Beiträge von Silverbeard

    Das einzige was man der Bevölkerung klar machen müsste ist, dass der Kapitalismus in seiner heutigen Ausprägung schon längst eine private Planwirtschaft ist, die nur funktioniert, weil den Menschen, die mit dem Verkauf ihrer Arbeitskraft das Quartals-Plansoll der Unternehmensführungen und die Rendieterwartungen der privaten Eigentümer an Produktionsmitteln, Grundbesitz und Mietshäusern zu erfüllen haben nicht bewusst ist, dass ihre angeborene menschliche Fähigkeit zur sozialen Arbeitsteilung in diesem herrschenden kapitalistischen System nicht primär dazu verwendet wird, ihr aller Leben besser zu machen, sondern dazu, sie im Dienst der privaten Kapitalverwertung unter ein autoritäres Unternehemsregime zu zwangskollektivieren.


    Die Leute müssen nicht "umgeschult" werden. Sie müssen dazu ermächtgt werden, sich zu entschulen. Aber das wird natürlich nie passieren, so lange es genug Leute wie DIch gibt, die ganz feste daran glauben, dass es anders gar nicht zu machen sei, und allen die das Gegenteil behaupten immer wieder die selben ideologischen Zirkelschlüsse als Argumentersatz vorhalten.

    Zum einen, ich bin auch in anderen Foren unterwegs. Ich befürchte, die Menge an Menschen, die zu Deiner gewünschten Transformation intelektuell fähig sind, ist geringer als Du glaubst.


    Zum anderen: Mit dem BGE als Sicherheit würden vielen so ein Schritt leichter fallen. Du willst schliesslich 'nichts anderes' als das aktuelle System komplett auf den Kopf zu stellen. So gut wie jeder, der nicht von Hartz4 abhängig ist, sondern ein bisschen Wohlstand erarbeitet oder geerbt hat, wird Deinen Vorschlag ablehnen, weil dabei alles verloren gehen kann.

    Achso, verstehe. Ich dachte, es geht darum Unternehmen durch die Arbeitnehmer selbstverwalten zu lassen, dass erst noch die Bevölkerung mehrere Generationen umgeschult werden muß, haben ich wohl überlesen...

    Der Chef der russischen Raumfahrt-Behörde, Dmitri Rogosin, hat Tech-Milliardär Elon Musk mit Konsequenzen für die Versorgung der Ukraine mit Satelliten-Internet gedroht. Musks Raumfahrtfirma SpaceX stellte dem von Russland angegriffenen Land Anlagen zur Nutzung ihres Starlink-Satellitennetzes zur Verfügung. Sie sollen die Breitbandversorgung absichern, wenn die reguläre Netzinfrastruktur beschädigt wird.

    Starlink sichert nicht nur die Breitbandversorgung. Damit wird auch Beschuss koordiniert.

    Die Satelliten-Infrastruktur des US-Unternehmens SpaceX spielt in der direkten militärischen Auseinandersetzung in der Ukraine eine weitaus größere Rolle als bisher allgemein bekannt ist. Star­link ist der Kom­mu­ni­ka­ti­ons-Weg der ukrainischen Artillerie.

    [...]

    Grundsätzlich verfügen sowohl die russischen als auch die ukrainischen Einheiten in der Masse über die gleiche Technik, die noch zu Zeiten der Sowjetunion entwickelt wurde. Zu dieser gehört auch das Boden-Radar, das die Zieldaten für die Artillerie-Verbände liefert. Allerdings ist bekannt, dass dieses verschiede Probleme hat, so dass die Zielinformationen oft ungenau sind. Die russischen Einheiten lassen daher stets ganze Haubitzen-Batterien feuern, um am Ziel eine größere Fläche zu treffen.

    Auf der ukrainischen Seite setzt man auf eine ähnliche Taktik, doch stehen die einzelnen Haubitzen nicht an einem Ort, sondern feuern aus verschiedensten Regionen auf das gleiche Ziel - was sie für Gegenschläge sehr viel unempfindlicher macht. Das macht eine deutlich bessere Abstimmung erforderlich, die man mit einer eigens entwickelten Software namens "GIS Art for Artillery" und ursprünglich mit Datenverbindungen über SatCom realisiert.

