Beiträge von Silverbeard

    Ich denke, dass sie nicht mit einer Energiekrise wie dieser kalkuliert haben.

    Wie schon oft versucht zu erklären: Die Weltmarktpreise für Öl und Gas beeinflussen die deutschen Erzeugerpreise für Wind- und Sonnenstrom genau Null.

    Deswegen sind wir ja alle so sauer auf Altmeier und Merkel.

    Man kann diese Grafik nicht oft genug zeigen. Besonders Unionspolitikern und Christian Lindner sollte man die jeden Tag zukommen lassen.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, benutzt die Ukraine Starlink nicht nur zur Kommunikation, sondern auch zum Zielen mit Fernwaffen.

    Ich habe Diplomaten immer für diplomatisch gehalten.

    Mag sein, aber eigentlich interessiert mich das Tesla-Werk gar nicht. Ich wollte mich nur an seinem potentiellen Untergang erfreuen.

    Das habe ich schon bei Deinem ersten Kommentar verstanden.

    Das ist allerdings wirtschaftlich komplett unrealistisch im Moment.


    Tesla hat die Preise in der EU 2021 um 10.000€ angehoben. Das ist, abzüglich der Steuern, reiner Gewinn. Dazu kommen die Ersparnis von 12,5% Zoll, wenn die Fahrzeuge in Deutschland gebaut werden, anstatt in den USA oder China. So hoch kann der Strompreis niemals steigen, um diese finanziellen Vorteile aufzufressen. Eher geht die gesamte EU am Strompreis pleite.

    Du willst mir im Wesentlichen sagen Tesla hat niedrige Energie-Preise sicher. Und dein Argument, warum die sogar sicher gegen Ausfälle der Bereitstellung durch den Vertragspartner - ob nun Netzbetreiber oder Erzeuger - sind, war: Lokal wird der meiste Strom sowieso durch Wind- oder Lichtverstromung erzeugt. Nun wenn das im Winter nicht gewährleistet ist und die Energie nicht zu anderen Zeiten eingespeichert wurde, dann muss das Unternehmen, das Tesla versorgt auf andere Energiequellen zurückgreifen, und dann besteht die Möglichkeit, dass es von Engpässen bei der Brennstoffversorgung betroffen ist. Dann ist auch möglich, dass es Tesla zu bestimmten Zeit nicht die vertraglich zugesicherten Mengen zur Verfügung stellen kann.

    Ich denke, Du gehst davon aus, dass die Kaufleute des beteiligten Energieunternehmens naiv und ahnungslos sind.


    Ich kann mir folgende möglichen Varianten vorstellen:


    Variante 1: Das Energieunternehmen produziert sowieso selbst minimal mehr Strom als Tesla benötigt udn hat genug freie Mengen, die nicht an andere Lieferverträge gebunden sind.


    Variante 2: Das Energieunternehmen hat sich seine bisherigen erzeugten Mengen, sowie die Windbewegungs- und Sonneneinstrahlungstabellen angesehen, die seit Jahrzehnten für ganz Deutschland erstellt werden und daraus errechnet, welche Strommenge sie minimal erzeugen können. Dann wurde ein Durchschnittspreis pro kWh berechnet, der die Kosten abdeckt und Gewinn bringt, wenn der nicht erzeugbare Rest an der Strombörse zugekauft wird.


    Variante 3: Wie Variante 2, aber der nicht erzeugbare Rest wird direkt mit einem Liefervertrag von einem anderen Energieerzeuger gekauft (sozusagen einem Subunternehmer), ohne den Umweg Strombörse. Dann ist der Lieferpreis sogar fest und genau kalkulierbar.


    btw: Sollte das Energieunternehmen nicht liefern können werden mit SIcherheit Vertragsstrafen fällig.

    Nein. Nicht mal da sind wir uns einig.


    Was der Großentrepreneur im privaten Bereich macht ist volkommen irrelevant und interessiert mich nur dann, wenn er es selbst in der Öffentlichkeit breit tritt.

