Bundestagswahlen 2021

  • Also ich bin ja weder Formel 1 oder Vettel Fan, aber soweit ich das mitbekommen habe hat Vettel sein "grünes Gewissen" gerade erst vor einiger Zeit durch Greta/FFF entdeckt, man konnte vor einiger Zeit solche Sachen hier lesen...

    ...und ihm scheint auch irgendwie halbwegs klar zu sein das er als Formel1 Fahrer bei der Geschichte komisch rüberkommt...

    ...aber so generell finde ich das ganze jetzt eigentlich sogar eher ein gutes Beispiel dafür wie Greta/FFF tatsächlich Leute dazu bewegen kann umzudenken, auch einen Formel 1 Fahrer wie Vettel konnte sie zum umdenken bewegen, auch wenn das vllt noch eher halbgar ist, der Grundgedanke ist anscheinend angekommen.


    Das er jetzt seine Autosammlung aus den alten Petrolheadzeiten unter anderem deshalb verkauft passt da doch irgendwie noch ins Bild.

    Ich schaue regelmäßig F1, aus alter Gewohnheit. Ich verurteile ihn nicht. Er steht irgendwie perfekt stellvertretend für uns alle.

  • Die Selbsterfahrungstruppe macht den Eindruck einer alternativen, psychologischen Gesprächstherapie im ambienten Umfeld, wenn es um Macht geht agieren sie wie Polit-Offiziere : )


    Songstelle:


    Wo fing das an, was ist passiert?

    Was hat dich bloß so ruiniert?





  • Der Winfried möchte uns doch nur vor monatelangen Lockdowns schützen!

    Ganz sicher wird er ein fehlerfreies, topsicheres System nachreichen mit dem man vorher weiß, dass man nachher monatelange Lockdowns gehabt hätte...



    Das Notstandsprotokoll der Chinesen wie es Fefe beschreibt hat da was für sich.

    So ein Notstand ist vielleicht gar keine soo attraktive Sache mehr wenn man das Heft des Handelns aus der Hand geben muss.

  • Von Biden lernen heißt siegen lernen. Ab in den Keller mit ihr.

    Wo die bei der Zeit nur immer ihre Experten her bekommen

    Zitat

    In diesem Wahlkampf gibt es keine Amtsinhaberin, drei Kandidaten konkurrieren ums Kanzleramt.

    ZEIT ONLINE: Welche Folgen hat das für den Wahlkampf?

    Von Sikorski: Tritt ein Amtsinhaber erneut an, kommen Angriffe überwiegend von Herausforderern. Konkurrieren dagegen mehrere Herausforderer um ein zu besetzendes Amt, attackieren diese sich vermehrt gegenseitig.

    Spezialexperte politische Psychologie. Loriot hätte "Ach" gesagt.

  • Holy shit!


    Nein, das ist nicht die WELT oder die FAZ, sondern die gemeinhin als grünes Hausblatt gesehene taz:

    Vorwürfe gegen Annalena Baerbock: Es ist vorbei, Baerbock!

    Baerbock ist an ihrem Ehrgeiz gescheitert und kann die Wahlen nicht mehr gewinnen. Wenn sie das Klima retten will, sollte sie an Habeck abgeben.


    [...] Baerbock ist an ihrem eigenen Ehrgeiz gescheitert. Die Umfragewerte sind im freien Fall. Wenn es in diesem Tempo weiter abwärts geht, dann landen die Grünen dort, wo sie auch 2017 waren: bei knapp neun Prozent. Nicht nur für die Partei wären die Arbeit und die inhaltliche Neuaufstellung der letzten drei Jahre dann umsonst gewesen, denn nach einer Regierungsbeteiligung sähe es bei schlechten Ergebnissen nicht mehr aus. Vor allem für das Klima wäre es katastrophal, denn jedes Jahr zählt jetzt dreifach.

