Beiträge von AlienObserver

    Einverstanden

    Nichts gegen Abby Martin, aber das passt leider gerade eher zum Narrativ der Demokraten und ihres angeschlossenen "liberalen" Mainstream-Mediapparates, welches offensichtlich dazu dienen soll, alles was die Biden-Administration in den nächsten Jahren in Sachen "innerer Sicherheit" und konzernbasierter Anti-"Hatespeech"-Technokratie verschlimmbessern wird, schon mal vorauseilend als leider notwendige Reaktion auf die versuchte "Insurgency" durch finstere Kabalen rechtsrandiger IrrationalistInnen zu rechtfertigen, als zu der sonstigen Kritik der Empire Files an den herrschenden Verhältnissen, und an den Apparaten der - beide Seiten des politischen Spektrums gleichermaßen in Beschlag nehmenden - kapitalgedeckten Interessengruppen, von denen sie aufrecht erhalten werden.


    Dazu mal eine andere Sichweise, die weniger auf einer aus Indizien und Mutmaßungen zusammengesetzten Theorie von der "faschistischen" Verschwörung zur gewaltsamen Ermächtigung Donald J. Trumps zum großen weißen Führer aufbaut, als auf einer historischen Betrachtung vergangener - misslungener wie real erfolgter - Machtergreifungen durch tatsächliche Faschisten, und die dabei vor allem auch mit einbezieht, welche Allianzen zwischen Kapital und herrschender Politischer Klasse dazu nötig waren und wären, und welche Rolle der mediale Mainstream in diesem Gefüge spielt:

    Fascism is Capitalism That Really Means It

    * was natürlich nicht heißen muss, dass die herrschende Ideologie (der kapitalistischen Marktwirtschaft als Ende der Geschichte) ihr Denken nicht beeinflussen würde - aber das lassen wir jetzt mal großzügig beiseite.


    Da hab ich eigentlich keine massiven Einwände, mir ist deine Argumentation nur etwas zu einseitig. Ja, Teile der Demokraten sind Verantwortlich, aber so klar wie du das hier darstellst ist die Sachlage nicht.


    Faschismus, Kapitalismus, Sozialismus sind keine entweder oder Kategorien. Der Kapitalismus hatte immer bedarf am Faschismus um der "Gefahr" von Links etwas entgegenzusetzen. Andererseits gab es immer auch klar sozialistische Aspekte im Kapitalismus (wie Arbeitslosenversicherung, Gesundheitssysteme etc.)


    Der Faschismus entwickelt sich aber manchmal (wie mit Trump) in eine den Kapitalisten etwas unliebsame Richtung oder wird unkonntrollierbar (wie bei Hitler). Dann muss man einschreiten und ihn wieder zu einem zahmen Faschismus machen der ein Werkzeug in den Händen der Kapitalisten ist.


    So wie in der Zeit des business plot gibt es heute in den USA Milliardäre die den Faschismus durch massive Summen unterstützen, wie z.B. Rebekah Mercer, die Investorin hinter Parler. Ich wehre mich nicht dagegen, dass der Umsturzversuch wirklich tölpelhaft war, aber so Harmlos wie das bei dir manchmal rüberkommt seh ich das nicht. Die Demokraten haben trotz aller berechtigter Kritik manchmal durchaus recht.


    Der US Philosoph (Kritische Theorie) Gabriel Rockhill beschreibt den Faschismus im Kapitalismus hier sehr schön finde ich:



    Abby Martin beschäftigt sich in ihrem Podcast mit der Frage was genau am 6. Januar passiert ist und wie weit die Unterstützung aus dem Polizeiapparat selbst ging:



    (PS: leider ebenfalls was Belege angeht zu dürftig, die Analyse der indizien ist allerdings ok )

    ich glaube das hier wurde noch nicht hier angesprochen:

    COULD THE “FOR THE PEOPLE ACT” SAVE AMERICAN DEMOCRACY?

    The sweeping reform package would transform American elections, but first it has to make it past the filibuster.

    H.R.1, ALSO KNOWN as the “For the People Act,” is a sweeping reform bill that aims to make voting easier, gerrymandering harder, and generally rein in the out-of-control minoritarianism that has come to characterize American democracy. Does it have a chance of becoming law? Rep. John Sarbanes, political scientist Jacob Hacker, and The Intercept’s Jon Schwarz join Ryan Grim to discuss.

    Wenn das durch durchkommt, dann bessteht ja durchaus Grund zur Hoffnung. Ich bin positiv überrascht.

    Das mit dem Hitlerputsch war aus der Hüfte geschossener Schmarrn, da hast du recht und ich ziehe es zurück. sorry.


