Beiträge von AlienObserver

    Was macht (nach deiner Resonanztheorie) die Überschreitung der planetaren Grenzen mit uns, bzw. mit unserer Gesellschaft?


    Welche der derzeitigen Entwicklungen, wie z.B. die weltweiten rechtsautoritären Strömungen, kann man damit erklären?

    Das Aufkommen der faschistischen und totalitären Regime Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts ist auf die Krisen des Kapitalismus, auf die sozial und kulturell zersetzende Marktwirtschaft, die das gesamte traditionelle Gesellschaftsgefüge im Kern zerrüttet hat, zurückzuführen und auf die Unzulänglichkeiten der liberalen Ideologie, nicht auf den Einfluss der USA oder des British-Empire.

    nur aus sehr eurozentischer Perspektive

    Warum gibt es noch keine Schritte zu einem Verbot von Kurzstreckenflügen? Wie steht die Grüne Partei jetzt dazu?


    Zitat von Anton Hofreiter:

    Grüne wollen kein Verbot von Kurzstreckenflügen

    Zitat von Programm Grüne

    Kurzstreckenflüge wollen wir bis 2030 überflüssig machen, indem wir die Bahn massiv ausbauen.


    Zitat von Analena Baerbock

    Kurstreckenflüge soll es Perspektivisch nicht mehr geben

    Warum gibt es angesichts der Energiekrise noch kein Tempolimit? Wie steht die Grüne Partei jetzt dazu?


    (Oder auch Warum gelingt es eigentlich der FDP viel besser als den Grünen ihr Programm durchzusetzen?)


    Die Korruption in der Politik wie Cum Ex Skandal, Maskenskandal, Steuerprüferskandal, Hypo Alpe Adria, usw. haben das Verhätltnis von Bürgern zur Politik zerrüttet.


    Kann die Grüne Partei in der Regierung etwas gegen die grassierende Korruption in der Politik tun. Z.B: Drehtürpolitik Stoppen, Annahme von Beraterverträgen vebieten, Nebenbeschäftigung von Abgeordneten und Mandatsträgern einschränken usw. ?

    Das Erbe des Britischen Empires und sein Einfluss auf die Welt war natürlich nicht besser.


    The British Empire Was Much Worse Than You Realize


    In the twentieth century’s hierarchy of state-sponsored violence, Hitler’s Germany, Stalin’s Russia, and Hirohito’s Japan typically take top spots. The actions of a few European empires have invited harsh scrutiny, too—Belgium’s conduct in Congo, France’s in Algeria, and Portugal’s in Angola and Mozambique. Britain is rarely seen as among the worst offenders, given a reputation for decency that the Harvard historian Caroline Elkins has spent more than two decades trying to undermine. “Legacy of Violence” (Knopf), her astringent new history of the British Empire, brings detailed context to individual stories like Tudor’s. Visiting archives in a dozen countries over four continents, examining hundreds of oral histories, and drawing on the work of social historians and political theorists, Elkins traces the Empire’s arc across centuries and theatres of crisis. As the sole imperial power that remained a liberal democracy throughout the twentieth century, Britain claimed to be distinct from Europe’s colonial powers in its commitment to bringing rule of law, enlightened principles, and social progress to its colonies. Elkins contends that Britain’s use of systematic violence was no better than that of its rivals. The British were simply more skilled at hiding it.

    Weil mir geht es auf die Nerven, dass immer von der parlamentarisch-repräsentative Demokratie als Demokratie schlechthin gesprochen wird. Dabei gibt es viel mehr Formen von Demokratie und nicht nur diese Ankreuz-Demokratien, wo nur die Gesichter ausgetaucht werden, das Wirtschaftssystem aber nicht verändert werden kann.

    Mir auch.

    Vecna DieM25 will aber über die bürgerliche Demokratie den Wandel schaffen. Das ist leider vergblich. Nur Grassroots-Activism kann uns ans Ziel bringen. War auch historisch immer so.

    Das mit der "Bürgerlichen Demokratie" ist durchaus ein wichtiger Punkt. Da gebe ich dir ja recht. Mir ging es um deine Fundamentalkritik an linken politischen Parteien in einer parlamentarischen Demokratie, die ich nicht teile.

