Diskussionen zu Interessanten News, Sendungen, Links und sonstigen Aufregern des Tages

  • Peter Gray, der Autor des Artikels über egalitäre Stammesgesellschaften, hat eine freie Schule (Sudbury Schule Ammersee) wissenschaftlich begleitet die dann von der Bayerischen Staatsregierung geschlossen wurde. Ich konnte da einen Vortrag von ihm hören und mich länger mit ihm unterhalten.


    Er schreibt und spricht vor allem darüber auf welche weise Kinder am besten Lernen.

    Seine Studien zu demokratischen Schulen sind sehr empfehlenswert.



    Das schlimmste Versäumnis unserer Politik könnte sein, dass wir unsere Kinder nicht auf die Anforderungen der Zukunft adäquat vorbereiten, sondern Schulen dazu missbracuht werden bestehende Machtverhältnisse zu reproduzieren.


    Die Bayerische Staatsregierung hat, nachdem sie die demokratische Sudbury Schule Ammersee gegen den willen der Eltern geschlossen hat, festgestellt, dass Schulkinder defizite in "Demokratie" aufweisen. Daher hat Markus Söders Regierung Frontalunterricht zum Thema Demokratie angeordnet um dieses Defizit zu beheben.

  • Ich denke es ist denjenigen die in Bayern freies selbstbestimmtes Lernen verhindern völlig Klar, dass das für Kinder besser wäre.


    Es ist aber für die Regierung Bayerns besser, dass allen Kindern ohne Ausnahme beigebracht wird unter Zwang zu funktionieren und diejenigen schon im Schulbetrieb auszusieben die das nicht können..

  • Ihr meint das ernst, mit den edlen Wilden die in friedlicher freier gleicher BrüderSchwesterDiversigleichheit den ganzen Tag auf der Jagd und beim Sammeln waren, dass die den glücklichen Naturzustand darstellen, oder?


    Schaut einfach mal am (Kita-)Spielpaltz vorbei, einem ohne Heli-Eltern am besten, da könnt ihr dann den Naturzustand bei der Arbeit sehen.


    Bekomm ich dein Schäfelchen? Nein? Dann gibt's eine mit dem Rechen, Förmchen....


    Leiht euch mal ein Kind von der Verwandtschaft, sonst könnte das Betrachten von fremden Kindern falsch verstanden werden.

  • Ihr meint das ernst, mit den edlen Wilden die in friedlicher freier gleicher BrüderSchwesterDiversigleichheit den ganzen Tag auf der Jagd und beim Sammeln waren, dass die den glücklichen Naturzustand darstellen, oder?

    Ja genau. Nur so können wir das meinen.


    Wir sind schliesslich verbohrte Ideologen und passionierte Realitätsverweigerer.


    Alle Kinder sind GuteMenschen™. Alle Erwachsenen sind doof.


    Wer seinen Namen nicht tanzen kann ist ein Nazi.


    Das ist unsere felsenfeste Überzeugung.

  • Interessant in dem Zusammenhang übrigens, dass Kinder bis etwa zu ihrem 2-3. Lebensjahr gar nicht zwischen sich und dem anderen unterscheiden können - demnach ist in den Augen des Kindes das Bewusstsein der anderen gleichzeitig sein eigenes Bewusstsein. Hier irgendeine Form der Böswilligkeit oder Besitzbeanspruchung wie bei älteren Menschen zu verorten ist nicht nur vereinfachend, sondern so nicht korrekt.

  • Die Evolution die uns biologisch zu dem gemacht hat was wir sind, fand statt in wahrscheinlich egalitären Stammesgesellschaften in denen wohl auch zwischen Mann und Frau noch keine Machtgefälle existierten.


    Was eben die Anthropologie sagt ist, dass die Unterdrückung der Frau oder die kapitalistische Schichtung der Gesellschaft ganz sicher nicht "natürlich" sind.

    Arbeitsteilung, Demokratie und die FDGO sind mit Sicherheit auch nicht natürlich...


    Ob bei der Kindererziehung der reine Singen- und Klatschenunterricht das Wahre ist und wenn ja, ob das auf 7-8 Mrd Menschen skaliert ist nochmal eine andere Geschichte.


    Rumgegeifere

    Wisch dir den Schaum vom Mund.

  • Es meint, dass Kinder in den ersten Jahren kognitiv noch nicht in der Lage sind, Empathie zu empfinden und demzufolge daraus auch noch keine Handlungen ableiten können.

    Dass die Zwerge das kognitiv nicht durchdringen, so wie mir nicht klar ist welche Muskeln/Sehnen/Knochen beim Radfahren in welcher Reihenfolge auf Zug/Druck/Scherung belastet werden, seh ich ein.

    Dass sie deswegen bei anderen nicht die Rädchen und Hebelchen bedienen könnte die wir alten als Triggern kennen, halte ich für ein Gerücht, ich kann ja auch Radfahren.

    Nur weil sie sich der Mechanismen die sie benutzen nicht bewußt sind, heißt es nicht, das die nicht funktionieren.


    Eigene Empirie aus einer Versuchsreihe n=3 plus externe Teilnehmeryxens.

  • Eigene Empirie aus einer Versuchsreihe n=3 plus externe Teilnehmeryxens.

    Ich warte auf die Publikation, dann starte ich mein peer review hier ;) Ursache und Wirkung durchdringen die in der Tat schon und sie lieben vor allem das Überraschungsmoment. Ich kann aber das Buch von Mahler empfehlen "Die psychische Geburt des Menschen". Also selbst für nicht frischgewordene Elteryxens sehr zu empfehlen.

