Kapitalismus

  • Man hat Ziele im Leben, man möchte reich, berühmt, angesehen etc. werden

    Und weiter geht das absurde Märchen welches einige gierige Typen seit Jahrzehnten der breiten Masse einreden wollen und inzwischen so tief drin stecken, dass sie selber ihr Märchen längst glauben.


    Für die meisten Menschen sehen die Ziele eher so aus, einen Job zu finden, den man nicht völlig Scheisse findet, einen Partner zu finden, mit dem man gut und gerne länger zusammenbleiben möchte, weil man sich tatsächlich sehr mag, Kinder zu bekommen und zu netten Menschen zu erziehen, Freunde zu finden und zu behalten, das eine oder andere Hobby ausleben, ab und zu Mal nett verreisen, auch Mal ausgehen und das Leben zum Teil auch genießen können.


    "Reich, berühmt, etc" ist für sicher nicht wenige maximal ein TRAUM, von dem sie wissen, dass er als Ziel kein Sinn macht, weil von den 80 Mio Deutschen nunmal nur ein paar Tausend berühmt und vielleicht ein paar hundert Tausend reich sein können.


    Dieses "Ziel" ist die Folklore die als amerikanischer Traum seit Jahrzehnten durch unsere Gesellschaft gedrückt wird... und ausser ein paar durchgeknallten "Influencern" (oder wie ich sie nenne: Werbehuren) schaffen das eben nur wenige glückliche Unternehmer, Unterhaltungskünstler und noch ein paar Ärzte und Politiker.


    Den anderen Kram lass ich einfach stehen, der ebenfalls teilweise nur unsinnige oder schöngefärbte PR ist.


    Zitat von Utan

    Kapitalismus ist Schuldenwirtschaft. Nahezu der gesamte Kapitalstock der kapitalistischen Welt ist auf pump finanziert. Die Schulden der gesamten Welt übersteigen das Weltbruttoinlandpsodukt um ein Vielfaches

    Stimmt, aber "Schulden" in Form von Kredit finde ich gar nicht schlimm. Damit eine Person ein Haus bauen kann, ist entweder die eine Person 10 Jahre beschäftigt oder 20 Leute sind ein halbes Jahr beschäftigt.


    Komplexe Erzeugnisse lassen sich nur in Gemeinschaft bewerkstelligen. Wie man das dann aber gesellschaftlich vereinbart ist natürlich eine Frage, die ganz sicher nicht nur per "Geld" beantwortet werden kann.

    In einer nicht mehr ausschließlich kapitalistischen Welt könnten Konten auch andere Guthaben beinhalten als "Geld", was in einer digitalen Welt auch problemlos umsetzbar wäre. Dass die Ökonomen vor 200 Jahren nur Geld sinnvoll hielten, kann ich mirr aus praktischen Gründen sogar zurechtmalen. Mal sehen wann unsere schlauen Ökonomen kapieren dass Geld einfach nur eine Zahl ist - deren rein virtuellen Wert nichts besonderes ist und nur durch ein Währungszeichen überhaupt Wert erhält.


    Aktuell bei den digitalen Zockereien namens Bitcoin und Co müsste endlich mal den Ökonomen aufgehen, dass Wirtschaftssysteme seit jeher eine erhebliche, virtuelle Komponente beinhalten.


    Wert ist etwas, was nur in Köpfen von Menschen existiert - und Zahlen ebenso. Wie auch Grenzen, Ranglisten und vieles mehr. Dass virtuelle Dinge ganz doll sein können, erlebe ich an Tönen, die unsere Hirne als Musik interpretieren oder an Computerspielen, wo eine irrwitzige Menge an kurzen Stromstössen zu Nullen und Einsen interpretiert werden, um dann am Ende geile Grafiken auf einen Monitor zu werfen.


    Das richtig geile an virtuellen Elementen: Wir können diese extrem vielseitig gestalten.


    Aber was wir für eine vielschichtige Wirtschaft mit einigen eher kapitalistisch arbeitenden Wachstumsbranchen und vielen eher gemeinwirtschaftlichen arbeitenden lebenserhaltenden Branchen und noch viele Zwischenformen mit Berücksichtigung von "Werten" wie Gesundheit (sowohl von Kunden als auch Mitarbeitern in der gesamten Wertschöpfungskette), Umweltverträglichkeit, Langlebigkeit, etc etc umsetzen könnten.


    Gerade durch die Digitalisierung wäre eigentlich viel möglich wenn wir endlich Mal darüber reden würden.


