Die sprechen hauptsächlich von den SMR (small modular reactor) , also eher kleine Reaktoren mit wenig Leistung die dadurch noch teurer sind als die großen Reaktoren (und welche jetzt schon aus ökonomischen Gründen kein Schwein mehr bauen will).
Eine "Renaissance" gibt es daher nicht und wenn man nicht demokratische Länder wie China aus der Betrachtung rausnimmt, dann ist der Zubau gleich Null.
Aber sehr wahrscheinlich geht es dabei eher um die militärische Perspektive, Atom-U-Boote (oder Flugzeugträger) sind zB auch etwa in der Leistungsklasse und man kann so die Kosten aus dem militärischen Bereich teilweise auf den zivilen Bereich abwälzen und die SMR passen halt teilweise auch auf einen LKW und können zB auf dem Schlachtfeld viel Energie liefern.
In Wirklichkeit stehen hinter dem Versuch, die Atomenergie als „Zukunftstechnologie“ umzudeuten, handfeste finanzielle, geopolitische und militärische Interessen. Die seit Jahrzehnten krisengeschüttelte Atomindustrie setzt alles daran, relevant zu bleiben, denn sie ist auf weitere Subventionen und Forschungs- und Entwicklungsgelder angewiesen. Die tatsächlichen Erfolgsaussichten ihrer Atomprojekte sind dabei zweitrangig. Diese Strategie ist dort besonders erfolgreich, wo auch die Politik die Atomindustrie am Leben halten will. Dahinter steht oft der Wunsch nach geopolitischem Einfluss und militärischer Schlagkraft. Überschneidungen zwischen ziviler und militärischer Atomindustrie „verstecken“ einen Teil der Kosten für Atomwaffen und Atom-U-Boote. Mobile Minireaktoren können auch direkt militärisch genutzt werden.
Außerdem eignen die sich teilweise auch deswegen weil die waffenfähiges Plutonium produzieren können.
Neue Reaktorkonzepte bergen erhebliche Proliferationsrisiken. Wie groß die Gefahr der Weitergabe von spaltbarem Material oder Know-how ist, hängt von Konzept, Reaktordesign und Brennstoff ab. Besonders SMR würden eine lückenlose Kontrolle erschweren, da sie weltweit verteilt wären. Einige Generation-IV-Reaktoren könnten sogar waffenfähiges Plutonium in Reinform produzieren. Selbst vermeintlich „sichere“ Brennstoffe wie Tritium und Thorium sind problematisch: Tritium dient als „Booster“ für Atomwaffen, und aus Thorium lässt sich relativ leicht waffenfähiges Uran-233 gewinnen. Aus einem Thoriumreaktor ausreichend Material für den Bombenbau abzuzweigen, wäre sogar relativ einfach.





