Beiträge von TrueKraut

    Was der werte Herr Todenhoefer an plakativer Überheblichkeit allein im Charisma und Gebaren rüberbringt, wird nur noch durch seinen infantilen Diskussionsstil übertroffen.

    Ich hab den Eindruck je weniger Ahnung er hat, desto dicker wird aufgetragen. Dazu noch die krampfhaften Verweise auf seine Heldentaten die den schlimmsten Paulaner Tweets in nichts nachstehen. Irgendwie hat das Interview etwas Trump-eskes, nur noch viel biederer weil auf deutsch... *grusel*

    Außerdem reiche es nicht, Verordnungen einfach nur ins Internet zu stellen, man müsse auf die Leute in den Vierteln direkt zugehen

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    Als hier vor 3 Wochen die Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr in Kraft getreten ist, war dies nur auf der Website der Kreisverwaltung nachzulesen. Im lokalen Mitteilungsblatt, welches jeder Anwohner kostenlos und wöchentlich in den Briefkasten gesteckt bekommt wurde die Sperre weder angekündigt noch bekanntgemacht.

    Hier wird dem Bürger schon sehr viel Eigeninitiative zugetraut, vielleicht bin ich auch voreingenommen wenn ich mir vorstellen kann dass Geflüchtete/Migranten oder Rentner nicht selbstständig andauernd die Website der Kreisverwaltung abchecken. Habe es selbst auch nur entdeckt als ich die Gerüchteküche überprüfen wollte.

    Sowas gehört doch als Flyer in jeden Briefkasten oder prominent in jedem Ort angeschlagen, darauf wird aber verzichtet und lieber "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" geblubbert wenn den erwischten die Knolle gestempelt wird.

    Ansonsten ist das natürlich ein weiteres Zeichen, dass Astrazeneca in den USA keine Rolle für die Impfkampagne spielen wird.

    Was wird denn verimpft in den USA? Moderna?

    War über Ostern in der Natur und habe nur irgendwelche Meldungsfetzen mitbekommen. Stimmt es das Astra jetzt nur noch an über 60 Jährige gegeben werden darf obwohl es vorher genau andersrum war?

    Diese erbitterten Grabenkämpfe zwischen dem industriellen und diversen augenscheinlichen Vertretern der globalen Arbeiterklasse haben sich mittlerweile zu einer unterhaltsamen Meta-Ebene hier im Forum entwickelt, köstlich!


    Genau das richtige um sich bloß nicht länger mit den grotesken Darbietungen, die seit geraumer Zeit vom politisch medialen Komplex aufgeführt werden, beschäftigen zu müssen. 8)

    Zitat von Kulturmarxist


    Wenn man richtig hinguckt wird das Ergebnis wohl sein: sozio-ökonomisch. Sah man ja leider auch in den USA und dem UK. Leute mit migrantischem Hintergrund machen leben statistisch häufiger urban, weniger lädnlich und machen öfter prekäre Jobs in denen Distanz und Homeoffice nur schwer bzw gar nicht möglich ist. Die "weiss Schicht" steht da dann statistisch fast automatisch besser da.

    Der Vollständigkeit halber neben dem sozio-ökonomischen Aspekt sollte man auch kulturell bedingte Faktoren nennen. Siehe:

    Sah man auch in Israel in den orthodoxen Vierteln und bei den arabischen.

    Wo viele Leute (mit vielen Kindern)auf engem Raum wohnen wird man schneller krank.

    Logisch eigentlich

    Unter kulturell subsummiere ich auch die in der Pandemie leider nicht hilfreichen Bräuche und religiösen Traditionen, die in anderen ethnischen Gruppen schon in normalen Zeiten völlig unbeirrt abgehalten werden. Die freikirchliche Gemeinde im Nachbardorf, die arabische Hochzeitsgesellschaft und die ultraorthodoxen Großfamilien in Israel und anderswo sind es längst gewohnt ihr eigenes Ding zu machen und voller Stolz ihre eigenen Regeln in der vom guten Pfade längst abgekommenen Mehrheitsgesellschaft zu vertreten.


    Angehörige der Community werden eher familiär behandelt und das sorgt natürlich auch für viel "unnötige" Nähe etc.

