Beiträge von AlienObserver

    Lest euch mal diesen Text aufmerksam durch (Achtung, schlägt auf den Magen). Das was die Russen "Entnazifizierung" und "Demilitarisierung" nennen, ist eigentlich Faschismus in Reinkultur. Die wollen die Ukraine komplett als Staat vernichten und die Ukrainische Kultur auslöschen. Wenn man diesen Text der auf einer Russischen Nachrichtenagentur publiziert wurde liest, und der passt zu dem was Putin so von sich gibt, kann es daran eigentlich keinen Zweifel geben.


    https://ria.ru/20220403/ukraina-1781469605.html

    Natürlich ist die Entnazifizierung der völlig absurde Versuch Putins die Moral auf seiner Seite zu verorten.

    Sie scheint eher davon überzeugt - und ihre PR-Abteilung daran interssiert, das auch der deutschen Bevölkerung ganz klar zu vermitteln - dass mit dem Reich des Bösen nicht verhandelt, sondern dass es so hart wie möglich bestraft werden solle.

    Natürlich soll auch in der Bevölkerung ein Framing verankert werden, dass die Geopolitik des Wertewesten von Moral bestimmt ist (und nicht etwa nationale, imperiale oder wirtschafliche Interessen dabei im Mittelpunkt stehen).

    In den Medien folgt alles diesem Framing.


    Wenn aber Moral das zentrale Motiv ist, ist jede Kritik automatisch unmoralisch und macht jeden Kritiker zu einem Freund Putins. Ungeachtet der Tatsache dass Moral in der Geopolitik irgendeines Landes noch nie eine Rolle gespielt hat, trieft der moralische Saft nur so aus allen Kanälen.

    Das ist eben Kriegspropaganda und nichts anderes.

    Im Moment sehe ich das mit den Sanktionen so. Die USA treiben alle NATO Mitglieder dazu Sanktionen gegen Russland zu verhängen damit Biden zeigen kann wie "hart" er gegen Russland ist,ohne einen Krieg anzufangen. Das ist eine rein innenpolitische Angelegenheit bei der wir aber als treuer Vasall nicht nur mitmachen, sondern den Großteil der negativen Auswirkungen zu tragen haben.


    Die "Bestrafung" Putins weil er "böse" ist scheint im Mittelpunkt zu stehen. Irgendwie ist das alles vergleichbar mit einem Kindergarten.

    Hä? Kaum jemand aus dieser Gruppe der ominösen hippen Urbanen wollte diesen Krieg. Anti-Krieg ist doch eine unausgesprochene Grundhaltung. Die heftige Reaktion entstand dadurch, dass eine Partei (Russland *hüstel*) den Verhandlungstisch verlassen und eine militärische Offensive gestartet hat.


    Ich verstehe nicht so ganz, was du dir erwartest. Wenn ich hier die generellen Beiträge lese, kommt bei mir der Eindruck auf, dass weder die Waffenlieferungen noch die harten Sanktionen gegen Russland gewollt sind. Was ist denn der Vorschlag? Dem Aggressor alle Forderungen zugestehen, und die EU steht wie ein begossener Pudel daneben und sagt ein paar böse Worte?


    Wobei ich die Ablehnung von Waffenlieferungen noch verstehen kann, ist mir das mit den Sanktionen nicht wirklich klar.

    Sagen wir so. Sanktionen sind dann sinnvoll, wenn sie im Konzert mit Diplomatischen Bemühungen um eine friedliche Lösung eingesetzt werde.

    Sanktionen und keine Diplomatie ist nicht zielführend.


    Wenn Sanktionen durch NATO / USA dann aber auch Verhandlungen mit Russland über eine Einstellungen der Kriegshandlungen und Rücknahme der Sanktionen. Leider scheint da kein Fortschritt erkennbar.

    Ich kann jedem Empfehlen sich nochmal die Studie der Bundeswehr zu Peak Oil aus dem Jahr 2010? zu gemüte zu führen, da steht eigentlich schon alles drin. Die Gefahr der Abhängigkeit von Energielieferanten, Gefahr von Konflikten usw. Die Bundeswehr empfielt übrigens damals:


    Kriegsdienstverweigerer sind keine Soldaten und können deswegen auch nicht desertieren...

    Da irrst du aber. Wenn ich meinen Zivildienst nicht angetreten hätte, hätte ich ein Verfahren wegen Fahnenflucht am Hals gehabt. Ich war ebenso Weisungsgebunden wie ein Soldat.


    Gräfelfing - Der Vorwurf der Fahnenflucht kann auch Zivildienstleistende treffen. Dies zeigt ein aktueller Fall aus Gräfelfing.

    Vor dem Starnberger Amtsgericht musste sich dieser Tage ein junger Mann aus Peißenberg verantworten, weil er seinen Zivildienst als Küchenhelfer in einer Gräfelfinger Klinik nicht allzu genau genommen hatte.