    Klar wird der Sturm aufs Kapitol jetzt von den Dems Instrumentalisiert und klar nervt das.


    Mich würde auch ernsthaft interessieren, woraus sich die gewagte Behauptung speist, dass hier Polizei und Justiz in signifkantem Ausmaß gegen den Staat gearbeitet hätten.


    Die Polizei insgesamt (In form derPolizeigewerkschaften) haben Trump aktiv bei der letzten Wahl unterstützt. Es hatte guten Grund zu glauben, dass sie auf seiner Seite sind. Es gab unter den Kapitolstürmern zahlreiche Polizisten und sogar einen Polizeichef und einiges an gekuschel zwischen Polizisten und Trumpisten. Aber das ist rgar nicht mein Punkt.


    Die Verantwortlichen ( Capitol Police Board) haben meiner Meinung nach deshalb keine Vorkehrungen getroffen weil sie zumindest mit den Demonstranten Sympathisieren. Die Situation am Kapitol war eine Katastrophe weil die nötigen Sicherheitsvorkehrungen fehlten. Das ganze ist so Irre, dass ich immer noch nicht ganz fassen kann wie das geschehen konte.


    Nachweisslich wurde das CPB vom FBI und der Washingtoner Polizeibehörde vorgewarnt. Offensichtlich wussten sie was da auf sie zukommt. Es würde mich nicht wundern wenn es Kontakt zwischen Trumps leuten und den Seargeant of Arms gab.

    Mir ging es ebenfalls um Wemirs Vorstellung von Zusammenbruch.

    Utan: Nachtrag. Trumpismus untergräbt durch absurde Lügengebäude und Wirkmächtige Massenaktionen die Legitimation des Staates. Die Aktion am 6. Januar war dadurch extrem erfolgreich dass sie dieses Ziel erfüllt hat und sollte nicht einfach abgetan werden. Ausserdem hat sich dabei gezeigt, dass die Exekutive (vor allem eben Polizei, Justiz) zum Teil gegen den Staat arbeiten. Ein Angriff auf die staatlichen Institutionen mit Hilfe der Polizei ist durchaus als Putsch zu bezeichnen. Ich bin überhaupt nicht einverstanden mit deiner Verharmlosung dieses Ereignisses.

    Utan. Ich fürchte du sprichst von etwas anderem als ich.


    Beim Begriff "Zusammenbruch" ist die Frage die man stellen muss: "für wen". In unserem Mainstream-sprech sind Krisen meist nur dann Krisen, wenn sie die Eliten betreffen. Die Krise 2008 "wurde überwunden", nicht weil die Bevölkerung sich nicht mehr in einem Zustand von Entfremdung, steigender Armut und zunehmender Entrechtung befand (Im Gegenteil), sondern weil es für die Shareholder auf Kosten des Gemeinwesens und der Demokratie an den Börsen wieder "Aufwärts" ging. Ein Zusammenbruch wie du ihn Darstellst ist der Zusammenbruch aus der Perspektive der Eliten.


    Zitat von Wikipedia

    In der modernen politikwissenschaftlichen Auffassung von Staatlichkeit muss ein Staat vor allem drei zentrale Funktionen für seine Bürger leisten: Sicherheit, Wohlfahrt und Legitimität/Rechtsstaatlichkeit. Dabei handelt es sich letztlich um Leistungen der Staatsgewalt.

    Wenn ein Staat diese drei Funktionen nicht mehr in einer nennenswerten Weise erfüllt, so spricht die Politikwissenschaft von einem gescheiterten Staat.


    Der Begriff "Failed State" ist damit nicht sehr Scharf definiert aber er beschreibt mmn einen Zusammenbruch aus der Perspektive des Bürgers. Ich würde das so verstehen, dass es in einer demokratischen Gesellschaft Gründe gibt warum man ein Gemeinwesen, einen Staat, hat. In einem "erfolgreichen" Staat erfüllt dieser die Aufgaben die der einzelne nicht bewältigen kann. Er stellt im Sinne des Gemeinwesens Administration, Infrastruktur, Institutionen (Regierung, Militär, Schulen, Krankenhäuser, Infrastruktur, Polizei etc.) zur Verfügung und darf daher Steuern erheben. Die Ausübung von Gewaltmonopol und Herrschaft wird durch Wahlen legitimiert.


