SPD, du hast nix kapiert!?

  • Das mit dem Prekariat stimmt überhaupt nicht. Wir hatten vorher eine Massenarbeitslosigkeit und Sozialhilfe. Das war auch ein gruseliges System.

    Das hab ich nie verstanden. Was ist an Massenarbeitslosigkeit und Sozialhilfe so schlimm? Wer sagt, dass wir unbedingt Vollbeschäftigung oder annährend Vollbeschäftigung haben müssen?

    Es gibt nun mal keinen Grund gesetzlichen Anspruch auf das bedingungslose Grundeinkommen.

    Hier liegst du ein Irrtum auf. Es gibt bereits ein bedingungsloses Grundeinkommen in Form von Dividenden aus Aktien. Die reichste Familie Deutschlands bekam an einem Tag mal irgwie so 300 Millionen €. Das ist nicht schlimmer als jemanden mit 1500 € durchzufüttern. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die einen sehr sehr Reich sind und gesetzlich dafür abgesichert sind, dass sie von anderer Leute Arbeit und Mehrwert leben dürfen und die anderen werden sozial geächtet. Marxisten und Warren Buffet nennen sowas "Klassenkampf von Oben". Deswegen wird auch immer wieder der Spruch raus geholt: Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten. Man buckelt nach oben und tritt nach unten.

    Innerhalb der Harzgesetze hat Hartz IV dann eine andere Logik verfolgt: Fördern und fordern. Das war der Ansatz. Vorher gab es sozialHilfe und Massenarbeitslosigkeit. Danach gab es eben Hartz IV und einen Niedriglohnsektor. Man muss es mit vorher vergleichen. Man kann nicht einfach, wie es sehr häufig in der Debatte geschieht, Hartz IV quasi mit abstrakten Gerechtigkeitsidealen vergleichen und deswegen schlecht finden.

    Man hat einfach Leute zu Objekten des Marktes gemacht. Mehr ist fördern und fordern nicht. Und nachdem herauskam, dass das nicht funktioniert, hat man Menschen einfach aus diversen Statistiken heraus gerechnet. Zudem wurden einseitig Arbeitnehmer in die Verantwortung gebracht, nicht die Arbeitgeber. Beispielsweise durch bessere Vergütungen oder dass die Leute besser mit den Arbeitnehmer umgehen. Förderung von Kooperation anstatt Wettbewerb in das Unternehmen weiter reinzubringen: Die Arbeitgeber konnten die Angestellten leichter kündigen usw.

    Auf "abstrakten Gerechtigkeitsidealen" baut unsere Justizsystem auf. Zudem wurde die Todesstrafe ebenso abgeschafft, obwohl ein Großteil des Deutschen dagegen waren. Und wenn man sowas aufgibt, dann versteht man eig die Politik nicht wirklich. Nicht das Ideal ist unmöglich, das momentane ist unmöglich. Es geht gerade darum, die Grenzen des machbaren zu verschieben und wie jz auch die Corona-Epidemie gezeigt hat, wäre das gar nicht so unmöglich.

  • Was ist an Gerd traurig? War ein sehr guter Kanzler. Der für seine Überzeugung sogar seine Wiederwahl riskiert hat.


    Ich kenne deine Antwort: die Hartzgesetze. Da bin ich aber ganz anderer Meinung.

    Kannst du ja. Dann kennst du ja auch die Gegenargumentation: Jeder 4. arbeitet im Niedriglohnsektor, 7-8 Mio auf 450 EUR Basis, für die Hälfte davon ist das die einzige EK-Quelle, die andere stockt auf Steuergeldbasis auf, grösster Niedriglohnsektor Europas usw. usf. Denen ist nichts weiter eingefallen, als die europäischen Nachbarn zu kanibalisieren indem grosse Schichten der eigenen Bevölkerung verarmt werden. Das könnte man für ein klassisches Projekt der CDU/CSU halten, wurde aber von der SPD realisiert usw...


    Wie dem auch sei, mir treibt das immer noch die Schamesröte ins Gesicht.

