Kapitalismus

  • @Rogge

    Leider unvollständig zitiert. Richtungstellung:

    Und auch diese Ausrede, dass es ein Naturgesetz sei, dass man feiern müsse. "Grundbedürfniss" ist es eben nicht und genauso ist es kein Naturgesetz, dass Leute zu Reichsbürgern werden, weil sie keine Party machen dürfen. Das ist eine persönliche Drohung, die du dahinter versteckst.


    Beim ersten Absatz kann man noch zustimmen, der Rest ist einfach nur Stammtischgebrabbel.

  • Und auch diese Ausrede, dass es ein Naturgesetz sei, dass man feiern müsse. "Grundbedürfniss" ist es eben nicht und genauso ist es kein Naturgesetz, dass Leute zu Reichsbürgern werden, weil sie keine Party machen dürfen. Das ist eine persönliche Drohung, die du dahinter versteckst.


    Beim ersten Absatz kann man noch zustimmen, der Rest ist einfach nur Stammtischgebrabbel.

    Nein, Rogge. Es ist eine ehrlich gemeinte Warnung vor einer Übernahme des Corona-Protests durch Rechts, die ich schon im März ausgesprochen habe.


    Tatsächlich bin ich überrascht, aber auch froh darüber, wie zögerlich der rechtsextreme Rand - zumindest der Teil, der für mich beispielsweise auf sezession.de einsehbar ist - auf das Thema anspringt. Sellner versucht dort vorzupreschen, aber die anderen ziehen nicht so recht mit. Vielleicht hegen sie eine heimliche Sympathie für die neu von der Mitte her etablierten autoritären Strukturen? Siehe Söder im anderen Thread zum Thema Demos.


    Um das klarzustellen: Auch wenn ich diese Leute beobachte, so habe ich doch keinerlei Sympathien für sie. Ich glaube, ich muss euch nicht mehr lange erklären, dass mir kaum etwas mehr zuwider ist als autoritäres Gehabe und Autoritätshörigkeit.


    Was ich allerdings erwarte ist, dass die parlamentarische Rechte, vertreten durch die AfD, sich des Themas mehr annehmen wird. Und wie in 2015 ff werden sie Zuspruch bei den von den anderen Parteien alleingelassenen Bürgern finden. Auch das gefällt mir nicht und auch davor habe ich im März schon gewarnt.

  • Nein, Rogge. Es ist eine ehrlich gemeinte Warnung vor einer Übernahme des Corona-Protests durch Rechts, die ich schon im März ausgesprochen habe.

    Dann lass sie doch aufmarschieren und den Reichstag stürmen. Wir umzingeln sie mit 5G-Antennen und Echsenmenschen!


    Die Bundesregierung sollte für soziale Sicherung sorgen, aber das sollte man getrennt betrachten. Die USA ist das Negativbeispiel momentan.

  • Nettes Dokument von Han. Genau das haben wir ja auch versucht zu vermitteln.

    Allerdings ist es lediglich eine Zustandsbeschreibung, die durch den Wegfall von Kunst und Kultur, bzw. ihre Abänderung in seichte Formate, zu- statt abnimmt.

  • Komischerweise denken wir in alle Bereichen in denen Wettbewerb herrscht ausser der Wirtschaft, dass ein fairer Wettbewerb Regelungen braucht.

    Auch in der sozialen Marktwirtschaft gibt es ganz klare Regelungen wie zum Beispiel der Schutz des Privateigentums, die Vertragsfreiheit, die Grund- und Menschenrechte.

    Ohne einen Rechtsstaat funktioniert die soziale Marktwirtschaft nicht dauerhaft.


    Der Sozialismus funktioniert dagegen nur in einem Unrechtsstaat und auch nur auf Zeit solange, bis alle Substanz aufgebraucht wurde und der Sozialismus wieder kollabiert.

  • Wir haben doch längst ein Schwundgeld nach dem Vorbild von Silvio Gesell.

    Nichts anderes bedeuten die 2% Inflationsziele der FED und EZB.

    Nun es gibt eben auch Leute die den Unterschied zwischen Inflation und Umlaufgebühr nicht kennen.

    inflation = verteuerung von Waren.

    Umlaufsicherung = Gebühr auf das Halten von Zu viel geld was sofort abrufbar ist.



    Inflation trifft arbeitnehmer (der Lohn steigt nicht und muss häufig inflationsbereinigt werden)


    Umlaufgebühr: "Der Lohn bleibt gleich, von der Umlaufgebühr betroffen ist nicht der Lohn von Morgen zumindest noch nicht, es ist nur betroffen was du nicht gleich ausgibst oder was du nicht auf ein langzeitkonto legst was wiederrum das nachfragen damit verhindert.


    Bei höherer Nachfragekann natürlich auch wieder mehr Inflation entstehen. Diese Höhere Nachfrage wird aber wieder durch das verringern von kreditvergaben wieder reduziert und durch die Umlaufgebühr erhöht.