    Seine Ausfallzeiten, die er nur verspätet und lückenhaft mit Krankmeldungen gerechtfertigt hatte, brachten dem 22-Jährigen jetzt eine Verurteilung wegen dreifacher eigenmächtiger Abwesenheit ein. Seine Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 15 Euro akzeptierte der weitgehendst geständige Angeklagte noch im Gerichtssaal.

    Wenn es um die Abschaffung der Imperialistischen Logik an sich geht (Spanischer Bürgerkrieg) wäre ich dabei. Die Frage ist für wen, für was, aus welchem Grund. Da ist bei 99% der Konflikte beidseitig aus meiner Sicht es das Opfer nicht wert, vor allem wenn es auch die Möglichkeit eines friedlichen Widerstnds gäbe. Ich denke dass ein Friedlicher Widerstand gegen eine Okkupation durch einen überlegenen Feind Erfolgsversprechender ist als der militärische.

    Der deutsche Staat hat es von mir schon seit fast dreißig Jahren schriftlich, dass ich den Kriegsdienst an der Waffe verweigere.


    Aber im "Fall der Fälle" säße ich lieber im Gefängnis, als mich an der Front für das Vaterland opfern zu lassen.

    von mir auch, was zeigt, dass wir für einen Kriegseinsatz wegen Fortgeschrittenem Alter ohnehin nicht in Frage kommen. Aber jetzt ohne zynismus. Ich wünschte mir wirklich, dass unsere Politik öffentlich Fahnenflüchtigen beider Seiten sichere Zuflucht garantieren würde.

    Um dem fliegenden Suizidkommando, angeführt von Tilman und Blechmann Stoff zu geben:

    Ja ich bin der Meinung dass mir die eigene Haut und die von 9 Milliarden Mitmenschen wichtiger ist als eine irgendwie geartete Verpflichtung gegenüber wemauchimmer. Ja, das bedauernswerte Opfer der Ukrainer muss hingenommen werden, wenn ein Atomkrieg die Alternative ist.


    Das ist möglicherweise die Haltung eines ehrlosen und feigen Desserteurs, aber auch dazu möchte ich mich offen bekennen. Im Kriegsfall wäre ich (mit Stolz) ein völlig ehrloser und feiger Deserteur, der keinen Finger zur Verteidigung seines Heimatlandes rühren würde, und würde jeden unterstützen der das auch ist.


    Diese Haltung würde ich auch in Russland un der Ukraine mit voller Inbrunst unterstützen und halte jeden der jetz Freiwillig zu den Waffen greift um sein Vaterland Ukraine im Volkssturm zu verteidigen für Mutig und Heldenhaft aber leider auch ziemlich Einfältig. Ich habe keine Lust darauf mich für einen Imperialisten irgendeiner Fasson zu Opfern. Sei es ein Amerikanischer, Russischer oder Deutscher. Ich halte Nationen für ein grundlegendes Übel, Militär und Rüstungsindustrie für die wichtigste Ursache von Kriegen und Militarismus für ein Zeichen einer Fehlkontruktion im menschlichen Gehirn.

    Hä? Meine Meinung ist, dass seit USA und Russland Atomwaffen haben, keine Atomkriege mehr geführt werden können (zum Glück!), und die ganze Debatte darum quatsch ist. Allerdings sollten wir uns auch nicht einpissen vor Angst. Russland wird keine Atomwaffen zünden, weil das Selbstmord ist. Daher sollte der Westen alles tun was er kann, um die Ukraine in diesem Krieg zu unterstützen. Notfalls sogar mit einem Ultimatum selbst Truppen in die Ukraine senden. Es sollte aber immer klar sein: das ist nur eine Verteidigung der Ukraine, das ist kein Angriff auf Russland. Das ist die Linie. Russland ist komplett Tabu.


    Russland handelt umgekehrt nach derselben Logik. Hätte Russland so viel Angst vor einem Atomkrieg, wie die Leute hier im Forum, hätte es die Ukraine niemals angreifen dürfen. Schon der Bruch des Budapester Memorandum war - theoretisch! - der Beginn des Dritten Weltkriegs, da er USA, Frankreich und Großbritannien einen Grund, und sogar eigentlich mindestens eine moralische Verpflichtung gab, die Ukraine zu verteidigen. Das war Putin damals völlig egal, es ist ihm heute egal.


    Ich verstehe nicht, warum Russland (zu recht!) davon ausgeht, dass wir keine Atomwaffen schmeißen, aber der Westen soll sich einpissen vor Angst dass die Russen es aber tun. Diese Logik muss mir echt mal jemand erklären.

    Ja, das ist was ich meine. Ich halte das für eine völlig verrückte und unhaltbare Position die einen Atomkrieg verursachen wird, nicht kann. Vor allem "moralische" Gründe sind einfach in der Geopolitik völlig haltlos. Aus dem gleichen "moralischen" Grund hätten wir den Irak verteidigen müssen, oder Lybien, oder Jemen oder Georgien oder Syrien (gegen den türkischen Angrff). Ein direkter Konflikt zwischen der NATO und Russland ist der 3. Weltkrieg, was anderes zu glauben ist völlig realitätsfern. Das sehen übrigens auch auch Joe Biden oder NATO Generalsekretär Stoltenberg so.