  • Wir hatten vorher eine Massenarbeitslosigkeit und Sozialhilfe. Das war auch ein gruseliges System.

    Ja Toll und jetzt haben wir Arbeitszwang (Sonst gibts kein Geld) mit Drangsalierung. Ganz toll!

    Im Übrigen haben die H4 Gesetze NICHTS verbessert. Im Gegenteil, es wurden sogar Vollzeitstellen auf mehrere Teilzeitstellen aufgesplittet.

    Wir haben uns einfach Beschäftigungen ausgedacht, nur um die "Arbeitslosen" kleinzurechnen. Was Sie arbeiten 3h Pro Woche? *BÄM* nicht mehr Arbeitslos. Sie sind Krank? *BÄM* nicht mehr Arbeitslos...


    Die Anzahl der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden vor H4 und jetzt ist Gleich geblieben! Wir haben jetzt aber Leute die in Vollzeit waren in Prekäre Verhältnisse getopft. Ganz tolle Leistung.


    Die Fleischindustrie haben wir mit Dumpinglöhnen und Werksverträgen von Frankreich nach D geholt. Dort konnten die vernünftig Wohnen und eine Familie ernähren! Und wir holen Rumänen jetzt hier her und Pferchen die zusammen.


    Wie kann man sowas gut finden? Damit wird die Mittelschicht immer mehr zerstört und asozialer, weil man mit ihr asozial umgeht.


    Nur mal so zur Info für dich. Wenn Du in H4 fällst musst du eine "Wiedereingliederungsvereinbarung" Unterschreiben. Da steht drin das Du auf einige deiner Menschenrechte verzichtest!

    Wenn Du das nicht unterschreibst, wird das vom Amts wegen für dich "festgesetzt"!

    Sowas gehört weg, das geht gar nicht!


    Im übrigen aus dem "Fördern und Fordern" ist doch schon lange nur noch ein Fordern geworden. Wo wird denn da noch was gefördert? Das ist doch nur Augenwischerei. Damals bei der Sozialhilfe gabs richtige Förderprogramme die z.B. 6 Monate gingen. Da biste aber auch richtig Ausgebildet worden und konntest danach z.B. in der IT was werden... Die jetzigen Programme sind doch ein Witz und viel zu kurz.

  • Shdow Cle glaubt eben die Idologie, und hat probleme diese als solche zu erkennen. Das ist genau das was Ideologie macht, mit Ideologie erreicht man die Freiwillige Unterwerfung unter die herrschenden Machtverhältnisse.


    Dass es sehr umstritten ist ob die Agenda einen Einfluss auf Arbeitslosigkeit hatte ist eben nicht wichtig. Ideologie zeigt sich eben darin dass sie nicht wirklich falsifizierbar ist. Wenn z.B. die Wirtschaft schwächelt, daann liegts am Staat der den Markt noch nicht frei genug macht. Wenn aber die Wirtschaft boomt, dann wars auch der Freie Markt.


    So ists auch mit Hartz4. Arbeitslose sind nicht die Folge von sozialen begebenheiten und schlechter Politik, sondern zu faul zu arbeiten. Es sind nicht die Kapitalisten die ja fast die Hälfte des BIP als leistungslose Einkommen abschöpfen, sondern die Arbeitslosen schuld daran, dass der Staat kein Geld hat.


    Der Staat ist ja auch "schlecht im Wirtschaften" also muss man ihm alle Mittel entziehen. Wenn der staat dann keine Mittel hat um zu agieren und nicht funktioniert, ist es nicht die Privatisierung, sondern der Staat der Schuld ist.


    So können sich die Cle's der Welt ihre Scheinreaalität zu recht schneidern in der Arme selbst Schuld sind und Reiche sich den Reichtum verdient haben.


    Wenn Probleme Auftauchen (wie Klimawandel z.B.) dann muss man eben auf den Markt vertrauen. Da reicht es völlig "Anreize" im Markt zu schaffen um so ein Problem zu lösen. Denn der Kapitalist ist nie Schuld. Immer nur die Armen, Migranten, der Staat, etc.