    Wenn Baerbock also etwas am Klima und der Zukunft der kommenden Generationen liegt, dann sollte sie ihre Kandidatur so schnell wie möglich an Habeck abgeben. Sieht sie es nicht ein, dann liegt es jetzt bei den einflussreichen Parteigranden ihr klarzumachen: Es ist vorbei, Annalena! Vielleicht wäre sie eine gute Kanzlerin geworden, doch dafür müsste sie zuerst ein hohes Ergebnis für ihre Partei erreichen. Sie kann diese Wahlen nicht mehr gewinnen, dazu ist ihre Glaubwürdigkeit zu stark beschädigt.[...]

    Habeck hat alles, woran es bei Baerbock mangelt. Er hat Wahlen gewonnen, bringt Regierungserfahrung mit, kann frei und ohne ständige Versprecher reden und hat auch noch seine Bücher selbst geschrieben. Vor allem aber verfügt er über das wichtigste Gut bei einer Wahl: Glaubwürdigkeit. Aus feministischer Sicht ist es bedauerlich, dass Baerbock gescheitert ist. Für die Sache der Frauen bedeutet es einen Rückschlag.

    Doch man muss auch zur Kenntnis nehmen, dass Gleichstellung bedeutet, die Frau bei gleicher Qualifikation vorzuziehen. Baerbock und Habeck waren nie gleich gut qualifiziert. Für Baerbock ist diese Kandidatur zu früh gekommen, sie ist zu jung, zu unerfahren und politisch zu unreif. Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas schiefgeht, ist überproportional groß. Und es ist ein gefundenes Fressen für jene, die Frauen ohnehin weniger zutrauen. Mit ihrer Selbstüberschätzung hat Baerbock dem Feminismus einen Bärendienst erwiesen.

    Fragt sich, ob das nur die Einzelmeinung einer Baerbock-Kritikerin ist, oder ob das in der Partei auch so gesehen wird...


  • Ja, selbst der Postillon ist schon so weit...

  • Aber hat sie deshalb unrecht?

    Schwer zu sagen. Tatsächlich war ich ursprünglich mal sehr für Habek als Kandidat. Der hat nun einmal den Charismabonus und ich weiß, dass Sympathie bei vielen Menschen eine Wahlentscheidung beeinflussen kann.
    Habe im meinem Umfeld aber einige Grünen-Insider, die mir damals schon sagten Baerbock wäre fachlich richtig gut und könnte den Job realistisch gesehen bessser machen. Die Argumentation jemanden voranzustellen, die sachlich informiert auftritt und eben nicht nur Phrasen drescht, fand ich dann auch irgendwo überzeugend und ehrlicher.

    Ob damit aufs falsche Pferd gesetzt wurde, bleibt noch zu sehen. Bislang konnte ihre Stärke erfolgreich untergraben werden, indem eben niemand wirklich über die Programmpunkte und Parteien hinter den Kandidaten redet. Aber es gibt doch einige Punkte, die wir hoffentlich bis zur Wahl noch anschneiden werden.


    Stichwort Glaubwürdigkeit: Lebenslauf aufschönen macht jeder (habe ich im Praktikum wirklich viel über "Projektmanagement und Dokumentation" gelernt, während ich etliche technische Zeichnungen ausgedruckt und eingeheftet habe?). Dass es so ist, finde ich nicht unbedingt gut, aber jeder Bewerbungsratgeber wird dir Tipps geben, dich möglichst gut zu präsentieren und alle wissen das.
    Dazu ein wenig Abschreiben bei einem nicht-Sachbuch... es galt schon immer "no creation without inspiration" und so lange jemand mehrere Ideen aufbereitet und kondensiert präsentiert, sehe ich da absolut kein Problem, selbst wenn die Ideen ursprünglich nicht die eigenen waren.

    Müssen wir mal schauen, wie lange und stark das jetzt hängen bleibt, aber ich denke das ist überwindbar, wenn der Fokus auf die eigentlichen Themen gelegt wird, wie z.B. Digitalisierung, Gesundheit/Ernährung, Klimaschutz etc. Da müsste eigentlich die Glaubwürdigkeit der CDU komplett zusammenbrechen, wenn man die Folge zur Klimaschmutzlobby ernst nimmt.