    Nicht umsonst sorgte Russland zum Beginn der Invasion dafür, dass die SatCom-Terminals erst einmal von einer Malware lahmgelegt wurden - was auch viele weitergehende Auswirkungen hatte.


    Die Ukrainer haben GIS Art for Artillery allerdings recht schnell mit Starlink verknüpft und bisher haben die Hacker der russischen Armee trotz verschiedener Versuche keine Möglichkeit gefunden, die Datenverbindungen zu stören. Inzwischen läuft die Einschätzung verschiedener Experten darauf hinaus, dass die Kombination der GIS Art-Software mit Starlink dafür sorgt, dass die ukrainische Artillerie über ein besseres Command-and-Control-System verfügt als das US-Militär.

    Was hielte sie davon ab, sich mit anderen Unternehmen aus der selben Branche so abzustimmen, dass alle zusammen genug produzieren um den Bedarf zu decken und davon leben zu können?

    Interessant, also eine Art demokratische Planwirtschaft. Könnte funktionieren, Kartelle sind der Wirtschaft nicht unbekannt.

    Du bist kein Realist. Du hältst einfach nur eine profitgetriebene Konkurrenzgesellschaft mit Privateigentum und Wachstumszwang für alternativlos.

    Vor allem halte ich viele Menschen für egoistisch und rücksichtslos. Das zerstört demokratische und solidarische Strukturen.


    Einer der Hauptgründe für ein BGE ist für mich, dass man damit nicht jeden Tag um das Minimum kämpfen muß. Es gibt genug Menschen, die das nicht können. Das sind die, die für die 'Leistungsträger' zum Hungerlohn die Arbeit erledigen.

    Die müssen nicht zu Altruisten werden, sondern einfach nur gemeinsam und tatsächlich demokratisch darüber entscheiden, was sie mit ihrer kollektiven Produktivkraft anfangen wollen.


    Wenn die absolute, überwältigende Mehrheit der Arbeitenden Bevölkerung darüber abstimmen dürfte, was wie zu welchem Zweck zu produzieren wäre, dann müsste die Mehrheit von denen schon irgendwie komplett verblödet oder suizidär sein, um sich dafür zu entscheiden den Planeten kaputt zu machen, nur um irgendwo einen Haufen Geld anzuhäufen. Produzieren für Profit und nicht zur Befriedigung von Bedürfnissen, ergibt nur in einem sozioökonomischen System Sinn, das auf der Anhäufung von Profit aufgebaut ist.

    Die wären aber trotzdem in Konkurenz zu anderen Unternehmen aus der gleichen Branche., ausser es gäbe ein Monopol. Auch darüber nachgedacht?

    Da andere Firmen aus der Branche auch kein Gewinn anhäufen würden, sind alle wieder auf dem gleichen Level und kämpfen um Marktanteile und das Überleben, bzw. die Weiterbeschäftigung aller Mitarbeiter/ Kollegen und Kolleginnen. Also ausser es sind alles Altruisten...

    Aber wahrscheinlich bin ich für solche Überlegungen zu sehr Realist.

    Hängt davon ab, wie heftig die Klimakrise wird. Wenn es so heftig wird, wie ich vermute, dann könnte es schon eine Abkehr vom Kapitalismus geben.

    Mal sehen, wie sich die Gesellschaften in den afrikanischen Staaten oder in Indien mit der Klimakrise entwickeln. Die sind ja schon soweit, dass Menschen in manchen Gegenden nicht mehr leben können.

    Natürlich hätten Hartz iV-EmpfängerInnen unmittelbar gar nichts davon, wenn die Angestellten zu kollektiven EigentümerInnen ihrer Unternehmen würden. Aber wenn es keine private kapitalakkumulation mehr gäbe, dann gäbe es auch keine Multinationalen Konzeren und keine Elon Musks mehr, die sich Politiker und öffentliche Meinung einfach mit ihrem akkumulierten Geldkapital kaufen, und so die Demokratie unterminieren können. Und dann würde eben auch keine Politik mehr gemacht, und von der öffentlichen Meinung als gefühlt alternativlos hingenommen, die Menschen verarmen lässt, weil sie der Profitverwertung zum Zweck privater Kapitalakkumulation nicht dienlich erscheinen.


