Wo steht das "oder sowas" in dem Text?
Naja es liest sich schon so ein wenig, als wenn Nachtwey verschiedene Sorten von Scheiße unterscheiden will.
Wo steht das "oder sowas" in dem Text?
Naja es liest sich schon so ein wenig, als wenn Nachtwey verschiedene Sorten von Scheiße unterscheiden will.
Warum muss Nachtwey "die Brandmauer stark machen"? Das ergibt keinen Sinn.
Er will unbedingt eine Trennung zwischen Konservativen und Rechtsextremen oder sowas. Es läuf letztendlich auf das hinaus:
wer moralisch gut oder wer böse ist
Egal wie viel tolle Wörter da noch drumherum gebaut werden.
Es kann nicht alles »Faschisierung« sein
CDU und CSU übernehmen Positionen der AfD. Aber das ist leider »normal« für konservative Parteien. Diese Entwicklung unter »Faschisierung« zu fassen, überstrapaziert den Begriff und erschwert die Analyse der Gegenwart.
Nachtwey muss um diese Debatte zu führen die Brandmauer stark machen. Das Gegenstück zu der moralischen Überlegenheit derer, die den Begriff benutzen (was btw. vlt auch an der Lesart des Faschismusbegriffs hängt und weniger daran, was er analytisch oder phänemenologisch bedeuten soll) ist dass man den Konservativen moralische Handlungsfähigkeit zurechnet, die effektiv realisiert werden kann. Also, man hängt dann an den Konservativen, dass keine Rechtsextreme an die Macht kommen, die Konservativen kein demokratischen Bruch zulassen würden und vertraut darauf, dass die Gut und Böse noch zu unterscheiden wissen. Da wird dann Analyse eher dadurch bestimmt, ob die Konservativen noch christliche Tugenden befolgen als dadurch, was für eine materielle Position und Interessen sie haben.
Dazu gab es schon dieses Video, wo man andauernd prüfen muss, ob man jetzt die Definition erfüllt oder nicht usw. Das ist etwas zu theoretisch hier und da und entfernt sich eher von konkreten politischen Schalthebeln.
https://manifest-buecher.de/produkt/griff-nach-gold/
https://www.papyrossa.de/5-7-2…ueber-den-griff-nach-gold
Zum Buch
Ein Fest der Völkerfreundschaft, die Aussicht auf eine Welt von morgen: Die Verheißungen der Fußball-Weltmeisterschaften finden sich etwa in Uruguay 1930 oder Südafrika 2010. Oder sie spiegeln sich auf dem Rasen: Mexiko 1970 und ’86. Doch in die WM-Geschichte hat sich die Dominanz des Nordens eingebrannt. Und der afrikanische Fußball? Nachfahren von Sklaven als Trümpfe Brasiliens, Stars in den Reihen der europäischen ›Mutterländer‹. Die antikoloniale Befreiung erreichte mit dem panafrikanischen Boykott der WM 1966 auch die FIFA. Neben den Turnierverläufen geht der Band politischen Kapriolen nach: Ob 1934 im Italien Mussolinis; 1938 im linksregierten Frankreich, die ›großdeutsche‹ Elf mit Hitlergruß; 1974 Solidaritätsaktionen in Berlin: ›Chile Sí, Junta No‹; oder 1978 im Argentinien einer Militärdiktatur. Mit Ende des Kalten Krieges war auch die FIFA im Goldrausch. Bald mit von der Partie: Katar und Saudi-Arabien. Und die WMs in Nordamerika 1994 und 2026? US-geführte Kriege, dramatischer Rechtsrutsch: Bleibt die Friedensfrage beim ›Völkerfest‹ WM virulent? Ist die massive Ausweitung des Teilnehmerfelds, so sehr kommerzieller Natur, auch Ausdruck einer entstehenden multipolaren Weltordnung?
Carlos Gomes, Jg. 1981, Studium der Germanistik sowie der Sozial- und Kulturwissenschaften. Publiziert zu kulturhistorischen Themen.
Glenn Jäger, Jg. 1971, Studium der Anglistik und Sozialwissenschaften. Verlagstätigkeit, aktiver Fußballer in der Betriebssport-Liga Bonn.
Btw. wurde schonmal Tobias Escher vorgeschlagen? Der hat vor kurzem ein Buch geschrieben darüber wie KI den Fußball verändert.
Website: https://www.laptoptrainer.de/
Eine Wohltat für die Linksliberale Seele, dieses Gespräch. Ich habe es mir tatsächlich komplett gegeben und keine Sekunde bereut.
Hast du da was mit genommen?
Soweit ich das gehört habe, macht sie ihren Aktivismus aus ihrer christlichen Erziehung oder Kontakt mit christlichen Institutionen heraus und anscheinend hat das wirklich eher mit Moralismus zu tun. Das sehe ich als Anhaltspunkt zu behaupten, ein großer Teil des Klimaaktivismus (gerade der, der keine Kapitalismuskritik hat) ist oft eigentlich christliche Moral, aber leicht verschoben.
Das andere ist, dass Gysi sie ein oder zweimal ungeschickt angesprochen hat. Das hatte so ein "alter Mann macht junge Praktikantin an"-Vibe
ach und irgendwo fällt ein ganzer Satz zu Israel-Palästina.
Der Rest dreht sich ganz viel um sie.
