Der SARS-CoV-2-Thread

  • Dass sinnlos Geld verbrannt wird ist wohl hier das best case Szenario.


    Der Sinn ist, dass die anderen Länder sowas haben wollen. Dieses Geld muss man als Investition sehen, damit es nicht irgendwann heißt, warum hat Deutschland das nicht.


    Wer macht denn die Impf(s)pässe für die anderen EU Staaten?


    Gute Frage, kurz mal geguckt, ich finde nicht wirklich etwas dazu. Vielleicht ist unsere Ankündigung eine der ersten.


    Klar Wemir, das Kind wird schon nicht in den Brunnen fallen, lassen wir es laufen. Et hätt noch immer jot jejange. Oder eben doch nicht.


    Der "digitale Impfpass" ist doch sowieso beschlossen, ob sie nun zwischenzeitlich nochmal Geld für eine SARS-CoV-2-spezifische Version davon rauswerfen oder nicht.

  • Immerhin ist nicht sowas geplant:


    https://www.thehindu.com/news/…icate/article33989705.ece


  • Statt in Deutschland könnte Sputnik V in Italien produziert werden:


    https://www.wienerzeitung.at/n…nik-V-Werk-in-Europa.html


    Zitat

    In Italien ist noch vor der EU-Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V der Bau der ersten europäischen Produktionsstätte des Vakzins geplant. Der russische Staatsfonds RDIF und der Schweizer Pharmakonzern Adienne würden die Fabrik errichten, teilte die italienisch-russische Handelskammer mit. Die italienischen Aufsichtsbehörden müssten dem Vorhaben noch zustimmen.


    Diese Einschätzung ist etwas merkwürdig:


    Zitat

    Das Zulassungsverfahren für Sputnik V bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA läuft noch. Italien ist das vierte EU-Land, das diesen Prozess nicht abwarten will.


    Denn das bezieht sich offenbar auf diese Werksöffnung, nicht etwa auf eine Zulassung. Erstens die italienischen Behörden haben noch nicht zugestimmt, zweitens das Zeug kann man ja auch exportieren.

  • Spahn vergibt Auftrag für digitalen Impfpass an Konsortium unter Führung von IBM


    Tja, die bisherigen 15 Millionen Menschen in Armut (nicht mitgerechnet die aktuellen millionen Kurzarbeiter oder sonstige Kleinverdiener die quasi kein Einkommen generieren können, Geringstverdiener) denken so gar nicht über ihren nächsten Urlaub nach, über den nächsten Restaurantbesuch, oder den Philharmoniker Besuch - die brauchen diese App nicht, weil sie keine Nachfrage generieren. Die sind froh wenn man ihnen nicht den Strom abstellt, damit bleibt das Smartphone dann auch dunkel und die App aus ... alternativ hätten wir auch ganz simpel den Papier-Impfausweis vorzeigen können und das Geld für die Entwicklung von Nonsens in Armutsbekämpfung investiert.

  • Tja, die bisherigen 15 Millionen Menschen in Armut (nicht mitgerechnet die aktuellen millionen Kurzarbeiter oder sonstige Kleinverdiener die quasi kein Einkommen generieren können, Geringstverdiener) denken so gar nicht über ihren nächsten Urlaub nach, über den nächsten Restaurantbesuch, oder den Philharmoniker Besuch - die brauchen diese App nicht, weil sie keine Nachfrage generieren.


    Die schon aber:


    ... alternativ hätten wir auch ganz simpel den Papier-Impfausweis vorzeigen können und das Geld für die Entwicklung von Nonsens in Armutsbekämpfung investiert.


    Es gibt auch noch die mit Überschusseinkommen und denen kann man mit einem Zettel nicht kommen:


    Ich vermute die Bundesregierung käme in so einer Koordinierung mit den anderen EU-Ländern einfach nicht auf die Idee zu sagen, hier die Kommission kann ja ihre standardisierte Schnittstelle machen, aber da müssen auch deutsche Papierdokumente mit kompatibel sein, denn unsere Bürger wollen das nur in der analogen Form. Und stimmen würde das auch nicht, weil mittlerweile ein guter Teil unserer Bevölkerung es als Zumutung empfindet, wenn irgendwelche Vorgänge nicht elektronisch abwickelbar sind, und denkt, dass das Deutschland zu einem rückständigen Land macht.


    Daher vielleicht auch die Wahl bei der Auftragsvergabe, nach der alten Weisheit, es ist noch niemand gefeuert [abgewählt] worden, weil er bei IBM gekauft hat.

  • Sieht so aus als hätten Astrazeneca und Pfizer/Biontech beide geliefert. Für die Aufstellung brauche ich noch die Daten über die Verimpfung von heute, die erst morgen veröffentlicht werden.