    Aber nur unter der Voraussetzung, dass die Arbeiter, die dann zu Eigentümern aufgestiegen sind, alle zu Altruisten werden... Ein schöner Traum.

    Hartz IV-EmpfängerInnen hätten unmittelbar etwas davon, wenn man die Sanktionen abschaffen und die Hartz IV-Regelsätze deutlich erhöhen würde. Dafür müsste sich aber auch eine politische Mehrheit finden. Das ist an sich schon schwer genug, aber immer noch realistischer, als ein BGE das gegen alles verstößt , was sich die bürgerliche Mitte und die Oberschicht seit Generationen als alternativlosen Lauf der Dinge und natürliche Ordnung der "Leistungsgesellschaft" eingetrichtert haben.

    Ich weiß, aber ein Hartz4 ohne Sanktionen ist ein BGE. Und eine Grundrente auch. Genauso wie Kindergeld. Der Unterschied wäre nur, dass Einkommen durch geleistete Arbeit nicht mehr verrechnet wird.


    Ob ein BGE ausgezahlt wird, oder beim Einkommen geringere Steuern abgezogen werden, macht am Ende keinen Unterschied für Berufstätige. Für alle Berufstätigen würde ja eine verpflichtende Versicherung für Arbeitslosigkeit oder den Ruhestand wegfallen.

    Und es ist ja nicht so, das unsere Gesellschaft das Konzept von Solidarität nicht kennen würde. bei der gesetzlichen Krankenkasse zahlen alle Berufstätigen für Ehepartner und Kinder mit. Ausser denen natürlich, die viel verdienen und sich rausgezogen haben... Die lassen ihre Kinder von der Gemeinschaft mitversorgen, indem der Ehepartner einen minimalen Minijob ausübt.

    Um dieses kollektiven Trugschluss zu durchbrechen, der einer echten Transformation aus dem Kapitalismus mit seiner totalitären Herrschaft des Privateigentums über die zum Erhalt der Gesellschaft nötigen Produktionsmittel im Weg steht, indem er sich tautologisch immer wieder aus sich selbst heraus begründet, muss eine Mehrheit erkennen, wie widersprüchlich diese Herrschaft des Kapital zum Versprechen der Individuellen Freiheit in der liberalen Gesellschaft steht, und sich dann gegen die Minderheit behaupten, die von jenen Widersprüchen profitiert und die Staatsgewalt dazu instrumentalisiert.

    Und das ist einfacher als ein BGE einzuführen?

    Aber so lange es genug Leute wie Dich gibt, die lieber den bürgerlichen Ideologen das Wort reden, weil sich ja an den herrschenden Verhältnissen nichts ändern wird, bzw. weil halt keine politischen Lichtgestalten auftreten wollen, die das für uns mal schön von oben herab verändern, wird sich halt auch nichts ändern.

    Es wird sich auch nichts ändern, wenn ich Sozialismus in allen Foren fordere oder dafür demonstriere. Alle Parteien sind neoliberal oder rechtsextrem und die Linken zerfleischen sich nur selbst. Du müsstest eine kleiner als 1% Minderheit zur absoluten Mehrheit führen.

    Ein BGE im Kapitalismus würde den Kapitalismus halt einfach noch scheisser machen als er sowieso schon ist.

    Nein, da alle ein BGE bekommen würden, schiessen sich alle ins Knie die dagegen sind. Bzw. die 1-10% mit den oberen Einkommen sind bei demokratischen Abstimmungen zuwenig.


    Traumtänzerei wäre es zu glauben, dass ein BGE im Kapitalismus nicht nach dem Willen seiner neoliberalen Befürworter gestaltet würde, denen es dabei nicht darum geht, die Bevölkerung von Existenzangsz und Arbeitszwang zu befreien, sondern die Eigentümer der Produktionsmittel von Steuern und Sozialabgaben.

    Wie schon gesagt, es betrifft die gesamte Bevölkerung. Bestimmt ist es trotzdem möglich die gegeneinander auszuspielen. Aber es wird sehr schwer, wenn es nur finanzielle Einschnitte bedeutet, gegen die anderen zu sein. Da werden selbst Senioren nachdenklich, wenn es um viel eigenes Geld geht.