    Die USA ist nicht alleine für alle faschistischen Diktaturen verantwortlich. Z. B. für keine vor dem Ende des 2. WK🙄

    Natürlich nicht für alle, aber auch schon vor dem 2. WK. haben die USA "Regime Change" betrieben um zu Kolonialisieren, und Faschismus ist was auf lange sicht oft dabei entstanden ist. Ohne den Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 kann man weder das Kubanische Batista Regime noch die Revolution von 1959 vestehen.


    Klar haben vor allem Mussolini und Hitler z.B. durch Unterstützung von Franco in Spanien, vorher den Faschismus vorangetrieben. Aber natürlich war vor allem das britische Empire auf internationaler Bühne vor dem 2. WK viel einflussreicher als die USA. Diese Macht haben die USA erst im 2. WK geerbt.


    Ich finde dass es z.B. durchaus interessant ist, dass Mussolini vom britischen Geheimdienst MI5 vor der Machtergreifung finanziert wurde.

    Recruited by MI5: the name's Mussolini. Benito Mussolini

    Documents reveal Italian dictator got start in politics in 1917 with help of £100 weekly wage from MI5


    Wie groß der EInfluss der Großkapitalisten bei Hitlers Machtergreifung war ist wohl zu debattieren, aber dass es diesen Einfluss gab ist völlig klar.


    Was man aus der Vergangenheit lernen kann ist, dass das Kapital um den Sozialismus und die Überwindung des Kapitalismus zu verhindern in unzähligen Fällen auf den Faschismus gesetzt hat.

    Vor dem 2. Weltkrieg gabs das natürlich auch schon, aber da war das nocht nicht so gut organisiert und es gab noch keine CIA. Da mussten die Kapitalisten das noch selbst in die Hand nehmen dem Sozialismus einhalt zu gebieten.


    Schönes historisches Beispiel und Blaupause für eigentlich alle CIA Regime Change Operationen seit dem.


    Als im Jahr 1911 die Regierung in Honduras die Bananenplantagen von Sam Zemurray, (Cuyamel Fruit Company, später United Fruit) besteuern wollte, da hat er sich ein paar Söldner um den berühmten Glücksritter Lee Christmas und Mafia Hitmen um den nicht minder berüchtigten "Machine Gun Molony" angeheuert, ist mit denen nach Honduras gefahren und hat da die Regierung gestürzt. Ein lehrreiches Beipiel für alle die sich fragen warum wir heute überall Kapitalismus haben und nicht was anderes.


    Mehr dazu: Stephen Kinzer "Overthrow: America's Century of Regime Change ->"

    Wo wir schon dabei sind ... Es ging ja um DIEM25, was ja bekanntlich Varoufakis Baby ist.


    Varoufakis hat die von den USA in Griechenland eingesetzte faschistische Regierung noch erlebt, ich traue ihm zu zu wissen was er tut.


    Es reichte den USA ja auch meist schon wenn die Demokratie sich in Richtung einer gemässigten Sozialdemokratie bewegte diese gegen Faschisten auszutauschen. (Iran, Guatemala, Chile etc.)

    Lieber Jonny, von was redest du? Wir haben jetzt nicht so viele Beispiele in der Nachkriegszeit in denen der Kapitalismus abgeschafft wurde. Kuba drängt sich aber auf. Da wurde das von den USA eingesetzte faschistische Batista Regime durch die Revolution gestürzt. Davor hatte es eine Progressive Verfassung, annäherung an das sovietische Russland und Kommunistische Minister gegeben, was dann den der USA Regierung Nahestehenden Mafiosi (die die Kasinos in Havanna kontrollierten) zu viel wurde.


    Man kann ähnliche Geschichten von Venezuela, Nicaragua, Honduras, Chile usw erzählen, selten kam es zur Abschaffung des Kapitalismus, weil immer, wirklich immer vorher eine faschistische Regierung durch die USA eingesetzt wurde, manchmal nachdem man einfach einmarschiert ist.