    Ziel des ganzen die im geldkreislauf befindliche Geldmenge und verschuldung verringern. (was die nachfrage verringert)


    Gleichzeitig die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erhöhen (was die Nachfrage erhöht)



    Was zur zeit gemacht wird:


    Die anzahl der Kreditnehmer wird erhöht, sprich die anzahl des Geldes wird erhöht. Das war aber bestimmt nicht gesells Intention.

  • nee hab in letzter zeit nicht viel gelesen.

    Das überrascht mich ja jetzt total das zu hören.


    Was mich aber wirklich überrascht hat war dass Apple, ein Unternehmen dass keine Spiele herstellt und keine Spiele vertreibt, (also weder Studio noch Publisher ist), so viel an Spielen verdient, dass Apple die viert-größte Spielefirma der Welt ist. Es lebe der freie Markt! Wer will kann an diesem Beispiel viel über den Kapitalismus lernen, vorausgesetzt es/sie/er nimmt mal ein Buch in die Hand

    https://appleinsider.com/artic…ally-thanks-to-the-iphone

  • Das überrascht mich ja jetzt total das zu hören.


    Was mich aber wirklich überrascht hat war dass Apple, ein Unternehmen dass keine Spiele herstellt und keine Spiele vertreibt, (also weder Studio noch Publisher ist), so viel an Spielen verdient, dass Apple die viert-größte Spielefirma der Welt ist. Es lebe der freie Markt! Wer will kann an diesem Beispiel viel über den Kapitalismus lernen, vorausgesetzt es/sie/er nimmt mal ein Buch in die Hand

    https://appleinsider.com/artic…ally-thanks-to-the-iphone

    Ist halt ein Monopol mehr gibts dazu nicht zu sagen. Obwohl vielleicht kein Monopol Oligopol dann eben.

    Mit Marktwirtchaft hat das wenig zu tun. (Irgendwo habe ich mal gelesen das eine Marktwirtschaft staatliche eingriffe braucht damit es eine Marktwirtschaft bleibt. Bzw. der MArkt erhalten bleibt.


    PS: mit gelesen Meinte ich Bücher, ich lese eben meist seitenlange texte.

  • Ist halt ein Monopol mehr gibts dazu nicht zu sagen. Obwohl vielleicht kein Monopol Oligopol dann eben.

    Mit Marktwirtchaft hat das wenig zu tun. (Irgendwo habe ich mal gelesen das eine Marktwirtschaft staatliche eingriffe braucht damit es eine Marktwirtschaft bleibt. Bzw. der MArkt erhalten bleibt.


    PS: mit gelesen Meinte ich Bücher, ich lese eben meist seitenlange texte.

    So ein Unsinn!


    Apple hat kein Monopol. Wenn das ein Monopol ist, hat jeder kleine Ladenbesitzer ein Monopol, der selbst entscheidet, welche Produkte er verkauft.


    Apple bietet Herstellern für Handyspiele und Apps Zugang zu ihrer sehr zahlungskräftige Kundschaft und verlangt dafür wie der kleine Ladenbesitzer eine Marge. Und kein Spieleentwickler muss seine Spiele über Apple anbieten. Das geht auch über Android, Steem, Playstation, Linux, Windows, X-Box, Amazon app store, alibaba app store, app zum runterladen über ne eigene Homepage, Selbstvertrieb eines zugehörigen Geräts.


    Für die meisten lohnt es sich halt trotz der 30% immer noch extrem, weil es teurer wäre, eine eigene Infrastruktur aufzubauen und auch teurer, neue Kunden dazu zu bringen, ein paar Klicks mehr zu machen oder das Gerät zu wechseln. Aber eben weder verboten, noch unmöglich.

  • So ein Unsinn!


    Apple hat kein Monopol. Wenn das ein Monopol ist, hat jeder kleine Ladenbesitzer ein Monopol, der selbst entscheidet, welche Produkte er verkauft.


    Apple bietet Herstellern für Handyspiele und Apps Zugang zu ihrer sehr zahlungskräftige Kundschaft und verlangt dafür wie der kleine Ladenbesitzer eine Marge. Und kein Spieleentwickler muss seine Spiele über Apple anbieten. Das geht auch über Android, Steem, Playstation, Linux, Windows, X-Box, Amazon app store, alibaba app store, app zum runterladen über ne eigene Homepage, Selbstvertrieb eines zugehörigen Geräts.

    Der kleine Ladenbesitzer hat kein Monopol, weil es viele kleine Ladenbesitzer gibt. Darum steht bei dir auch "jeder" Ladenbesitzer, nicht "der" Ladenbesitzer.


    Berichtigen wir mal dein ersten Satz:

    Zitat

    Apple bietet Herstellern für Handyspiele und Apps Zugang zu ihren [geschlossenen Systemen und damit] sehr zahlungskräftige Kundschaft [die nur Apple-konforme Produkte kaufen können] und verlangt dafür [...] eine Marge.