    Du weißt, es werden in den nächsten 10 Jahren einige Millionen Arbeitnehmer in den Ruhestand gehen, die auf Mindestrente aufstocken müssen, bzw. für durchgehend 45 Arbeitsjahre nur die Grundrente bekommen. Für die macht ein BGE schonmal keinen Unterschied, zumindest keinen negativen.


    Und was genau wird denn besser für Menschen, die heute von Hartz4 leben, wenn Menschen mit Beschäftigung die Politik der Firma, in der sie arbeiten, selbst bestimmen?

    Ja genau. So lange wir weiter Kapitalismus machen, wird man politischerseits alles dafür tun, dass wir weiter Kapitalismus machen können, Unter Umständen vielleicht sogar mit einem BGE.


    Dann subventioniert der Staat halt das quantitative Wachstum mit reiner Ideologie politischer Willenskraft.


    Perpetuum Mobile. :thumbup:

    Ich denke, ich habe hier schonmal erklärt, dass die vielen einzelnen Unterstützungen und Steuervorteile zusammen ähnlich viel kosten wie ein BGE, nur viel ungerecher verteilt sind (zumindest die Steuervorteile).


    Vielleicht bin ich Pessimist, aber ich glaube nicht daran, das es in diesem Jahrhundert eine Abkehr von Kapitalismus geben wird. Deshalb versuche ich damit zu leben, so gut es geht. Meine Erwartung ist es, das der Kapitalismus so wenig scheisse wie möglich ist, alles weitere ist Traumtänzerei für mich.


    Ich sehe keine politisch relevente Gruppe, die in der Lage ist oder gewillt wäre am aktuellen Wirtschaftskurs Deutschalnds irgendetwas zu ändern. Die Linke steckt ihre gesamte Energie in eine durchgeknallte Querdenkerin anstatt eine brauchbare und stabile Opposition aufzubauen.

    Aber ich stelle erneut leicht amüsiert fest, dass der einzige, der sich hier offenbar "ununterbrochen" mit der Person Elon Musk beschäftigt - man könnte fast sagen: der sich mit der Verteidigung seines Idols und Hoffungsträgers Elon gegen imaginäre Feinde das Hirn betäubt -, der Typ ist, der Dich morgens im Spiegel anschaut.

    Weil ich nicht ausschliesslich in diesem Forum rumhänge? Ich habe auch andere Hobbys.


    Ich gebe allerdings zu, dass es viele Themen gibt, von denen ich wenig Ahnung habe oder die mich nicht stark interessieren. Dann muß ich meine Meinung dazu nicht öffendlich machen, auch wenn ich wahrscheinlich eine habe.


    Warum glaubst Du denn, ich wollte mit der Beleidigung von Elon Musk irgendwen von etwas anderem überzeugen als davon, dass ich Elon Musk für einen grandiosen Scharlatan halte, der sich als visionärer Weltenretter verkauft, obwohl er eigentlich nur ein ganz banaler Kapitalist ist?

    Da hast Du mich missverstanden. Ich bezweifele eigentlich nur, dass Dir das gelingt. Die, die sowieso Deiner Meinung sind, stimmen Dir zu und das wars.


    Aber solange Du noch nicht mal verstehst, das Musk für mich kein Idol der Freiheit oder so ist, sondern einfach nur ein CEO, der seine Arbeit tatsächlich gut macht, im Verhältnis zu den vielen anderen, die nur ihre Boni aushandeln...

    Das Betäuben des Gehirns ist unter anderem der Grund, warum Leute wie Du sich an Luftschlössern wie einem BGE festklammern, die innerhalb des Kapitalistischen Systems niemals dazu führen werden, dass es dabei irgendwie gerechter zugehen wird. Um ein BGE einzuführen, das die Menschen wirklich vom Arbeitszwang befreit müsste man nämlich genau das tun. was Leute mit betäubten Gehirnen wie Du hier immer wieder als unmöglich verkaufen: den Kapitalismus abschaffen.

    Wir haben bereits in vielen Bereichen BGE ähnliche Zahlungen. Der Unterschied zum BGE ist nur die Bedürfnisprüfung. Wir werden sehen, ob z.B. noch zu unseren Lebzeiten die Illusion der Rente fallen wird. Die Grundrente statt Hartz4 ist schon ein Anfang vom BGE. Die Mindestarbeitsjahre wird man zukünftig nicht aufrecht erhalten können, bei den heute üblichen Fehlzeiten durch Arbeitslosigkeit und zwischen Zeitarbeitsverträgen.