  • Dass die Zwerge das kognitiv nicht durchdringen, so wie mir nicht klar ist welche Muskeln/Sehnen/Knochen beim Radfahren in welcher Reihenfolge auf Zug/Druck/Scherung belastet werden, seh ich ein.

    Dass sie deswegen bei anderen nicht die Rädchen und Hebelchen bedienen könnte die wir alten als Triggern kennen, halte ich für ein Gerücht, ich kann ja auch Radfahren.

    Nur weil sie sich der Mechanismen die sie benutzen nicht bewußt sind, heißt es nicht, das die nicht funktionieren.


    Eigene Empirie aus einer Versuchsreihe n=3 plus externe Teilnehmeryxens.

    Verstehe nicht ganz, was Du sagen möchtest. Es geht darum, dass sie noch nicht in der Lage sind, bei ihren Spielgefährten ein eigenes Bewusstsein zu verorten. Sie können sich noch nicht in andere Einfühlen – Empathie, eben. Das entwickelt sich aber natürlich mit der Zeit - mehr oder weniger gestört durch die Eltern (und Andere). ;)

  • ich kann jetzt schon sagen es geht nicht durch meine peer-review, da ich nicht zitiert wurde. und ich vermisse die passage, welche liberales und libertäres gedankengut unterscheidet ;)
    ...nicht dass man noch auf den gedanken kommt, es hätte was mit ideologie zu tun =O

  • Verstehe nicht ganz, was Du sagen möchtest. Es geht darum, dass sie noch nicht in der Lage sind, bei ihren Spielgefährten ein eigenes Bewusstsein zu verorten. Sie können sich noch nicht in andere Einfühlen – Empathie, eben. Das entwickelt sich aber natürlich mit der Zeit - mehr oder weniger gestört durch die Eltern (und Andere). ;)

    Ich glaube was er sagen will ist, dass die von Geburt an, wenn nicht sogar schon davor, kleine manipulierende "Monster" sind. Und die sind darin so gut und passen da ihr Verhalten an den jeweiligen zu Manipulierenyxensens an, dass zumindest ein gewisses praktisches Einfühlungsvermögen als vorhanden angenommen wird.


    Ob das am Ende dann doch rein nach Pawlow läuft oder was auch sonst immer, ist für ne subjektiv erlebte, also eigene Empirie im kleinen Stichprobenumfangsbreich und ohne empirisch reproduzierbaren Versuchsaufbau, für die eigene geäußerte Schlussfolgerung erstmal unerheblich ;)

  • Es meint, dass Kinder in den ersten Jahren kognitiv noch nicht in der Lage sind, Empathie zu empfinden und demzufolge daraus auch noch keine Handlungen ableiten können.

    Ob die Kinder kognitiv durchsteigen, dass sie da mit einer anderen Person (inkl Willen/Gefühl...) interagieren, oder doch nur in einer instinktiven Empathieform oder gar nur einer mechanistischen Herangehensweise (was tut das denn wenn ich da hin drücke/sabbere/beiße). Ich neige dazu eine Mischform der letzten beiden ist anfangs vorhanden, die dann irgendwann die Kognition mit einschließt. Als "anfangs" würde ich beim Vorhandensein der Objektpermanenz ansetzen (das ist dann wenn Mama und Papa mit dem "aus den Augen aus dem Sinn" nicht mehr durchkommen).

    gar nicht zwischen sich und dem anderen unterscheiden können

    ich wollte das nur insoweit aufdröseln, als dass ich jedem Kind zusprechen würde, dass es zwischen sich und seiner Umwelt recht bald unterscheiden kann. Ob Objekte dann auch als belebt und sogar als handelnde und fühlende Subjekte (Mama dürfte i.d.R. das erste und wichtigste solche Subjekt sein) gesehen werden ist eine andere Hausnummer.

  • Ich glaube was er sagen will ist, dass die von Geburt an, wenn nicht sogar schon davor, kleine manipulierende "Monster" sind. Und die sind darin so gut und passen da ihr Verhalten an den jeweiligen zu Manipulierenyxensens an, dass zumindest ein gewisses praktisches Einfühlungsvermögen als vorhanden angenommen wird.


    Ob das am Ende dann doch rein nach Pawlow läuft oder was auch sonst immer, ist für ne subjektiv erlebte, also eigene Empirie im kleinen Stichprobenumfangsbreich und ohne empirisch reproduzierbaren Versuchsaufbau, für die eigene geäußerte Schlussfolgerung erstmal unerheblich ;)

    Das kann ich gar nicht glauben. Das wäre ja kruder Scheissdreck. 😱

  • Verstehe nicht ganz, was Du sagen möchtest. Es geht darum, dass sie noch nicht in der Lage sind, bei ihren Spielgefährten ein eigenes Bewusstsein zu verorten. Sie können sich noch nicht in andere Einfühlen – Empathie, eben. Das entwickelt sich aber natürlich mit der Zeit - mehr oder weniger gestört durch die Eltern (und Andere). ;)


    Selbst fast Säuglinge wissen aber schon, was Teilen ist und viele Studien haben gezeigt, dass der Sinn für Gerechtigkeit früh ausgeprägt ist. Wenn man das mit den Erkenntnissen der Anthropologie zu den Jäger und Sammlergesellschaften vergleicht, dann macht das auch Sinn. Weil wenn Menschen 95% ihrer Existenz in solchen Gesellschaften gelebt haben, und in der Zeit gab es bestimmt evolutionsbiologische Entwicklungen, die nach gerechtem Verhalten aussortiert haben (z. B. sexuelle Auslese nach den Individuen, die sich fair und gerecht verhalten), dann ist es nicht erstaunlich, dass Kinder oder fast Säuglingen schon ein ausgeprägten Verständnis von Gerechtigkeit haben.

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