keine Entschuldigung bestehende Projekt nicht weiter voranzutreiben. Aber solange diese beiden Punkte nicht "einrasten", wird kein gemeinsamer Nenner entstehen.


    Der Punkt ist: Uns läuft die Zeit weg.

    - Klima

    - Soziale Spaltung/ Verrohung

    - Zerfall Europas und Aushöhlung der Demokratien

    - Abbau staatlicher Gewalt (im konstruktiven, regulierenden und sorgenden Sinne) durch die neoliberale Agenda

    - Zunehmend durch Kriege und Klimakatastrophe in Bewegung geratende Menschenmassen und die Spannungen, die daraus resultieren

    - Die weltweite Eskalation, basierend auf dem ganz grossen Geoschach (Ukraine/Taiwan, nicht in eine Richtung wertend gemeint)


    Ich muss immer sehr bitter schmuzeln, wenn da so von den "nächsten Generationen" gesprochen wird.

    Es kann sich ein jeder versuchen ausmalen, was passiert, wenn sich zwei dieser Krisen zu einer Megakrise fusionieren.


    Ich gebe uns 10 Jahre.

    JonnyBadFox


    Die Unterwerfung der Natur und die Unterwerfung von Menschen sind also fundamental das gleiche. Erst wenn wir Menschen in der Lage sind Herrschaft über andere Menschen aufzugeben werden wir auch die Herrschaft über die Natur aufgeben.


    Ich mag den Gedanken.



    Bin da ganz bei dir. Das heisst allerdings nur, dass die Menschheit sehr zeitnah einen elementaren, kollektiven Evolutionsschritt vollziehen muss. Und muss heisst klip und klar müssen, sonst gehen die Lichter aus. Und zwar sehr bald.


    Die Frage ist doch, was denn dafür der auslösende Impuls, dass Momentum sein soll. Wir reden hier ja nicht z.B. von einer neuen Gewerkschaftsbewegung (was an sich ja schon sehr viel wäre). Es geht um eine grundlegende Bewusstseinsänderung dahingehend, wie wir sowohl uns selber als auch die Welt um uns herum sehen.


    Vielleicht muss der WW3 ja auch kommen als finalen Schockmoment um den paar Überlebenden danach die Augen zu öffnen. Oder "zumindest" sowas wie eine kollektive 2-Minutes-to-Midnight Nahtod Erfahrung.


    Es sind ja im Endeffekt erst durch die beiden bisherigen Weltkriege, den daraus entstandenen Schmerz so etwas wie deutliche Läuterung und Kurskorrekturen entstanden (auch wenn diese zu vielen Teilen wieder revidiert und verwässert wurden).


    Ich bin weit davon entfernt irgendwie esoterisch zu sein. Aber es geht hier um sehr viel Grundlegenderes als "Wir organisieren uns mal einfach besser".

    Das ist so verdammt gruselig.

    Der Wertewesten sanktioniert diesen Teil der Welt zurück in die Steinzeit. Naja, warum auch nicht. Braucht ja jetzt auch keiner mehr, interessiert auch keinen mehr.

    Bitte, wirklich - ich habe deine Sabatons doch nirgendwo als rechts bezeichnet.

    Du musst deine Helden nicht vor mir verteidigen.

    Ich weiss, dass "eure" Szene sich sehr ernst nimmt und wollte dich auch nicht in deiner würdigen Ehre als Metalhead kränken.


    Davon ab: Wenn ich Menschen, Gruppen, Inszenierungen nicht nach ihrem Auftreten und ihrem bewusst inszenierten Wirken in der Öffentlichkeit beurteilen soll - wonach denn dann? Ihrem Horoskop? Dem Lieblingsmüsli?


    Ich höre von Discharge über Elektro über Folk über Neue Musik über Pop über Jazz und auch Metal und generell all so altem und auch manchem neuen Gitarrenzeugs so ziemlich alles, was mir in dir Finger kommt. Wenn das für dich "kleine Welt" seine soll - nun ja.


    Und wenn ich was blöd finde, dann ist das nunmal so eine Ritter der Kokosnuss-2.0-Truppe. Sorry - Ist meine Meinung, du hast eine andere. (Dafür darfst du auch Iggy gerne nen Arsch nenen - gut möglich dass er einer ist, who knows) Vollkommen ok, müssen wir beide mit leben. Und nu is wirklich EoT pour moi.

    Und Lemmy war ein Nazi, weil er Devotionalien gesammelt hat? :/

    Was hat eine alte RocknRoll Band mit Pathos-Show-Metal zu tun?

    Du schiesst (höhö, freudscher Verschreiber) komplett an meinem Punkt vorbei und stellst einen komplett schiefen Vergleich auf. Sind wir etwa Fan? ;)


    Falls du dich auf die Ästhetisierung bezogen haben solltest:

    Kuck dir das von mir verlinkte Viedeo an.

