Der SARS-CoV-2-Thread

  • Weitere Gedanke: steckt da auch ein Versuch von Altmaier / Scholz drin sich von den zugesagten Zahlungen an zB Gastro und Handel abzunabeln?


    Kann mir nicht vorstellen das es für Einzelhandel wieder viel Laufkundschaft geben wird. Click and Meet bzw Terminshopping wird nicht den Umsatz generieren wie allgemeine Lockerungen auf Grund wirklich niedriger Inzidenz. Aber man kann sich dann natürlich hinstellen und sagen "Wieso Staatsknete? Ihr dürft doch aufhaben..."

  • Hat doch recht. Wenn an der 35er-Inzidenz festhalten wird bei gleichzeitiger Testausweitung bedeutet das in Konsequenz eine Lockdownverlängerung.

    Ich bin da mittlerweile ziemlich klar; man ruiniert dieses Land. Ich hab für diese Politik null Verständnis mehr. Politik heißt: Prioritätensetzung. Und die finde ich gerade ziemlich Panne.

    Das Dummgeschwätz von Lindner stimmt zum Glück nicht. Wenn das wahr wäre, was Lindner meint, also dass die Zahl der Infizierten nur steigt, weil die (positiven) Tests steigen, müsste man eine Abnahme von positiv Getesteten mit der Zeit sehen, das passiert aber nicht. In Gebieten, in denen man die Lage mehr oder weniger durch verschiedene Maßnahmen unter Kontrolle hat, ist die Zahl zurückgegangen, bei großen Ausbrüchen gestiegen. Und klar, die Zahl der Toten ist auch proportional zu den positiven Tests. Also gibts weit mehr als nur die Getesteten. Das von Lindner mag vielleicht am Anfang gestimmt haben, aber nicht mehr jetzt.


    (Haben bestimmt schon einige andere geschrieben, egal, jetzt nochmal.)

  • Spannend ist ja das 50 bisher als Grenze galt. Jetzt scheinen die Gesundheitsämter doppelt so effektiv zu arbeiten.


    Oder man hat jetzt einfach die Bevölkerung als Ganzes zur Durchseuchung freigegeben. Die Höchstbetagten und extremen Risikogruppen sind ja perspektivisch bis die dritte Welle richtig losrollt zumindet erstgeimpft. Wenn keiner mehr in den Kliniken krepiert gibts ja auch keinen Grund für Lockdown, richtig. Ging ja immer nur ums Gesundheitssystem und die Exportwirtschaft, richtig?


    80+ ist sicher. 65-80 soll sich gefälligst wegsperren. Alles drunter... naja, wird schon nicht so schlimm werden, LongCovid be damned. Take one for Team Germany.


    Da kann man Zurückgehen zur Diskussion über den Einfluss der Querdenker. Die spielen natürlich eine Rolle in der politischen Kalkulation, aber am Ende sind sie eben doch eine Randerscheinung. (Die anschlussfähigeren Elemente ihrer Alternativerzählung spielen vermutlich eine breitere Rolle.)


    Aber ich denke, die wirkliche Grenzlinie, die die Politik zu balancieren versucht, ist zwischen dir und Danton. Und das ist die Position, die jetzt nach Geltung verlangt:


    Hat doch recht. Wenn an der 35er-Inzidenz festhalten wird bei gleichzeitiger Testausweitung bedeutet das in Konsequenz eine Lockdownverlängerung.

    Ich bin da mittlerweile ziemlich klar; man ruiniert dieses Land. Ich hab für diese Politik null Verständnis mehr. Politik heißt: Prioritätensetzung. Und die finde ich gerade ziemlich Panne.


    In der Theorie ist es natürlich völlig klar. Je niedriger die Inzidenz ist, wenn sie gerade ansteigt, desto preiswerter ist die Intervention. Preiswerter im Sinne von wie kurz die Dauer der Maßnahme sein kann, um die Inzidenz wieder zu senken. Der (zumindestens wahrgenommene) politische Preis hat eine andere Verteilung. Wenn die Inzidenz sehr niedrig ist es teuer, je mehr sie ansteigt wird es billiger und geht gegen Null, wenn die Bude brennt.


