Beiträge von AlienObserver

    Fortsetzung:


    Um das ganze mal etwas zu vertiefen, es gibt zu so etwas tatsächlich Wissenschaft. In der Forschung zur autoritären Persönlichkeit (Right Wing Authoritarian) wurde von Bob Altemeier untersucht welchen Einfluss Beispielsweise Bildung auf Menschen hat die in seiner Skala rechtsautoritärer Gesinnung (RWA- Skala) hohe Werte erreichen.


    Im Stil rechter Verschwörungstheorien (a'la Sarrazin) könnte man also schreiben:

    Es gibt eine Gruppe von Menschen in diesem Land, die sich in ihren eigenen Ghettos (wie Grünwald bei München) hinter hohen Mauern vor dem Rest der Deutschen verstecken und eine Parallelgesellschaft bilden. Sie bereichern sich betrügerisch am Volkseigentum und sind die Schmarotzer die diesen Staat zugrunde richten. Der Schaden den diese oft in Clans organisierte Parallelgesellschaft anrichtet, ohne dass dafür eine Leistung erbracht wurde beläuft sich auf fast 40% des hierzulande erwirtschafteten BIP.


    Diese gefährlichen Clans (Finck, Quandt, Oetcker usw.) unterwandern Institutionen und Arbeiten eng zusammen mit dem Organisierten Verbrechen (z.B: der DB oder andern überführten Kriminellen Organisationen wie Goldmann Sachs, der Citybank, HSBC oder der UBS). Häufig finanzieren sie direkt Parteien oder Politiker oder beeinflussen die Gesellschaft über fake News und Mächtige Interessensvertreter.


    Ja das war Ironie weil solche Argumente von anderen rechten (Nazis) Instrumentalisiert werden um gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu betreiben .

    Die Legitimation der klassenfeindlichen Ideen der Herren von Finck oder Krall ist, dass diejenigen die Leistungen von Staat beziehen (die Bonobos) Verantwortlich für quasi alles Übel in der Welt sind.

    Wenn man sich die Zahlen anschaut dann merkt man erst wie ungeheuer widerlich, verlogen und falsch die Argumentation dieser A-löcher ist.


    Man läuft diesen A-löchern aber auch im eigenen Leben öfter mal über den Weg, deshalb hier eine Zusammenstellung der rein faktisch, fiskalischen Gegenargumente.


    Zahl A: Steuerhinterziehung und Vermeidung von Unternehmen, Banken und Ultrareichen.

    In einer OECD Studie von 2010 wurde festgestellt, dass die nicht erhobenen Steuern jedes Jahr ca. 20% des Steueraufkommens ausmachen. 2010 waren das von der OECD geschätzte100 Milliarden Euro. Daran Schuld ist eine wirkliche Verschwörung der Reichen mit dem Staat gegen die Bürger. Bayern BW und Hessen haben absichtlich keine Steuerprüfer angestellt weil sie die Millionäre nicht aus dem Land treiben wollen und durch den Finanzausgleich das Geld nicht im eigenen Land bleiben würde. (Roland Kochs Steuerprüfer -Affäre sei da erwähnt) Das ist seit zig Jahren bekannt aber diese völlig widerliche Politik wird nicht geändert.


    Dieses Zitat stammt aus einer Veröffentlichung des Bundestages von 2019:

    Eine Nachfrage beim Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat ergeben, dass es für Deutschland keine belastbaren Zahlen für die Auswirkungen von Steuervermeidungspraktiken auf die Steuereinnahmen gibt. Im Internet und in diversen Fachbeiträgen werden zwar immer wieder Zahlen erwähnt. Diese unterscheiden sich jedoch teilweise erheblich. Geschätzt wird jedoch, dass es jährlich zu Steuerschäden bzw. Steuermindereinnahmen in Milliardenhöhe kommt. Einige Quellen sprechen von Schäden in Höhe von 160 Milliarden Euro durch Steuervermeidung und Steuerhinterziehung

    B. Subventionen und Steuergeschenke (wie z.B. für Firmenwägen) beliefen sich 2020 auf 31,4 Mrd. Wer davon am meisten bekommt sind natürlich große Unternehmen oder auch besser verdienende Angestellte.


