Forumsmoderation

  • ...hatte ich nochmals eine Antwort auf einen Post von RobFord Redux im Sars-COV-Thread geschrieben, der ebenfalls gelöscht wurde.

    Deine Beiträge im Corona Thread sind verschwunden weil dir bereits gesagt wurde das du dieses Thema aus den genannten Gründen erstmal meiden sollst...was du daraufhin erstmal mehrmals ignoriert hast und einfach weiter dort Beiträge geschrieben hast.


    Da du behauptest kein Troll zu sein dürfte es für dich ja nicht so schlimm sein deine Aktivität erstmal auf das restliche Forum zu beschränken.

  • Das Problem ist, Verschwörungstheorien lassen sich ja gerade nicht widerlegen. Das ist ein grundsätzlich epistemologisches Problem. Ich kann etwas negatives nicht beweisen. Z. B. kann ich nicht beweisen, dass ich nicht der König von England bin. Das wäre zwar sehr unwahrscheinlich, aber grundsätzlich kann ich es nicht beweisen.


    Wenn man jede These, die man nicht widerlegen kann, verbieten würde, bliebe nicht mehr viel übrig, was man noch behaupten kann. Beispielsweise die Aussage "Wenn wir eine gendergerechte Sprache in Deutschland einführen, haben wir in zweihundert Jahren eine bessere Welt." Ich halte es trotzdem für wichtig, darüber zu diskutieren, auch wenn ich diese These als unplausibel ansehe.


    Vielleicht ist meine Aussage, dass man sogenannte Verschwörungstheorien leicht widerlegen könne, nicht richtig. Dann würde ich es abgeschwächt formulieren: Man kann bei den meisten Verschwörungstheorien innerhalb des Diskurses zeigen, dass die Argumente zur Untermauerung der Hypothese sehr schwach sind. Beispielsweise stehen die Prämissen einer Verschwörungstheorie auf sehr wackeligen Füßen. Viele Verschwörungstheorien basieren beispielsweise auf der Vorstellung, dass hinter den Kulissen der Öffentlichkeit Dinge entschieden werden, die einen hohen Abstimmungsbedarf zwischen den Staatschefs erfordern. Die Inszenierung der Mondlandung durch die US-Amerikaner hätte beispielsweise erfordert, dass sich die US-Amerikaner mit den Sowjets und den Chinesen abstimmen, damit die entsprechenden Geheimdienste die Füße still halten. Wie realistisch ist das? So etwas kann man innerhalb des Diskurses sichtbar machen. Es ist eine Chance, unentschlossene Menschen zu überzeugen.


    Ich sehe das mit der freien Rede ganze natürlich trotzdem ambivalent. Viele Verschwörungstheoretiker sind sehr ausdauernd und wenn man denen unbegrenzte Redefreiheit einräumt, dominieren die schnell den Diskurs und drehen den Spieß um. Plötzlich sind dann "vernünftige" Positionen verdächtig. Es ist ein Ritt auf der Rasierklinge.


    In einem zwischenzeitlich gelöschten Kommentar stand etwas von Diktatur. So eine Aussage stimmt insofern nicht, als dass der Begriff "Diktatur" nur das politische System betrifft. Das Forum ist jedoch kein Bestandteil des politischen Systems, ebenso wenig wie andere Funktionssysteme, in denen ein bestimmtes Verhalten sanktioniert wird, wie z.B. freundschaftliche Netzwerke, Familien, Schulen oder Betriebe. Insofern geht der Vorwurf ins Leere.

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