    Landwirtschaftsreformen? Tierwohl? Abbau von schädlichen Subventionen, Verbot von nachweislich schädlichen Zusatzstoffen, Zuckersteuer, oder eine Kennzeichnungspflich für einen Nutri-Score (der übrigens so aufgeweicht ist, dass er ohnehin nichts aussagt)? Bei unserer Nestle-Ministering Klöckner alles nicht drin... und die wird als potentielle Gesundheitsministerin gehandelt? Da können sich sich die Pflegekräfte schon mal freuen<X


    Und kriegen wir die Verkehrswende mit den Leuten hin, die das Maut-Debakel verursacht haben, die konsequent auf jeden Quatsch und technischen Hype aufspringen und eine Reduzierung des Gesamtverkehrs nicht als sinnvoll erachten?

    Während Schulen Sanierungsbedürftig sind, so dass einige dort nichtmal aufs Klo gehen wollen, hängen Milliarden von Fördergeldern seit Jahren in irgendwelchen Hilfsfonds rum, die nie abgerufen werden. Das selbe gilt für die Digitalisierung, mit den zur Verfügung gestellten Milliarden könnte man doch mal eine Taskforce einrichten, die den Prozess vereinfacht und unterstützt statt zu sagen "dafür sind halt die Schulen zuständig". Das ist doch alles lange bekannt und nach 16 Jahren CDU lässt sich nur schwer eine positive Bilanz ziehen, außer man schaut nur auf Aktienwerte.


    Vielleicht bin ich zu naiv, aber ich denke die Baerbock kann da noch was reißen. Die aktuellen Umfragen würde ich auch nicht zu stark bewerten, zumal es fraglich ist, wie hoch die Zustimmung denn im Höhenflug überhaupt war. Das ist ja je nach Fragestellung, Tagesform und Interpretation dann doch sehr unterschiedlich.

  • wenn der Fokus auf die eigentlichen Themen gelegt wird, wie z.B. Digitalisierung, Gesundheit/Ernährung, Klimaschutz etc. Da müsste eigentlich die Glaubwürdigkeit der CDU komplett zusammenbrechen, wenn man die Folge zur Klimaschmutzlobby ernst nimmt.

    Ja klar müsste sie das. Aber dass der deutsche Wertejournalismus, der sich jetzt schon so schön auf die sommerlochfülllenden, klickmächtigen Empörungswellen über irgendwelchen Polit-celebrity-Quatsch eingeschrieben und -gesendet hat, jetzt plötzlich auf die letzten Monate vor der Wahl noch anfängt, erntshaft über Ihnalte zu berichten, kann ich mir leider beim besten Willen nicht vorstellen.


    Ist ja nicht so, als gäbe es gerade nicht genug absolut inhaltliches an Laschet und seinem korrupten Club Deutscher Unternehmer zu kritisieren.


    Ich verspreche mir allerdings auch von einer grünen Kanzlerschaft - völlig egal ob die jetzt Baerbock oder Habeck hieße - keine ernsthafte Verbesserung - jedenfalls nicht wenn die Grünen nur dann in eine Bundesregierung kommen werden, wenn die mit den Klimazerstörungs- und Industrielobbyparteien der Union koalieren müssen. Und dass wir im September Grün-Rot-Rot bekommen, kann man wohl schon alleine deshalb getrost ausschliessen, weil die LINKE sich im moment alle Mühe gibt, an der 5%-Hürde zu scheitern.

  • sagten Baerbock wäre fachlich richtig gut und könnte den Job realistisch gesehen bessser machen

    Welches Fach? Völkerrecht ist für Bindeskanzler eher hinderlich, da wäre dann nix mit plausible deniability. Das klingt eher nach parteiinterner Propagandaabstimmung/Sprachregelung/Kommunikationsstrategie.



    Bislang konnte ihre Stärke erfolgreich untergraben werden, indem eben niemand wirklich über die Programmpunkte und Parteien hinter den Kandidaten redet.

    Die Stärke von ACAB? Ausser dass sie aus dem grünen Kaderprogramm im Laufschritt zur Atlantikbrücke marschieren kann?


