Diskussionen zu Interessanten News, Sendungen, Links und sonstigen Aufregern des Tages

  • Nachtrag (ohne dss Thema jetzt endlos breittreten zu wollen)


    Natürlich gab es im Metal auch in den 80ern viel martialische Grütze, ohne Frage. Aber es war halt noch wirklich RocknRoll - da haben Metaller , Punks, Skater und Hardcorler viel gemeinsam abgehangen und auch immer wieder Musik und linke Ideen ausgetauscht. Und sowas wie Slime und gegen das System, Bullen und Armee sein war allgemeiner Konsenz. Aussenseiter. Heute ist es kleinbürgerlich-miefige Unterhaltungsindustrie, wo die entsprechende jeweilge Spinal Tap Variation ihr jährliches Produkt für angepasste Leute aus der gesellschaftlichen Mitte abliefern muss. Ich habe da aus diversen Kanälen tendentiell fast schon bürgerlich-rechteskonservativen Sche*ss vernommen (Waffen/Armee/sich verteigen etc). Das kenn ich so nicht im geringsten von früher.


    Ich erinner mich noch an die vorletzte Erste Mai Demo - da lief auch ein einsamer mittelalter Kuttenträger mit rum. Wir kamen etwas ins Gespräch weil ich meinte, dass wenigstens einer noch klar Position bezieht. Er meinte auch: Wacken kannste ordentlich in die Tonne kloppen, dass ist die jährliche Tour für komplett entpolitisierte Leute mit Bausparvertrag und gesicherter Existenz.


    Aber naja, ich will aber auch wirklich keinem seine Mucke madig reden. Deswegen erstmal schönen Sonntag zusammen. Ich kuck jetzt Magenta Wacken TV. Küsschen aufs Nüsschen.

  • Und Lemmy war ein Nazi, weil er Devotionalien gesammelt hat? :/

  • Und Lemmy war ein Nazi, weil er Devotionalien gesammelt hat? :/

    Was hat eine alte RocknRoll Band mit Pathos-Show-Metal zu tun?

    Du schiesst (höhö, freudscher Verschreiber) komplett an meinem Punkt vorbei und stellst einen komplett schiefen Vergleich auf. Sind wir etwa Fan? ;)


    Falls du dich auf die Ästhetisierung bezogen haben solltest:

    Kuck dir das von mir verlinkte Viedeo an.

    Oder tu dir Aussagen wie dir hier zu gemüte:


    "Warum gibt es einen Song namens „Panzerkampf“? Pär: „Weil unsere Fans das mögen. Panzer, mehr Panzer und noch mehr Panzer!“" (Quelle)


    Dann singt lieber über Koks und Nutten und macht euch Haarspray rein, Jungs.


    Zu Motörhead noch:

    Bestimmt war Kilmister ne coole Sau. Ich habe aber ernsthafte Probleme damit, alles als "cool" abzunicken, nur weil das irgendein "Idol" gemacht hat. Wenn mein imaginärer Nachbar xyz so einen dummen Mist sammeln sollte, wäre das für mich genauso grenzwertig wie wenn es ein obercooler Mr Rockgod gemacht hat. Hört doch mal mit auf, Menschen auf irgendein Podest zu stellen und sie damit ausserhab moralischer Kategorien zu stellen. Es spricht natürlich deutlich für ihn, dass er permament klar Stellung zu vielen Dingen bezogen hat. Aber auch kluge Menschen können grenzwertige Macken haben. Auf Orgasmatron und 1916 etc können wir uns natürlich einigen. Trotzdem entschuldigt das keineswegs das Rumposieren mit Eisernem Kreuz etc.


    Und nus gut, bitte. Ich hab keine Lust die Metal Hammer Ausgaben der letzten 30 Jahre abzuarbeiten. Kann sich ja jeder seinen Teil zu meiner Position denken, ob in die eine oder andere Richtung.

  • Lemmy war mehr Punk als alles andere. Sabaton sind eine Power Metal-Band mit Texten, die Kriegsgeschichte zum Inhalt haben. Du kannst dir deine kleine Welt ja schönreden und Sabaton in die rechte Ecke stellen, nur hat das mit der Realität nichts gemein.