    Dahinter stehen dann in dieser vereinfachten Betrachtung die beiden Gruppen. Diejenigen, die frühere Intervention und spätere Öffnung präferieren, weil sie ein deutlich höheres Risiko haben selbst oder über Familie und Freunde betroffen zu sein, weil sie möglicherweise überzogene Angst haben (das war im Frühjahr 2020 sicherlich ein Faktor), weil sie das aus Einsicht in den theoretischen Zusammenhang bevorzugen. Und die andere Gruppe sind die, die sagen, man muss wohl etwas machen, wenn die Bude brennt. Aber solange noch nicht viel los ist, haben sie kein Verständnis, dass man interveniert, und fordern, dass es auch anders gehen muss, und sobald (relativ) nicht mehr viel los ist, haben sie ein schnell abnehmendes Verständnis dafür, dass man nicht wieder öffnet. Oder spezifisch hier, wo man nicht weiter nach unten kommt und es wieder hochgehen kann, eine Gelegenheit wenigstens zwischendurch mal zu öffnen verpasst werden könnte. Und da die erste Gruppe trotz Präferenz für früher und im Zweifel länger die Intervention über das gesamte Spektrum an Inzidenz bevorzugt und deren Fürsprecher eher mahnend als mit Druck auftreten, bestimmt den politischen Preis die zweite Gruppe, die deutliche Präferenzen hat.


    Und so kommen wir dann an die Kompromisse: Im November ein halbherziger shutdown und jetzt praktisch No Covid aber auf einem deutlich höheren Niveau.


    Und das sind die Leute, die da wirklich eine politische Meinung zu entwickeln. Die meisten Menschen werden vermutlich mitgerissen und orientieren sich in dem, was sie präferieren, eher daran, wieviel Ausdauer und körperliche und seelische Gesundheit sie haben. Insofern ist das auch aus theoretischer Sicht auf die Interventionsmaßnahmen eine gewichtige Frage, kein reiner politischer Interessenausgleich. Denn es kommt auf das inviduelle Verhalten an und außer man arbeitet mit sehr starker Repression, braucht es die Mitwirkung der Bevölkerung damit die Maßnahme ihre Wirksamkeit wirklich entfaltet.

  • Immerhin zumindestens da bist du dir mit einem guten Teil der Gesellschaft einig.



    Welche 3 Millionen Dosen AZD1222? Astrazeneca hat soweit ich sehe bisher 2 Millionen Dosen geliefert, ein Drittel davon ist Dienstag ausgeliefert worden. Effektiv also bis vor zwei Tagen 1.4 Millionen von denen ca. 630000 (inklusive 3.3.) verimpft wurden. Der Mindestabstand für die Zweitimpfung ist neun Wochen, das können also nur Erstimpfungen sein. Was ich vorher gar nicht gesehen hatte, offenbar wollte das Bundesgesundheitsministerium, dass man bei diesem Impfstoff nicht zurückstellt. Diese Zahl lässt mich vermuten, dass die Länder das doch gemacht haben.

    korrigiere: 3Mio. Impfdosen liegen gerade in Kühlschränken rum. Dafür muss man schon Verständnis aufbringen. (und im Zweifel sind eh die Querdenker schuld)

  • Diejenigen, die frühere Intervention und spätere Öffnung präferieren, weil sie ein deutlich höheres Risiko haben selbst oder über Familie und Freunde betroffen zu sein, weil sie möglicherweise überzogene Angst haben (das war im Frühjahr 2020 sicherlich ein Faktor), weil sie das aus Einsicht in den theoretischen Zusammenhang bevorzugen.

    Ja, oder weil ihnen offensichtlich scheint das eine wirtschaftliche Gesundung mit robusten Maßnahmen und dann auch nach hinten raus mit einer ungefährdeten Gesellschaft deutlich besser möglich ist.


    Ich wage zu prophezeien das es jetzt vielleicht eine kurze Phase gibt in der viele "mal wieder essen gehen" (wenn überhaupt), aber das die Gastronomen und Einzelhändler schnell merken das ein Großteil der üblichen Kundschaft halt doch keinen Bock auf Innenstadtgedrängel und Infektionsrisiko hat, aus vielfältigsten Gründen. Die Unternehmen stehen dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Anrecht auf Staatshilfen da (weil sie ja offen sind)... aber eben nur mit einem Bruchteil der Kundschaft.


