Kapitalismus

  • Nur, wenn du nicht mehr im Tagesspiegel schmökerst.

    Ha! Das mache ich nur, damit ich weiß, wie der Feind denkt.:evil:


    Sun Tzu oder sowas...


    (außerdem ist der Tagespiegel leider - bei aller Kommunistenfresserei Nähe zum "liberalen" Politischen Spektrum - immer noch die umfänglichste und aktuellste Quelle, um herauszufinden, was in der Berliner Lokalpolitik gerade für Sauen durch die Dörfer Bezirke getrieben werden.)

  • Gesicht können wir uns schonmal merken. Wenn irgendwann aus Klima/Umweltgründen Fleisch und Holzkohle teurer werden (weil man wie bei Corona alles auf den Bürger abwälzt und die Schwerindustrie schont) hockt die bei Lanz und jammert das die grün-braunen Ökonazis ihren Lebenstraum zuerstören.

  • https://twitter.com/Pasolinis_…tatus/1355823385138356224

  • Telekom war eigentlich ein GameStop rückwärts, oder? Medial das Volk zum investieren anfixen und am Ende macht jemand gewaltig Reibach am Kurssturz.


    Jedenfalls haben sich die Börsianer davor und danach immer nur gegenseitig beklaut, eine Situation wo derartig "Drittmittel" eingeworben wurden fällt mir sonst gerade nicht ein...

    Telekom Aktien sind eine gute Investition.


    Alleine die 43% Anteil an T-Mobile US sind beim aktuellen Kurs 56Mrd.€ wert. Das bedeutet das komplette europäische Geschäft der Telekom wird nur noch mit 14Mrd.€ bewertet.


    In der Vergangenheit, als das europäische Geschäft noch de Großteil der deutschen Telekom ausgemacht hat, war dieser Teil um ein Vielfaches höher bewertet.


    Ist die Telekom heute tatsächlich nur noch einen Bruchteil wert.


    Wenn ich die Cashflows und Ergebnisse anschaue, die schon jetzt trotz riesiger Investitionen erzielt werden können, sehe ich noch deutlich bessere Ergebnisse, wenn der Ausbau der Infrastruktur weiter fortgeschritten ist und das Verhältnis der bestehenden Netze zu den noch auszubauenden steigt.


    Sehe die Telekom aktuell als eine der besten Investmentopportunitäten am deutschen Aktienmarkt und insofern nimmt die Telekom auch eine große Position in meinem Depot ein.

  • Ich habe die Angewohnheit, erst zu posten und mir dann erst den Kopf darüber zu zerbrechen, was eigentlich inhaltlich Sinn ergibt. Das einzige was ich nach mehrmaligen Anläufen finden konnte, war die Sache mit dem Ein-Parteien System. Aber umso länger ich darüber nachgedacht habe, umso mehr ergibt das ganze eigentlich Sinn. Mit der Basisdemokratie hätte man das Problem des Diktaturvorwurf bzw. der Unfreiheit aus der Welt geschafft. Wenn man jetzt noch alle Politiker zum Dialog und Diskurs innerhalb der einen Partei zwingen könnte, anstatt Sie einfach weiter die aktuellen Stimmungen im Volk bzw. die auf die jeweils zutreffende Doktrin passenden Slogans herausextrahieren zu lassen, um das dann in Wählerstimmen umzumünzen und sich mit diesen teils vorgegebenen, teils aufgegriffenen Inhalten gegenseitig zu bekriegen, selbst innerhalb von Koalitionen, wäre das mMn recht fortschrittlich. Ich denke, man kann einen direkt gewählten Abgeordneten im Dialog innerhalb der "Einheitspartei" besser umstimmen bzw. überzeugen, als wenn man an jede Wahl und jede Sitzung im Bundestag mit dem Konfliktgedanken, den Kampfgebärden und den durch Sitzplätze festgelegten Positionen herangeht. Das schlimmste an der Demokratie ist, wie ich finde, dass sie einerseits die Machtergreifung ermöglicht hat und in Zukunft auch nicht ausgeschlossen werden kann, das dies wieder so kommt. "Es ist passiert und es wird wieder passieren.", habe ich mal von einem helleren Licht als mir gehört oder gelesen. Ich war zur letzten Wahl gezwungen CDU zu wählen um einen Wahlsieg der AFD zu verhindern. Wenn man jedoch den AFD Politiker zur Konfrontation an einem Tisch zwingt, ihn zum Dialog zwingt auf Augenhöhe und ihn nicht dumm Parolen von der rechten Seite des Raumes hinenbrüllen lässt, entschärft sich das Problem von selbst. Ich glaube, das oder so ähnlich war auch der Grundgedanke der Einheitspartei in der DDR und ich glaube jetzt auch zu wissen warum da demokratisch im Parteinamen verankert war, auch wenn es suboptimal umgesetzt war. Aber es war ja auch Krieg.