    C. Das Sozialbudget 2019 belief sich auf ca. 1 Billion euro. Davon entfiel das Meiste auf Pflege, Gesundheit und Renten/Pensionen. Nur 30 Milliarden entfielen auf Arbeitslosigkeit/Hartz4, wovon ca. 20 Milliarden auf AG2 fallen.


    Meiner Meinung nach ist in der Höhe des Wohngeldes eine weitere Subvention für Reiche versteckt, die die Gewinner der Mieteinnahmen sind. Hätte man günstige Sozialwohnungen, dann müsste dieser Wert sicher nicht so hoch sein.



    PS: Ein Argument hab ich noch vergessen. Von den 20 Milliarden die an AG2 -Empfänger ausgezahlt werden gehen 25% an Aufstocker. Auch das sind keine Sozialbezüge sondern Subventionen an Unternehmen die aus den Sozialkassen gestohlen werden. Am Ende bleiben 15 Milliarden die nach Aussage von Krall oder auch Friedrich Merz unsere Wirtschaft zugrunde richten während sich Reiche an fast 200 Milliarden Euro bedienen und das zum großen Teil tatsächlich betrügerisch tun. Zusammengefasst: A-Löcher.

    Ein Thema das eigentlich auf der Hand liegt aber wofür jeder der es anspricht wahrscheinlich medial sofort gelyncht würde ist, dass z.B. 25% des in den USA produzierten Fleisches von Hunden und Katzen vertilgt werden. Das sind leider nicht nur die Reste die bei der Produktion übrig bleiben.


    Tierische Freunde mit Nebenwirkungen: Unsere Hunde und Katzen haben allein durch ihre Vorliebe für Fleisch einen überraschend großen ökologischen Fußabdruck, wie eine Studie enthüllt. So ist ihr Fleischkonsum indirekt für 64 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß jährlich verantwortlich – das entspricht dem Ausstoß von 13 Millionen Autos. Einer der Gründe dafür: Im Tierfutter sind längst nicht nur übriggeblieben Fleischabfälle enthalten.

    Man kann Pendlern die Diskussion zumuten ob sie kurze Strecken wirklich mit dem Auto fahren müssen.


    Die Uni Weihenstephan hat mal ausgerechnet, dass wenn wir auf 70% des Fleischkonsums verzichten dann könnten wir in Deutschland die gesamte Landwirtschaft nachhaltig betreiben.


    Man kann auch Fleisch Essern (wie mir) diese Diskussion zumuten ob denn 7-8Kg im Jahr notwendig sind, oder auch mit 2Kg auszukommen wäre.


    Da gibt es keine sozialen "Härten". Das sind Verhaltensmuster die kann man kollektiv ändern ohne dass damit großes Leid und soziale Ungerechtigkeit entstehen.


    Ich denke die Bevölkerung wäre auch zu viel mehr "Verzichtsdiskussion" bereit als die Politiker denken. Aber ob die Altersgruppe der Wähler der CDU und der SPD ( 60+ ) dazu bereit sind, das wage ich zu bezweifeln.


    PS: Fleisch Zahlen waren völlig falsch. Sry. ca 60Kg pro Kopf Fleisch Verzehr im Jahr

    Übrigens fast 90Kg im Jahr werden dafür pro Kopf produziert.

    Natürlich ist kein Auto besser. Verstehe auch nicht warum man für 10km ein eigenes Auto zum Pendeln haben muss. Vor allem im Sommer!

    10 Km ist ne schönrechnung, aber die Wirklichkeit ist mit 17km gar nicht so weit weg davon.



    Ich muss mich da auch fragen warum man da nicht mit dem Rad fahren kann.


    Ich würde auch eher mit der durchschnittlichen Fahrleistung von 15000 Km im Jahr rechnen.

    Dann wär ich Pi mal Daumen (10 l / 100 Km 2,5 Kg CO2) 3,75 T CO2 im Jahr. Die Autorin hat da geschummelt, aber es geht ja mir nicht nur um CO2.

