Der SARS-CoV-2-Thread

  • Ach schau mal an, die EU-Kommission hat nicht nur die Initiative für die Gemeinschaftsbestellung von Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden übernommen, sondern auch gewisse vertragliche Rahmenbedingungen bezüglich Astrazeneca, die den Verhandlungsspielraum begrenzt haben:


    https://www.politico.eu/articl…t-lacked-teeth-documents/


    Zitat

    A possible reason for this lack of flexibility might stem from the fact that the Commission's AstraZeneca contract grew out of an earlier, preliminary agreement among France, the Netherlands, Germany and Italy, who had formed an alliance before the Commission stepped in to formally negotiate vaccine purchases for the bloc.


    EU diplomats have said that the liability and indemnity issues proved to be a challenge for Commission negotiators once they tried to turn the four countries' makeshift agreement into a more solid contract.


    "When we received the mandate from all member states ... a number of things were already fixed," the EU official said. "We were not able to start from a blank sheet, which explains why the AstraZeneca contract is different from commitments with other manufacturers."


    Ob das nun die angeblichen Vertragsschwächen erklärt, ist nicht klar. Also aus meiner Sicht angeblich, aber das wird ja vermutlich der Ausgang des Rechtsstreits mit Astrazeneca zeigen.

  • na aber nich unbegründete


    Nun die Begründung ist die Wirkung auf andere. Es ist nicht für jeden ersichtlich, dass sich Geimpfte zu einem größeren Treffen zusammenfinden und selbst wenn das ein Beobachter gesagt bekommt, kann die Person nicht entscheiden, ob es zutrifft. Aber sogar wenn der Beobachter das akzeptiert, würde ich die negative soziale Wirkung bejahen. Die Kontaktbeschränkung wird in ihrer Wirksamkeit unterlaufen, weil der Eindruck entsteht, dass sich Menschen (gefühlt) nicht mehr an die Regeln halten.

  • Nun die Begründung ist die Wirkung auf andere. Es ist nicht für jeden ersichtlich, dass sich Geimpfte zu einem größeren Treffen zusammenfinden und selbst wenn das ein Beobachter gesagt bekommt, kann die Person nicht entscheiden, ob es zutrifft. Aber sogar wenn der Beobachter das akzeptiert, würde ich die negative soziale Wirkung bejahen. Die Kontaktbeschränkung wird in ihrer Wirksamkeit unterlaufen, weil der Eindruck entsteht, dass sich Menschen (gefühlt) nicht mehr an die Regeln halten.

    Ist das jetzt deine eigene Meinung warum das gemacht werden sollte?

    Oder ist das der Versuch die Motivation die dahinter stecken könnte zu beschreiben?

    Oder ist das ne tatsächliche Einschätzung dessen, was die rechtlich schlüssige und verwendete Begründung ist? Wenn dann hätte ich da gerne noch die rechtliche Grundlage auf der das begründet wird, denn die sehe ich so nicht als gegeben.

  • Ist das jetzt deine eigene Meinung warum das gemacht werden sollte?


    Meine Meinung, warum es gemacht werden darf. Der gleiche Eingriff gilt schon die ganze Zeit für Menschen, die CoViD-19 durchgemacht haben. Die haben nach dem bisherigen Bild bei Reinfektionen auf jeden Fall ein Zeitfenster, in dem sie vor einer Neuinfektion geschützt sind, wie auch nach einer vollständigen Impfung. Vermutlich sogar sicherer geschützt, wenn die Impfstoffe nicht so gut wären. Die rechtliche Grundlage ist wie gesagt die Möglichkeit der Kontaktbeschränkung. Im Gesetz gibt es soweit ich weiß keinerlei Qualifikationen. Es ist die Ausnahme davon, die hergeleitet werden muss, aber meines Erachtens mittels der aufgezeigten Logik abgewehrt werden kann.