    960000 Dosen von Astrazeneca und 1076400 Dosen von Pfizer/Biontech entspricht beides den letzten Lieferplänen. (Dadurch dass die Lieferung von Astrazeneca sich so nach hinten verschoben, müssten sogar nochmal 360000 Dosen in ein paar Tagen kommen.) Auf diese 2 M Dosen, kommen im März (bis auf mögliche Lieferungen in den letzten drei Tagen) nach Plan ca. 1.6 M Dosen von Astrazeneca, ca. 0.4 M von Moderna und ca. 3 M Dosen von Pfizer/Biontech, zusammen 5 M Dosen. Der Wochenverbrauch scheint bei 1.4 M Dosen zu liegen. Das wären im Restmärz also 4.2 M Dosen. Mal sehen, ob das die Kapazitätsgrenze der Impfzentren ist, wenn ja wäre der April der richtige Zeitpunkt zur Einbindung anderer Strukturen. Eventuell kommt dann je nachdem wie es Donnerstag läuft irgendwann Ad26.COV2.S hinzu, aber es klang so, als ob die vielleicht erst ab April liefern.


  • herr brinkhaus will bitte aus dem bällebad abgeholt werden

  • Es gibt auch einen Unterschied zwischen gesunder Skepsis und dem Misstrauen gegenüber jedem Mitbürger. Womöglich Projektion, denn was ich denk und tu', traue ich auch andern zu.


    Inwieweit die Ärzte-Nummer jetzt das grundsätzliche Misstrauen gegenüber der Bevölkerung erklären soll, ist mir nicht klar. Im Übrigen kann man auch da differenzieren. Der Top Down Ansatz war ja eher so mäßig erfolgreich. Diese autoritäre Attitüde und der Umgang mit der Bevölkerung spielt eine Rolle dabei. Wenn man davon jetzt ein Stück weit abrückt, heißt das ja noch lange nicht, dass Laissez-faire herrscht.

  • Wenn man davon jetzt ein Stück weit abrückt, heißt das ja noch lange nicht, dass Laissez-faire herrscht.

    Es gibt ja Regeln über die Impfreihenfolge.

    Die gilt natürlich dann auch,wenn beim Hausarzt geimpft wird.


    Das ist dann doch kein Laissezfaire ?

    Man braucht nur,denke ich keinen neuen Verordnungswust durch den am Ende wieder keiner mehr durch steigt uns der ewig braucht,bis er dann fertig ist.

  • ... Karl Lauterbauch in der Tagesschau. Dort nimmt er eine leicht kritische Haltung zu dem Impfen beim Hausarzt ein:


    "Es dürfe in keinem Fall sein, dass diejenigen geimpft werden, die gute Kontakte zum Hausarzt haben und nicht diejenigen, die vom Alter her geimpft werden müssten."


    Ich würde den meisten Medizinern (die ich kennenlernte) schon abnehmen das sie einen Eid geschworen haben und das sie tun was nötig ist.


    Die Praxen sind aktuell am Limit, man bekommt so gut wie nie jemanden am Telefon zu sprechen, der Laden ist voll, alle am Anschlag beschäftigt (weit über die reguläre Arbeitszeit hinaus) und jetzt sollen die sich darum kümmern selbst zu priorisieren? Was wenn Oma Erna Priorität hat und nicht erreicht wird, wie oft soll eine Praxis ihr hinterhertelefonieren, ab wann kann man die 3 Tage jüngere Oma Kaschulke nehmen, die gerade in der Praxis ein Rezept abholt? Wer soll die Listen erstellen, wer soll sich um die Termine kümmern und Telefondienst machen?


    Mittlerweile verschwinden immer mehr Angestellte aus dem Gesundheitssektor, die Entwicklung wird sich wohl auch weiter beschleunigen.

  • "Es dürfe in keinem Fall sein, dass diejenigen geimpft werden, die gute Kontakte zum Hausarzt haben und nicht diejenigen, die vom Alter her geimpft werden müssten."


    Jemand wie Karl Lauterbach, also sein Kaliber und jetzt, wo der so stark in der Öffentlichkeit steht, würde niemals das so in eine Kamera sagen, wenn es bei Hausärzten nicht ein großes Problem beim moralischen Kompass gäbe.

    Der erste Satz ist das Offensichtliche nochmal ausgesprochen und ja er hat recht. Aber Hausärzte werden das können, sie können den Gesundheitszustand ihrer Pappenheimer besser einordnen (allgemein und auch in die Impfreihenfolge) als diejenigen die momentan auf Grund einiger (sehr weniger) Fragen online von, ja wem eigentlich?, priorisiert werden. Wer seinem Hausarzt nicht soweit vertraut, sollte sich lieber wieder von Doktor I.Netz behandeln lassen, ich hab da bei meiner Hausärztin keine Probleme sie das machen zu lassen.

    Ist übrigens auch eine Form gelebter Subsidiarität,denn soll zukünftig für jede Schulklasse von der Kultusministerkonferenz festgelegt werden wer zuerst aufs Klo darf oder haben wir dafür Lehrer denen wir unsere Kinder anvertrauen?