    Oder tu dir Aussagen wie dir hier zu gemüte:


    "Warum gibt es einen Song namens „Panzerkampf“? Pär: „Weil unsere Fans das mögen. Panzer, mehr Panzer und noch mehr Panzer!“" (Quelle)


    Dann singt lieber über Koks und Nutten und macht euch Haarspray rein, Jungs.


    Zu Motörhead noch:

    Bestimmt war Kilmister ne coole Sau. Ich habe aber ernsthafte Probleme damit, alles als "cool" abzunicken, nur weil das irgendein "Idol" gemacht hat. Wenn mein imaginärer Nachbar xyz so einen dummen Mist sammeln sollte, wäre das für mich genauso grenzwertig wie wenn es ein obercooler Mr Rockgod gemacht hat. Hört doch mal mit auf, Menschen auf irgendein Podest zu stellen und sie damit ausserhab moralischer Kategorien zu stellen. Es spricht natürlich deutlich für ihn, dass er permament klar Stellung zu vielen Dingen bezogen hat. Aber auch kluge Menschen können grenzwertige Macken haben. Auf Orgasmatron und 1916 etc können wir uns natürlich einigen. Trotzdem entschuldigt das keineswegs das Rumposieren mit Eisernem Kreuz etc.


    Und nus gut, bitte. Ich hab keine Lust die Metal Hammer Ausgaben der letzten 30 Jahre abzuarbeiten. Kann sich ja jeder seinen Teil zu meiner Position denken, ob in die eine oder andere Richtung.

    Nachtrag (ohne dss Thema jetzt endlos breittreten zu wollen)


    Natürlich gab es im Metal auch in den 80ern viel martialische Grütze, ohne Frage. Aber es war halt noch wirklich RocknRoll - da haben Metaller , Punks, Skater und Hardcorler viel gemeinsam abgehangen und auch immer wieder Musik und linke Ideen ausgetauscht. Und sowas wie Slime und gegen das System, Bullen und Armee sein war allgemeiner Konsenz. Aussenseiter. Heute ist es kleinbürgerlich-miefige Unterhaltungsindustrie, wo die entsprechende jeweilge Spinal Tap Variation ihr jährliches Produkt für angepasste Leute aus der gesellschaftlichen Mitte abliefern muss. Ich habe da aus diversen Kanälen tendentiell fast schon bürgerlich-rechteskonservativen Sche*ss vernommen (Waffen/Armee/sich verteigen etc). Das kenn ich so nicht im geringsten von früher.


    Ich erinner mich noch an die vorletzte Erste Mai Demo - da lief auch ein einsamer mittelalter Kuttenträger mit rum. Wir kamen etwas ins Gespräch weil ich meinte, dass wenigstens einer noch klar Position bezieht. Er meinte auch: Wacken kannste ordentlich in die Tonne kloppen, dass ist die jährliche Tour für komplett entpolitisierte Leute mit Bausparvertrag und gesicherter Existenz.


    Aber naja, ich will aber auch wirklich keinem seine Mucke madig reden. Deswegen erstmal schönen Sonntag zusammen. Ich kuck jetzt Magenta Wacken TV. Küsschen aufs Nüsschen.

    Du unterstellst Sabaton nicht wirklich Kriegsverherrlichung, oder? Weil: Das wäre BLÖD-Zeitungsniveau...



    Ich hab 15 Jahre im Livebereich/Technikbereich gearbeitet. Die Band hab ich zweimal aus nächster Nähe erlebt. Peinlichste, höchstmartialische pathetische Kirmes - inklusive Panzer als Drumriser.


    Ich möchte keine böden Metal Hammer irgendwas Interviews googeln müssen, um mir über drei Ecken erklären lassen zu müssen, wie es dann vielleicht doch irgendwie gedacht-gemeint-ja,aber sein könnte. Ein Statement ist ein Statement, siehe One. Das ist entweder klar und eindeutig oder aber genau das, was da im Falle so einer Band passiert: Nämlich dass Kriegsgerät/Image zu Unterhaltungszwecken ästhetisiert wird. Und da liegt für mich der entscheidende Hase im Pfeffer begraben.

    Aber im Metal ist man halt FAN. Da steht eine Band erstmal über jeder Kritik.


    Aber naja - Scream until you like it. 😉

    Todeskult Heavy Metal - Hat Putin jetzt auch die Rockerszene unterwandert?



    Wobei... Er sah europäisch aus. Kann ja dann schon mal kein Russe gewesen sein.

    Boah ist das ekelig. Boah ist das peinlich.

    "RocknRoll Festival" und "Bundeswehr Werbestand" - Finde den Fehler.


