Beiträge von AlienObserver

    Was kaum jemand weiß: Unsere Schulen entsprechen nicht der von Deutschland unterzeichneten UN Kinderrechtskonvention. Mitverantwortung von Schülern findet so gut wie nicht statt.


    "Demokratie" wird im Frontalunterricht gelehrt,hat aber in staatlichen Schulen sonst keinen Platz.


    Auszug:

    Artikel 12: Berücksichtigung des Kindeswillens

    (1) Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife.


    Unicef: "Entweder werden Kinder und Jugendliche [in Deutschland] bei relevanten Fragen gar nicht beteiligt oder Formate eingeführt, die eine Scheinpartizipation darstellen. In solchen Fällen laden beispielsweise Politikerinnen und Politiker Kinder und Jugendliche punktuell ein und hören sie an, dann wird aber doch anders entschieden und Kinder und Jugendliche bekommen die Wirkung nicht mit. Das ist jedoch keine qualitätsvolle Beteiligung, bei der Kinder und Jugendliche von Anfang an bei Entscheidungen einbezogen sind und den ganzen Prozess mitgestalten."

    Gutes Interview. Will aber anmerken, dass die Perspektive des Soziologen sehr stark dominiert.


    Es gibt auch noch andere Wissenschaft zum Thema Schule/Erziehung die Aladin in einigen Dingen widerspricht. Genauer: der soziologische Vergleich von Schulen in unterschiedlichen Ländern ignoriert die Schwächen die alle diese Schulen aus sicht von Entwicklungspsychologen gemeinsam haben. Ein Beispiel wäre die Aufteilung der Klassen nach Jahrgängen. "Reformschulen" machen das definitiv besser. Vor allem Freie Schulen oder Montessori Schulen.


    Ebenso ist Adultismus in allen westlichen Gesellschaften verbreitet. Leider kam diese Form der Diskriminierung bei Aladin nicht deutlich genug zur Sprache. Die Freiheit der Kinder ihre Schulerfahrung selbst zu gestalten wird in allen westlichen Ländern (ausser vielleicht Finnland) massiv eingeschränkt. Mehr dazu:


    Ok, nach der Aussage ist klar das sich weiter mit DIR über das Thema zu unterhalten Unsinn wäre.

    Und was Du an "Rohstoffe" binden nicht verstehst.. Du solltest vielleicht mal Global denken und nicht nur an"Deutschland" bzw das "Allgäu" denken. Aber ja, 1,5 Milliarden Chinen essen bestimmt nur Tofu und etwas Fisch..

    Und schon hab ichs wieder mal satt hier. Dieses Absichtlich jeden falsch verstehen, anpflaumen und Runtermachen.


    Du bekommst von mir:


    Google (Android 11)Google (Android 11)Google (Android 11)

    Mein Argument kann man auch besser formulieren.


    Wenn wir auf eine lokale, nachhaltige Landwirtschaft umstellen die das Tierwohl berücksichtigt, dann würde sich die Debatte um die Emission von Klimagasen in der Landwirtschaft erübrigen und der Fleischkonsum müsste automatisch um 70% sinken um unsere Bevölkerung auf diese weise ernähren zu können. Man braucht also neben einer Debatte um nachhaltige Landwirtschaft eigentlich keine eigene um eine Klimagerechte Landwirtschaft mehr führen.


    Eine nachhaltige Landwirtschaft würde dabei nicht nur Klimaneutral sein, sondern z.B. auch dem ausgebeuteten Süden helfen oder das Bienen/Insekten/Artensterben aufhalten. Der Druck des "bewussten" Konsums würde ebenso verschwinden wie die Schuldzuweisungen an den Klimazerstörerischen Hamburger-Esser. Mit den weit geringeren Mengen von Tierkot könnte ohne weiteres (z.B. in Biogasanlagen) umgegangen werden, usw ....


    Dem kann ich im Grunde nur zustimmen, vor allem was #mitkapitalismuszutun" angeht.


    Allerdings will ich nochmal darauf hinweisen, dass diese Erscheinungen eben Folge der industriellen Landwirtschaft sind während ich ja von nachhaltiger Landwirtschaft spreche.


    Zentraler Punkt meinerseits war ja nur, dass der Fleischverzehr des einzelnen eben nicht für den Klimawandel verantwortlich ist, sondern eben ein System in dem industrielle Landwirtschaft als eine gute Idee gefeiert wird.


    Noch ein letzter Satz zu Erträgen: Industrielle Landwirtschaft ist effizient in nur einem einzigen Bereich, nämlich dem Ertrag pro Bauer. Dabei werden aber die von dir genannte Externalitäten wieder auf die nächsten Generationen und die Allgemeinheit abgewälzt.