    Während der woke klischee Hipsterstudent den Kontakt zur Kernfamilie völlig einstellt und twittert, dass er sich schon befremdet von alten Fotos fühlt wo noch Leute ohne Masken zu sehen sind, werden Themen wie Familienfeiern zB woanders nicht so flexibel ersatzlos verschoben.
    In Jerusalem hat die orthodoxe Gemeinde einen verstorbenen Würdenträger selbstverständlich öffentlich zu Grabe getragen, ca. 500 Gemeindemitglieder, ohne jede Schutzmaßnahmen. Das war als dort gerade die Impfkampagne anlaufen sollte und der Verstorbene selbst in seinen Predigten die Menschen dazu ermuntern wollte die Maßnahmen mitzutragen. Hier handelt es sich ja zB um eine traditionell konservativ-religiöse Gruppe, die sich bewusst von weltlicher Arbeit distanziert und die ihr Leben nicht aus der Not der Diskriminierung unter diesen Umständen lebt.

    Gerade gewisse Bubbles die sich gerne als Speerspitze der sozialen Gerechtigkeit verstanden wissen, halten sich bei diesen Aspekten oft vergleichsweise bedeckt, weil das Konzept der klassischen Opfergruppenzugehörigkeit seine Widersprüchlichkeiten offenbart.

    Zitat

    - Digitaler Impfpass

    Haben wir echt keine Unternehmen in Deutschland die sowas hinbekommen? Da hätten wir doch wieder was zu exportieren!


    Junge junge IBM... bei Commodore ist sicher keiner mehr rangegangen..

    Ich lebe in der Provinz und in meinem Leben ist die Pandemie bisher wirklich nur durch die Lockdown Maßnahmen in Erscheinung getreten. Ich kenne 2, 3 Leute die infiziert waren und die sich im Nachgang sehr wenig beeindruckt vom Virus gezeigt haben.

    Jetzt kann man sagen und wird auch recht haben: "Die haben Glück gehabt!", aber es ist wie beim Klimawandel. Ich lese wirklich viele und diverse Medien und bin an politischen Nachrichten immer interessiert. Beim Thema Covid hab ich mittlerweile was die Gefahrendebatte angeht völlig den Überblick verloren. Morgens zur Unzeit vibriert die SPON Eilmeldung mit den RKI Zahlen und wenn man das liest wundert man sich, dass draußen noch einer die Briefkästen leermacht.

    Ich persönlich komme klar weil man im dünn besiedelten Raum vergleichsweise viele Dinge tun kann, die jeder mit sich selbst vereinbart und niemandem was schuldig bleibt.

    Ich muss aber auch zugeben das sich in meinem Bekanntenkreis viele mittlerweile bedenklich kritisch gegenüber allem Maßnahmen, insbesondere der Impfung äußern weil sie überhaupt nicht mehr wissen was gespielt wird. Ich bin seit November im HO und hab Zeit mir jeden morgen erstmal den Pressespiegel zu gönnen während viele seit einem Jahr jeden Tag wie immer ihre Schicht in der Papierfabrik wegschuften. In der Realität vieler Bekannter besteht zZ der Alltag nur noch aus Lohnarbeit und zuhause sitzen und der ganze Ausgleichsaspekt, der das Leben interessant gemacht hat, im Sinne der Freizeitgestaltung ist einfach weggebrochen.

    Das ist schwer zu vermitteln wenn nicht im Haus gegenüber jeden morgen die Leichen herausgekarrt werden, um es mal polemisch auszudrücken.

    Ist halt wie beim Klimawandel :/

    Jeder Bürger hätte die Wahl, ob beim Hausarzt oder auf einer Regierungswebseite, anzukreuzen, ob er seine Impfung für die Unterstützung der ärmeren Länder um 1-2 Jahre aufschieben will, oder nicht.


    Ich glaube, dass jeder von uns sich das Ergebnis denken kann, aber dann wäre wenigstens die Wahrheit glasklar zu sehen.

    Das ist ne super Idee. Dieser ganzheitliche Gerechtigkeitsgedanke setzt ja voraus das sich quasi alle Erdenbürger über diesen Begriff einig wären. Wenn die EU jetzt anfängt jede AZ Lieferung nach irgendeinem Schlüssel gerecht auf benachteiligte Kontinente aufzuteilen wird man sich außer gutem Willem am Ende nichts ins haben Heft schreiben können. Die USA werden einfach keine Ampulle rausrücken bis die Produktion den eigenen Bedarf mehr als gedeckt hat und das sollte zunächst der einzige Fokus in den Ländern sein, die einen Anteil an der Produktion haben.

    Wenn UK oder die Amis mit der Impfung wirklich zurück in "normale" Verhältnisse kommen und wir in der EU dann noch nicht mal bei der hälfte sind, wird sich kaum einer damit zufrieden geben das man wenigstens keinen Impfnationalismus betrieben hat. Ich denke viele Leute auch hierzulande wüssten erstmal wieder gerne wann sie wieder ohne staatliche Almosen ihren Kühlschrank füllen können. So schlimm es sein mag, aber jeder ist sich selbst der nächste.