    Ein Staat ist gescheitert, also ein failed state, wenn er all das nicht mehr tut. Jeder Dollar, Euro oder Rubel, der nicht dem Gemeinwesen sondern der Bereicherung der Eliten dient, erodiert die Legitimation eines Staates und führt hin zu einem "failed state". (Übrigens, zur Zeit der französischen Revolution flossen in Frankreich bis zu 75% des Haushalts an die Wucherer von denen man sich die unendlichen Kriege finanzieren liess. )


    Vielleicht benutze ich hier die falschen Begriffe, aber was Utan beschreibt ist nicht ein failed State, sondern eine Wirtschaftskrise oder Staatsbankrott und die Verschiebung der Machverhältnisse in Internationalen Beziehungen. Man könnte das als Verlusst der Hegemonialmacht bezeichnen.

    Das halte ich für sehr weit hergeholt. Es ist auch eher so ein Äpfel-mit-Birnen-Vergleich.


    Du unterschlägst einfach, dass all die anderen Länder die Du da nennst arme Entwicklungsländer ohne nenenswertes geostrategisches Potenzial waren.


    Die USA hingegen sind zwar ein sterbendes, aber immer noch bis an die Zähne bewaffnetes Imperium.

    Es ist richtig, dass wir keinen historischen Vergleich haben und ich Vermutungen anstelle. Allerdings versuche ich zumindest auf der Basis bisheriger gescheiterter Staaten Vermutungen anstzustellen. Mir erscheint eine totalitäre Herrschaft mit einem gleichgeschaltetem Staat wie im Hitlerdeutschland oder Stalinismus in den USA nicht plausibel.


    Andererseits gibt es die sog. "sacrifice zones" in den USA schon seit Jahrzehnten. Regionen die einfach der Armut hingegeben werden.


    In der Analyse fehlt eine US-amerikanische Besonderheit: im Schnit pro Bewohner eine Knarre.


    Klar hätte ein Despot mit Drohnen und Panzern einen Vorteil in Sachen Ausrüstung. Aber gerade in den USA werden sich einige Städte oder Regionen nicht einfach so "unterbuttern" bzw abhängen lassen. Und das man auch mit Entschlossenheit und lowtech eine Militärmacht zerreiben kann wissen wir...


    Von daher ist IMO eine stille Fragmentierung und Abgleiten in die Bedeutungslosigkeit weniger wahrscheinlich als ein "heißer Bürgerkrieg". Und den sehe ich leider als gesetzt an, wage aber keine zeitliche Prognose. Es geht so nicht weiter, das System ist aber zu träge und zu sehr mit veto points vollgestopft als das irgendjemand strukturell etwas ändern kann. Eine Administration kann nur versuchen sich gegen die Entwicklung stemmen oder sie beschleunigen.

    Das mit der Bewaffnung der Bevölkerung haben die USA mit failed states gemeinsam. In Afghanistan, Irak, Mexiko oder Syrien gibt es organisierte Armeen. In Mexiko City interessiert es aber niemanden ob die Zapatisten in Chiapas sich losgesagt haben und einen Krieg gegen Drogenkartelle führen. In Damaskus scheint es egal, dass sich Türkisches Militär mit den Kurden bekriegt.


    Wenn in Baltimore Bürgerkrieg herrscht wird das die Miliardäre des Silikon Valley nicht jucken.

    Worüber reden wir eigentlich wenn wir über Zusammenbruch reden? Es tut wohl not sich damit zu beschäftigen wie Staaten zusammenbrechen damit klar ist was den USA bevorstehen könnte.


    Sollte sich die Prognose bewahrheiten, dass die Demokraten es nicht schaffen das Wahlrecht zu reformieren, die Polizei von einer Besatzungsmacht zu einer Bürgerpolizei zu machen, ein mindestmaß an allgemeiner Existenzsicherung, Gesundheitsversorgung, Nahrungsicherheit zu gewährleisten und ein Dach über dem Kopf für die Wohnungslosen zu organisieren dann befürchte ich dass die USA sich in Teilen in einen failed State verwandeln können.


    Die Legitimation einer Regierung wird nicht nur geschaffen durch freie und faire Wahlen sondern auch dadurch, dass der Staat in den Augen der Bürger seine Aufgaben erfüllt. Sog. "failed states" verlieren die de facto Regierungsgewalt über Teile des Hoheitsgebietes, weil der Staat und seine Exekutive nicht mehr Willens oder in der Lage ist die soziale Ordnung im Sinne der Bürger aufrechtzuerhalten und die grundlegende Infrastruktur und die Leistungen bereitszustellen die für ein sozialwesen vorraussetzung sind. (Schulen, Gesundheitsversorgung, Sicherheit, Nahrung, Kleidung, Obdach).