    Aber ne - wichtig ist ja Kohle zu machen. Also wird das 30 Jahre alte Email-System nicht reformiert und stattdessen wird durch ein paar Glücksfälle Facebook zu einem Konzernmonster wo sich Menschen von wahnhaften Aggro-Algorithmen in ständige Hass-Gefuhle manupulieren lassen (gut gelernt von Bild, FoxNews und Co).


    Manchmal glaube ich auch, dass erst eine echte KI kommen muss um uns zu zeigen, wie bescheuert wir als globale Gesellschaft sind, wenn auch einzelne Personen durchaus intelligent sein können.

  • Danke für die Statistik, die ja genau mein Argument beweist.

    Auf den ersten drei Plätzen stehen drei antikapitalistische Länder in denen sogar Zinsen (das wichtigste Element des Kapitalismus) verboten sind und Länder wie USA, Südkorea, Niederlande, Japan, Deutschland, Finnland und Österreich haben einen vielfachen Lebensstandard vom sozialistischen Russland, ohne einen vielfachen CO2-Ausstoß zu haben.

    Ja, danke für die erwartbar flachgeistige Antwort.


    Der Wert ergibt sich hier durch die Energieproduktion und du kannst raten, wo die zB ihr Flüssiggas hinliefern (Spoiler: es sind nicht Venezuela oder Bolivien). Interessant in dem Zusammenhang ist, dass allein das US Militär eine CO2 Emission in Höhe der von Portugals aufweist - diese aber in den statistischen Erhebungen unter den Tisch fallen. Auch das nur, um die kapitalistische Maschine am Laufen zu halten.


    Aber damit sind wir dann eben auch bei einem weiteren Aspekts des Kapitalismus' und seiner Eigenschaft Probleme möglichst outzusourcen (Umweltzerstörung, niedrige Lebensstandards etc) und auf Kosten anderer lebt.


    Das kümmert dich in deinem kleinen lichtarmen Keller aber natürlich nicht, solange Mama nur rechtzeitig die fettigen Buffalo Wings vor die Tür stellt und deine schmutzige Unterbuchse wäscht. :D

  • Alter Schwede, @Indi!


    Ich schmeiss' mich weg!


    Endlich laufen Deine Witz-Algorithmen wieder zu alter Form und Größe auf.


    Der hier ist ja schon nicht schlecht:

    Auf den ersten drei Plätzen stehen drei antikapitalistische Länder

    (Katar, Die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi Arabien)


    Aber der Brüller ist der hier:

    sozialistischen Russland

    Lange nicht mehr so unter dem Tisch gelegen.

  • Stimmt, aber "Schulden" in Form von Kredit finde ich gar nicht schlimm. Damit eine Person ein Haus bauen kann, ist entweder die eine Person 10 Jahre beschäftigt oder 20 Leute sind ein halbes Jahr beschäftigt


    Es ging mir aber weniger darum, zu bewerten ob Schulden an sich schlimm sind oder nicht, sondern darum, zu verdeutlichen, dass im Kapitalismus Investitionen immer Kredit bedeuten und dass dieser Kredit sich für die Kreditgeber rentieren muss. Dadurch wird schon mit der Kreditaufnahme der Zwang zur Rendite geschaffen. Alles was danach kommt: der Einkauf, die Produktion, das Marketing und der Handel ist diesem Ziel untergeordnet.


    Das Welt-Bruttoinlandsprodukt betrug 2020 laut Weltbank 84,705 Billionen US Dollar. Die (geschätzten) Schulden der gesamten Welt lagen im Februar 2021 laut Bloomberg bei 281 Billionen und damit bei ca. 355% des Welt-BIP.


    Dass unser INSM-Bot das nicht versteht ist logisch. Er wurde ja so programmiert, den Kapitalismus als Synonym mit Demokratie und sozialer Marktwirtschaft™ zu verteidigen. Aber so lange die ganze kapitalistische Welt (plus China) damit beschäftigt ist, einem Schuldenberg hinterher zu wertschöpfen, der niemals abgetragen werden kann, weil auch er mit dem allgemeinen Wirtschaftswachstum stetig anwächst, ist jede Demokratie im Grunde davon abhängig, dass dieses Scheeballsystem immer weiter läuft.

    Denn wenn es nicht weiter läuft, und den InvestorInnen die Furcht ins Gebein fährt, sie könnten ihr Geld nicht mehr zurück bekommen, dann fangen sie an, ganz furchtbar undemokratische und korrupte PolitikerInnen zu unterstützen.


    Kann man in den USA sehr gut beobachten.

  • Ja klar - Schneeballsystem ist schon eine sehr passende Beschreibung.