  • Weil es jetzt immer öfter und für immer mehr Menschen heißt "Astrazeneca-Impfstoff freigegeben".

    Freigegeben bedeutet hier auf eigenes Risiko und wer wirklich bleibenden Schaden davon trägt ist momentan der Depp. Nicht die feine englische Art die Leute zu solidarischem impfenimpfenimpfen anzuhalten und dann mit den Schultern zucken wenn dabei jemand über die Klinge springt. Da wären neun Milliarden Euro besser angelegt gewesen als bei der dreifach abbezahlten Lusthansa bei der wir jetzt nur einen Aufsichtsratsposten haben...

  • Kommt auch mal was neues😴über das nicht schon tausend mal diskutiert wurde und dann wieder von dir die gleich Leier kommt?

    1200px-La_giostra_di_piazza_Navona_2008_1110582.JPG


    Druck es dir aus und wedel dir damit auf dem Klo einen von der Palme.

    (du hast übrigens nutzenmaximierer vergessen)

    Aber Jonny!


    Das war zwar mal wieder ein sehr durchdachter und sorgfältig argumentierter Beitrag von Dir, der erneut den unwiderlegbaren Beweis dafür erbringt, dass ich mir völlig haltloses Zeug aus den Fingern sauge - natürlich nur wenn ich es nicht von Dir abschreibe.


    Aber mit dem eigentlichen Thema hatte das jetzt irgendwie gar nichts zu tun. Da hätte man sich von einem der so viel Wert auf seine wissenschaftliche Ausbildung und seine allumfassende Belesenheit legt doch ein bisschen mehr Inhalt gewünscht.


    Immerhin - Schönes Karusell.

  • Meine Meinung, warum es gemacht werden darf. Der gleiche Eingriff gilt schon die ganze Zeit für Menschen, die CoViD-19 durchgemacht haben. Die haben nach dem bisherigen Bild bei Reinfektionen auf jeden Fall ein Zeitfenster, in dem sie vor einer Neuinfektion geschützt sind, wie auch nach einer vollständigen Impfung. Vermutlich sogar sicherer geschützt, wenn die Impfstoffe nicht so gut wären. Die rechtliche Grundlage ist wie gesagt die Möglichkeit der Kontaktbeschränkung. Im Gesetz gibt es soweit ich weiß keinerlei Qualifikationen. Es ist die Ausnahme davon, die hergeleitet werden muss, aber meines Erachtens mittels der aufgezeigten Logik abgewehrt werden kann.

    Alles klar, dann sind wir also einfach anderer Meinung zu nem Thema, dass nicht unser beider Fachgebiet ist. Nachdem keiner von uns anscheinend gerade Lust hat mit Paragraphen zu werfen, ja das mir zu viel Aufwand gerade, werden wir wohl bei unseren laienhaften, gefühlten "Wahrheiten" bleiben.

    Nur so viel, dass die Anzahl der noch nicht Infizierten und/oder Geimpften einen qualitativen Einfluss auf die Bewertung hat, wurde und wird ja nun doch auch schon von mehreren fachlich näheren Stellen geäußert. So zumindest meine Erinnerung, ganz ohne Quelle, auch da scheue ich nun den Aufwand, gefühlte Wahrheit ist doch einfach viel schöner.

    Wie die nicht mögliche rein äußerliche Feststellung des Impfstatus und damit einhergehende mögliche direkte Kontrolle mittels zB Aufforderung zum Vorzeigen eines entsprechenden Dokuments (Impfpass?) eine wirksame Eindämmung ver- oder behindert ist dann auch noch irgendwie erklärungsbedürftig. Und da einfach mal wieder nur auf die Dummheit der Bevölkerung zu verweisen reicht mir da, gefühlt, nicht (mehr) aus.

  • Und von der Qualität des Impfschutzes ab - sind Komplikationen o.ä. nicht denkbar, wie man es etwa von ungünstigen Medikamentenkombinationen kennt?