    Die vestehen alle eben nicht, dass es allen gut geght wenn es dem Kapitalist gut geht.


  • Also jetzt reicht es mir echt. Bis jetzt habe ich immer sachlich argumentiert aber ich bin diese Diffamierungen leid. Hast du eigentlich seit der Grundschule, in der du wahrscheinlich auch nicht gerade Klassen übersprungen hast, noch mal irgendwas gezählt? Milch im Kühlschrank? Tomaten?


    Naja versuch es wenigstens mal. Wie viele Finger zeigen auf dich während du mit dem Finger auf mich zeigst und behauptest, ich sei ideologisch beeinflusst (neutral umschrieben)?


    Ich gehe inhaltlich nicht wirklich weiter darauf ein. Das ist Perlen vor die Säue.


    Das ist ein infantiles "Mir doch egal dass dir die Schaufel gehört, ich habe sie jetzt genommen und deswegen ist es meine" Benehmen, dem ich keine weitere Zeit widme.


    Es ist einfach nur eine niveaulose Unverschämtheit, gegenüber Menschen, von denen man überhaupt nichts weiß, weder von ihrer Prägung, noch von ihrer Ausbildung, noch wie sie sie finanziert haben, noch was sie in ihrem Beruf erlebt haben, noch welche politische Meinung ihre Eltern hatten und mit welchen Menschen sie in ihrem Leben zusammen gekommen sind, ad hominem zu argumentieren.


    Leider ist das im Kreise der Linken sehr weit verbreitet. Denn scheinbar kann man nur mit solchen riesigen Scheuklappen, die scheinbar auch noch irgendwie verspiegelt sind, in der heutigen Zeit diese Ideologie aufrecht erhalten. Deswegen möge Gott, den es dafür bitte mal 1 Sekunde geben soll, verhindern, dass "ihr" an die Regierung kommt.

  • Blödsinn # 1

    Es gibt keinen Arbeitszwang. Nur die Obliegenheit, dafür, dass einem die Gesellschaft unterstützt, Bemühungen zu unternehmen, sein eigenes Brot wieder zu verdienen. Darauf haben alle Steuerzahler, die das Glück oder die Fähigkeit haben, gerade nicht im Hartz IV Bezug zu sein, einen Anspruch und das ist wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Denn wenn du dir die Verteilung der Einkommensteuer Erträge des Bundes anschaust, sind es immer noch die erfolgreichen und fleißigen, die diesen Staat finanzieren.



    Blödsinn # 2

    Selbstverständlich haben die Gesetze sehr viel verbessert. Das ist statistisch sowas von eindeutig klar, dass der riesige Arbeitslosensektor zu einem Niedrig Lohnsektor wurde. Ich bin nicht so bescheuert ein Fan des Niedriglohnsektors zu sein. Aber mit Blick auf die Zeit davor sieht man ganz klar die Verbesserung. Und nichts fördert Menschen mehr, als Teilhabe. Und jeder, der sich bemüht, der lernen möchte, der fleißig ist, der in seiner Freizeit ein paar Podcasts hört und den Wirtschaftsteil liest anstatt nur Scheiße zu konsumieren oder von sich zu geben, zu zocken oder zu feiern, wird auch von einem schlechten Job profitieren und dann weiterkommen.


    Ich habe das persönlich oft genug erlebt. Unter anderem auch in der so verhassten Zeitarbeitsbranche. Ich kenne einige Beispiele von Menschen, die über solche Jobs in Festanstellungsverhältnisse gekommen sind und glücklich sind für die Chance.

    Ich kenne einige Beispiele, denen über Zeitarbeit sogar der Zugang in Unternehmen oder Kanzleien oder Konzerne geglückt ist, wo die Noten sonst nicht gereicht hätten, aufgrund des Zeitfaktors, der im Namen Zeitarbeit übrigens doppeldeutig enthalten ist, aber mit Kuss Hand genommen wurden und ihren Weg gemacht haben. Ich dürfte bei zwei in meiner früheren Jobs solche Leute sogar aktiv vermitteln und weiß es aus erster Hand.