    So meinte ich das, da habe ich mich ungenau ausgedrückt.

    Ist aber irgendwie auch selbstverständlich, denn was nicht an die Öffendlichkeit kommt, kann ja auch nicht bekannt sein.


    Seine Familienplanung ist mir trotzdem etwas suspekt. Obwohl sein Vermögen auch für 20 Kinder reicht...


    ot: Hatte er der Flugbegleiterin eventuell angeboten, ebenfalls Zuchtstute zu sein?

    Nie gehört, insofern haben wir das ja schonmal geklärt.

    Vielleicht ist ja genau das unser Kommunikationsproblem?


    https://www.manager-magazin.de…26-4d62-ab9f-7183175cd8c3


    Es könnte von Regierung verordnete Betriebsreduktion oder -einstellung zum Gas- und Stromsparen geben, aber die würde die Unternehmen direkt betreffen. Ansonsten natürlich Probleme Gas und Strom ausreichend zur Verfügung zu stellen.

    OK., das könnte passieren, weil Privathaushalte als letztes unter Mangel leiden sollen.

    Aber das wäre dann in der gesamten EU der Fall. Und es würde alle anderen europäischen PKW Hersteller genauso treffen.

    Ich weiß nicht, warum du da so drauf rumreitest. Die Strombörse ist für Erzeuger, Netzbetreiber und Spekulanten da. Wenn überhaupt haben gerade "Unternehmen in dieser Grösse" möglicherweise einen Grund selbst an die Strombörse zu gehen. Tesla tut das wohl auch in Europa für einen Teil seiner Geschäfte.

    Und was soll das jetzt? Du hast doch den Beitrag von Utan gelesen.

    Glaubst Du ernsthaft, grosse Unternehmen nutzen ihre Vorteile nicht bis zum letzten voll aus?


    Als Beispiel aus einem anderen Bereich: Selbst VW, dass zum grossen Teil dem Staat (in Form des Bundeslandes) gehört, hat Steuervermeidungsstrategien gefahren und teilweise in Luxemburg versteuert. Also wenn das bereits 'Staats'betriebe so machen, was erwartet man dann von rein privatwirtschaftlich geführten?


    Klar kann es sein, das Tesla Spitzen an der Strombörse kauft. Oder aktuelle Überschüsse aus Lieferverträgen weiterverkauft. Schliesslich hat die Fabrik bei weitem noch nicht den geplanten Produktausstoss erreicht und dürfte aktuell mehr Strom abnehmen müssen, als gebraucht wird.

    130% kompensieren diesen Effekt? Es gibt große Speicherinfrastruktur in Brandenburg?

    Wollen wir ernsthaft diskutieren, oder willst Du jetzt in die Querdenkerecke abdrivten?


    Nein, es gibt keine Speichermöglichkeiten in der Grössenordnung. Das ändert aber nichts daran, dass in Brandenburg die Jahresmenge an erzeugtem EE Strom 1/3 höher ist als die verbrauchte Menge Strom im Jahr.

    Und solange die EE nur 40-50% des Strommixes ausmachen, kann mit den fossilen Kraftwerken gepuffert werden. Über Deine Frage können wir nachdenken, wenn wir uns den 100% EE Strom im Mix nähern.

    Tatsächlich ist es so, das Deutschland aktuell mit Abstand der grösste Stromexporteur in der EU ist. Vor Frankreichs AKW Problemen stand Deutschland mit Frankreich einsam an der Spitze. Die meisten Länder in der EU sind schon lange dauerhaft Stromimporteure.

    Was ich damit sagen will: Wir bekommen den produzierten EE Strom gut verbraucht.


    Ich bin pragmatisch. Für mich gilt: jede verbrauchte kWh EE ist eine kWh fossil weniger.


    Und um mal etwas anekdotisch zu werden: Mein Versorger ist EWS. Das ist ein Stadtwerk, das den Großteil (80%) des verkauften Stroms selbst aus EE herstellen. Seit der Abschaffung der EE Umlage zahle ich 26,07Ct/kWh. Das Chaos wegen Merit Order an der Strombörse berührt mich wenig.