    Alle wirksamen Komponenten sollten ja längst abgebaut sein, wenn nach Wochen die Zweitimpfung ansteht. Aber dieser Zeitabstand liegt auch bei einem Vielfachen der Halbwertzeit vieler Medikamente, würde da also auch völlig genügen. Das Immunsystem ist (hoffentlich) noch aktiv, aber mit unterschiedlichen Antigenen ist es ja ständig konfrontiert. In diesem Fall ist das Antigen, das mit dem mRNA-Impfstoff gegeben wird, fast identisch und von dem kleinen Unterschied erhofft man sich eher eine Verbesserung des Impfschutzes.


  • Also hier klingt das so, als wäre das abgedeckt:


    https://www.bundesgesundheitsm…-impfung-astrazeneca.html


    Zitat

    Wer haftet bei Nebenwirkungen?


    Für Impfschäden gelten die Regelungen des sozialen Entschädigungsrechts (Bundesversorgungsgesetz). Wer durch eine von der obersten Landesgesundheitsbehörde öffentlich empfohlenen Schutzimpfung einen Impfschaden erlitten hat, erhält auf Antrag eine Versorgung vom Land. Empfehlen die Länder auf Grundlage des STIKO-Beschlusses die Impfung von Astra Zeneca (also Impfung empfohlen ab 60 Jahre sowie nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung auch unter 60 Jahren), dann haften die Länder, wenn die bekannten Nebenwirkungen auftreten.


    Ich habe auch noch im Ohr, dass das bejaht wurde. Und streng genommen ist es ja auch Teil der Empfehlung der Ständigen Impfkommission. Sie empfehlen für die Gruppe ja lediglich keine regelhafte Verimpfung von Vaxzevria.

  • Und? Was sagt er da so?


    Also es ist nicht so lang, man kann sich die Antwort anhören. Im Prinzip sagt er, was schon bekannt ist, anfänglich wurden Betten gemeldet, die den Kriterien für ein Intensivbett nicht entsprechen, meistens fehlt der zugehörige Personalschlüssel für den Betrieb. (Einen finanziellen Anreiz für die Meldung nennt er nicht.) Er meint eigentlich erst ab Oktober hätte das Register den wirklichen Zustand der Intensivmedizin wiedergespiegelt. Und dann haben wir seiner Einschätzung nach durch die Last des CoViD-19-Ausbruchs Ende 2020 2000 betriebsfähige high care-Betten durch Personalausfall eingebüßt. Er erzählt noch mehr, zum Beispiel wie die Notfallreserve zu verstehen ist.

  • Alles klar, dann sind wir also einfach anderer Meinung zu nem Thema, dass nicht unser beider Fachgebiet ist.


    Der Grad, zu dem es nicht unser Fachgebiet ist, mag sich unterscheiden.


    Nachdem keiner von uns anscheinend gerade Lust hat mit Paragraphen zu werfen, ja das mir zu viel Aufwand gerade, werden wir wohl bei unseren laienhaften, gefühlten "Wahrheiten" bleiben.


    Ich sehe keinen Sinn darin, weil ich die Vorstellung, dass diese Situation eindeutig gesetzlich geregelt ist, für falsch halte. Ich denke mal da wird lediglich sowas stehen wie, wenn epidemische Lage von nationaler Tragweite dann Kontakteinschränkung. Und das ja auch erst seit sie das Gesetz mit diesem CoViD-19-Paragraphen verschandelt haben. Wie auch immer. Natürlich wird es eine Angemessenheitsanforderung geben. Und da die Situation von Geimpften genauso wie die von kürzlich Genesenen anders ist, muss das gewürdigt werden. Genau da ist man im Bereich von rechtlichen Argumenten und das ist eben meines für die Kontakteinschränkungen. Also es würde mich sehr wundern, wenn du einen Automatismus der Ausnahme dieses Personenkreises von Maßnahmen in dem Gesetz finden kannst. Das wäre für mich eine dramatische legislative Fehlleistung.