    Du siehst, man ist auf diesen Markt auf die Spielregeln von Apple angewiesen, weil sie bauen von vertreiben ihre Systeme wie es ihnen gefällt. Es gibt keinen zweiten Appstore, sodass wenn man ein Apple-Produkt kauft, nur diesen einen benutzen kann.

    Zitat

    Und kein Spieleentwickler muss seine Spiele über Apple anbieten. Das geht auch über Android, Steem, Playstation, Linux, Windows, X-Box, Amazon app store, alibaba app store, app zum runterladen über ne eigene Homepage, Selbstvertrieb eines zugehörigen Geräts.

    Das kann man irgendwo unterschreiben, aber das ist ein anderer Markt, der außerhalb des Apple-Universums existiert. Das ist so als wenn ein Unternehmen ein Monopol auf Brot hat, du aber sagst, man kann ja auch Kuchen essen.

    Zitat

    Für die meisten lohnt es sich halt trotz der 30% immer noch extrem, weil es teurer wäre, eine eigene Infrastruktur aufzubauen und auch teurer, neue Kunden dazu zu bringen, ein paar Klicks mehr zu machen oder das Gerät zu wechseln. Aber eben weder verboten, noch unmöglich.

    Das ist richtig. Und eben das Winner-Takes-All-Prinzip. Der Appstore, der fast alle Apps hat, ist nicht so gut, wie der Appstore, der alle Apps oder mehr hat. Warum sollte man zu ersteren gehen?

  • Die meisten Ladenbesitzer stellen ihre Läden nicht nur als Infrastruktur risikofrei zur Verfügung, sondern müssen ihre Waren kaufen und verkaufen.

  • Der kleine Ladenbesitzer hat kein Monopol, weil es viele kleine Ladenbesitzer gibt. Darum steht bei dir auch "jeder" Ladenbesitzer, nicht "der" Ladenbesitzer.

    Richtig, und Apple hat kein Monopol, weil es viele Plattformen für Computerspiele gibt.


    Du siehst, man ist auf diesen Markt auf die Spielregeln von Apple angewiesen, weil sie bauen von vertreiben ihre Systeme wie es ihnen gefällt. Es gibt keinen zweiten Appstore, sodass wenn man ein Apple-Produkt kauft, nur diesen einen benutzen kann.

    Du musst aber kein Apple Produkt kaufen. Du kannst auch Huawei Produkt, ein Motorola Produkt, ein Xiaomi Produkt, ein Microsoft Produkt, ein Samsung Produkt, ein Sony Produkt, ein Honor Produkt oder viele andere Produkte haben.

    Und der Witz ist: Apple ist nicht mal Marktführer!

    Du kannst nicht Monopolist sein, wenn du in deinem Markt nicht mal Marktführer ist, weil du als Monopolist per Definition den ganzen Markt beherrschen kannst.


    Fakt eins ist: Jeder, der sich kein Apple Gerät kaufen will, kann sich ein Gerät von einem anderen Hersteller kaufen.

    Fakt zwei ist: Jeder Entwickler kann seine Apps für andere Plattformen entwickeln und muss dies nicht für die Apple Plattform tun. Kein Gesetz verbietet, eine App zum Beispiel für die Google, Amazon und Sony Playstation Plattform, aber nicht für die Microsoft, Steam und Apple Plattform zu Programmieren.

    Auch hier ist Apple nicht mal Marktführer, sondern liegt meilenweit hinter Android zurück.


    Nochmal, für besonders Zurückgebliebene:

    Um ein Monopol zu haben, muss man den kompletten Markt kontrollieren.

    Das bedeutet, es muss für Entwickler unmöglich sein, ein Spiel auf einem anderen Weg als über die Apple Plattform anzubieten oder es muss für Kunden unmöglich sein, Spiele auf einem anderen Weg als über die Apple Plattform zu konsumieren.

    Nur wenn es unmöglich ist, ist es ein Monopol.

    Damit es ein Quasi-Monopol wäre, müsste es fast unmöglich sein.


    Es ist aber mega-super-duper-easy-peasy möglich, weil Apple nicht mal annähernd überhaupt Marktführer ist.


    Leider war das für linke ökonomische Analphabeten wohl immer noch zu kompliziert erklärt.

  • Die meisten Ladenbesitzer stellen ihre Läden nicht nur als Infrastruktur risikofrei zur Verfügung, sondern müssen ihre Waren kaufen und verkaufen.

    Das trifft auf manche Läden zu, aber es gibt auch Läden in sehr attraktiven Spots, zum Beispiel Times Square, wo jeder Hersteller gerne seine Produkte verkaufen würde. Dort können die Läden dann oft genauso attraktive Konditionen aushandeln wie Apple. Weil sie einen attraktiven Verkaufsweg anbieten, genau wie Apple, nicht weil sie ein Monopol haben.

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