    Soll ich Negativ-Beispiele auflisten? Bands, die Krieg und Terror verherrlichen? Ich bin seit fast 40 Jahren Metalhead, ich habe mich viel mit den Bands und ihren Texten auseinandergesetzt, und ich würde niemals eine Band nur nach ihrer Bühnenausstattung beurteilen, dir fällt das offensichtlich sehr leicht.

  • Bitte, wirklich - ich habe deine Sabatons doch nirgendwo als rechts bezeichnet.

    Du musst deine Helden nicht vor mir verteidigen.

    Ich weiss, dass "eure" Szene sich sehr ernst nimmt und wollte dich auch nicht in deiner würdigen Ehre als Metalhead kränken.


    Davon ab: Wenn ich Menschen, Gruppen, Inszenierungen nicht nach ihrem Auftreten und ihrem bewusst inszenierten Wirken in der Öffentlichkeit beurteilen soll - wonach denn dann? Ihrem Horoskop? Dem Lieblingsmüsli?


    Ich höre von Discharge über Elektro über Folk über Neue Musik über Pop über Jazz und auch Metal und generell all so altem und auch manchem neuen Gitarrenzeugs so ziemlich alles, was mir in dir Finger kommt. Wenn das für dich "kleine Welt" seine soll - nun ja.


    Und wenn ich was blöd finde, dann ist das nunmal so eine Ritter der Kokosnuss-2.0-Truppe. Sorry - Ist meine Meinung, du hast eine andere. (Dafür darfst du auch Iggy gerne nen Arsch nenen - gut möglich dass er einer ist, who knows) Vollkommen ok, müssen wir beide mit leben. Und nu is wirklich EoT pour moi.

  • Ich find ja vor allem das Konzept genial erstmal die Kommunen mit Geld zu versorgen, und dann übergeordnete Strukturen, aber da kann jeder mitnehmen was er will aus dem Artikel:


    Nun ich hab mir die Studie gerade mal angeguckt. Holy moly, das ist ja ein ganz schönes Datenfestival:


    https://www.sciencedirect.com/…cle/pii/S2666551421000036


    (wer Access braucht, einfach privat klingeln)



    All diese Elemente kombinierten die Forscher zu einem Wert, der zumindest ungefähr erfasst, was die einzelnen Leute im Kopf haben.

    Interessant, wenn man das auf die Lesekompetenz (bzw. die ideologische Attitüde, mit die er es gelesen hat) des FAZ-Authors überträgt. Denn wie du ( Marner schon richtig angemerkt hast, kann jeder etwas aus dem Artikel mitnehmen.) VIelleicht lohnt sich ja zumindest ein Blick in das Summary der Studie:



    Scheint mir so, als wäre die Grundaussage, die die Publikation treffen wollte gar nicht die, mit der in der FAZ getitelt wird. Geht eher um die (meiner Ansicht nach relativ logischen und wenig verwunderlichen) These, dass Leute mit mehr Grips und Einkommen auch besser und gewillter darin sind, ihr Einkommen vor dem Fiskus zu schützen - nicht einmal zwingend durch "Arbeitsflucht".


    Die FAZ ist schon ein lustiger Laden, die sollen eher wieder das Biologie-Thema der HU bedienen, da sind sie wissenschaftlich sehr solide ;)

  • *Wall of text*

    Ja glaubst du, ich bin naiv und habe keine Ahnung, woher die erhöhten Preise kommen? Lobbyisten regieren dieses bunte Land, kein Parlament. Nichtsdestotrotz steigt meine Stromrechnung nur noch: Energieverbraucher werden immer sparsamer, wir speisen immer mehr EE in die Netze ein, meine Stromrechnung kennt aber nur einen Weg: Steil nach oben.


    Es ist mir scheißegal, wer der Verursacher ist: Ich bin nicht bereit, die höchsten Strompreise weltweit zu zahlen: Paris ist eine Farce: Wir schalten fossile Energien ab und China plant Neubauten in 100facher Höhe. Das geht mir gewaltig gegen den Strich und diese Meinung vertrete ich, ob dir das gefällt oder nicht.