    Nur so viel, dass die Anzahl der noch nicht Infizierten und/oder Geimpften einen qualitativen Einfluss auf die Bewertung hat, wurde und wird ja nun doch auch schon von mehreren fachlich näheren Stellen geäußert.


    Das ist ja eine andere Frage. Da geht es um die epidemiologische Bewertung des Bevölkerungszustands. Scheint mir allerdings etwas redundant das als Erwägungskriterium zu sehen, weil das sind genau die Überlegungen, die am Ende zur Aufhebung der epidemische Lage von nationaler Tragweite führen werden.


    Wie die nicht mögliche rein äußerliche Feststellung des Impfstatus und damit einhergehende mögliche direkte Kontrolle mittels zB Aufforderung zum Vorzeigen eines entsprechenden Dokuments (Impfpass?) eine wirksame Eindämmung ver- oder behindert ist dann auch noch irgendwie erklärungsbedürftig.


    Du meinst, ich sollte als Bürger das Recht haben jederzeit von jemandem, der sich nicht an die Maßnahmen hält, die Vorlage eines Impfnachweises zu verlangen, um zu kontrollieren, ob die Person das darf?


    Und da einfach mal wieder nur auf die Dummheit der Bevölkerung zu verweisen reicht mir da, gefühlt, nicht (mehr) aus.


    Verstehe nicht, was das mit Dummheit zu tun hat. Es ist eher so, dass ich Menschen, die, käme es zu so einer Ausnahmereglung, hinter jeder größeren Versammlung von Menschen eine Gruppe von (ausschließlich) Geimpften vermuten, für überaus - sagen wir - treuherzig halten würde.

  • Im Podcast Die Idee, erklärt Christian Karagiannidis, das ist der wissenschaftliche Leiter des DIVI-Intensivregisters, warum das Register im letzten Jahre zuerst höhere Kapazitäten ausgewiesen hat. Ab 14m40s antwortet er auf mehrere kursierende Anwürfe:


    https://www.ndr.de/media/audio…c6-83c7-be1b483d59f7.json

    Im Prinzip sagt er, was schon bekannt ist, anfänglich wurden Betten gemeldet, die den Kriterien für ein Intensivbett nicht entsprechen, meistens fehlt der zugehörige Personalschlüssel für den Betrieb. (Einen finanziellen Anreiz für die Meldung nennt er nicht.) Er meint eigentlich erst ab Oktober hätte das Register den wirklichen Zustand der Intensivmedizin wiedergespiegelt. Und dann haben wir seiner Einschätzung nach durch die Last des CoViD-19-Ausbruchs Ende 2020 2000 betriebsfähige high care-Betten durch Personalausfall eingebüßt. Er erzählt noch mehr, zum Beispiel wie die Notfallreserve zu verstehen ist.

    Und das soll man jetzte einfach glauben? Die Grenze für die Freihaltepauschale steht ja nun mal als finanzieller Anreiz gesetzlich fest und lässt sich bei einigen Kliniken auch unmittelbar nach deren Einführung in den Daten wiederfinden. Ist er auf diese konrekten Fälle auch eingegangen?


    Warum sollte man in einer gewinnorientierten Unternehmung etwas anderes erwarten, als dass man diese buchalterischen Kniffe anwendet. Wenn ab 75% Auslastung Zuschüsse gezahlt werden, halte ich die Auslastung auch entsprechend in diesem Rahmen. Schechte Unternehmer sind die, die darauf nicht reagiert haben. Kliniken müssen gewinn machen. Naiv ist, wer meint, das ausgerechnet hier der Kostendruck nicht wirkt.

  • Der Part "obersten Landesgesundheitsbehörde öffentlich empfohlenen Schutzimpfung" macht mich stutzig, da find ich in Bayern erstmal nix (1/2 Std investiert).


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