    Man darf gespannt sein wie sich die nächsten Wochen entwickeln. Im Prinzip wird jetzt langsam die Bude wieder aufgemacht obwohl sich im Vergleich zum 11.2020 wenig geändert hat. Geimpft ist zum Glück wenigstens der Teil der Bevölkerung der sehr alt und damit gefährdet ist.
    Das man mit über 90 jetzt nicht mehr die Mobilität einer Panzeraufklärungsabteilung hat, bei der man uU zu jüngeren Jahren mal Mitglied war, ist auch klar. Die schlimmen Ausbreitungen in den Altenheimen wurden wahrscheinlich eher durch Vertreter der weniger betagten Generationen hereingetragen, die ja jetzt auch schon ne Nadel im Arm gehabt haben sollten.


    Für den gesunden Durchschnittsmichel ist aber noch kein Licht am Ende des Tunnels. Hier und da werden jetzt vlt mal ein paar Schnelltests locker gemacht damit man sich ein paar Stunden in Sicherheit wähnen kann. Meiner Meinung nach brettern wir mit Sicherheit in die nächste Welle weil es halt nicht schnell genug geht auch die "gesunden" zu impfen, die zwar angeblich nicht viel zu befürchten haben, aber doch stabile Inzidenzen liefern werden. Aus Arbeitgeberkreisen ist mittlerweile der passiv aggressive Vorschlag zu vernehmen, man wolle dem Impfgeschehen in Eigeninitiative Starthilfe geben. Das kann sich eine Sparkassen Gruppe oder die Allianz erlauben. Wenn man nicht demnächst die Biergärten und Shisha Bars öffnet, ist zu befürchten das die weniger Schlipstragenden Bevölkerungsgruppen ohne Rücksicht auf ihre Rentenansprüche in die Parks und auf die Liegewiesen pilgern. Je robuster die Reaktion des Souverän, desto schneller sinkt die Akzeptanz für irgendwelche Maßnahmen.

    Die Lösung muss sein: Her mit dem Impfangebot! (und dann hoffen wir mal das sich die Mutanten keine Kapriolen leisten bis zur Wahl..)

    Aus meiner Sicht nimmt die Markwirtschaft hier durch große finanzielle Zuwendungen des Staates kommandowirtschaftsartige Züge an. Hätte man eine Pharmaindustrie ohne Patentschutz müsste die Forschung noch stärker durch die Öffentlichkeit finanziert werden und diese müssten auch die ganzen Investitionen in Studien zu Sicherheit und Wirksamkeit tragen, so dass die Situation unter den Pandemie-Bedingungen am Ende gar nicht so unterschiedlich dazu ist. (Was anderes sind natürlich die Profite, die aus diesen Impfstoffen gezogen werden.)


    Sieht man sich die bisherigen Ergebnisse der EU Verhandlungen und der deutschen Politik beim Thema Impfstoff - Beschaffung, - Auslieferung/Bereitstellung an, oder die Terminfindungskonzepte für die Risikogruppen, so kann man echt froh sein das der Stoff wenigstens von der kommerziellen Wirtschaft entwickelt wurde. JA mit Geld vom Staat - aber gemessen an den bisherigen Beratungsausgaben im Verteidigungsministerium zB. kann man ja hier noch von einem glücklichen Zufall sprechen, das mal die richtigen Forscher mit der Finanzgießkanne getroffen wurden.

    Die Wirtschaft ist zur Zeit in allen Bereichen wesentlich weiter Entwickelt als die politischen Akteure und das wird von erster Partei auch immer wieder ausgenutzt um sich in Brüssel die Taschen mit halbgaren Deals vollzumachen. Wenn die Linkspartei Biontech wie "geplant", das Patent dem Eigentümer entzogen hätte, wären jetzt sicher nicht mehr Leute geimpft.

    Geht man von den Prognosen Lauterbach aus, können die beschäftigten der öffentlichen Kulturangebote, Gastro und Tourismusbranche anscheinend alle auf einen Beruf im Pflegesektor umschulen.

    Das uns der Maschinenbau oder Kfz Industrie aus dem Loch ziehen wird, sehe ich auch nicht wirklich. Kann ja heiter werden..

    Eigenkorrektur: Scheinbar wird uns die Industrie aus dem Loch ziehen, seit Covid19 scheint es jetzt doch sogar noch besser zu laufen.


    Konjunktur: Deutsche Industrie wächst kräftig – Chinas Industrie schwächelt (msn.com)

    Das Konzept Verweilverbot ist für mich schon Hitverdächtig in der Kategorie "wie verhalte ich mich als souverän maximal kontraproduktiv?"

    Da hat wieder einer den ganz großen Wurf gelandet.