Elon Musk: Master of the Universe

  • Auf mich machst Musk mehr den Eindruck, als hätte er Jules Verne quergelesen und denkt sich einfach "Wir sind technologisch heutzutage deutlich weiter, die Zeit ist jetzt reif dafür".

    Er buddelt ja irgendwie immer nur alte Ideen aus und lässt sich dafür feiern.

    Die meissten Markteinführungen sind keine Neuentwicklungen, sondern es ist ab diesem Zeitpunkt möglich diese Technik bezahlbar zu produzieren.


    Deshalb wurden viele Dinge an verschiedenen Stellen gleichzeitig entwickelt, siehe Telefon.

  • Ein interessanter Gedanke der mir gekommen ist: die totale Fixierung auf ein Problem.


    Bei Steve Jobs wurde explizit von einer „Reality distortion Bubble” gesprochen. Ich denke das ist bei musk und anderen Milliardären ganz ähnlich. Je mehr Geld sie bekommen umso mehr wird das Geld Mittel ihrer Wahrnehmung. Probleme in Geld gemessen durch Geld hindurch gesehen. Bei musk erweitert dich das noch auf Technik: jedes Problem muss sich mit Technik kompensieren lassen. Bewusstsein? Konnte noch niemand messen? Müssen wir halt ein Hirn Interface bauen...Es lässt sich schwer beschreiben aber es fühlt sich absolut entfremdet an wenn ich mir das Vorstelle.

    Ich kenne aber keinen, der alle seine Projekte so auf ein Ziel hin optimiert hat.

    SpaceX, Autos ohne Verbrennungsmotor, Tunnelbau, Magnetzüge in Vacuumröhren, planetenweites schnelles Internet über Satelliten,...


    Normalerweise ist das Ziel maximaler Profit, egal welche Branche und welches Produkt. Rein, pushen, raus und Gewinn mitnehmen.

  • Wie bekommst Du eigentlich Deine Schäfchen zusammen, wenn doch hier die links-grünversifften angeblich alles kaputtmachen?

  • Wie bekommst Du eigentlich Deine Schäfchen zusammen, wenn doch hier die links-grünversifften angeblich alles kaputtmachen?

    Naja, bis jetzt waren die Linksgrünen ja nicht an der Macht.

    Deutschland hat zwar aktuell auch schon mit die höchste Steuerbelastung der Welt, aber ich bin durchaus Freund unserer sozialen Marktwirtschaft, zu der eben auch Steuern und ein Sozialstaat gehören.

    Aber wenn die Enteignungsfantasien, die die Grün*Innen hier ankündigen, umgesetzt werden, dann fühle ich mich diesem Land nicht mehr verpflichtet und werde mich entsprechend absetzen.

  • Aber wenn die Enteignungsfantasien, die die Grün*Innen hier ankündigen, umgesetzt werden, dann fühle ich mich diesem Land nicht mehr verpflichtet und werde mich entsprechend absetzen.

    Indi, linksgrün hat dich so schnell enteignet, da schaffst du es nicht mal mehr im Privatjet zu den Cayman Islands - der wird schneller eingeschmolzen als du "Finanztransaktionssteuer" sagen kannst und du kommst als Arbeitssklave zu 'nem Aufforstungsprogramm. Steht alles so im Wahlprogramm der Grünen.

  • Das mag sein. Aber mir scheint, Du hast nicht so ganz im Blick wie desolat hier mittlerweile die Wohnungsknappheit geworden ist. Abgesehen davon hast Du ja selbst den Vergleich mit den Bodenpreisen in Müchen und Frankfurt angeschleppt.

    OK., es geht um die Wohnungsknappheit in Berlin.

    Ich habe auch geschrieben, das ein Teil der Arbeitnehmer aus Berlin kommen wird. Z.B. von den 2.500 Mercedesmitarbeitern des Motorenwerks, dass dort geschlossen wird und von den Langzeitarbeitslosen, die bei Tesla den Wiedereinstieg schaffen sollen. 2.700€ Einstiegsgehalt für Langzeitarbeitslose und 3.500€ für ausgebildete Handwerker ist gar nicht so schlecht. Dafür sollte man auch in Berlin und Brandenburg Leute finden. Mitarbeiter für Youtuber verdienen auch nicht so viel mehr.

    Ich gehe davon aus, dass nicht alle zuziehenden Mitarbeiter das Bedürfnis haben in Berlin zu leben.

    Ich habe auch 3 Jahre in Wolfratshausen gearbeitet und war nicht jeden Abend in München...