    Der Ertrag pro Fläche ist bei Arbeitsintensiver Biolandwirtschaft schon größer und wenn die Externalitäten der indutriellen Landwirtschaft mitgerechnet würden wäre die nachhaltige Landwirtschaft auch nicht teurer.

    Nochmal zum Water-Footprint:

    Der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass es von Bedeutung ist ob ich einen Allgäuer Emmentaler esse oder importiertes Biogemüse aus Ägypten. Der Water Footprint ist sicherlich eine hilfreiche Messgröße, aber diesen als "Wasserverbrauch" darzustellen und unabhängig von der Wassersituation vor Ort zu verwenden macht extrem wenig sinn.

    Andererseits wird der Effekt der Weidetiere auf die CO2 Speicherung in Böden oft vernachlässigt. In der EU wird durch den Prozess der Erosion von Humusschichten enorme Mengen von CO2 freigesetzt. Soweit ich mich erinnere in ähnlicher Größenordnung wie durch die Abholzung von Regenwald im Amazonas.


    Man zeigt da gerne mit dem Finger auf andere (wie Brasilien) und stellt dann wiederum die zerstörerische Wirkung der Industriellen Landwirtschaft bei uns als notwendiges Übel dar, weil ja angeblich nur die Industrielle Landwirtschaft uns alle ernähren kann.


    Der Aufbau von Humus ohne tierische Exkremente ist schwierig. All die Mikroorganismen, Gräser und Leguminosen funktionieren eben mit Kuhscheisse am besten. Gerade Mineralien kommen über den "Wasserverbrauch" der Kuh nachhaltig in ausgelaugte Böden zurück.

    Obwohl man nicht vergessen darf, dass die Viehzucht zusätzlich enorm viele Rohstoffe bindet.

    Zum einen Wasser und zum anderen Getreide, Soja usw, wofür man auch wieder sehr viel Platz benötigt (den man sich z.b. per Brandrodungen schafft..).


    Das mit dem Wasser ist großer Quatsch. Da werden mmn "Wasserverbräuche" eingerechnet die völlig hirnrissig sind. Wie z.B. das verdunstete Wasser per Fläche. "Verbrauch" wird da sehr sehr weit gefasst. An Wasser ist jetzt auch ausserdem im Alläu oder Oberbayern z.B. kein Mangel.


    Rodung, Futtermittel und Flächenverbrauch sind in der Studie der FH mit drin. Wenn wir auf 70% Fleisch verzichten könnten alle Futtermittel für die Tierhaltung nach Öko Standard in Deutschland erzeugt werden. Studie hab ich leider nicht mehr Verfügbar. Da gab es mal einen Beitrag im BR, der hiess "Bio für alle", da haben si diese Zahlen vorgestellt. Vielleicht kann das ja jemand finden?

    Ich halte es für kontraproduktiv in der Debatte sich auf die von der Klimaschmutzlobby erwünschte Gleichsetzung von Fossilen Brennstoffen und Fleischverzehr einzulassen. (Vielleicht kam das für mich nur so an, aber bei mir ist der Eindruck entstanden.)


    Man muss den Menschen die Verhältnisse der Verantwortung für den Klimawandel klar machen. Fossile Energieträger sind die Verursacher des Klimawandels, nicht der Fleisch verzehr.

    Was wir Essen ist für die Verortung in einem sozialen Feld aber von immenser Bedeutung.


    Die Fleichsverzehr - Debatte wirkt deshalb automatisch immer auf Ebene des Subjekts und erzeugt eine Widerständige Haltung zur Klimadebatte. Die Zuweisung der Schuld auf das Konsumverhalten des Einzelnen findet vor allem in der Fleischverzehr-Debatte statt.


    Eine Nachhaltige Landwirtschaft ist unter so vielen Gesichtspunkten wichtig, aber nicht automatisch eine ohne Tierwirtschaft. Die Nachhaltigste landwirtschaft ist in unseren breiten die gemischte. Laut FH Weihenstefan ist ein Verzicht auf 70% des Fleischkonsums notwendig um auf eine nachhaltige Landwirtschaft umzusteigen die auf der Fläche Deutschlands alle Bürgermit Bio Produkten versorgen kann. Der Raubbau an den Böden ist z.B. aber am besten durch Weidehaltung aufzuhalten.


    Lieber Christian

    Das Programm der FDP lässt sich als "Trickle Down Economy" zusammenfassen.

    Es gibt keine Studie die den Trickle down effect bisher statistisch nachgewiesen hat.

    Es gibt aber Studien die zeigen, dass Steuergeschenke für Reiche und Unternehmen keinen der von dir erhofften Effekte (wie Wachstum oder Arbeitsplätze) haben.