    Ist ja nicht so, dass sich bei den Impfzentren nicht schon Politiker mit Kind und Kegel vorgedrängelt hätten.

    Laut dem Präsidenten der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sollten niedergelassene Ärzte über die Impfreihenfolge ihrer Patienten selbst entscheiden dürfen. "Zu viele Vorgaben und Prüfverfahren halten uns nur unnötig auf.

    Bei dem Impftempo in Unserland hat er da vermutlich recht.

  • Frag mich wie das wird, wenn ich da für einen Impftermin Anrufe. Bei meinem "Hausarzt" war ich mangels Notwendigkeit vielleicht drei Mal in den letzten 10 Jahren.

    Denke Patienten wie mich, die quasi keinen festen Arzt haben, gibt es viele.


    Ich glaube sehr viele müssen da sehr selten hin, ist ja keine Schande. Wenn die Ärzte erstmal den Impfstoff bekommen einfach mal fragen ...


    Mir macht das nur Sorgen wie die Praxen das beurteilen und priorisieren sollen, wenn man es in die Praxen lässt, dann muss man von der harten Priorisierung weg, dann muss es flüssiger laufen, nicht so bürokratisch.


    Die Impfzentren/Krankenkassen können ja weiter bestimmte Gruppen abhaken, die haben ja genug Personal.

  • Es gibt auf Sicht von ein paar Monaten mehr als genug Impfstoff. Ist völlig egal, ob Hausärzte erst ihre Frau und Geliebten impfen. Dann kommt Oma Erna halt ne Woche später dran.


    Wichtig ist dann nur noch, dass soviel geimpft wird, wie nur irgendwie möglich. Nicht wer. Die Knappheit ist dann vorbei.

  • Die verdammten Medien mit ihrem ewigen over selling.


    https://www.usinger-anzeiger.d…rat-uber-details_23297594


    Zitat

    Impfungen beim Hausarzt könnten bei der Corona-Immunisierung gegen das Coronavirus den Durchbruch bringen.


    Wobei das in dem Fall von den Lobbyisten zu kommen scheint:


    Zitat

    KBV-Vize Stephan Hofmeister sagte der «Bild»-Zeitung: «Das Impfen in den Arztpraxen wird der eigentliche Game Changer sein. Arzt und Patient kennen sich, es herrscht Vertrauen, das zahlreiche Menschen zur Impfung bewegen könnte.»


    Das einzige wirkliche Problem bei den Impfstoffen ist die Verfügbarkeit. Daran ändert auch nichts, dass man zwischendrin mal ein bisschen Zeit verloren hat, weil Leute, die sich auf einen anderen Impfstoff eingestellt hatten, sich nicht sofort mit dem von Astrazeneca anfreunden konnten - oder es auch nie tun werden - da sind genügend andere. Dass man - die Realisierung zugesagter Liefermengen vorausgesetzt - zum Einsatz von Hausärzten übergehen wird, ist lediglich ein Ausdruck davon, dass mehr Impfstoff verfügbar ist. Hätte die lieferbare Menge von Anfang an die Kapazitäten der Impfzentren überstiegen, hätte man auch andere Strukturen von Anfang an eingesetzt.


    Ich weiß ja nicht, welche bürokratischen Hürden man da aufbauen wollen würde. Mir scheint, es ist nicht zuviel verlangt, dass für jede Impfung die Indikationsgruppe zurückgemeldet wird. Aber welche Stelle hätte Personal und Zeit übrig, um bei dem weichen Kriterium, hohes Risiko durch Vorerkrankung, jeweils zu prüfen? Alles über Stichproben hinaus wäre da zuviel verlangt. Da ist also genug Raum um Bevorzugung bestimmter Patienten unterzubringen, selbst wenn man eine Risikoeinschätzung verlangen würde, und das wird sicherlich passieren. Allein schon im Eigeninteresse um Patienten loszuwerden, die dreimal am Tag in der Praxis anrufen, weil sie geimpft werden wollen.


    Das hier nochmal vollständiger wiedergegebene Zitat von Klaus Reinhardt klingt allerdings eher so, dass die Hausärzte gar nicht erst an die Priorisierung gebunden sein sollen:


    Zitat

    «Sobald wir ausreichend Impfstoff für alle haben, sollten Haus- und Fachärzte auch selbst über die Impfreihenfolge entscheiden dürfen. Sie wissen am besten, welche ihrer Patienten besonders gefährdet sind», sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt der «Rheinischen Post» (Mittwoch). «Zu viele Vorgaben und Prüfverfahren halten uns nur unnötig auf. Das sollten wir unbedingt vermeiden», sagte der Präsident der Bundesärztekammer.


    Beziehungsweise, sobald wir genug haben, warum sollte es da überhaupt noch eine Reihenfolge geben? Also ist schon etwas merkwürdig die Aussage.

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