    Die Baugenehmigung ist genau deshalb immer noch nur vorläufig, weil die ganzen Umweltfragen - insbesondere die des Wasserschutzes und -verbrauches - nach wie vor nicht geklärt sind.

    Das stimmt so nicht.

    Die Wasserversorgung der bis jetzt beantragten Fertigung ist genehmigt. Noch nicht genehmigt ist die Wasserversorgung für die Batteriezellenfertigung. Diese Fertigung wurde aber gerade erst beantragt.

    Die Abwasserkanäle sind noch nicht gelegt, damit wird jetzt aber angefangen, wenn die schweren Baumaschinen/Kräne abgezogen sind.

    Und ob der Laden jetzt windige Kreditgeschäfte mit ausgedachten Milliardenbilanzen macht, oder Elektromotoren in mittelmäßige Autokarosserien reinschraubt, ist eigentlich vollkommen wurst für den Mainstream. Hauptsache es fühlt sich innovativ und wettbewerbsfähig an.

    Sehr gut recherchiert und belegt...

    oder vielleicht doch nur Meinung?

    Wir reden hier von insgesamt 173 Hektar Wald die gerodet werden.

    Da ist eigentlich vollkommen egal, ob und für was der als Sichtschutz diente oder nicht.

    Vielleicht warst Du ja noch nie in der Region um die Betonwüste Berlin. Mit dichten Wäldern ist die gerade an ihrem südöstlichen Ende jetzt nicht unbedingt reichlich gesegnet. Wenn der Großentrepreneur damit fertig ist, ist jedenfalls nur noch Kartonrohstoff und Sägemehl davon übrig.

    Genau dafür waren die Bäume gepflanzt. Zum Verarbeiten.

    Dieses Gelände ist seit 20 Jahren Bauland. Ich verstehe nicht Dein Problem damit, das es eine Firma gekauft hat, die Elon Musk gehört. Das hätte auch jede beliebige andere Firma für eine Fertigung kaufen können.

    Müsstest Du nicht auf die Gemeinde Grünheide sauer sein, die das Gelände als Bauland angeboten hat? Und zwar schon vor der Gründung Teslas?

    Davon bin ich sogar auch einigermaßen überzeugt. Wenn der Großentrepreneur in der Potsdamer Staatskanzlei anruft, dann werden Auflagen und Vorschriften, die nicht so recht zu seinen Visionen passen eben passend gemacht.

    Das kann ich weder belegen noch widerlegen. Deine Meinung ist, dass die Regierung Brandenburgs alles passend macht. Meine Meinung ist, dass Tesla im Bauantrag Dinge probiert und wenn es nicht klappt machen sie es richtig.

    Sicher wird es nachher auch DInge geben, die nicht komplett sauber sind. Ich habe gehört, das Datteln 4 eigentlich nicht genehmigungsfähig ist...


    https://www.bund-nrw.de/themen…ohlekraftwerk-datteln-iv/


    Das ist keine Entschuldigung Teslas, aber ich wollte deren und das Verhalten der Brandenburger Behörden mal ins Verhältnis setzen.

  • Naja, bis jetzt waren die Linksgrünen ja nicht an der Macht.

    Deutschland hat zwar aktuell auch schon mit die höchste Steuerbelastung der Welt, aber ich bin durchaus Freund unserer sozialen Marktwirtschaft, zu der eben auch Steuern und ein Sozialstaat gehören.

    Aber wenn die Enteignungsfantasien, die die Grün*Innen hier ankündigen, umgesetzt werden, dann fühle ich mich diesem Land nicht mehr verpflichtet und werde mich entsprechend absetzen.

    Verstehe, alles nur in Deinem Kopf...

  • ich hab übrigens schlechte nachrichten für unseren herrn indi, hab heute einen artikel übers neue parteiprogramm bei den grünen gelesen. die wollen doch glatt die steuerbarkeit an die staatsbürgerschaft hängen, also auswandern und schäfchen ins trockene bringen wird dann wohl nicht mehr so leicht.


    wobei das weder bei schwarz-grün, noch bei ner ampel oder GRR kommt, als ob die cum-ex spd sowas mitträgt.

  • ich hab übrigens schlechte nachrichten für unseren herrn indi, hab heute einen artikel übers neue parteiprogramm bei den grünen gelesen. die wollen doch glatt die steuerbarkeit an die staatsbürgerschaft hängen, also auswandern und schäfchen ins trockene bringen wird dann wohl nicht mehr so leicht.


    wobei das weder bei schwarz-grün, noch bei ner ampel oder GRR kommt, als ob die cum-ex spd sowas mitträgt.