    Das ist ungefähr der Plan dem LDR vorgestellt hat, aber ich bleibe misstrauisch. Was da gesagt wird ist so, als wäre man am Anfang der Corona Krise und würde behaupten, dass ein Impfstoff schnell genug entwickelt werden wird, dass niemand eine Maske tragen muss oder Einschränkungen im Alltag erleben wird.


    Meiner Meinung nach geht es darum niemand zu verschrecken, vor allem nicht diejenigen die z.B. in der Automobilindustrie arbeiten. "Wirtschaftlich optimiert", was für ein Satz.


    Ich kenne die Studie nicht im Detail, aber ich vermute da muss man mit sehr viel gutem Willen bei den Prognosen für die Zukunft der Mobilität arbeiten. Wie sieht denn mit der Herstellung von Batterien in der nötigen Menge aus, der Herstellung des Blechs für die Fahrzeuge die ja z.B. erstmal immense Mengen an Kohle in Hochöfen braucht. Steigt man da auf Aluminium um? Woher dafür den Strom nehmen etc.


    Wie viele dieser Ziele werden abgewälzt auf andere Länder? Wenn man hier die Fahrzeugflotte auf E-Betrieb umstellen will, ist das Problem der CO2 Emissionen in der Herstellung des Blechs das Problem der Australier oder Brasilianer?


    Vor allem erscheint es mir einfach Dumm, das Problem ohne "Verzichtsdiskussion" anzugehen. Bei den Möglichkeiten der Einsparung die ich genannt habe muss niemand auf irgendwas verzichten ausser den Kapitalisten auf ihre Kapitalerträge und der Rest der Bevölkerung auf Arbeit.


    Ich fasse das mal zusammen. Es gibt da ein Klasse von Leuten für deren Gewinne Unmengen an unsinnigen Treibhausgasen in die Welt gepustet wird und hier wird ein ganzer Kontinent zu gewaltigen Anstrengungen aufgerufen, damit "Wachstum" (also die Vermögensgewinne der Quant Familie usw) noch ein bisschen Länger möglich ist? Das ist nicht im Ansatz vernünftig.

    Diese Leute werden nicht zur Kasse gebeten und tragen keinerlei Verantwortung? Sie sind nicht das Problem sondern Teil der Lösung? Sorry. Ich zweifle.

    Ich behaupte, dass die wenigsten direkte Zerstörung wollen, ihnen aber auch das Schicksal der aller meisten Mitmenschen erstmal relativ egal ist. Erstmal müssen die eigenen Bedürfnisse gestillt sein, was dann den Blick auf Familie, Freunde und Bedürfnisbefriedigungsketten (Lieferketten) beschränkt. Und da verspricht der Kapitalismus, welcher als einziges existierendes System wahrgenommen wird, auch quasi eine Lösung. Er verspricht ja quasi, dass wenn du nur genug Kapital aufbaust, du selbst und die, welche dir wichtig sind, die Krise überstehen werden können. Wenn man es also geschafft hat, sich aus dem täglichen Überlebenskampf empor zu arbeiten, wird man direkt mit dem nächsten konfrontiert und hat so weder Zeit noch Kapazität sich ernsthaft mit was anderem auseinander zu setzen, denn am Ende will man selber möglichst überleben oder zumindest, wenn man noch nicht ganz abgestumpft ist, dass die Liebsten überleben.

    Seit FfF bin ich da optimistisch. Wenn man mit 50000 auf ner Demo ist und alle rufen nach "System Change" dann weiss man, dass sich die kommende Generation doch ein anderes System als den Kapitalismus vorstellen kann.

    Um was es mir wirklich geht ist, dass all diese Transformationen in einer kapitalistischen Wirtschaft nicht möglich sind und nur nötig weil der Kapitalismus sie durch die Profitorientierung verursacht hat. Der Kapitalismus würde diese massive Wirtschaftskrise die allein dadurch verursacht wird, dass man Ressourcenverschwendung verhindert, nicht überleben.


