News-Aufreger und Absurditäten des Tages

  • Au contraire!


    Am besten läuft die Kriegswaffenproduktion, wenn überhaupt keiner gewinnt und der Krieg immer weiter geht.

    Für die Rüstungsinstrie/Kriegsgewinnler mag das stimmen, aber nicht an der "Heimatfront". Unpopuläre Kriege sorgen für zuviel Unmut in der Bevölkerung. Dann steigt der Druck auf die Politiker usw.. Wenn dann auch noch ein Abzug als Niederlage gewertet werden könnte.. Uiuiuiui

  • Unpopuläre Kriege sorgen für zuviel Unmut in der Bevölkerung.

    Meinst Du wirklich?


    (ZDF - 17.09.21)


    Das Thema Außen- und Verteidigungspolitik ist dabei offenbar unter die 5%-Hürde gepurzelt. Dafür interessieren sich wohl hauptsächlich die WertejournalistInnen in der Hauptstadt. Bei der Bevölkerung ist das kein wichtiges Thema.


    Da stehen natürlich Migration und Flucht ziemlich weit oben auf dem Angst-Thermometer. Aber ich wage mal zu behaupten, dass sich darin eher die von den "bürgerlichen" Parteien und ihrem rechtsäußen-Flügel immer schön am köcheln gehaltene Furcht vor der nächsten "Flüchtlingswelle" ausdrückt, als die Sorge um unsere tapferen Verteidigungsstreitkräfte im Auslandseinsatz.

    Die gedankliche Transferleistung von flüchtenden Menschen zu permanenten Militäreinsätzen in ihren Herkunftsländern wird dem Volk ja leider eher selten von den diversen Außenpolitik-, Verteidigungs-, und TerrorexpertInnen auf der Mattscheibe vorgedacht. Viel wichtiger ist doch, dass Deutschland da außenpolitische Verantwortung™ übernimmt. Das klingt auch viel seriöser als Räuberpistolen von irgendwelchen rechts-affinen Spezialkräften, die mitten in der Nacht heimlich einen des Djihad Verdächtigen und seine zwölfköpfige Familie massakrieren, oder übereifrige Obristen, die mal eben ein halbes Dorf in Stücke bomben, um einen Tanklaster nicht dem Feind in die Hände fallen zu lassen.


    Das wäre vielleicht anders, wenn wir - wie unsere amerikanischen Bündnispartner - eine ganze Schattenarmee von traumatisierten Veteranen und um gefallene Freiheitsexporteure trauernden Familienangehörigen zu versorgen hätten. Aber so lange wir nur ein paar BrunnenbauerInnen und MädchenschulenschützerInnen mit eher leichter Bewaffnung in irgendeine Wüstenei schicken, und uns ansonsten darauf beschränken, das schwere Kriegsgerät aus deutscher Wertarbeit an die lokalen Geschäftspartner zu verkaufen, ist das der breiten Masse doch weitgehend egal.

  • Mal für nächstes Jahr notieren : )


  • Die Frenchies können ja mal wieder aus der NATO austreten...


    Der größte Feind der NATO ist weder die Linke, noch China oder Russland, es ist die NATO selbst. Die Türkei und Griechenland haben es fast knallen lassen, viele NATO-Mitglieder kämpfen in verschiedenen Regionen direkt und indirekt gegeneinander, Terrorunterstützung usw.


    Es braucht schon viel (mediale) geistige Verbiegung um China angesichts der NATO-Präsenz rund um China als aggressiv zu verkaufen und die NATO als Verteidiger der Menschenrechte : )

  • Das Thema Außen- und Verteidigungspolitik ist dabei offenbar unter die 5%-Hürde gepurzelt. Dafür interessieren sich wohl hauptsächlich die WertejournalistInnen in der Hauptstadt. Bei der Bevölkerung ist das kein wichtiges Thema.

    Starkes Argument pro Wehrpflicht, mit Soldaten die die eigene Bevölkerung kennt und liebt ist schwerer in der ganzen Welt mitzündeln.

  • Meinst Du wirklich?

    Aber natürlich. Meine Aussage war auch nicht auf die Bundeswehr begrenzt. Bei der habe ich den Eindruck, dass deutschland einfach bloß demonstrieren will, dass wir auch zur westlichen Wertegemeinschaft gehören und ein verlässlicher Partner blabla..