    Wieso soll das nicht leicht werden?

    Das gegen EU-Recht umzusetzen dauert lange genug, dass jeder genug Zeit hat, auszuwandern.

  • OK., es geht um die Wohnungsknappheit in Berlin.

    Nein. darum geht es eigentlich nicht. Ich habe das - wie gesagt - überhaupt nur erwähnt, weil Du zuvor darauf verwiesen hattest, dass man sich doch immer so furchtbar über die steigenden Bodenpreise in München und Frankfurt echauffiere - Was aus meiner Sicht deshalb kein Argument sondern eigentlich nur eine Torpfostenverschiebung Deinerseits war, weil steigende Bodenpreise (die sich immer auch auf die Mieten für Gewerbe und Wohnraum auswirken) auch in Berlin und dem Brandenburger Umland ein Problem sind, wo - ganz im Gegensatz zur Münchener Metropolregion oder dem Rhein-Main Gebiet - die Lohnniveaus deutlich niedriger sind als der Bundesdurchschnitt.

    Aber das spielt in der Causa "Giga Berlin" (wie der Großentrepreneur selbst das Projekt sehr zum Unmut seiner Brandenburger Arschkriecher Partner in der Potsdamer Regierungskoalition nach wie vor nennt) eigentlich keine große Rolle.


    Das eigentlich wichtige daran ist die Art und Weise, wie sich hier diverse Regierungsmitglieder vor der von Millionen Fanboys und Renditehungrigen Kapitalmarktanlegern hochgehypten Lichtgestalt des kreativen Tech-Unternehmertums in den Staub werfen, um dem Großentrepreneur dabei zu helfen, seinen Marktzugang zum lukrativen deutschen und europäischen Automarkt möglichst schnell zu vollziehen, bevor das Konzern-Kartell der hiesigen Konkurrenz seine Produktionskapazitäten zur individuellen Elektromobilität weit genug ausgebaut hat, um den Markt wie üblich unter sich aufzuteilen und damit des großen Elon - und seiner Investierenden Kapitalanleger - ehrgeizige Disruptionspläne im Marktsegment der individuellen Elektromobilität für besser- und Spitzenverdienende zunichte zu machen.


    Die Baugenehmigung ist genau deshalb immer noch nur vorläufig, weil die ganzen Umweltfragen - insbesondere die des Wasserschutzes und -verbrauches - nach wie vor nicht geklärt sind.


    Das stimmt so nicht.

    Die linksversiffte Lügenpresse und das sozialistische Zweite Deutsche Fernsehen interpretieren das offenbar etwas differenzierter. Aber falls Du es nicht erträgst, Dir 44 Minuten lang anzusehen, wie Innovationsfeindliche Kleingeister und Fortschrittsfeinde über Dein großes Vorbild herziehen, hier nochmal was in Textform:



    Ebenfalls nicht ganz unwichtig ist der traurige Umstand, dass er dabei nicht nur von einer Rot-Schwarz-Grünen Landesregierung hofiert wird, wie ein Kaiser der sich in die Niederungen der Provinz begibt, um die Landesfürsten daran zu erinnern, wo beim elrktrischen Fortschrittsmotor der milliardenschwere Hammer des privaten Investitionsmonopols hängt (und zwar zwischen seinen Beinen), sondern dass er dafür auch noch - so wie er es auch schon mit seinen sämtlichen anderen großartigen, "disruptiven" Visionen zum Ideenrecycling Fortschritt der Menschheit aus ihrer technologischen Unmündigkeit erfolgreich zu tun pflegte - Milliarden an staatlichen Subventionen aus dem Bundeshaushalt abgreift, und dabei von seinen treuen AnhängerInnen trotzdem immernoch abgefeiert wird, als habe er das Rad neu erfunden und es alleine Kraft seiner persönlichen Leistungsbereitschaft, seiner unbändigen Kreativität, und seiner dem Kleingeist des neidischen, gemeinen Pöbels haushoch überlegenen Geisteskraft zur Serienreife entwickelt.