    Ganz im Gegenteil wird das BGE notwendig sein für den Kapitalismus. Ohne Geldmittel gibt es nun mal keinen Konsum und ohne Konsum keinen Kapitalismus. Umso stärker das Vermögen auf wenige Personen konzentriert wird, umso geringer wird der Konsum nun mal. Ein paar Riesenjachten, Privatjets, PKW Sammlungen und Luxuswohnungen können nicht den Konsum von vielen Millionen Menschen ersetzen.

    In den USA gibt es Helikoptergeld. Aber dieses mal sind die bestimmt nicht Early Adaptor eines Trends, das war nur bisher immer so...

    Ja wenn Du das immer noch unbedingt glauben willst, so wie Robert Habeck daran glaubt, dass er dieses Problems mit genug Wertebasiertheit und allgemeiner Sparsamkeit schon Herr werden wird, dann werde ich Dich bestimmt nicht vom Gegenteil überzeugen.

    Auch wenn Du Dir in Deiner arroganten Selbstverliebtheit nicht vorstellen kannst, dass auch andere realistisch sein können. Natürlich weiß ich, dass es nicht nur den richtigen Politiker braucht, um alles fair und gerecht ablaufen zu lassen.


    Ich betäube diese Erkenntnis nur nicht damit, dass ich Personen wie Elon Musk ununterbrochen beleidige wie Du. Das ändert nämlich auch überhaupt nichts, sondern nimmt nur kurzfristig den Fokus vom eigentlichen Problem, wie ein Drogenrausch.

    Alles was an Arbeitnehmerrechten seitdem errungen wurde, geschah nie auf Initiative irgendwelcher Regierungen - außer vielleicht um den sozialen Frieden zu wahren und das System vor dem totalen Zusammenbruch zu retten - sondern es war immer Zugeständnis der herrschenden Klasse gegenüber einer organisierten Arbeiterschaft aufgrund des Druckes den dieselbe auf der Straße und in den Betrieben über Proteste und Streiks ausübte.

    Wenn alle im Kapitalismus tatsächlich die selben Chancen hätten, selbst KapitalistInnen zu werden, dann würde der Kapitalismus nicht mehr funktionieren.

    Und Sozialismus hat bisher immer zu Diktaturen geführt.

    Und Du wirst weiter jedem radikalen Kritiker dieses Systems damit auf den Zeiger gehen, dass Du ihm die absolute Binse erklärst, es sei halt nunmal so und man könne es nicht einfach mal eben ändern, und Dich dabei weiterhin selbst für einen ganz pragmatischen Realisten halten.

    Ja, aber das ändert doch nichts daran, dass Dein Ziel nicht funktioniert. Egal wie radikal Du sie forderst. Wen willst Du denn mit der Beleidigung von Elon Musk davon überzeugen, das die Lieferung von Waffen in die Ukraine oder der Bau neuer AKWs der Welt überhaupt nichts hilft?


    Eventuell wenn wir ein Volk von Selbstversorgern werden, können wir den Kapitalismus überwinden. Aber wahrscheinlich wird selbst dann Neid und Missgunst alles zerstören.

    Aber so lange nur genug Leute ganz feste daran glauben, dass man nur endlich mal die richtigen WertepolitikierInnen in die Regierung wählen müsste, damit die dann von oben herab großmütig dafür sorgen, dass die menschliche Zivilisation nicht von Klimakatastrophen oder Atomkriegen beendet wird, und ansonsten alles so weiter laufen könne wie bisher und niemand sich mit irgendeiner erntshaften Systemkritik beschäftigen müsse, dann wird das auch genau so weiter gehen bis zum bitteren Ende.

    Ich denke, dass Politik in Deutschland (z.B. über Umweltgesetze oder Arbeitsschutz) zumindest zwischen den Unternehmen untereinander eine gewisse gleiche Basis aufzwingt, die nicht offiziel unterboten werden darf. Wie diese Basis aussieht wird durchaus auch von den aktuellen Regierungen mitbestimmt. D.h. ich glaube nicht, dass z.B. Habeck ein Heilsbringer ist, aber ich glaube, dass er es für die Bevölkerung besser machen wird als Altmeier. Ich stimme mit Dir überein, dass Politiker sich nur durch den Druck aus der Bevölkerung bewegen. Auch ein Robert Habeck ist nur deshalb Politiker in einer machtvollen Position, weil er den Anschein erweckt, die Ideen eines genügend großen Teils der aktiven Wähler zu vertreten.