    Ähnlich dürfte es Tesla gehen.

    Ok, wieviel mal muss man Dir etwas erklären, damit es irgendwie länger als ein paar Wochen in Deinem Gehirn bleibt?


    OK., akzeptiert, diese vereinelten, leisen Töne habe ich wohl in Deinem Gesamtwerk überlesen...


    Das es für mich nur Elon Musk oder gar nichts gibt, unterstellst allerdings Du mir. Habe ich weder so gesagt, noch so gemeint. Du baust Dir mit mir einen Gegner auf, auf den Du dann kräftig draufhaust.


    Wenn man aber grundsätzlich sagt 'alle Musks sich scheisse', sollte man aber schon einen Gegenentwurf haben. Oder vielleicht doch erstmal versuchen solche Personen über Steuern und Gesetze einzuhegen.


    Interessant wäre in meinen Augen auch mal ein Vergleich verschiedener Personen.

    Musk ist scheisse und will möglichst viel Geld verdienen.

    Aber Bezoz ist noch viel beschissener. Der hat die gleiche wirtschaftliche Strategie wie Musk, aber mit absolut sinnlosen Produkten.


    Noch idiotischer wird das ganze bei Superreichen, die nur noch Aktien an- und verkaufen und mit Centbeträgen pro Aktie noch reicher werden.


    Und selbst wenn ich Musk mit den CEOs anderer internationaler Unternehmen vergleiche, halte ich Ihn für einen der fachlich guten CEOs. Er fällt seine Entscheidungen nicht ausschliesslich nach seinem Portfolio und kurzfristigen Überlegungen, sondern will seine Unternehmen auch langfristig überlebensfähig und stark machen.


    Was will ich z.B. mit einem BMW CEO Zipse, der ununterbrochen erzählt, dass der Konzern technologieoffen bleiben soll, obwohl es bei den E-Autos 2 Jahre Lieferfrist gibt und die Verbrenner auf Halde stehen (etwas übertrieben dargestellt)?


    Was ich auf jeden Fall menschlich bei Personen bemängele, die in einer Blase leben wie Musk, ist der Verlust der Bodenhaftung im privaten Bereich. Ich glaube, da sind wir uns einig.

    Aber ich befürchte, wenn ich den ganzen Tag nur von angestellten Assistenten und Mitarbeitern hofiert werde, völlig abgeschottet vom Rest der Welt lebe und mich bewege (Privatflugzeug), würde es mir genauso wie Musk ergehen.

    Dafür braucht man noch nicht mal Milliardär zu sein, es reicht schon ein erfolgreicher Streamer oder Youtuber zu sein. Da gibt es auch genug, die komplett abdrehen.

    Man muss nur endlich mal richtige Politik machen und gerecht umverteilen! Für die nötigen Investitionen sorgt ein Sonderfonds. Die Industrie investiert, der Staat finanziert. Keine Änderung der Produktionsweise nötig. "Kapitalismus" sagt man nicht.

    OK., wieviel Zeit wollen wir uns für den Umbau der Gesellschaft gönnen, bevor wir uns um die Klimakrise kümmern? Bis nach den Kipppunkten?

    Ich hoffe, dass kommt jetzt nicht wieder zu schräg rüber, aber das BGE ist auch im Kapitalismus eingebettet. Es würde nur die Chancen etwas anders verteilen.


    Und mal ganz ehrlich: Die einzige praktikable Alternative, die ich bisher gelesen habe, ist einfach alles so zu lassen, wie es ist... Sonst hat mich bisher kein Vorschlag ohne Kapitalismus überzeugen können.


    Jede Person, die den FFF vorschlägt, die Lebensweise zu ändern, schliesst das für sich selbst im Normalfall aus, bzw. reflektiert nicht, dass sie sich ebenfalls an ihre eigenen Ratschläge halten müsste, damit es funktioniert.