    Ich habe auch selbst während meinem Studium mehrere Jobs über Zeitarbeitsfirmen erledigt und Angebote bekommen und ich finde das System vollkommen gut.


    Selbstverständlich gibt es hier schwarze Schafe. Genau wie überall.


    Und falls du gerade den Transfer mal wieder nicht hinbekommst. Zeitarbeit war auch ein wesentlicher Faktor der Harzgesetze.


    Blödsinn # 3

    Dein ganzes Gelaber von wegen auf splitten von Arbeitsverhältnissen und so ist kurz vor der Verschwörungstheorie. So ein Unsinn. Hat es nicht gegeben. Es steht dir frei, einen Link zu einem vertrauensvoll Medium zu setzen, wo man so etwas nachlesen kann.


    Generell ist zu sagen, das ist natürlich eine Verschiebung in unserer Gesellschaft dahingehend gibt, dass angelernte Menschen weniger Möglichkeiten haben als früher. Du brauchst einfach wirkliche Skills heute. Die kannst du aber nirgendwo in sechs Monaten lernen. Und jeder, jeder, der in Hartz IV gefallen ist, hat seine persönliche Tragödie erlebt.


    Es geht aber darum, diese Menschen dort wieder heraus zu bekommen. Und da ist eben Zeitarbeit ein sehr wesentliches Mittel. Genauso wie der Zwang, Tätigkeiten aufzunehmen. Ich habe in meinem persönlichen Umfeld mehrere Beispiele dafür, die dann wirklich ihren Weg gemacht haben, weil sie trotz voller Depression, knapp unterhalb der klinischen Schwelle, morgens aufgestanden sind, etwas getan haben und sei es im Callcenter gesessen zu sein, und jetzt ein oder zwei Jahre später wieder einen ganz normalen Job machen.

  • Das hab ich nie verstanden. Was ist an Massenarbeitslosigkeit und Sozialhilfe so schlimm? Wer sagt, dass wir unbedingt Vollbeschäftigung oder annährend Vollbeschäftigung haben müssen?

    Hier spricht aus dir diese gruselige Arroganz der Linken Menschen, diese völlige Empathielosigkeit gegenüber Einzelschicksalen.


    Das ist ein sehr schönes Beispiel dafür, warum die Linken wesentlich weniger humanistisch eingestellt sind als zum Beispiel die Liberalen.


    Ihr glaubt, eure moralische Schuld getan zu haben, wenn ihr gegen die bösen Kapitalisten hetzt.


    In der Zwischenzeit sitzt ein Mensch zu Hause, verliert den Kontakt zur Gesellschaft, hat nicht mehr genug Geld, um seine Kinder aufs Landschulheim zu schicken, um seinen Sport oder sein vereinsamt ausüben zu können, um sein Auto zu reparieren und mit seinen Freunden zum Camping zu fahren. DAS ist Schicksal. Solche Geschichten treiben mich komplett an und mir manchmal sogar die Tränen in die Augen.


    Und ich habe eben, und das ist sicherlich ein bisschen meiner Lebens Estoril geschuldet, viele sehr reiche Menschen in meinem Leben gekannt, die Unternehmen geführt haben. Die bis in die Nacht am Schreibtisch gesessen waren und dafür gekämpft haben, dass sie zum Beispiel in einer Krise keine Menschen entlassen müssen. Die in einer Baufirma mit 2000 Menschen jeden mit dem Namen kannten und teilweise sogar die Familien.


    Von solchen hartherzigen Theorie-Marxisten wie Dir Lasse ich mich ganz sicher wieder belehren noch die vermehren. Ich weiß genau was draußen los ist und habe es in den unterschiedlichsten Rollen und "Höhen" bis heute selbst erlebt.


    Du und alle Linken ihr seid komplett auf dem Holzweg, verfolgt einen total gefühlskalten Egotrip und seht einfach nicht, was ihr in den entsprechenden Ländern schon angerichtet habt für ein Desaster und für ein leid.

