Diskussionen zu Interessanten News, Sendungen, Links und sonstigen Aufregern des Tages

  • ja, es ist wirklich nicht so, als würde mir der Gedanke nicht gut gefallen. Nur stellt sich doch die Frage, ob diese Aussage nach sexueller Auslese, der Realität - und damit meine ich nicht die in indigenen Völkern, sondern die in unserer "zivilisierten" Welt - standhält?

    Das war ja nicht mein Punkt. Heutzutage ist das bestimmt komplizierter und die Mechanismen der natürlichen oder sexuellen Auslese funktionieren nur sehr begrenzt (die natürliche eigentlich gar nicht). Aber in der Jäger und Sammelperiode waren altruistische oder gerechte Charakterzüge IMO wichtig, damit die Gruppe überhaupt als solche existieren kann und ich denke, danach wurde auch aussortiert und hat zur Entwicklung des Menschen als tendentiell gerecht geführt.


    Nochmal allgemein zum Egalitarismus der J&S:

    Jeder Mensch strebt danach, hierarchiefrei zu leben. Besonders illegitime Hierarchien und Autoritäten werden von Menschen unter der Oberfläche nicht toleriert. Jeder kennt das. Bevormundung, egal ob von Vater, Mutter oder Freunden wird nicht gemocht. Wenn mich eine andere Person rumkommandiert, hasse ich das oder wenn der Chef versucht mir ständig Befehle zu geben. Jeder Mensch hat diese Abneigung gegen Hierarchien, auch du und jeder, der das liest. Das ist das charakteristische Merkmal der Spezies Mensch. Laut Chomsky könnte es mit der Struktur unserer Sprache zu tun haben, weil Sprache beliebig und frei geäußert werden kann. Ich kann alle möglichen Sätze und Gedanken äußern, nur durch Repression ist die Unterdrückung von Sprache möglich. Deswegen denke ich, dass jeder Mensch im Grunde Anarchist ist.

  • Das war ja nicht mein Punkt. Heutzutage ist das bestimmt komplizierter und die Mechanismen der natürlichen oder sexuellen Auslese funktionieren nur sehr begrenzt (die natürliche eigentlich gar nicht). Aber in der Jäger und Sammelperiode waren altruistische oder gerechte Charakterzüge IMO wichtig, damit die Gruppe überhaupt als solche existieren kann und ich denke, danach wurde auch aussortiert und hat zur Entwicklung des Menschen als tendentiell gerecht geführt.


    Nochmal allgemein zum Egalitarismus der J&S:

    Jeder Mensch strebt danach, hierarchiefrei zu leben. Besonders illegitime Hierarchien und Autoritäten werden von Menschen unter der Oberfläche nicht toleriert. Jeder kennt das. Bevormundung, egal ob von Vater, Mutter oder Freunden wird nicht gemocht. Wenn mich eine andere Person rumkommandiert, hasse ich das oder wenn der Chef versucht mir ständig Befehle zu geben. Jeder Mensch hat diese Abneigung gegen Hierarchien, auch du und jeder, der das liest. Das ist das charakteristische Merkmal der Spezies Mensch. Laut Chomsky könnte es mit der Struktur unserer Sprache zu tun haben, weil Sprache beliebig und frei geäußert werden kann. Ich kann alle möglichen Sätze und Gedanken äußern, nur durch Repression ist die Unterdrückung von Sprache möglich. Deswegen denke ich, dass jeder Mensch im Grunde Anarchist ist.

    ja, so ist das natürlich richtig. :)

  • Ich habe diese Überflutungen nicht weiter verfolgt, aber angesichts dessen, dass das immer noch ein Thema ist, muss ich doch mal fragen: Es geht doch um eine einige Dörfer und Kleinstädte, die es außergewöhnlich schwer getroffen hat? Wir sprechen nicht über ein großes Gebiet, zumindestens in Deutschland, das betroffen ist?

  • Bei Belgien habe ich es mitbekommen. Aber wenn ich mir die Verteilung der deutschen Todesopfer ansehe, scheint mir die These vom besonders herausragenden Schwerpunkt durchaus zutreffend: 70% der Todesfälle sind im Landkreis Ahrweiler, weitere 15 % im Kreis Euskirchen. Ob das nun insgesamt schwerer war als andere Hochwasserereignisse in den letzten zwanzig Jahren ist mir allerdings weiter nicht klar. Wie gesagt mein Eindruck ist, dass der Schaden, da wo es besonders schlimm war, sich aus dem großen Abstand zur Schwere bisheriger Hochwasserereignisse ergibt oder anders gesagt aus fehlender Anpassung und übertroffener Erwartung.

  • Ich habe diese Überflutungen nicht weiter verfolgt, aber angesichts dessen, dass das immer noch ein Thema ist, muss ich doch mal fragen: Es geht doch um eine einige Dörfer und Kleinstädte, die es außergewöhnlich schwer getroffen hat? Wir sprechen nicht über ein großes Gebiet, zumindestens in Deutschland, das betroffen ist?

    Finde ich etwas trügerisch diesen Eindruck, da das Ahrtal und die Erftregion am intensivsten medial begleitet wurden. Darüber hinaus ist der Kreis Euskirchen echt groß, und ich kann dir sagen, dass es da vermutlich nicht einen gibt, der entweder direkt betroffen ist oder jemanden kennt, der betroffen ist (und mit betroffen meine ich nicht nur einen leichten Wasserschaden im Keller). Die 300 km zwischen Dortmund und Trier und vom Sauerland jenseits Aachens bis ins belgische Lüttich, wo es auch jeweils zu Unterspülungen von Häusern kam - ich find das ist schon enorm. Also so Ortschaften wie Kornelimünster und Stolberg hat es in der Städtregion Aachen heftig getroffen, im Kreis Euskirchen eigentlich alles zerschossen, wo die Erft entlangläuft (teilweise auch Gewerbe) und dann auch noch einige andere Orte (Gemeinde Schleiden insbesondere). Der südliche Teil Nordrhein-Westfalens war gut abgedeckt und gute Teile des Nordens von Rheinlandpfalz ebenfalls. Klar, wenn dieser Clusterfuck einfach die Stadt München überflutet und in den U-bahnen die Leute zu Hundertschaften ersaufen, dann ist das ziemlich heftig, aber sogesehen ein lokaleres Ereignis als das, was wir jetzt beobachten durften.

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