    Haben wir das jetzt nicht schon die letzten 30 Jahre probiert und sind damit gescheitert?


    We find that major tax cuts for the rich push up income inequality, as measured by the top 1% share of pre-tax national income. The size of the effect is substantial: on average, each major tax cut results in a rise of 0.8 percentage points in top 1% share of pre-tax national income. The effect holds in both the short and medium term. Turning our attention to economic performance, we find no significant effects of major tax cuts for the rich. More specifically, the trajectories of real GDP per capita and the unemployment rate are unaffected by significant reductions in taxes on the rich in both the short and medium term.

    Ich hatte die Aussage der sich selbst zerfressenden Linken bisher ja nie so richtig verstanden. Aber danke für dich und das Forum für diese eindrucksvolle Demonstration dessen was damit gemeint ist.

    Wie war das mit der Selbstreflektion? Ausgerechnet Utan wird von ausgerechnet dir diesbezüglich angegriffen?


    Bisher war es immer so, dass (u.a.) Utan sich zu einer Sache äussert um dann von den Mackern hier dafür persönlich angegriffen wird worauf er sich wehrt und dann die Diskussion ausschliesslich persönlich wird.

    Zitat von Wikipedia

    Selbstgerechtigkeit


    Unter Selbstgerechtigkeit versteht man den Habitus von Personen, die sich gewohnheitsmäßig mit anderen vergleichen und dabei immer wieder zu der Überzeugung gelangen, dass sie selbst die Sitten strenger einhalten als die anderen. Das Verhalten von Menschen, die andere spüren lassen, dass sie sich diesen sittlich und moralisch überlegen fühlen, wird von den Betroffenen meist als anstößig, beleidigend und herabsetzend empfunden.

    Ja, das mit der Flexibilität muss man auch immer erwähnen wenn es um Digitalisierung geht.


    Gerne wird ja Digitalisierung als innovation verkauft un der Anschein von "Dynamik" und "Flexibilität" erweckt. Wieder ist die Realität da eher das Gegenteil. Unternehmen die ihre Proesse durch maßgeschneiderte Software automatisieren werden lange, lange nichts mehr daran ändern. Die Dynamik von Unternehmen wird durch Software eingefroren. Innovation der Unternehmensprozesse wird massiv erschwert weil sie bedeutet, dass man neben der Anpassung der Strukturen und Prozesse auch die teure Software ersetzen muss.

    Ich hab die gewagte Theorie, dass wenn die Politik etwas ändert es meist zu marginalisierung der Bürger und Ermächtigung von Institutionen führt.


    Ich fürchte eigentlich muss man Bürokratieabbau von unten gegen die Politik durchsetzen weil unsere Politiker von oben immer einen Bürokratieaufbau betreiben. Es gibt da leider keine Ausnahme. (Keine Ahnung allerdings wie)

    Als Entwickler und mit meiner Erfahrung in der Erstellung von Software für unseren Staat und Bürokratische Unternehmen, kann ich mich nicht uneingeschränkt für die Automatisierung der Bürokratie aussprechen. Seit 20 Jahren erlebe ich meist eine massive Ausweitung digitaler Bürokratie zum Schaden der Arbeitenden und der Bürger.


    Automatisierung oder Digitalisierung können vieles bedeuten.


    Es könnte bedeuten dass der Kunde/Bürger ermächtigt wird, dass der einzelne selbstständig bürokratische Aufgaben bewältigen kann weil er die unterstützung von praktischen digitalen Werkzeugen erhält. Manchmal passiert das sogar.


    Leider aber ist diese Form der Digitali-/Automatisierung die absolute Ausnahme. Im Normalfall werden heute Aufgaben die von hilfreichen und kompetenten Mitarbeitern für Kunden/Bürger erledigt wurden an diese übertragen (Beispiel:Verkäufer, Pfandannahme, Beliebige Portale).

    Oft in einer Form die die Aufgabe verkompliziert und den Zugang erschwert. Die Arbeit insgesamt steigt, der Endnutzer/Bürger wird dabei immer mehr belastet.


    Gute Digitalisierung könnte Hirarchien Abbauen und die durch die Werkzeuge ermächtigten Anwender müssten nicht mehr für jede Entscheidung die Erlaubnis von Vorgesetzten einholen.

    Leider ist der Normalfall wieder das Gegenteil.


    Software zementiert hirarchien, sie kontrolliert Angestellte oder Bürger, sie marginalisiert abhängig Beschäftigte um sie durch "Offshoring" oder prekär Angestellte ersetzen zu können.


    Staatliche digitale Bürokratie bedeutet häufiger intransparente, autoritäre Kontrolle des Bürgers als digitale Demokratie.