    Hier in Deutschland wird mal wieder gekonnt das Schlechteste von allen verfügbaren Optionen kombiniert.


    Im November ein halbherziger shutdown und jetzt praktisch No Covid aber auf einem deutlich höheren Niveau.

    Ja, so ein abstuftes Vorgehen war natürlich Teil der No-Covid-Pläne, aber ich finde es eher verwirrend einen No-Covid-Plan ohne Ansätze von niedrigen Inzidenzen so zu nennen...


    In other news:



    Man kann ja wirklich nur hoffen das sich diese Öffnungsmatrix bei all dem Geatme an die Maskenpflicht hält. Nicht auszudenken was mit den Öffnungen passiert wenn die Matrix sich was einfängt, zB eine aerosolübertragene Lungenerkrankung...

  • Exakt. Damit unterfütterst Du mein ursprüngliches Argument. Denn ein solches Maßnahmenpaket im Bereich lockdown wie in bestimmten asiatischen Ländern, mit Handyüberwachung, Zwangsquarantäne usw usf hätte man hierzulande (eben wegen den Schreihälsen) nicht durchbekommen. Nicht mit Geld und guten Worten.

    Ja, ich habe auch immer dafür plädiert Grundrechte über die DSVGO zu stellen. Dass das nicht passiert ist, brauchst Du aber keinen "Schreihälsen" anzulasten. Wenn ich mich recht entsinne war es der CCC, der hier den Ritterschlag erteilte. Sogar hier im Forum gab es Bedenken, dass diese APP evtl. zu viel wissen könnte.

    Zudem: Der erste Lockdown war um einiges intensiver als das, was wir jetzt erleben. Die Inzidenz lag im Sommer irgendwo bei 10(?). Der Theorie nach zu urteilen hätten Gesundheitsämter überall nachvollziehen können. Konnten sie aber nicht. Worauf ich hinaus will: Die Nachvollziehbarkeit der Gesundheitsämter kann offenbar kein zu erreichendes Ziel einer Strategie sein, da man auch dann nicht annehmen kann irgendetwas unter Kontrolle gebracht zu haben. Also: Ganz ausrotten. Wäre ich aus heutiger Sicht definitiv mit dabei. Nur dazu bedurfte es im letzten Sommer sicherlich noch anderer Hilfsmittel als diesen "Lockdown"; Flächendeckende Tests z.B.. Und das wurde jetzt aus Rücksicht auf die Querdenker nicht gemacht? Aha....

    Ja, an der Stelle bin ich dann tatsächlich raus. Das hört sich für mich nicht nur "komisch" sondern menschenverachtend an. Wie man sich sowas "schönreden" kann ist mir leider schleierhaft.

    Und weißt Du wie "menschenverachtend" mir die Haltung "Corona über alles" so vorkommt? Auch wenn gerne (von mir etwas überspitzt formuliert) behauptet wird, wir können hier "Geld bis zum Sankt Nimmerleinstag drucken, es wird immer genug da sein", glaube ich nicht daran, dass wir uns diesen Lockdown bis zum letzten geimpften Grundschüler leisten können und sollten, zumal ich das größte Problem nicht in der Bevölkerung, sondern in der Administration sehe.

    Unsere Regierung macht einen richtig beschissenen Job und verlangt nun von den Gewerbetreibenden und Kulturschaffenden für ihre Unfähigkeit pragmatisch zu handeln über die Klinge zu springen?!? Was willst Du daran noch verteidigen oder auf imaginäre Schreihälse zurückführen?!?


    Edit: Die Nebenwirkungen des Lockdowns werden derzeit überall hoch und runter debattiert.... Darauf muss ich nicht mehr eingehen. Was ich nur nochmal loswerden will: Offenbar kann der Staat diese Lockdownpolitik administrativ nicht adäquat begleiten... von daher braucht es entweder eine andere Administration oder eine andere Coronapolitik. Grundsätzlich fand ich die gestrigen Beschlüsse ok. Man kann jetzt freilich nicht alles aufmachen, es war allerdings nötig mal etwas anderes als: "Wir verlängern den Lockdown. Punkt." zu verkünden.