    Ich finde es nach wie vor kurios, dass Du Dich immer wieder so vehement für den mittlerweile reichsten Mann der Welt gegen seine linken Kritiker in die Bresche wirfst und dabei offenbar auch noch ernsthaft der Ansicht bist, Du würdest damit gegen den "Mainstream" schwimmen. Mag ja sein, dass sich hier diesem kleinen Nischenforum mehrheitlich linksaffine ForistInnen herumtreiben, die generell nicht so von der Begeisterung begeistert sind, die solchen Superreichen Großdisruptoren wie Musk im überwiegenden Rest der Welt zu Teil wird. Aber dass es da draußen in der traurigen Wirklichkeit des real existierenden neoliberalen Spätkapitalismus irgendeinen Hauptstrom gäbe, der sich ernsthaft der Übermacht des privaten Investitionsmonopols und prominenter Avatare desselben, wie etwa dem großen Elon, entgegen bewegen würde, kann man doch eigentlich nur ernsthaft glauben, wenn man völlig ignoriert, wie abhängig sich sämtliche westlichen Regierungen mittlerweile davon gemacht haben, dass das private Kapital sich weiterhin möglichst potent in die internationale Wettbwerbsfähigkeit der von ihnen verwalteten Wirtschaftsstandorte und Absatzmärkte investiert (oder wenn man ein vom @Industriellen Arbeitgeberverband installierter Propagandabot ist, der sich als mittelständischer Unternehmer und ehrbarer Kaufmann alter Schule ausgibt.)


    Letztendlich sind Elon Musk und seine brandenburger Fabrikationsanlage für gehobene Elektromobilität doch sowieso nur ein oberflächliches Symptom einer viel tiefgreifenderen Problematik. Er bietet sich allerdings genau deshalb selbst ganz besonders lautstark als Symbolfigur und Zielscheibe der Kritik an diesem eigentlich durch und durch systemischen Problem an, weil er - im Gegensatz zu den nicht minder skrupellosen CEOs der meisten anderen global aktiven Verwertungsapparate des Großkapitals - dabei offenbar auch noch sozial inkompetent genug ist, seinen persönichen Narzissmus als Marke vor sich her zu tragen, und linke Kritik an seinem absolut autoritären Geschäftsgebaren dann auch noch mit "lustigen" tweets und markigen Sprüchen zu verhöhnen, in denen er sich selbst als "socialist" bezeichnet.


    Solche humoristischen Steilvorlagen nicht anzunehmen, wäre doch für linksversiffte Neider und Realität™sverweigerer geradezu sträflich. Er will es doch offenbar gar nicht anders. Im übrigen besagt eine alte Werbeagenturweisheit: Nur gar keine PR ist wirklich schlechte PR. Und wenn der große Elon auf seiner persönlichen Lebensreise vom nerdigen Studiumsabbrecher zum Großdisruptor der internationalen Technologieverwertung für irgendwas wirklich ein Ausnahmetalent entwickelt hat, dann für gnadenloses Selbst-Marketing.


    Aber natürlich drehen wir uns auch hierbei - wie üblich - im argumentativen Kreis. Ich habe es Dir im alten Forum vor über zwei Jahren schon mal geschrieben:

  • Ich denke eher nicht. Außer vielleicht das Musk auch gerne versucht in visuellen Memes zu kommunizieren.

  • JonnyBadFox


    Das ist der Hammer und hätte eigentlich auch in den Privatstädte/staaten Thread gepasst:




    Jonny betont ja immer wieder wie wichtig der Staat als Gegengewicht zur Wirtschaft ist. Tesla mit Bitcoin, Amazon, Facebook und andere suchen auch ihren Weg hin zur eigenen Währung. Das stärkt die Unternehmens Souveränität und schwächt die Souveränität des Staates.


    Es gibt Leute die sagen sie Investieren lieber in Bitcoin weil mit ihren Steuergeldern zu viel in die eigene Waffenindustrie investiert wird. Könnt ihr euch vorstellen das es einmal Bitcoin Privat Armeen geben wird?


    Vor einiger Zeit lass ich über Machiavelli (im Kontext von der Fürst) und versuchte mir vorzustellen wie das Europa damals aussah. Mit den Crypto Bestrebungen der Unternehmen in den letzten Jahren fühlt sich ein ähnliches Szenario auf die heutige Zeit übertragen nicht mehr so fremd an.

  • ich kann mir nicht vorstellen, dass wenn Bitcoin " erfolgreich " wird noch legal sein wird.

    Zumindest wird die Konverblität eingeschränkt werden


    Das Münzrecht war immer umstritten.

  • Quellen bitte?

    Habe ich nicht. Aber hältst Du es für unwahrscheinlich, dass irgendwelche privaten Söldnerheerbetreiber, wie z. b. dieser hier - und vor allem ihre dubiosen Auftraggeber - es nicht ganz praktisch fänden, solche Geschäfte in einer Währung abzuwickeln, auf die erstmal kein Staat, kein Finanzamt und kein von nationaler und internationaler Bankenaufsicht überwachtes Finanzinstitut Zugriff hat?

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