    Das trotzdem die Arbeiter viel schlechter gestellt ist als Aktionäre und andere, die ihr Einkommen durch Kapitalgewinne und Erbschaft generieren, ist davon nicht betroffen.


    Daher auch mein Wunsch nach einem BGE. Die Anhebung des Mindestlohns auf 12€/Stunde löst kein Problem, sondern entlastet nur die Sozialkassen und generiert mehr Steuereinnahmen.


    Und ja, wenn man alles sofort fordert wird man gar nichts erreichen und deshalb wird es immer so weiter laufen. Zumindest solange wir die Pistole nicht direkt an der Schläfe sitzen haben, glauben die meisten, man könne noch auf Kosten zukünftiger Generationen einen ‚Kompromiss‘ eingehen.

    nicht zusammenarbeiten würden, dann könnte er nicht funktionieren.

    Das Problem ist nicht, dass wir eine Industrie haben, oder dass diese Industrie einen Energiebedarf hat, sondern dass diese Industrie mit samt ihren Arbeitsplätzen nicht den Menschen gehört, die mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass etwas produziert wird, sondern Leuten die Geld investieren um daraus mehr Geld zu machen.

    Klingt gut, aber scheint irgendwie nicht zu funktionieren. Noch nicht mal dort, wo es probiert wurde.

    Wie Du weißt bin ich für das BGE. Das würde viele Menschen von der der Beziehung Vollzeitarbeit = Mindestbedarf trennen.


    Den Kapitalismus sofort zu beenden ist natürlich noch ein bis zwei Stufen härter. Aber wie schon oft gesagt, ich sehe aktuell keine Chance für die Gesellschaft in diese Richtung zu gehen. Im Gegenteil bekommen Schulen immer mehr neoliberales Unterichtsmaterial gespendet und die nächste Generation wird so total verblödet.


    Ich habe bisher auch noch keine Idee gehört, wie eine Transformation in eine postkapitalistische Gesellschaft funktionieren könnte. Aber immer wieder nur über die ganz genaue Ausgestaltung des Endzustands zu diskutieren bringt uns nicht einen Millimeter weiter.


    edit: Ich hatte aber auf Deinen Kommentar 'Profitmaschinen anhalten ' geantwortet, als ich geschrieben habe, dass nun mal wir die Rädchen in dieser Maschine sind, also mit angehalten werden (bzw. uns selbst anhalten würden). ja sicher, die Unternehmer, bzw. Aktionäre greifen sich den größten Teil vom Profit ab. Trotzdem leben wir alle vom Rest und können das nicht in einer Woche oder so ändern.


    Ich erwarte selbstverständlich überhaupt nicht, dass Robert Habeck oder sonst irgendein Politiker dieses Problem erkennt. Ich ärgere mich darüber das Intellektuelle, PhilosophInnen, SoziologInnen, JournalistInnen, ÖkonomInnen(!!!), oder sonstige Leute, die weder Kapital im großen Stil verwerten müssen, noch politische StellvertreterInnen für Kapitalinteressen sind, es nicht erkennen - dass sie ständig um den heißen Brei herum reden und jetzt - natürlich - Putin die Schuld daran geben, dass "wir" jetzt alle mal den Gürtel enger schnallen müssen, anstatt vielleicht endlich mal darauf zu kommen, dass Wladimir Putin nie so mächtig hätte werden können, wenn man nach dem Zerfall der Sowjetunion nicht alles dafür getan hätte, dass Russland (und die Ukraine) ein neoliberales kapitalistisches Eldorado für skrupellose Kapital-Mafiosi wird.

    Das hätte auch in einer kapitalistischen Welt verhindert werden können. Die EE sind gewaltig gewachsen und als die junge, aufstrebende PV Industrie in Deutschland von der Regierung zerstört wurde sind 120.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Mehr als es in der alteingesessenen Kohleindustrie gab.