    Nein. Nur ein Hinweis darauf das die etwas plakative Formulierung Deinerseits so mMn nicht haltbar ist, weil sie vom Tonfall her nach meinem Gefühl auch "Absicht" oder zumindest Indifferenz implizierte. Gibt auch in anderen Bereichen Leuten denen es nicht schlechter oder gar besser geht, da braucht man gar nicht zu besonders reichen greifen. Jede Krise kennt Gewinner und Verlierer, liegt leider in der Natur der Sache.

    Und ich stelle mir die Frage wie verantwortungsbewusst unsere Regierung mit dieser Krise umgeht. Sie ist offenbar nicht in der Lage das ganze administrativ zu handhaben.....liegt wohl auch in der Natur der Sache (?)

    Wie bereits gesagt, ich habe in meiner Bewertung bzgl. der Schreihälse die Maßnahmen zur Pandemieeindämmng (lockdown) von anderen Themenbereichen getrennt. Bitte nicht wieder zusammenwerfen.

    Du gehst halt davon aus, dass man mit einem richtigen Shutdown diese Paandemie im Sommer hätte austreten können und machst "Schreihälse" dafür verantwortlich, dass das nicht klappte.

    Ich glaube nicht, dass das über Shutdowns in Zentraleuropa jemals funktioniert hätte....

    Und zudem: Wir sind ein überreguliertes Land. Du hättest auch ohne jeden Schreihals noch immer Gerichte gehabt, die derartige Pläne verhindert hätten. Und neben Shutdowns, hättest Du die DSVGO außer Kraft setzen müssen und die steht, das war mir auch neu, offenbar noch über dem Grundgesetz.

  • Auch gut :D


  • Und ja die Grundchemikalien sind bestimmt nicht teuer, aber das sind sie im biotechnischen Bereich doch meistens nicht, oder?


    Auch gut :D


    So nach Pispers “Die neue Doppelstumpfe im Kampf gegen die Pandemie!“

  • Der neue Bericht zur Verbreitung von Virusvarianten in Deutschland:


    https://www.rki.de/DE/Content/…df?__blob=publicationFile


    B.1.1.7 natürlich, der Rest ist weiterhin, vernachlässigbar.




    Gut, die Ausbreitung ist allein anhand der zunehmenden Landkreise mit Funden deutlich. Aber mir ist klar geworden, dass man bei den hot spots eigentlich auch immer auf die lokale Inzidenz schauen muss. Denn wenn die dort gerade hoch ist, dann findet man natürlich auch mehr Proben mit Varianten, die beobachtet werden, obwohl der Anteil gar nicht so hoch sein muss. Zum Beispiel auf der neusten Karte in Thüringen deutliche Häufung von Proben, laut dem Bericht wurden dort 8% gemessen, in Schleswig-Holstein dagegen 20%.


    Die Frage ist auch weiterhin, inwiefern die Daten verzerrt sind. Die Erhebung mit den Punktmutationsanalysen zeigt zum Beispiel für Kalenderwoche 8 46% (nach 6: 22% und 4: 6%). Aber bei den Genomsequenzierungen, also streng genommen der wirkliche Nachweis der Linie, hat man eine Steigerung von 18% in Kalenderwoche 5 auf 22% in 7. Das wäre ein langsamerer Anstieg. Da scheint mir weiterhin offen, inwiefern vielleicht einfach andere Viruslinien die Veränderungen der B.1.1.7-Linie erwerben, was ja auch plausibel wäre.


    Wenn diese R-Wert-Erhöhung so übertragbar ist und die 46% in der letzten Woche annährend stimmen, was ja wiederum eher das Infektionsgeschehen in der Woche davor reflektiert, dann muss eigentlich nächste Woche ein deutlicher Anstieg beginnen, denn ich denke nicht, dass unsere shutdown-Maßnahmen effizienter geworden sind und wir haben schon gelockert.

  • Ja, so ein abstuftes Vorgehen war natürlich Teil der No-Covid-Pläne, aber ich finde es eher verwirrend einen No-Covid-Plan ohne Ansätze von niedrigen Inzidenzen so zu nennen...