    Gute Ratschläge haben schon unsere Urureltern unseren Ureltern gegeben...

    Das Mullah-Regime hat so gut wie fertig.


    Und wieder gelang es dem Großentrepreneur einen weiteren schwarzen Buben aus dem globalen Terrorkartenhaus seiner erklärten Nemesis, Superbösewicht Dr. Pu, zu entfernen. Der Zusammenbruch war nur noch eine Frage der Zeit.

    Aktivisten schmuggeln USB-Sticks mit südkoreanischen Fernsehserien und amerikanischen Filmen nach Nordkorea.


    https://www.spiegel.de/netzwel…e-ins-land-a-1004919.html


    Internet ohne Zensur könnte also schon helfen.

    Und so groß sind die Antennen für Starlink nicht, das man sie nicht schmuggeln könnte.


    In Nordkora ist wohl ein Problem, dass die PCs wegen Sanktionen knapp werden, keine Ahnung wie das aktuell im Iran aussieht.

    Gute Güte, du bist ja wirklich ein fanboy. Ich sprach allerdings von höherer Gewalt.

    Du erinnerst Dich an die Wassersperrung wegen der unbezahlten Rechnung? Kurze Zeit später wurde der Tesla Gesamtverantwortliche für die Baustelle entlassen.

    Wenn solche Erkenntnissen einen verstrahlten Fanboy auszeichen, dann bin ich einer.


    Welche Höhere Gewalt stellst Du Dir vor? Das die Sonne erlischt oder das es monatelang keinen Wind gibt?


    Also ich denke nicht, dass wir mit den Auswirkungen der Sanktionen schon durch sind. Aber die Frage ist nicht, wie hoch die Preise noch steigen werden, sondern wo sie sich einpendeln.

    Nochmal, Unternehmen in dieser Grösse kaufen ihren Strom nicht an der Strombörse. d.h. die sind nicht von Merit Order abhängig. Die schliessen feste Abnahmeverträge mit den Erzeugern, in denen die Erzeugungsart festgelegt ist. D.h. wenn Tesla einen Vertrag über EE hat, sind die Weltmarktpreise für Öl und Gas egal.

    EE Strom hat Erzeugungskosten von etwa 6ct/kWh. Dazu kommen die Durchleitungsgebühren. Beides ist nicht von Öl oder Gas abhängig.

    Brandenburg erzeugt über 130% EE Strom seines Strombedarfs.

    Akzeptiere das oder laß es bleiben, es ändert nichts an der Realität.

    Ich meine nur in besonderen Unternehmenskonstellationen bekommt man den Strom nicht bei einem Netzbetreiber. Das ist gar nicht der Punkt. Diese Standardsituation kann also nicht bedeuten, dass man vom Strompreis an den Börsen komplett abgeschirmt ist. Es ist möglich, dass das individuell der Fall ist, aber nicht sicher.

    Unternehmen dieser Grösse kaufen Ihren Strom nich bei eienm Versorger, sondern direkt beim Erzeuger. Natürlich müssen die Durchleitungsgebühren gezahlt werden, aber die ändern sich nicht sprunghaft, sondern planbar. Und auch bei den Durchleitungsgebühren kann ein Unternehmen mit einer solchen Abnahmemenge bestimmt langfristige Verträge abschliessen.

    Wieso müssen Betriebe so wenig für Strom zahlen?

    Weil der Strom nicht an der Strombörse gehandelt wird. Merit Order an der Strombörse bedeutet, das jeder Verkäufer den höchstbezahlten Preis an diesem Tag bekommt, egal welchen Preis er angeboten hatte.

    Diese Unternehmen kaufen aber soviel Strom, das sie Direktverträge mit den Erzeugern schliessen können und dann eben die Preise dieses Herstellers bekommen und nicht das maximal mögliche zahlen müssen. Der Hersteller hat damit auch kein Problem, weil dieser Preis ja sein normaler, durchkalkulierter Verkaufspreis ist. Die Strombörse mit Merit Order schenkt ihm nur zusätzlichen Übergewinn (ausser er produziert ausschliesslich mit Gas).