  • Also wenn ich dich richtig verstehe hast du verstanden das du verarscht wirst...und das die Schuld nicht bei den EE liegt...aber trotzdem springst du auf den Anti EE Propagandazug auf und hilfst damit den Leuten die dich und mich (und alle anderen) verarschen von den eigentlichen Ursachen abzulenken...kann echt nicht verstehen warum du das machst, kannst du mir das nochmal erklären?

  • Ist ein Unterschied zu, ich wünschte, ich wäre schon als Kind in die Investment-Kultur eingeführt worden.

    Auf der einen Seite politisch für eine Niedrigzinspolitik zu argumentieren (und damit in Zusammenhang des Inflationsziels der EZB von 2% quasi garantierete negative Realzinsen am Sparbuch), und auf der anderen Seite Leute dafür sozial zu ächten, dass sie Investments tätigen, ist entweder dumm oder perfide. Da gibt es für mich keine andere Option.

    Inflationsindexierte deutsche Staatsanleihen sind anscheinend eine andere Option, wenn keine pösen, pösen AGs profitieren sollen. Nicht so liquide, glaube ich. Keine Ahnung. Finanzielle Bildung spielt ja keine Rolle im Schulsystem und Leute wie du sorgen dafür, dass es so bleibt.

    ¯\_(ツ)_/¯

  • Auf der einen Seite politisch für eine Niedrigzinspolitik zu argumentieren (und damit in Zusammenhang des Inflationsziels der EZB von 2% quasi garantierete negative Realzinsen am Sparbuch), und auf der anderen Seite Leute dafür sozial zu ächten, dass sie Investments tätigen, ist entweder dumm oder perfide.


    Wo ist denn da der Zusammenhang? Das Inflationsziel der EZB hat sich seit ihrer Gründung nicht verändert und orientierte sich an dem, was zuvor schon die deutsche Bundesbank als Zielvorgabe hatte.


    Die Niedrigzinspolitik der EZB (die jetzt sowieso allmählich aufgegeben wird) hat mit der derzeitigen, hohen Inflationsrate überhaupt nichts zu tun. Sie lief schon in Folge des Übergeifens der Finanzkrise 2008 auf die Eurozone - parallel zu den Maßnahmen der US Federal Reserve. Die Inflation der Verbraucherpreise hat das aber völlig unberührt gelassen. Die ist erst so stark angezogen, seit die Pandemie die Lieferketten gestört hat, und sie wird jetzt dadurch verschärft, dass dem Wertewesten als Antwort auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nichts blöderes eingefallen ist, als den Krieg mit Waffenlieferungen zu verlängern, und sich währenddessen selbst mit einem Wirtschaftskrieg gegen Russland ins Knie zu schießen.


    Andererseits kannst Du Dich natürlich darüber beklagen, dass Dein Geld auf "dem Sparbuch" keine Zinsen abwirft, oder dass die von der Inflation real aufgefressen werden. Aber in welchem Grundgesetz, oder in welcher UN-Charta steht eigentlich, dass jeder freiheitlich-demokratische Bürger ein Menschenrecht darauf hat, ein kleiner Kapitalist zu sein, indem er in Aktien von "pösen pösen AGs" investiert und somit selbst Teil der "pösen AG" wird, um sich fortan mit der leistungslosen Vermehrung seiner Ersparnisse an der Arbeit anderer Leute zu bereichern?


    Wenn Du Kapitalismus OK findest, dann musst Du halt damit leben, dass investiertes Geldkapital nicht auf Bäumen wächst und dass es in dem Moment seinen Wert verliert, wo nicht mehr genug dafür gearbeitet wird, dass es sich rentiert.

  • Und was soll damit jetzt bewiesen sein?


    Es bestreitet doch keiner, dass man auf normale Spareinlagen bei der Bank schon lange keine Zinsen mehr bekommt,, bzw. dass man dafür seit einigen Jahren sogar noch was bezahlen muss.

    Ich bestreite, dass es ein irgendwie einzuforderndes Recht auf Zinsen gibt.


    Du hättest halt gerne, dass DEIN Geld seine Kaufkraft dauerhaft behält (selbst wenn die Währung in der es vorliegt insgesamt an Wert verliert) ohne dass Du etwas dafür tun musst. Aber das bedeutet dann eben, dass irgendjemand anders für den Erhalt DEINER Kaufkraft arbeiten muss.

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