Bin eigentlich kein großer Fan von Baberowski und bspw. seine Darstellung von Marx Werk sind etwas an Marx Hauptwerk vorbei imo. Dazu seine eine oder andere Kontroverse, eben auch mit Studenten, aber da bin ich kein Experte.
Aber das Gespräch war fein, gerade seine persönlichen Erfahrungen eher, als unbedingt diese geschichtstheoretischen Reflexionen (die irgendwie bei jeden anderen auch im Nichts oder ein Relativismus enden würden) sind ganz einsichtig.
Florian Butollo auch über Arbeit und KI. Er schreibt von sogenannten Rebound-Effekten bei der Digitalisierung
https://www.spiegel.de/kultur/…f4-40db-bc7d-bd298b4fa9ba
https://www.suhrkamp.de/buch/f…ut-arbeit-t-9783518128152
Die Technik schafft kein Mehrwert oder Reichtum. Sie überträgt Wert und dieser Wert wird eher in der Dritten Welt geschaffen. Das ausschlaggebende bei Maschinen ist wie die Arbeiter mit ihnen mechanischer agieren müssen und die Taktung mit machen müssen. Was anderes, was Technik noch macht, ist dass der Konkurrenzdruck erhöht wird, weil der Preis gedrückt werden kann bei weniger Arbeitszeit pro Ware.
Herrmanns Kapitalismusidee tut so, soweit ich das verstehe, so als wenn Maschinen aus dem Nichts kommen, Wert erstellen und dann ohne Klagen irgendwann kaputt gehen. Die Maschine überträgt aber nur Wert, der in ihr gespeichert ist. Die Taktung dazu macht den Arbeiter kontrollierbarer und verdichtet seine Arbeit. Bei KI geht es hier um Bürojobs. Woanders werden Roboter eingeführt, wenn es sich rechnet.
Man muss dazu bedenken, dass LLMs wirklich kein Profit machen, sondern auf Investitionen aufbauen und OpenAI, Anthropic hofft ihr Versprechen irgendwann einzulösen. Das wollen die lösen durch Aufbau von mehr Abhängigkeiten bei anderen Unternehmen, Privatkunden usw. Bis dahin laufen die von Finanzspritze zu Finanzspritze.
Wurde schon mal Peter Schadt vorgeschlagen? https://www.sowi.uni-stuttgart.de/institut/team/Schadt/
Er arbeitet als Gewerkschaftssekretär für den Deutschen Gewerkschaftsbund und hat eine Habil über Digitalisierung geschrieben.
Auf 99zuEins hat er ein Podcast, wo er über Digitalisierung redet und diese Verschiebungen in den Diskursen ("Scheinsubjekt Digitalisierung") z.B.
Was er sagt, könnte wichtig sein, wenn ihr über KI usw redet und Ulrike Herrmann z.B. meint dass daher der Reichtum komme.
Wenn man wissen will, was Das Kapital über Daten und KI aussagt, dann fragt man ihn.
Ab 0:16 – Wiegold zu den 1990ern ff: „Primär war die Meinung, der ewige Frieden ist ausgebrochen … das hat sich ein bisschen als Trugschluss rausgestellt“ Statt zu hinterfragen, warum der ewige Frieden nicht ausgebrochen ist, werden weiter Argumente für Hochrüstung und Militarisierung herbei gefaselt.
Da fragt man sich auch immer, wen meint er damit? Wer war der Meinung, es gebe da den ewigen Frieden? Im Prinzip doch sich selbst und seine liberale naive Sicht, die Kosovo, den Balkan, Irak und Nahen Osten nicht sieht.
Selbst Francis Fukuyama ist nicht so naiv gewesen.
Der gesamte Boomer-Liberalismus ist hier wie ein Todeskult. Jemand wie Wiegold macht im Grund nicht viel anderes als Putin, wenn er Alternativlosigkeit predigt und nicht weiß, wie Diplomatie funktioniert und im Gegenteil toxischer wird, wenn man andere Wege und andere Kulturen, andere Lebensrealitäten sieht, die z.B. nicht im CDU/AfD-liberale regierten Nationalstaat aufgeht.
Ich hab noch eins:
Warum werden ehemalige NVA Soldaten beim Veteranenbegriff nicht berücksichtigt, während gleichzeitig über historische Kontinuitäten zur Wehrmacht und die Rolle von Vorbildern diskutiert wird? Welche Logik steckt hinter dieser Auswahl?
(Quelle, NVA-Soldaten sind keine Veteranen https://www.mdr.de/nachrichten…nen-veteranentag-100.html
Mögliche Vorbilder aus der Wehrmacht https://www.sueddeutsche.de/po…ux.VPCBxjaU6XQAYUsDva8g4o)
Dieses Ausreisemeldepflicht für Männern war ja auch noch ein Thema .... denke das wird angesprochen und so oder so eingeordnet.
Ah Teil 2
Um ehrlich zu sein: ich war kein Fan von Rutte. Das sah aus wie ein Zeichen von Schwäche, Konformität und Beschwichtigung gegenüber jemanden wie Trump. Aber es weiß jetzt im Nachhinein auch niemand mehr, was Trump da wollte.
Live-Version:
Markus Gasser, Autor, Literaturwissenschafter, YouTuber
Hatte zu wenig Zeit, Fragen vor zubereiten. Hätte ihn nach "Empire of AI" gefragt und ob er da sogar neue Herrschaftsformen sieht von Datensammeln, Kybernetik bis hin zu dieser neuen Form von Kolonialismus auf dieser psychischen Ebene.