    Schlechtes Beispiel: Wenn Du eine PV Anlage besitzt, zahlst Du auch nicht den Preis der Strombörse.


    Und mal so ganz nebenbei: viele superbillige Stromverträge von Privatkunden wurden nicht gekündigt, weil der Strom teuerer wurde, sondern weil der Verkäufer woanders (z.B. Frankreich) bessere Gewinne erzielen konnte.

    Uniper ist auch ein Stromerzeuger.

    Und die sind defizitär wegen alten Gaslieferverträgen. Vielleicht sollten wir nicht alles durcheinandermischen, was nicht zusammengehört.


    Gaskraftwerke, die ihren Strom an der Börse oder nach Frankreich verkaufen, machen ganz normale Gewinne, eventuell sogar Übergewinne.

    Kann sich Tesla also wirklich sicher sein, dass die georderten Strommengen dauerhaft geliefert werden können?

    Ich bin absolut sicher, das Tesla Verträge für ausreichend Strom geschlossen hat.

    Beim Wasser werden zur Zeit 2,5 mrd m³ geliefert, die Verträge erlauben aber bis zu 4 Mrd. m³.


    Wenn eine Unternehmen fähige Manager hat, dann Tesla. Die unfähigen werden nämlich umgehend entlassen. Anders als in deutschen Unternehmen, wo das unterstützende Team solange ausgetauscht wird, bis es irgendwie funktioniert.

    Auch hier kann es sein, dass sie schon alle Kosten in Verträgen für die nächsten Jahre fixiert und ihr Risiko damit weitergegeben haben, aber hilft eben auch hier nur so lange, wie diese Geschäftspartner das auffangen können. In dem Moment, wo Verträge nicht mehr erfüllt werden, schlägt es direkt auf ihre Geschäfte durch.


    Ob es dazu kommt, ist ja noch nicht mal der Punkt. Die Frage ist, wie sie die Zukunftsaussichten des Standorts bewerten.

    Die Strommengen, die Tesla verbraucht, werden überhaupt nicht an der Strombörse mit Merit Order gehandelt. Das ist bei jedem anderen Unternehmen in Deutschland genauso. Dieser Strom wird zu den regulären Gestehungskosten gekauft, davon können wir Privatkunden nur träumen.


    Die Zukunftsaussichten für den Standort sind doch super gut. Es gibt in ganz Brandenburg kein zusammenhängendes Baugelände in dieser Grösse. Tesla hat einen eigenen Autobahn- und Schienenanschluss. Deutsche Facharbeiter sind sehr gut ausgebildet, schlecht bezahlt und zukünftig in grosser Menge verfügbar (weil die deutschen Hersteller Arbeitsplätze in großer Menge abbauen werden). Jede Produktionssteigerung des Standorts kann in der EU verkauft und damit Zölle aus chinesischer und amerikanischer Produktion eingespart werden.


    Und mal ganz ehrlich, erwartest Du wirklich weiterhin genau die gleichen weltweiten Preissteigerungen für Öl und Gas jedes Jahr wie 2022? Die Umstrukturierung der russischen Lieferungen ist doch ein einmaliger Effekt.

    Für den Rest kannst du dich ja in dieses Thema einbringen: Energiekrise 2022/2023

    Sehe da keinen Zusammenhang mit Tesla. Die Energie ist in gesamt Europa teurer geworden. Nur wegen dem Strompreis wird Tesla nicht umziehen und Milliarden Euro, die eine gerade neugebaute Fabrik gekostet hat, verbrennen.


    Das Ziel ist, die Kapazität der Fabrik von heute 500.000 Autos pro Jahr auf 2 Mil. zu erweitern. Eventuell wird dieser Aubau langsamer voranschreiten als ursprünglich geplant.