    Naja, die No-Covid-Leute hatten sich doch auch überlegt, dass das Ziel Null ("no") möglicherweise zu ambitioniert ist und man die Schwelle etwas höher anlegen muss. Das ist jetzt einfach noch höher gelegt.

  • Mir ist aufgefallen, dass die Daten, die es auf impfdashboard.de zur Impfkampagne gibt, eigentlich alle Fragen vieler präziser beantworten, hätte ich von Anfang an da reingucken sollen.


    Also habe ich mal die Differenz aus Impfstoffanlieferung und -verbrauch geplottet:



    Die Reihenfolge des Hinzukommens von Impfstoffen sollte klar sein, Comirnaty, mRNA-1273 und AZD1222.


    Mir scheint das Vorgehen bei Comirnaty ist vielleicht nicht mal ein Zurückhalten strikt der Zweitdosis, als dass man eine Reserve behält, um den vollen Ausfall einer Lieferung abzufangen. Käme es dazu und man hätte alles verimpft, müsste man hunderttausende Termine absagen. Dieses Risiko muss man abwägen gegen die Möglichkeit mehr Menschen zu impfen, wenn man eine deutlich geringere Reserve hat.


    Dieses Zeitfenster ist bei mRNA-1273 anders, weil die in einem Zweiwochenabstand liefern. In jedem Fall wird die Menge erst jetzt wirklich signifikant.


    Schließlich AZD1222, man sieht das hier nicht so gut, in den ersten sechs Tagen nach der Lieferung wurde kaum verimpft. In den sieben Tagen nach der zweiten Lieferung ist es angelaufen und in den 11 Tagen zwischen dritter Impfung und bis zur vierten Lieferung vom Dienstag, kommt man zum Ende hin in die Nähe der Verimpfungsrate von Comirnaty. Astrazeneca hat allerdings immer größere Mengen geliefert, wenn auch etwas hinter dem Zeitplan und das sollte mit der nächsten Lieferung im Bereich von 1 Million Dosen kulminieren. Es könnte sich um eine gewisse Aufstauung handeln, wobei natürlich die Frage ist, was man hier als Reserve vorsehen wird, weil Astrazeneca offensichtlich nicht kontinuierlich die gleiche Menge liefert.


    korrigiere: 3Mio. Impfdosen liegen gerade in Kühlschränken rum. Dafür muss man schon Verständnis aufbringen.


    Insofern - da du es am 3. März gesagt hast - hast du zumindestens mit der Gesamtzahl Impfdosen recht bzw. es waren sogar 3.5 Millionen. Verständnis ist natürlich relativ. Dass es zwei Tage davor 1.5 M Dosen weniger waren, kann man schon als relevant betrachen. Dass wiederum 1 M davon vermutlich die Reserve für Comirnaty ist, weil die Liefermenge mittlerweile diese Größe angenommen hat, und dass bei den verbliebenen 1.5 M aus mRNA-1273 und AZD1222 ein Reserveanteil mit reinspielen wird und kann, ist für die Bewertung, ob es sich um eine bewusste logistische Entscheidung handelt oder um fehlende Performanz relevant. Verständnis muss man natürlich weder für die eine noch die andere Möglichkeit aufbringen.


    Bei all dem stellt sich natürlich sowieso die Frage, da man das Ergebnis der Einzelentscheidungen aller Bundesländer und vielleicht in denen nochmal Unterstrukturen sieht, inwiefern sich hier unterschiedliche Strategien und Impfraten zu einem nur scheinbar einheitlichen Vorgehen kombinieren.

  • Sascha Lobo bringt es doch ganz gut auf den Punkt.


    https://www.spiegel.de/netzwel…94-48c5-81eb-607efce16cf5


    Da bleibe ich gleich wieder beim Anfang hängen, also dem theoretischen Aufreger. Was ist der Kontext von "Wir brauchen sicherlich den Monat März, um eine umfassende Teststrategie aufzubauen."? Mir wäre nicht klar, warum die Bundesregierung eine allgemeine Teststrategie aufbauen sollte. Für den Eigenbedarf des Bundes erscheint der März wiederum etwas exzessiv. Ergibt für mich eigentlich nur Sinn, wenn sie das "wir" auf die deutsche Gesellschaft bezieht. Und das erschiene mir wiederum - die Abschätzung außen vor - selbstverständlich.

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