    Für viele US-Bürger sind die Vorraussetzungen für die Legitimation der Regierung schon jetzt (dank Trump) nicht mehr erfüllt. Der Staat bedroht durch eine gescheiterte Exekutive direkt das Leben von nicht weissen minderheiten, mindestens 30 % der US Bürger sind akut von Obdachlosigkeit bedroht, Millionen leiden unter Nahrungsunsicherheit.


    Failed states geschehen, weil eine völlig abgehobene Elite, die mit autoritären Mitteln regiert, allein zum Zweck der eigenen Bereicherung den Staat kontrolliert. "Der Wirtschaft", also den großen Unternehmen und den Milliardären, den Institutionen der Macht der Geldeliten (Banken, Börse etc.) wird das aber nicht schaden.


    Einen failed State in dem der nächste faschistische Präsident der USA bestimmte Städte oder Regionen einfach aufgibt weil die Leute dort z.B. die falsche Hautfarbe haben (wie schonmal mit New Orleans geschehen) kann man sich durchaus vorstellen. Auch in einem Failed State behält aber ein solcher Präsident die Macht über das Militär und die Aussenpolitik (wie in Syrien) .

    Ähnlich wie in Mexiko, syrien oder dem Irak, wird es dann eben in den USA Regionen geben in denen es "nicht sicher" ist. Dem Kapitalismus und den Kapitalisten, den internationalen Wirtschaftsbeziehungen und dem Imperialismus wird das kaum schaden.


    Klassisch sind es die Minderheiten, politische Dissidenten, sozial schwachen, linke Oppositionelle, Intellektuelle, etc. die darunter leiden. Sie landen in Gefängnissen, werden von Faschistischen Milizen oder Polizisten ungestraft erschossen oder "verschwinden" einfach.

    Ja, Sehr empfehlenswert und bedrückend.

    Da hast du wahrscheinlich recht. Ich denke wir sind uns eigentlich einig, ausser in der semantik des Begriffes Faschismus. Viele denken eben, dass wenn es nicht faschismus ist, dann ist es ja nicht so schlimm.


    Das wäre eine gefährliche Fehleinschätzung. Egal wie man die Q-Anon Anhänger, die religiöse rechte oder die ideologischen Rassisten beschreibt, sie sind identisch mit Faschisten in ihrer Gefahr für die verbleibende Rest-Demokratie der USA.


    Der Diskurs auf der Grundlage überprüfbarer Fakten ist die Vorraussetzung für Politik in einer Demokratie. So lange keine rationale politische Auseinandersetzung auf der Basis von überprüfbaren Fakten stattfinden kann, kann es daher auch keine irgendwie geartete Zusammenarbeit geben.


    Chris Hedges und Cornel West in einer sehr sehenswerten Diskussionn dazu:


    Timothy Snyder ist Geschichtsprofessor (Uni Wien) und Autor von "The Road to Unfreedom: Russia, Europe"


    Timothy Snyder definiert den "not even" Fascism. Das ist ein Faschismus der bestimmte Züge hat die ihn vom klassischen Faschismus unterscheiden aber ebenso gefährlich ist.

    Wir hatten genau diese Diskussion schonmal in diesem Forum. Da war meine Position, dass Trump nicht wählbar ist weil er ein Faschist ist und ich wurde dafür hier in diesem Forum massiv attackiert von denen die meinten dass eigentlich beide Parteien gleich schlimm sind.


    Nach den Ereignissen vom 6. Januar kann ich nur sagen "told you so".


    Die wichtigsten Experten nennen das was am 6. Januar passierte Faschismus. Hier Tim Snyder:


    HÄ???? Bewaffneter Widerstand? Was ist in dich gefahren?Wenn du verstanden hast, dass ich meine, dass alle Republikaner Faschisten sind, dann will ich klarstellen, was ich oben schon geschrieben habe. Es gibt echte Faschisten bei den Republikanern und die Parteispitze akzeptiert das. Darum ging es hier.


    Um Leute wie Z.b. Marjorie Taylor Green die z.B. offen zum Mord auf Nancy Pelosi aufruft. Ja, tatsächlich, mit solchen Personen kann man nicht mehr reden.

    Im Moment sind diese Faschisten nicht an der Macht. Im Moment haben auch die Faschiste noch nicht offiziell die Macht bei den Republikanern.
    Noch besteht die Möglichkeit, dass die US Bevölkerung die Republikaner dafür abstaft.


    Aber wenn die Demokraten gegen die Milliardärsklasse nichts unternehmen befürchte ich eben einen weiteren Rechtsruck.

    Sehe ich auch so, aber ebenso sehe ich in dem Fall keine Alternative dazu die identitätspolitik zu verfechten. Schliesslich ist das eines der zentralen Themen von AOCs Plattform.