    Aber denk mal an Vietnam oder an den Falkland Krieg. Der war solange total ok, bis die Argentiener die HMS Sheffield versenkten. Da kamen dann die Zweifel. Und Vietnam war ab einem Punkt ein totales innenpolitisches Fiasko für die USA.


    Wenn die Bundewehr den "totalen Krieg" wollen würde, und zu hunderten die Gefallenen zurück kämen, dann wäre auch mehr los.

  • Wenn die Bundewehr den "totalen Krieg" wollen würde, und zu hunderten die Gefallenen zurück kämen, dann wäre auch mehr los.

    Ja klar wäre das mit Deutschland heute nicht zu machen. Deshalb hat ja auch niemand den Krieg in Afghanistan einen Krieg genannt. Weshalb er ja auch zwanzig Jahre lang andauerte. Es war immer nur eine humanitäre, bzw. Friedensmission. Das ist doch der Witz dabei.

  • Beitrag von Otzenfritz ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Die Briten überlegen gerade, welche EU-Regularien sie wegschmeißen wollen. Eventuell gibts in Zukunft weniger metrisch, mehr imperial:


    https://www.bbc.com/news/uk-politics-58597693


    Nette Anekdote im Artikel:


    Zitat

    An EU law requires traders to use metric measurements when weighing packaged or loose goods for sale in England, Wales and Scotland.


    They are still allowed to sell goods and display prices in imperial quantities, but they cannot "stand out more" than the metric measures.


    The rules shot to prominence after the prosecution of the "metric martyrs", a group of market traders convicted in 2001 of selling goods using only imperial measures, but have since not been rigorously enforced.

  • Tilo bohrt seit Jahren bei der Bundesregierung nach, fragt den Altmaier, aber alle heißen sie Hase und wissen von nix. Konkrete Zahlen liefert eine Anfrage der Linken.


    Besonders dreist finde ich die neugenehmigten Exporte an Saudi-Arabien seit diesem Jahr. Wir erinnern uns der ach so weltgewandte MBS plötzlich am Pranger stand. Aber jetzt scheint das wieder abgekühlt zu sein, also ist es wieder ok. Gut, dass neben zivilen Friedenswaffen auch noch die Formel 1 nach Saudi-Arabien exportiert wird :thumbup:


    Macron stellt sich hin und bezeichnet die Nato als "hirntot". Er stellt es erneut in Frage nur weil Australien keine U-Boot "Made in France" haben will. Die Türkei führt Krieg in Syrien. Die Exporte an Regime, Kriegsparteien und das Ignorieren von Exportstopps.


    Angesichts dieser Tatsachen bin ich in den letzten paar Wochen vom Wahlkampf der Linken sehr enttäuscht, als sie wegen dem NATO-Rote Linie unter Druck kamen. Hier hätten sie CDU, FDP und SPD richtig auseinandernehmen können...

  • Sky News Australia, ein Arm von Newscorp also Rupert Murdoch, hat eine Dokumentation in Australien gezeigt: "What Really Happened in Wuhan". Ziemlich wilde Thesen unter anderem, dass die Military World Games im Oktober in Wuhan, gezielt für eine internationale Verbreitung von SARS-CoV-2 genutzt wurden.


    Hier aus einem Artikel über die Dokumentation (news.com.au ist übrigens auch ein Nachrichtenportal, das Newscorp gehört):


    https://www.news.com.au/world/…21bc888367020b7e3b8f5f072



    Man muss echt aufpassen, was diese Anglos da gerade zusammenkochen.

  • Derweil die chinesische Gegenpropaganda:


    http://www.news.cn/english/2021-09/23/c_1310204030.htm


    Zitat

    Chinese researchers have discovered by employing big-data analysis that the COVID-19 pandemic in the United States might have started to spread around in September 2019, earlier than the officially announced date of its first confirmed case.


    Der entsprechende Artikel auf ChinaXiv:


    http://chinaxiv.org/abs/202109.00058


    Zitat

    The experimental results indicate that the COVID-19 pandemic in the United States starts to spread around September 2019 with a high confidence probability. In addition, the existing confirmed cases are also used in Wuhan City and Zhejiang Province in China to infer the origin time of COVID-19 and provide the confidence probability. The results show that the spread of COVID-19 pandemic in China is likely to begin in late December 2019.