    Diese Transformationen sind auch nicht ideologisch oder moralisch begründet, sondern durch die materialistischen Zwänge des Klimawandels und der Ressourcenkrise. Das ist nicht optional sondern wird passieren.


    Die einzige Alternative ist, dass wir weiter machen wie bisher bis wir in den totalen Kollaps laufen. Zugegeben wäre es auch dann möglich unseren Kapitalismus fortzusetzen wenn ein Großteil der Menschen, vor allem in den Industriestaaten, an den Folgen der angerichteten Zerstörung verstorben ist, aber will man das ?????



    "Um zu funktionieren, benötigt das derzeitige Wirtschaftssystem einen Ressourcendurchsatz – also Ressourcenverbrauch –, der unaufhörlich wächst. Das ist in der DNA des Systems angelegt. Die Menschen müssen immer mehr konsumieren und die Hersteller immer mehr produzieren, um einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern und das Fortbestehen des derzeitigen Systems zu sichern. In diesem Prozess aber nimmt die Menge der emittierten Treibhausgase zu, die das Klima unseres Planeten verändern.

    Der Klimawandel ist bereits so weit fortgeschritten, dass sich in den kommenden Jahrzehnten die globalen Wettermuster verschlechtern und die Meeresspiegel steigen werden, und zwar unabhängig davon, was gegenwärtig dagegen unternommen wird. Jeder Versuch, das Wirtschaftswachstum zu steuern und die Schädigung der Umwelt zu verlangsamen, drosselt aber gewissermaßen den Treibstoffzufluss, der den Wirtschaftsmotor am Laufen hält.

    Eine sich abkühlende Konjunktur führt zu steigenderArbeitslosigkeit und damit zu noch mehr Ungleichheit und Armut. Somit hat das derzeitige Wirtschaftssystem die entwickelte Welt in eine sich immer schneller drehende Tretmühle gezwungenund treibt die Gesellschaft sozial und ökologisch in eine Richtung, die wenig Hoffnung lässt. Und jeder herkömmliche Versuch, den Gang der Dinge aufzuhalten, macht die Lage nur noch schlimmer. Mit anderen Worten, konventionelle Lösungen können weder gegen Ungleichheit noch gegen Arbeitslosigkeit (oder den Klimawandel) etwas ausrichten. Dasselbe gilt für eine Reichensteuer, eine Anhebung der Infrastrukturausgaben oder Anreize für junge Unternehmer. Unsere Schlussfolgerung lautet, dass wir unkonventionelle Lösungen brauchen, die für die Mehrheit der Bevölkerung attraktiv sind, sodass sie den notwendigen Wandel mitträgt."

    Teilweise stimmt das und ich bin da ganz bei dir das Produkte keine künstlich verkürzte Lebensdauer haben sollten, aber es gibt auch in vielen Bereichen leider eine psychologische Obsoleszenz die ich für viel problematischer halte, denn da ist nicht das Produkt das Problem sondern man muss eher an dem Verhalten der Leute arbeiten anstatt an dem Produkt:

    Ja, völlig richtig. Mode ist natürlich für gigantische Umweltzerstörungen verantwortlich. Auch davon werden wir uns irgendwann verabschieden und mit entsetzen auf die dadurch verursachte Verschwendung und Ausbeutung zurückblicken.

    Also der abgeschossene Open Technology Fund der USA hat schon ziemlich viel offene Software finanziert.

    Na es ging mir ja nicht unbedingt um die Finanzierung sondern darum dass man die unseligen Praktiken der SW und Hardware Hersteller beendet die dafür sorgen dass im PC/Tablet/Handy Markt die schlimmste geplante Obsoleszenz herrscht die man so finden kann. Ja, natürlich können diejenigen die das wollen einfach auf Linux umsteigen, aber offenbar hilft das nicht gegen die Ressourcenverschwendung die im PC Markt (und Handy Markt) seit Jahren passiert. Auch die Software sollte mindestens 10 mal länger supportet werden als es jetzt der Fall ist, nicht nur Hardware, wenn wir das mit der Kreislaufwirtschaft hinkriegen wollen.