  • Kannst du ja. Dann kennst du ja auch die Gegenargumentation: Jeder 4. arbeitet im Niedriglohnsektor, 7-8 Mio auf 450 EUR Basis, für die Hälfte davon ist das die einzige EK-Quelle, die andere stockt auf Steuergeldbasis auf, grösster Niedriglohnsektor Europas usw. usf. Denen ist nichts weiter eingefallen, als die europäischen Nachbarn zu kanibalisieren indem grosse Schichten der eigenen Bevölkerung verarmt werden. Das könnte man für ein klassisches Projekt der CDU/CSU halten, wurde aber von der SPD realisiert usw...


    Wie dem auch sei, mir treibt das immer noch die Schamesröte ins Gesicht.

    Du springst zu kurz in deiner Argumentation. niemand findet den Niedrig Lohnsektor gut. Aber die Menschen, die im Niedrig Lohnsektor sind, waren vorher eben Langzeit arbeitslos.


    Was du auch nicht vergessen darfst, die Minijobber sind sehr oft eben Mütter, die sich aus freien Stücken dafür entscheiden, nicht mehr als ein paar Stunden arbeiten zu wollen oder zu können. Ich kenne da eine ganze Reihe von aus verschiedenen Unternehmen, mit denen ich Kontakt habe. Oft sind das Leute, die das Geld gar nicht brauchen und nur einfach den Kontakt zur Arbeit nicht verlieren wollen.


    Genauso wie ja viele Rentner weiter arbeiten, nur einfach um nicht daheim zu sitzen und einfach weil sie etwas gut können und es ihnen Freude macht.

  • Was Cle schreibt ist natürlich, ich traue es mich kaum auszusprechen, wieder neoliberale Ideologie in reinstform.


    Der Marktkonforme Mensch im Kapitalismus hat sich bereit zu halten für den Arbeitsmarkt. Er muss zu aller Zeit erkennen welche "Skills" der Kapitalist jetzt braucht um optimal eingesetzt werden zu können. Auf dem Marktkonformen Mensch liegt alle Verantwortung und er muss Dankbar sein für die "Chance" die er in ausbeuterischen Arbeitsverträgen, wie z.B. der Zeitarbeit, bekommt.


    Die Gutsherrenartige Argumentation von oben nach unten findet sich in allen Texten von Cle hier wieder. Wer Kapitalismus kritisiert, musste ich schon am Anfang erfahren, ist natürlich nur "unwissenschaftlich" und hat wie "die Linken" generell nur "Die Wirtschaft" nicht verstanden. Im Gegensatz zu Cle natürlich.


    Ich frage mich wie ich nur auf die Unverschämtheit kommen konnte zu glauben. dass Cle neoliberal tickt.

    Danke Cle, du machst es einem wirklich leicht.

  • Es ist einfach nur eine niveaulose Unverschämtheit, gegenüber Menschen, von denen man überhaupt nichts weiß, weder von ihrer Prägung, noch von ihrer Ausbildung, noch wie sie sie finanziert haben, noch was sie in ihrem Beruf erlebt haben, noch welche politische Meinung ihre Eltern hatten und mit welchen Menschen sie in ihrem Leben zusammen gekommen sind, ad hominem zu argumentieren.


    Leider ist das im Kreise der Linken sehr weit verbreitet. Denn scheinbar kann man nur mit solchen riesigen Scheuklappen, die scheinbar auch noch irgendwie verspiegelt sind, in der heutigen Zeit diese Ideologie aufrecht erhalten. Deswegen möge Gott, den es dafür bitte mal 1 Sekunde geben soll, verhindern, dass "ihr" an die Regierung kommt.


    Passen ja herrvorragend zusammen die zwei Absätze...

  • Was du auch nicht vergessen darfst, die Minijobber sind sehr oft eben Mütter, die sich aus freien Stücken dafür entscheiden, nicht mehr als ein paar Stunden arbeiten zu wollen oder zu können. Ich kenne da eine ganze Reihe von aus verschiedenen Unternehmen, mit denen ich Kontakt habe. Oft sind das Leute, die das Geld gar nicht brauchen und nur einfach den Kontakt zur Arbeit nicht verlieren wollen.