    Regierungen haben allgemeingültige Bedingungen vorzugeben, dann haben alle die gleichen Chancen. Dafür sind sie da und nicht um profitgeilen Unternehmern Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen.


    Und um das als 'Fanboy' auch nochmal zu schreiben: Musk wurden in Grünheide nicht mehr Schwierigkeiten weggeräumt als jedem deutschen Unternehmen.

    ...sind, dann brauchst Du Dich aber auch nicht darüber zu beschweren, dass PolitikerInnen - trotz der eigentlich längst vorhandenen technischen Möglichkeiten die Energiewende so umzusetzen, dass die abhängig arbeitende und wohnende Bevölkerung nicht die Hauptlast der Kosten tragen müsste

    Die Bevölkerung wird die Hauptlast auf jeden Fall tragen. Egal ob in Form von Steuern für Subventionen oder über den Energiepreis, wenn die Versorger die Investitionen ohne Subventionen tätigen. Die lassen sich Investitionen naürlich inklusive Gewinn zurückzahlen. Wo soll denn das Geld sonst herkommen? Zahlt Putin, wie bei Trumps Mauer die Mexikaner?


    Der einzige Unterschied ist die Höhe der Last. Die wird immer grösser, je länger mit dem Umbau gewartet wird.

    Fracking-Gas bei Kriegstreibern und Sklavenhaltern einkaufen, damit die Industrie ihre energiegetriebenen Profitmaschinen nicht anhalten muss

    Diese energiegetriebenen Profitmaschinen sind unsere Arbeitsplätze. Und die, die im Dienstleistungssektor arbeiten, können davon auch nur leben, wenn ihre Kunden bezahlte Arbeit haben.


    Du kannst doch nicht so tun als würde die Bevökerung auf der einen Wolke leben und die Industrie auf der anderen, die man einfach mal abstürzen lassen kann.

    die energetische Modernisierung zum großen Teil auf MieterInnen umlegen,

    Und wer soll es sonst bezahlen?


    Du bist doch selbstständig. Du mußt doch auch Deine Kosten und Aufwand kalkulieren und einen Gewinn für Deinen Lebensunterhalt draufschlagen.

    Was erwartest Du von Vermietern? Das die eine Mietwohnung pro bono betreiben?


    Ich gehe soweit mit Dir mit, das es eine Unverschämtheit ist, das die energetische Sanierung innerhalb von 12 Jahren auf den Mietpreis verteilt werden darf, obwohl die ganzen Massnahmen mindestens 25 Jahre halten (Meine Wohnung ist Bj. 65 und hat erst die zweiten Fenster und die ersten waren mindestens 35 Jahre drin).

    Und das danach natürlich die Miete nicht mehr gesenkt wird.


    Aber grundsätzlich ändert das nichts daran, das Vermieter mehr als die Kosten mit der Miete einnehmen wollen und bei dem aktuellen Mangel auch problemlos können, völlig egal welche Partei jetzt regiert. Das haben die Groko Parteien (auch in den Ländern) verkackt, als aufgehört wurde Sozialwohnungen zu bauen.


    Welche realistischen Massnahmen erwartest Du von Habeck?

    Seit wann ist das offiziell so?

    Soweit mir bekannt gab es dafür bisher keine rechtliche Grundlage,

    Zitat

    Die Europäische Union hat in ihrer EU-Verordnung 2016/631 kleine Erzeuger unter 800 Watt als "nicht signifikat" eingestuft, weil sie "nicht systemrelevant" seien. Trotzdem wollen die deutschen Netzbetreiber, dass alle Erzeugungsanlagen, unabhängig von ihrer Leistung, bei ihnen gemeldet werden. Diese Forderung haben sie in die entsprechende Vorschrift (Anwendungsregel VDE-AR-N 4105) hineingeschrieben. Vorgesehen ist dabei für Erzeuger bis 600 Watt AC-Leistung, wozu auch Stecker-Solargeräte nach unserer Definition zählen, ein vereinfachtes Formular.

    https://www.verbraucherzentral…kt-in-die-steckdose-44715


    Absatz 8.


    D.h. Die Versorger können eine Anmeldung verlangen, aber nicht den Betrieb ablehnen. Voraussetzung ist, das der Wechselrichter nicht mehr als 600W einspeisen kann, die Module dürfen dann auch einen höheren kWp haben.