    Das absurde an den "Schulden" ist ja, dass eine erhebliche Menge wiederum ne simple Buchsumme auf Konten von Nationalbanken oder anderen staatlichen Konten ist. Dat ist ne Zahl die irgendwo steht, und einfach dazu da ist, Leute anzutreiben.


    Ich weiss dass viele Kapitalisten denken, man müsste die faulen Malocher oder Bürodronen alle mit der Peitsche dazu prügeln, zu "arbeiten". Dabei weiss moderne Arbeitspsychologie dass selbst in sehr anstrengenden oder unangenehmen Berufen (Altenpflege?) positive Motivation viel besser funktioniert. Also über Sinnhaftigkeit und eine positive Atmosphäre auf der Arbeit.


    Gerade die Sinnhaftigkeit ist natürlich bei vielen Bullshit-Jobs schwierig. Und ne Menge Bullshit-Jobs haben damit zu tun, diese Zahlen zu hegen zu und zu pflegen... statt Menschen zu hegen und zu pflegen.

  • Okay, vielleicht war diese Darstellung der Ziele eines durchschnittlichen Menschen etwas zu grob, aber generell ist es doch so, dass sich Ziele direkt oder indirekt durch finanzielle Eigenständigkeit erreichen lässt. Bei Sachen wie Wohnung, Auto, Urlaub, Grundbedürfnisse direkt, bei Familie und Freunden indirekt (1.) oder sehr indirekt (2.) . Seine Ziele zu erreichen, dies ist ein Ansporn, arbeiten zu gehen. Dies habe ich angesprochen, die Motivation zum Arbeiten gehen muss vorhanden sein, denn nur mit genügend Arbeitenden funktioniert das System der Bundesrepublik Deutschland.


    Den anderen Kram lass ich einfach stehen, der ebenfalls teilweise nur unsinnige oder schöngefärbte PR ist.

    Ein wenig präziser bitte.

  • Bei Linken anscheinend nicht, sonst hätten sie längst gefordert, die Atomkraftwerke weiter zu betreiben, um die Kohlekraftwerke viele Jahre früher abzuschalten.

    Ääääähm.... Was ist das denn bitte für eine Behauptung?? Atomkraftwerke sind auch schädlich für die Umwelt:

    Atomkraft ist nicht klimaneutral

    Es ist richtig, dass bei der eigentlichen Stromproduktion aus Kernenergie kaum Treibhausgase freigesetzt werden. Dennoch ist Atomkraft auf keinen Fall CO2-neutral – Treibhausgase werden vor allem vor und nach der Stromproduktion ausgestoßen. Betrachtet man den gesamten Lebensweg – von Uranabbau, Brennelementherstellung, Kraftwerksbau und -rückbau bis zur Endlagerung – so wird in den einzelnen Phasen zum Teil viel Energie eingesetzt (pdf), was wiederum zu einem hohen Ausstoß an Treibhausgasen führt.

    Auch in anderer Hinsicht sind Atomkraftwerke sehr schädlich für das Klima und die Umwelt.

    Und diese Schädigung tritt ohne Komplikationen ein. Gibt es zum Beispiel eine Explosion des Kraftwerks ist alles im Ars*h und wir müssen uns gar keine Gedanken mehr um Umweltthemen machen, weil wir und unsere Nahrung verseucht sind und alles schön langsam verendet. Siehe Tschernobyl. Siehe Fukushima. Also wirklich...

  • Ääääähm.... Was ist das denn bitte für eine Behauptung?? Atomkraftwerke sind auch schädlich für die Umwelt:

    Und diese Schädigung tritt ohne Komplikationen ein. Gibt es zum Beispiel eine Explosion des Kraftwerks ist alles im Ars*h und wir müssen uns gar keine Gedanken mehr um Umweltthemen machen, weil wir und unsere Nahrung verseucht sind und alles schön langsam verendet. Siehe Tschernobyl. Siehe Fukushima. Also wirklich...

    Solarzellen und Windkraftanlagen sind auch schädlich für die Umwelt. Es geht aber nicht darum, ob Atomkraft schädlich für die Umwelt ist, sondern ob sie schädlicher oder weniger schädlich ist als die Alternativen, die nun stattdessen deutlich länger genutzt werden müssen.


    Und da ist Atomkraft eben ganz klar weniger schädlich als Kohlekraft und auch als Gaskraft.


    Und wie in Fukushima alles langsam verendet, will auch gerne mal sehen.


    Du bist ein Musterbeispiel für den Linken, der keine Ahnung hat.


    An jedem Grünen und Linken, der gegen Atomkraft ist, klebt das Blut des Klimawandels!

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