    Genauso wie ja viele Rentner weiter arbeiten, nur einfach um nicht daheim zu sitzen und einfach weil sie etwas gut können und es ihnen Freude macht.

    Die Erbärmlichkeit dieser Argumentation ist top-notch.

  • Bin selber nach einem ersten überfliegen des Forums ehrlich gesagt ziemlich erschrocken über den unterirdischen Umgang der hier teilweise herrscht. Ich bin ja selber als jemand hier der Lust und Spaß daran hat, sich mit Menschen auseinander zu setzen die nicht die eigene Meinung teilen, aber ein Blick in den Kapitalismus Thread bspw. hinterlässt bei mir den Eindruck, das ich da hier nicht am richtigen Ort bin. Aber vielleicht erleb ich ja auch noch positive Überraschungen.

    geht mir auch so ... wie sich hier so viele im SPD-Bashing gefallen ist für mich erschreckend. Was bitte soll denn eine Alternative sein? Glaubt ihr etwa, Saskia oder Norbert würden als Kandidat*in echte Chance haben zu gewinnen?

    Welche Konstellation soll denn tatsächlich Chancen haben ein progressives Bündnis zum Erfolg zu führen?


    Sanders bestimmt aber immer noch die Themen der Partei und ist omnipräsent in Bidens Programm. Es wird schon eine Mehrheit geben, dafür sorgen spätestens das Zerfleischen der CDU Kandidaten vor der Wahl und die schlechteren Wirtschaftswerte und Insolvenzen im Frühjahr:)

    ist ja in den USA ähnlich wie hier. Ein Mitte Kandidat, der aus seiner Partei ein linkes Program bekommt. Ich finde das schon sehr glaubwürdig, was derKevin hier so begründet:

  • geht mir auch so ... wie sich hier so viele im SPD-Bashing gefallen ist für mich erschreckend. Was bitte soll denn eine Alternative sein? Glaubt ihr etwa, Saskia oder Norbert würden als Kandidat*in echte Chance haben zu gewinnen?

    Welche Konstellation soll denn tatsächlich Chancen haben ein progressives Bündnis zum Erfolg zu führen?

    Aus meiner Sicht kann die SPD final beerdigt werden.


    Die letzte Bundestagswahl hat der SPD ein Erneuerungsversprechen abgerungen, es gab ein Debattencamp, die Partei sollte den Basisanschluß wiederfinden ... viel Hoffnung wurde aufgebaut.


    Zeitsprung ins Jetzt:

    Nahles hat sich ihren Abgang vergolden lassen, Kevin ist im Vorstand Scholz soll der neu Gottkanzler sein, diesmal echt mit #Wumms.

    Anscheinend wurden alle Vorschläge der Debattencamps gesammelt und im Willy-Brandt-Haus verheizt/ in den Giftschrank gesperrt.


    Das ist keine Kunst mehr, das kann weg.

  • Naja ... da haste aber bei deinem Zeitsprung einiges übersehen.


    Sozialstaatskonzept, 100% Ablehnung von Hartz IV auf dem letzten Parteitag, und Nahles verhält sich deutlich besser als Clement, Schröder oder Fischer ...

  • zur Agenda 2010 fallen mir immer diese beiden Standardphrasen ein, die man auch heute noch von neoliberalen Ideologen wirtschaftsliberalen Ökonomen hören kann:


    • Die Agenda-Reformen waren nötig, um die deutsche Wirtschaft wieder international wettbewerbsfähig zu machen.
    • Die Exporterfolge der deutschen Wirtschaft haben überhaupt nichts mit den Preisen und den Lohnstückkosten zu tun, sondern mit der Innovationskraft und Qualität die deutsche Unternehmen liefern.

    Wer den Widerspruch nicht findet hat vermutlich ein ernstes Ideologieproblem.

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