    Also vom kurzen Drüberschauen, sieht es wie ein echtes paper aus.

  • News, Aufreger, und Absurdität in einem:

    Bundeswehr will neue Funkgeräte bauen lassen, exakte Kopien der SEM 80 und 90 aus den Achtzigern, ja keine zusätzlichen Fähigkeiten, sonst müssten wir das ja europaweit ausschreiben.

    Sollte in den nächsten 20 Jahren dann doch der Russe kommen kenn ich wenigstens die Funkis noch, hurra.


    Es gibt ein Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, wär mal ne Gelegenheit die Leutels zu fragen was die eigentlich beruflich machen, die Beschaffung von Wehrtechnik scheint es ja nicht zu sein.


    Bedingt Sprechfunkbereit...

  • Die bürgerliche Mitte radikalisiert sich selbst...

    Wut-Journalismus - Die Corona-Radikalisierung von „Bild“ und der Mord von Idar-Oberstein

    Es gibt Gewalttaten, aus denen schöpft die „Bild“-Zeitung tagelang Berichterstattung und Aufregung: Aufmacher, Seite-1-Schlagzeilen, anklagende Artikel, Live-Schalten.

    Der Mord an einem Tankstellen-Mitarbeiter in Idar-Oberstein gehört nicht dazu.


    bild_live_fox.jpeg

    [...] Aus legitimer und notwendiger Kritik an Maßnahmen im Namen der Corona-Bekämpfung ist bei „Bild“ in den vergangenen Monaten eine rasende Wut auf „die“ Politik und den Staat geworden. Das Blatt hält zwar Abstand zu Querdenkern und der AfD – aber nicht zu vielen ihrer Positionen. Gleichzeitig befeuert sie mit ihrer Radikalität immer neu deren Wut.

    Auch das macht sie noch nicht unmittelbar verantwortlich für die Tat eines Mannes, der möglicherweise so radikalisiert wurde, dass er aus Wut über die Corona-Politik einen Menschen erschoss. (Ohnehin sollte man vorsichtig sein, in dem von ihm selbst genannten Tatmotiv schon die ganze Geschichte zu sehen.) Aber zur Diskussion der Frage, welches Umfeld, welche Quellen zu einer solchen Radikalisierung beigetragen haben könnten, gehört dann eben nicht nur das Wirken der AfD, sondern auch das der „Bild“-Zeitung. Nicht so sehr, weil der Täter ihrem Chefredakteur als einem von ganz wenigen Accounts folgte, sondern wegen ihrer Berichterstattung.

    Dass die „Bild“-Zeitung sich dieser für sie möglicherweise unbequemen Diskussion nicht stellt, ist nicht verwunderlich. Dass es wirkt, als würde sie sich dieser Diskussion auch dadurch entziehen, dass sie den Fall behandelt, als wäre das keine große Sache und eher nur von regionaler Bedeutung, ist allerdings bemerkenswert.

    Stattdessen feiert sie kurz nach dem Mord den stellvertretenden Bundestagspräsidenten Wolfgang Kubicki (FDP) dafür, dass er im Zusammenhang mit den Corona-Regeln sagt, an unsinnige Gesetze müsse man sich nicht halten.

  • Man muss echt aufpassen, was diese Anglos da gerade zusammenkochen.


    Ruprecht Mördoch : )


    Da muss Frankreich sich auch an die eigene Nase fassen, machen Verträge über Hubschrauberträger und kurz vor der Übergabe verkaufen sie die aus politischen gründen nach Ägypten. Karma.


    Die Uboote sollen ja erstmal nur nu-cu-lar angetrieben werden, von Bewaffnung ist bisher kein Wort gefallen und die Verbreitung von Nuklearwaffen wird man auch nicht inflationsmäßig betreiben wollen.

    Dazu macht es keinen Sinn, ob da eine Handvoll australische Uboote China umschippern oder nicht, das spielt im großen Kräfteverhältnis keine Rolle. Vize Harris hatte ja eine Asienreise gemacht und ist überall auf Ablehnung gestoßen mit dem Vorschlag "Hey, wollt Ihr China ein bisschen für uns mobben?".

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