    Oh Mann, worauf diese QAnons alles kommen.


    Hildmann und der Pergamonaltar: Wie Verschwörungsideologen die Museumsinsel für sich entdeckt haben

    • Auf der Berliner Museumsinsel haben Unbekannte Schäden an Kunstwerken angerichtet.
    • In esosterischen und verschwörungsideologischen Kreisen ist das Pergamonmuseum schon länger Gegenstand kruder Erzählungen.
    • Auch Attila Hildmann verbreitete Aufrufe zur Zerstörung des Museums.


    ... So hatte zum Beispiel der Vegan-Unternehmer und Verschwörungsideologe Attila Hildmann in den vergangenen Monaten mehrfach Falschbehauptungen über den Pergamonaltar und sogar Aufrufe zu dessen Zerstörung verbreitet. Der Altar sei der „Thron Satans“ und das Pergamon-Museum das „Zentrum der globalen Satanisten-Szene und Corona Verbrecher“ ...

    Neben dem ungenutzten Potential in der Lebensdauer produzierter Güter, gibt es weitere Möglichkeiten den Ressourcendurchsatz und die CO2 Emissionen zu reduzieren ohne unseren Wohlstand Einzuschränken. Allerdings ebenfalls nur wenn wir den Kapitalismus überwinden.


    Wie David Graeber in seinem Aufsatz "bullshit Jobs" beschreibt, sind viele Tätigkeiten denen wir heute Nachgehen eine direkte Folge der profitgetriebenen Arbeitsüberlastung unserer Gesellschaft oder sinnlose Beschäftigungsmaßnahmen. Der einzige Verzicht der mit der Abschaffung dieser Bullshit Jobs auf uns zukäme wäre der Verzicht auf Arbeit. Jeder dieser sinnlosen Arbeitsplätze geht auf kosten der Überlebensfähigkeit zukünftiger Generationen.


    Neben zu kurzlebigen Produkten und sinnloser Arbeit gibt es zu allem Überfluss im Kapitalismus eine Unmenge von Einwegprodukten die wir nicht benötigen.


    Diese zu reduzieren ist sicher möglich, auch wenn eine Welt völlig ohne Einwegprodukte wie Toilettenpapier schwer vorstellbar ist. Ob die Menge und die Art der Einwegprodukte aber nötig ist, sollte eine Fragestellung sein die wir diskutieren müssen. Wie steht es um unseren persönlichen Wohlstand wenn wir statt bedrucktem Toilettenpapier, das nach Veilchen riecht, Recycling-Produkte benutzen? Müssen wir Einwegstaubtücher benutzen oder tut es da nicht auch ein Lappen? Kann man nicht Hersteller wie BIC zwingen alle Feuerzeuge langlebig und nachfüllbar zu machen?


    Jedes Einwegprodukt, dass wir durch ein Langlebiges Produkt ersetzen können schont Ressourcen ohne unseren Wohlstand einzuschränken, aber schadet dem Wachstum und kostet Arbeitsplätze. Grünes Wachstum wird daran nichts ändern.


    Zusammengefasst lässt sich das Problem der Wachstumsgrenzen also auf eine Verteilungsfrage reduzieren. Das Hinderniss auf dem Weg in eine nachhaltigen Gesellschaft ist daher die Klasse derer die vom bisherigen System vor allem profitieren. Wenn die Menge der Nahrungsmittel, Dienstleistungen und Güter für das selbe Wohlstandsniveau bei geringerer Arbeitszeit und geringerem Ressourcendurchsatz pro Kopf ausreichen, dann ist einzig das Profitinteresse weniger Kapitalisten der Grund warum wir die Transition nicht angehen.


    Die Idee der Vollbeschäftigung ist angesichts der Zwänge einer begrenzten Ressourcenverfügbarkeit nicht haltbar, trotzdem wird "Arbeit für alle" neben Wachstum als das erstrebenswerteste Ziel der Politik links wie rechts propagiert.