    Allerdings will ich an der Stelle mal noch kurz einen Punkt ergänzen, es gibt Flächen die sich nur als Wiese für Grünfutter eignen und daher erst durch den Einsatz von z.B. Kühen mit ihren 4 Mägen nutzbar gemacht werden kann, es ist daher nicht grundsätzlich so das durch die Tierzucht Landfläche bzw Anbaufläche verloren geht.

    Deutschland exportiert 20% seiner Fleischproduktion. Ich glaube, es macht überhaupt nichts aus, wenn ein kleiner Teil der Grünflächen, bei veganer Ernährung, nicht mehr für Nahrungsmittel optimiert werden kann.

    Heißt ein Minus von 80% Anbaufläche für Soja, was Tierfutter anbetrifft, aber ein Plus von x% Anbaufläche, um die von mir oben genannte kalorische Kompensation im Sinne der von dir genannten Proteineffizienz durchzusetzen. Das sind am Ende alles Schätzwerte, und es gibt hier im Prinzip ja nicht nur Soja, sondern allerlei Hülsenfrüchte oder sonstige proteinreiche Pflanzen.

    Ich habe bei der Anstalt gehört, dass nur 2% des Sojas in Europa von Menschen verzehrt wird und das dieser Anteil sogar in Europa angebaut wird.

    Wären wir alle Vegetarier, würde sich diese Menge natürlich steigern.

    Das ist eine spannende Frage, über die ich noch nie nachgedacht habe. Wieviel mehr Soja- und Salatflächen bräuchten wir, wenn alle Vegetarier wären?

    Wenn ich das richtig verstanden habe, braucht Ernährung durch Tiere je nach Tierart 2-15 mal soviel Anbaufläche von Futterpflanzen, als wenn wir uns direkt pflanzlich ernähren würden.


    Wahrscheinlich brächten wir dann auch so gut wie keine Pflanzen mehr aus Brasilien usw. importieren, weil die deutschen Ackerflächen für die deutsche Bevölkerung ausreichen würden.


    Die starke Verarbeitung von veganen Ersatzprodukten vergleiche ich aus dem Bauchgefühl heraus mit konventionellen TK Fertigmalzeiten. Heute ist es ja schon ein 'Problem' einen Kartoffelbrei selbst aus Kartoffeln herzustellen. Das kauft auch der konventionelle Kunde als Fertigpulver.

    Tesla kann auch Falcon 9s schicken.

    Es würde ja wohl niemand weniger von Musk erwarten.


    Und von der Falcon wird dann nen Cybertruck mit 5 Tonnen Koffer an jeden beliebigen Ort auf unserem, noch einigermaßen, schönen Planeten gebracht um nem Tesla in Not zeitnah zu Hilfe zu eilen.

    Super Idee, zum Scheibenwischerwechsel in Deutschland eine Rakete aus den USA loszuschicken...XD

    Aber ich halte die aktuellen Version, mit mobilen Einheiten an jedem Servicestandort, für ausreichend.


    Was genau bringt es unserem schönen Planeten, wenn die deutschen Hersteller immer noch den Großteil ihres Geschäfts mit Verbrennern machen und die E-Autoproduktion mit Absicht knapp halten? Schlechtere Memes?

    Mit einem der defizitären deutschen Energieversorger, wo man sich nicht ganz sicher sein kann, ob der in einigen Monaten noch steht?

    Welcher Stromerzeuger ist denn defizitär? Die verdienen sich durch Merit Order gerade alle dumm und dämlich. Der teure Erdgasstrom wird nach Frankreich verkauft, die kaufen um jeden Preis bei ihrem Mangel.

    ot: Habe gerade gelesen, Deutschland ist aktuell der grösste Stromexporteur in Europa und war sonst immer auf Platz 2 (als die französischen AKWs noch funktioniert haben).

    https://blog.fefe.de/ (17.09.2022)

    Der einzige Grund, warum die Betreiber der drei AKWs in Deutschland einen Streckbetrieb wollen, ist der, dass die sich durch die abgeschriebenen Anlagen mit Gold überschütten könnten.