  • Sorry, wenn ich diesen Thread missbrauche. Ich habe keinen passenderen gefunden.

    Worauf ich hinaus wollte, war eigentlich, dass der Durchbruch und die Kaperung sämtlicher imperial dominierter Demokratien nur möglich war, weil diese durch freundliche vernetzter Unterstützung aus God own country befeuert wurde.

    Über die Wurzeln der Schule habe ich mich gar nicht weiter ausgelassen, weil es mir um die Frage ging, wieso wir uns sowas gefallen lassen.

    In der von dir erwähnten Zeit gab es jedenfalls noch keinen Konsens in der politischen Klasse, sowohl bezogen auf transatlantische Unterwerfung, als auch die wirtschaftspolitische Ausrichtung.

    Man hat sich ja nicht ohne Grund in den Alpen getroffen und dann von den USA aus die ökonomische "Befreiung" der Welt gestartet. In Europa waren derartige Ideen damals völlig undenkbar. Im protestantischen Amerika hingegen, dass von den sozialen Unruhen und der Zerstörung der zwei Weltkriege kaum etwas mitbekommen hatte, traf man nach der Ungeheuerlichkeit des New Deals auf offene Ohren und relativ wenig Widerstand.

    Dass sich deutsche Industrielle an dieser Vernetzung nur allzu gerne beteiligten, überrascht natürlich nicht.


    Die unter Roosevelt etablierte sozialdemokratische Doktrin, die du ansprichst, war sowohl ein ziemliches Wunder, als auch der Startschuss für genau jenes konzentrierte Manöver der liberalen Kräfte, die sich damals selbst noch nicht einig waren, welches spätestens ab den 70ern in die Praxis umgesetzt wurde und im goldenen Westen erfolgreich die sozialdemokratischen Errungenschaften zurückdrängte. Eben durch Wirkung über genau jene Seilschaften, die man schon vorher aufgebaut hat und es weiterhin tat und bis heute tut.


    Also ich widerspreche dir explizit nicht. Ich wollte nur darauf hin, wie es dazu kommen konnte. Professoren, einflussreiche Industrielle und Politiker, die durch ihren Einfluss mit jeder Generation für die Verbreitung der Ideologien sorgten, sowohl bezogen auf die wirtschaftliche Ausrichtung, als auch auf den geopolitischen Fetisch für die Vereinigten Staaten.

  • Der Ordoliberalismus hat sich nie ernsthaft in De durchgesetzt, weil es etwas gab, dass man Gewerkschaften nennt. Und die Behauptung, die USA sei "nach dem Krieg" sozialdemokratischer gewesen als Westdeutschland, dafür hätte ich gerne Belege. In Deutschland gab es ab 1951 (und früher) schon Gesetze zur Mitbestimmung der Arbeiter in Unternehmen (Montan-Mitbestimmung), das ist ein Kernelement der Sozialdemokratie, in den USA gab es das nie.

  • Also ich widerspreche dir explizit nicht. Ich wollte nur darauf hin, wie es dazu kommen konnte. Professoren, einflussreiche Industrielle und Politiker, die durch ihren Einfluss mit jeder Generation für die Verbreitung der Ideologien sorgten, sowohl bezogen auf die wirtschaftliche Ausrichtung, als auch auf den geopolitischen Fetisch für die Vereinigten Staaten.


    Wollte da jetzt auch keine Neoliberalismus-Debatte aufmachen, Am Ende findet wieder irgendwer heraus, dass ich alles nur irgendwo anders abschreibe...


    Mir ging es nur darum, dem von der neoordoliberalen Propaganda beförderten Eindruck entgegen zu wirken, dass deutsche VWL-Ingenieure eigentlich mit der Sozialen Marktwirtschaft™ ein völlig geiles technokratisches Reglementarium gegen zu viel Kapitalimsus entwickelt, und dass erst der böse Ami und Milton Friedman das alles kaputt gemacht hätten, ohne dass ihnen dabei auch hierzulande bereits reichlich vorhandene Ideologie in die Hände spielte.

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