    Mich treibt natürlich auch um, dass die Demokraten (trotz AOC und Sanders) an den wirklichen Themen vorbei Politik machen werden. Sie werden sicher mit Identitätspolitik die Basis zu befriedigen trachten und am Ende genau durch dieses vorgehen die Alt-Right stärken.


    Das Woke-Washing in Washington wird den Rassismus in ganz USA befeuern weil die Krise des Kapitalismus nicht angegangen wird (bzw. nicht einmal thematisiert wird). So lange die Milliardäre beide Hände fest um die Gurgel der gesamten US Bevölkerung haben wird sich die USA weiter in Richtung Faschismus bewegen. Was wir erleben ist das Resultat der Verfolgung und des Niedergangs der Sozialisten und der Gewerkschaften seit 70 Jahren.


    Weil die USA keine linke Alternative hat werden am Ende die Faschisten profitieren. Das Argument der Alt-Right wird sein, dass "Wir" (armen, weissen, priviligierten, Rassisten) die Opfer sind und "Die" (Schwarze, Schwule, Frauen, Latinos, Einwanderer und natürlich die Antifa) "Uns" alles wegnehmen. Deshalb, um die USA zu "retten" muss dann ein faschistischer autoritärer Präsident her, der dann "für Ordnung sorgt". Beide Parteien treiben die Wähler den Faschisten in die Arme. Aber die Republikaner SIND inzwischen diese Faschisten.


    Was aber soll AOC in so einer Situation wie diesem Interview tun? Es ist richtig, auf die Republikaner zu verweisen die diesen Rechtsruck völlig Skrupellos aus reiner Macht und Geldgier betreiben. AOC kann alleine nich alles richten und ist sicher nicht Verantwortlich wenn in Folge jahrzehntelanger Entwicklungen der Karren im Dreck ist.


    Es gibt nur den Ausweg, dass Millionen von Menschen auf der Strasse (von Links) Druck machen.

    Dann muss ich zu deinem Unmut zunächst noch ein paar mehr Haare spalten, denn das hat sie nicht gesagt. Ich denke, dass es white supremacists unter den gewählten Republikanern im Repräsentantenhaus gibt, hält sie nicht für kontrovers. Ihr Vorwurf ist, dass es Sympathisanten für solche Mitglieder in der republikanischen Führung des Repräsentantenhauses in der gegenwärtigen Amtperiode gibt. Und sie macht den Vergleich auf mit dem Vorgehen der Führung gegen Louis Gohmert, denke in der vergangenen Amtsperiode, und sieht im Gegensatz zu der damaligen Abgrenzung jetzt eher eine Bestärkung solcher Mitglieder durch die Führung.


    Ob sie damit recht hat, weiß ich nicht, habe ich nicht genau genug verfolgt. Aber ich habe auch erstmal keinen Grund das zu bezweifeln, denn white supremacy-Anhänger gehören auf jeden Fall zur Trump-Basis, mit der das republikanische Establishment gerade ein Auskommen finden muss. Statt Förderung ist es vielleicht eher gewähren lassen, aber wie gesagt, müsste man sich im Detail ansehen, was da ihre Beispiele sind.

    Hier ein Beitrag der Deutschen Welle dazu: https://www.dw.com/en/republic…han-say-facts/av-56307683

    White nationalism is a type of nationalism or pan-nationalism which espouses the belief that white people are a race[1] and seeks to develop and maintain a white racial and national identity.[2][3][4] Many of its proponents identify with and are attached to the concept of a white nation, or a "white ethnostate".[5]

    Analysts describe white nationalism as overlapping with white supremacism and white separatism.[6][4][7][8][9][10] White nationalism is sometimes described as a euphemism for, or subset of, white supremacism and the two have been used interchangeably by journalists and analysts.[8][11] White separatism is the pursuit of a "white-only state" while supremacism is the belief that white people are superior to nonwhites and should dominate them,[7][8][9] taking ideas from social Darwinism and Nazism.[12] White nationalists generally avoid the term "supremacy" because it has negative connotations.[13][14]

    White nationalists say they seek to ensure the survival of the white race, and the cultures of historically white states. They hold that white people should maintain their majority in majority-white countries, maintain their political and economic dominance, and that their cultures should be foremost.[4] Many white nationalists believe that miscegenation, multiculturalism, immigration of nonwhites and low birth rates among whites are threatening the white race,[7] and some believe these things are being promoted as part of an attempted white genocide.[7] Critics argue that the term "white nationalism" is simply a "rebranding" and ideas such as white pride exist solely to provide a sanitized public face for white supremacy, and that most white nationalist groups promote racial violence.