    Unternehmen schliessen mit Stromproduzenten Lieferverträge und müssen nicht an der Börse kaufen. Kann sein, das Tesla so ca. 6ct/kWh plus Netzgebühr zahlt. Brandenburg hat enorme Überschüsse bei EE.

    Es wurde über "Strom- und Energiekosten" spekuliert. Verstehe auch nicht ganz die Logik, wenn Telsa da eine eigene Gießerei betreibt, dann wird die wegen zu teurem Erdgas doch auch unwirtschaftlich.

    Weil das die Autos billiger macht. Tesla giest in Deutschland den hinteren Boden des Fahrzeugs aus einem Stück. Da wurden vorher bis zu 100 Bleche zusammengeschweisst.

    In den USA wird auch schon der Vorderwagen (alles vor den Pedalen) so aus einem Stück gegossen.

    Tesla spart durch solche Innovationen in der Montage soviel ein, das die Autos weltweit im Durchschnitt eine Marge von 30% haben. Da sind deutsche Gaspreise völlig egal, wenn bei einem 60.000€ Auto nur 40.000 als Produktionskosten anfallen.

    Zum einen höhere Energiekosten in der EU können die Importpreise sogar noch erhöhen, zum anderen wenn dieser spekulative langfristige Vertrag platzt und neuabgeschlossen werden muss, könnte das schon anders aussehen.

    Der Zoll wird auf den Warenwert plus die Transportkosten entrichtet. Bei Autoteilen sind das 3,5-4,5%, je nach Warengruppe. Die Batterie ist das teuerste Teil eines Teslas und wird mit MWSt. so um die 20.000€ verkauft.

    Selbst wenn der Aufpreis jetzt nur 500€ bei einer aus China imporierten Batterie ausmacht, kann man dafür schon eine ganze Menge Gas für ein Auto kaufen.


    Nochmal: in Brandenburg wird Strom aus EE produziert. Da ist schonmal garnichts spekulativ. EnBW hat gerade in Brandenburg drei PV Anlagen mit zusammen knapp 500MW ohne eine einzige Subvention gebaut, weil es sich so super rechnet.

    https://www.enbw.com/unternehm…e-in-brandenburg-ein.html

    Der Solarpark Weesow-Willmersdorf, der schon letztes Jahr fertig geworden ist, hat etwa 185MW.


    Die Weltmarktpreise für Gas werden sich einpendeln. Natürlich hat Deutschland im Moment ärmeren Staaten über hohe Angebote das Gas weggekauft. Aber die Hersteller werden sich an die neue Weltmarktlage anpassen und ausreichend Gas anbieten. Wir müssen nicht damit rechnen, das die Gaspreise unendlich weitersteigen. Die werden sich stabilisieren und wahrscheinlich auch wieder leicht sinken.


    Mittelfristig werden jetzt auch viele deutsche EFH Besitzer ihre Meinung überdenken und die Gasheizung gegen eine Wärmepumpe mit PV Unterstützung ersetzten. Hohe Preise sind das beste Rezept gegen Querdenken und Alterstarrsinn.

    Dadurch wird der Gasbedarf in Deutschland sinken.

    Ich vermute, es geht um die Subventionen in den USA. Ein BEV mit einer in Amerika hergestellten Batterie bekommt bis zu $7.500 Prämie. Die Modelle von Tesla sind inzwischen aus den normalen Förderprogrammen bereits herausgefallen (dort geht das bis zu einer maximalen Zulassungsmenge).


    Dafür würde ich auch die Investitionen in den USA beschleunigen und an anderen Standorten reduzieren.


    Zum Thema Energiekosten:

    1) Tesla hat bestimmt langfristige Stromverträge an der Energiebörse vorbei.

    2) Gas wird sowieso für die Giesserei benötigt. Da fallen die Stromkosten gar nicht mehr so ins Gewicht.

    3) Transport und Zoll für Autoteile von China in die EU ist höher als Energiekosten in Deutschland.