    Im Lebenslauf darf man sich schon gut präsentieren, aber eben nicht seienr Fantasie freien Lauf lassen.


    Zum Buch bzw. "Niemand schreibt ein Buch allein" sollte sie auch mal mit einem gewissen Schweinebauern reden.


    Zu den ganzen Sachthemen wüßte ich gern den Op-Plan für den Angriff auf die Union, der den Grünen die Gunst des zukünftigen Koalitionspartners nicht komplett versaut. Denn wenn die Grünen ehrlich sind ist doch eine Zusammenarbeit mit der Linken völlig ausgeschlossen, bestes Beispiel ist dieser olivgrüne Schwabe mit türkischem Nachnamen der sich einen Ruf als Erdoganfeind und Russenfresser erarbeitet hat, den hätte FJS zu seinem Verteidigungsminister gemacht. Rot Grün nur mit der SPD... in einem anderen Universum vielleicht.

  • Wenn ich da z.B. sowas lese, frage ich mich schon wie Laschet damit durchkommt, ohne seine Glaubwürdigkeit abzugeben: https://www.n-tv.de/politik/La…isch-article22662186.html


    Zitat

    "Warum soll ein Elektro-Fahrzeug, das keine CO2-Emissionen verursacht, nicht schneller als 130 fahren dürfen? Das ist unlogisch"


    Das einzige was hier unlogisch ist, ist die Aussage von Herrn Laschet.

    1. verursachen Elektrofahrzeuge noch Emissionen, so lange der Strommix nicht komplett grün ist und das wird noch dauern. Und selbst dann sollten wir nicht unnötig verschwenderisch damit umgehen, denn
    2. steigt auch für Elektrofahrzeuge der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Also doppelt so schnell fahren, braucht mindestens die vierfache Leistung. Wieso mindestens? Mehr Leistung benötigt stärkere Motoren, gößeren Akku, bessere Leistungselektronik und Kühlung, etc... das bringt immer zusätzliches Gewicht zum rumkutschieren und erhöht den Ressourcenverbrauch bei der Herstellung.
    3. Machen auch Elektroautos bei schneller Fahrt viel Lärm. Bei niedrigem Tempo überwiegt das Motorengeräusch, später machen Rollen und Luftreibung den Großteil aus und wir verspielen komplett den Vorteil von leisen Elektromotoren.
    4. Sicherheit? Weniger Unfälle? Menschenleben? Materialschäden und Reperaturkosten?
    5. Weniger (Brems-)Staus und besserer Verkehrsfluss mit insgesamt höherem Personendurchsatz?
    6. Wird somit im Durchschnitt das einzige Argument für unbegrenzt (wer will, kommt schneller an) ins Gegenteil verwandelt. Die meisten Menschen kämen schneller an, denn wie Laschet selber sagt:
    Zitat


    "Im Übrigen liegt auch heute schon die durchschnittliche Geschwindigkeit auf Autobahnen bei Tempo 117"

    Also schonmal 6 gute Punkte dagegen werden verschwigen (oder sind nicht bekannt, was auch kein gutes Licht auf ihn wirft) und seine Aussage der emissionslosigkeit ist auch noch strikt falsch. Sowas finde ich ja persönlich zig mal schlimmer, als jegliche Plagiatsaffäre.


  • also wenn sogar der sigmar sich genötigt fühlt sowas zu sagen ist das wahrlich ein schlechtes zeichen.


    ich glaube aber wirklich einer der wichtigsten punkte den baerbock gerade im begriff ist zu versauen ist zu demonstrieren, dass sie eine starke, durchsetzungsfähige person ist. und das gilt dann halt auch völlig unabhängig davon, ob man die inhalte der grünen jetzt gut oder schlecht oder nicht weit genug gehend findet oder sonst was. wer sich solche fehler leistet und so schwach mit dem medienwirbel darum umgeht, der vermittelt auch nicht den eindruck, er würde sich in koalitionsverhandlungen oder dann als kanzlerin in verhandlungen mit unternehmen/anderen staaten etc durchsetzen. warum soll ich das also mit meiner stimme belohnen?

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