    Die Frage wie wir einen Übergang in eine Gesellschaft gestalten die den Zwängen der Ressourcenverfügbarkeit angepasst ist, ist mit dem Thema Arbeit daher sehr eng verknüpft. Wer heute nicht Arbeitet hat oft keinen Zugang zu den produzierten Gütern und Dienstleistungen und wird gesellschaftlich geächtet. Wenn die Reduzierung der Arbeit zwingend notwendig ist um das Überleben unserer Gesellschaft zu sichern, und nicht die Vollbeschäftigung um jeden Preis, dann stellt sich die zwingende Frage wie diejenigen an der Gesellschaft teilhaben können die keine Arbeit finden können. Das BGE wäre offensichtlich eine Antwort auf diese Frage.


    Keine Arbeit zu haben heisst dabei nicht Beschäftigungslos zu sein oder keinen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Schon heute werden viele Arbeiten die wir tagtäglich ausüben nicht bezahlt, vor allem die, die Pflege, Erziehung oder Versorgung der Familie betreffen.


    Offenbar haben wir weniger Probleme mit nicht bezahlter Arbeit als mit Bezahlung ohne Arbeit.


    Das BGE könnte auch weitere Möglichkeiten schaffen wie wir lokal für einen geringeren Ressourcenverbrauch sorgen. Es erlaubt uns die Zeit uns sozial zu engagieren und uns nachhaltig in unserer direkten Umgebung zu versorgen anstatt beispielsweise zeitsparende Mega-Supermärkte aufsuchen zu müssen.


    Man braucht dann auch auf dem Land kein Auto mehr weil man mehr Zeit hat um öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad zu benutzen.


    Das BGE könnte alle diese Widersprüche unseres Wirtschaftsystems auflösen und die Barriere durchbrechen die einer Weiterentwicklung unserer Gesellschaft im Weg steht.


    Das BGE wird oft falsch verstanden. Es ist kein Ziel sondern der Weg wie wir aus den Widersprüchen des Kapitalismus ausbrechen können.


    Falls wir uns von dem Paradigma der Arbeit befreien können gibt es eine Unzahl von Lösungen wie wir ein Transition in eine nachhaltige und gerechte Gesellschaft schaffen können. Das BGE an sich ist noch lange keine Utopie einer gerechten und nachhaltigen Gesellschaft, aber es könnte der einzige Weg aus dem Kapitalismus sein der uns heute zur Verfügung steht.

    Natürlich gibt es Dinge da will man technischen Fortschritt mit den Maßnahmen zum Umweltschutz abwägen. aber man kann durchaus auch moderne Elektronik so konzipieren, dass sie modular und erweiterbar ist (Fair Phone). Computer auf Basis von mit Licht produzierten Halbleiterelementen sind am Ende der Entwicklung der Miniaturisierung. Man könnte da ebenfalls durch Erweiterbarkeit und Modularisierung massiv Ressourcen einsparen.


    Für mich sind Apple, Microsoft und Amazon, als Produzenten immer neuer Sinnloser Betriebssystemerweiterungen die Hauptschuldigen in Sachen geplanter Obsoleszenz. Da wäre ein staatlich verordneter Umstieg auf demokratisch organisierte Betriebssystementwicklung (Linux) mit besserer Staatlicher Förderung extrem Wünschenswert. Niemand kann mir erzählen, dass dieser Scheiss Wohlstand für alle Produziert

    ...ist aber doch nicht neu und fortschrittlich.


    Typisch Boomer! Ihr wollt halt alte Sachen haben weil ihr denkt früher war alles besser.


    Ich will aber immer neue Sachen haben!

    Früher hatten wir ein Bakelit-Telefon (mit Wählscheibe) von dem ich mich nicht erinnern kann, dass es ausgetauscht wurde als ich noch bei meinen Eltern wohnte. Das hatte wahrscheinlich schon bei meiner Geburt ein paar Jahre auf dem Buckel.


    Technik & Photographica - Antike Bürotechnik - Telephone & Telegraphen -  Antiquitäten


    Man stelle sich diese Zumutung vor. Ein Telefon das ausschliesslich telefoniert und 25 Jahre lang nicht gegen ein neues ausgetauscht wird! Finsteres Mittelalter.