    Ich kann mich an eine sehr linke Metal, Hardcore und Punk Szene in den 80er und 90ern erinnern, wo alles was mit Armee, Soldaten, Krieg etc zu tun hatte als universelles Feindbild gab.


    Wacken... das fancy Rebel- Weekend für eine voll wilde Szene, die längst absolut berechenbare, konforme Musik für eine absolut berechenbare, konforme Mittelschicht produziert. Mittendrin dann wichtige Szene Bannds, die dann sowas hier produzieren :


    Erbärmlich ist da noch zu nett zu formuliert.

    Komplett unabhängig davon, wie man diesen Konflikt sieht und wessen Mordsgerät/Panzer es sein könnten:


    Zerstörte Wracks in denen wahrscheinlich Menschen elendig krepiert sind - oder eher: Bestialisch ermordert wurden - als "schöne Aktion" zu bewerten ist schon ziemlich widerlich.

    Das ist jetzt eine schwierig klingende Frage - also bitte ausdrücklich nicht falsch verstehen.


    Es ist für mich hier jeder willkommen, der aus diesem (oder auch einen anderen) Krieg oder Armut aus welchem Land auch immer zu uns kommen möchte. Und auch jede/jeder, der oder die auch nicht meinem persönlichen politischen Weltbild entspricht.


    Mich würde ganz nüchtern und unemotional mal interessieren, welche gesellschaftlichen Gruppen aus der Ukraine zu uns kommen.


    Wie gesagt, nicht falsch verstehen. Es soll jeder so seinem Leben nachgehen, wie Sie oder er sich wohl damit fühlt. Und wenn diese Person oder Familie das Glück haben sollte, etwas Geld zu haben und damit dem Horror dort in eine wohlhabende, westdeutsche Stadt zu entfliehen - you are welcome.


    Nur im direkten Vergleich denke ich mir:

    Die Menschen, die da so aus Syrien oder Afghanistan zu uns kamen, die hatten weder das Geld und mit Sicherheit nicht das easy-life um sehr gut gelaunt in der Düsseldorfer Innenstadt Shopping-Touren oder im Rheinufer im Sonnenuntergang fröhlich rudelweise Selfies zu machen. Es kann natürlich auch sein, dass alles Verdrängung und Traumabewältigung ist. Auch das kann ich natürlich verstehen. Aber irgendwo wirkt es unwirklich, unverhältnismässig.


    Sind das nur die Upperclass Wohlhabenden, die es in unsere Städte schaffen? Während die anderen dort im Dreck stecken bleiben? Oder in irgendwelchen desaströsen Auffanglagern?


    Beobachten andere hier ähnliches? Oder habe ich nur zufällig und selektiv wahrgenommen und rechne das jetzt unverhältnismässig hoch?


    Bitte keine emotional hochgepushten Empörungsantworten hierdrauf.

    Ich möchte einfach nur eine rein sachliche Einschätzung der Situation entwickeln.

    1) Der Position von Vecna kann ich nur zu 100 Prozent zustimmen.

    Es wäre schade, falls ihr eure Interpartner nur aus einer Ecke rekrutieren möchtet. Das wirkt mittlerweile doch schon recht offensichtlich selektiv.


    Aber naja, Michael Lüders ist ja auch ein Nahost Experte, also kann und darf er offenbar zu dieser Situation keine sinnvolle Argumentation vortragen können.


    Das zum einen.


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    2) Unabhängig davon würde ich eine Serie zu dem m.E. Essenzielle Thread "Die große Transformation" von AlienObserver sehr sinnvoll erachten. Denn unabhängig von Klima/ Krieg/ Sozialem und wie da die jeweiligen Positionen auch aussehen mögen - Wie solls denn weitergehen mit dem großen Ganzen? Oder glaubt tatschlich noch irgendeiner hier, dass diese Melange noch lange gut gehen wird? Wir sind doch schon längst an der Grenze zu einer kritischen Masse in Anischt der genannten Probleme gekommen. Es ist doch offensichtich, dass es zeitnah zu einer irgendwie gearteten Kettenreaktion kommen wird.


    Insofern interessiert mich ehrlich gesagt das drölfzehnte Interview mit irgendwelchen Grün liberalen Wirtschaftsexperten oder Beamten, bei denen trotz kluger Interviewführung doch ziemlich offensctlich ist, dass alles was dabei entsteht in einem berechenbar Frame stattfindet, recht wenig.


    Wir alle brauchen grundlegend neue Ansätze, um zumindest das Schlimmste irgendwie noch zu verhindern.

    Ihr seit einiger der sehr wenigen Kanäle, die überhaupt noch reflektiert und überparteilich dazu in der Lage wären. Ob ihr es wollt oder nicht - damit wohnt euch eine nicht ganz so geringe gesellschaftliche Verantwortung inne.


    Tilo Über eine Antwort dazu würde ich ehrlich gesagt ziemlich freuen.