#476 - Philosoph Wolfram Eilenberger

  • Mir war es auch alles zu beliebig.

    Und doch verdient seine Anstrengung , philosophische Themen leicht und häppchenweise in den Mainstream zu zerren, Anerkennung.

    Dadurch finden vielleicht viele Leute Gefallen daran, weiter zu lesen.

    Vielleicht ist es aber auch nur der Zeitgeist, sich auf der modernen Sinnsuche moderaten Schriften zu widmen ( Harari ist ja auch so'n Phänomen).

  • @Syd

    geh wieder in den Quarantänethread.

  • Ist er das denn? Mir war der Name kein Begriff, aber das muss ja nichts bedeuten.


    Ich denke, man findet unter Bestseller-Autoren sowohl solche, die diesen Status erlangt haben, weil sie den Massengeschmack bedienen, als auch jene, die das Gegenteil tun und damit eine Nische füllen. Wenn die Nische groß genug ist, dann kann daraus auch ein Bestseller werden.


    Ich persönlich finde die zweite Sorte spannender.

    Ich weiß es auch nicht wirklich, hab aber schon Bücher rumliegen sehen und im eigenen Magazin wird das auch so gesagt.

    Bei den Philosophen ist so was eher selten. Precht schreibt welche, aber sonst fällt mir groß keiner ein.

    Vielleicht kann das jemand anders beantworten.

    Ich glaub auch nicht, daß Eilenberger sein Schreiben nach Publikumszahlen ausrichtet.

    Gelesen hab ich noch nix von ihm, nur mal eine Podiumsdiskussion gesehen, das war ähnlich unbegeisternd. Er holt aus , um dann doch alles in einen bescheidenen Rahmen zu zwängen.

    So stelle ich mir seine Bücher vor und was das über eine Gesellschaft aussagt, die die Sorte Philosophie lesen will.


    Sein Buch

  • keine ahnung, kann man machen. fand gut das tilo entspannt blieb, als nach ca. der hälfte strohpuppen gebastelt wurden. die aussage "man solle nicht mehr so naiv sein" gefolgt von "die arbeiter am fließband sollen sich weiterhin durch ihr einkommen ein eigenheim für 400.000€ leisten können" (zitate nicht wörtlich), naja....da bin ich schon irgendwie froh zu wissen, dass ich nicht weiss. :S

  • Ich war und bin ja echt gespannt auf eure Eindrücke zu diesem Gespräch :P

    Intelligente Menschen wie Eilenberg sollten doch erkennen, das Freiwilligkeit nicht funktionieren kann. Freiwilligkeit bedeutet ständige Anstrengungen und trotzdem Nachteile gegenüber denjenigen, die wie der Mainstream handeln.

    Menschen wie Eilenberg können so z.B. die Vorteile geniessen (weniger Tierleid und CO2 Eintrag in die Atmosphäre) ohne gleichzeitig Nachteile in Kauf nehmen zu müssen (vegan leben).

    Dazu kommt beim Prinzip Freiwilligkeit, dass die Industrie den Konsumenten zu wenig Angebote macht, weil ja grundsätzlich kein Bedarf besteht. Und Entwicklung kostet immer Geld, also schmälert den Gewinn.

    Nochmal das Beispiel vegane Produkte: Selbst viele Produkte, die aus Tradition keine tierischen Bestandteile enthalten, werden nicht als vegan gekennzeichnet. Oft hat die Industrie Bedenken, dass dann weniger mainstream Kunden zugreifen.


    Die Aussage, eigentlich nie Urlaub zu machen, weil er ja trotzdem immer lesen würde usw. finde ich sehr eitel und seltsam. Für einen Selbstständigen ist Urlaub nun mal eine Zeit, in die absichtlich keine Termine (wie z.B Auftritte ) gelegt werden. Wie die dadurch gewonnene Zeit dann genutzt wird, ist doch jedem selbst überlassen. Urlaub ist doch nicht mit Ballermann gleichzusetzen, sondern eher mit Kraft tanken durch einem Ausbruch aus den Gewohnheiten.

  • Mein Feedback an Tilo wäre, dass du vielleicht etwas mehr die Spezialgebiete der Gäste beleuchtest als das eine zugegeben bestimmende Thema der "Klimakapitalismuskrise".

    Mein Feed-Back wäre eher das umgekehrte. Mich interessieren Antworten möglichst vieler "Experten" bzw. "Profidenker" aus verschiedensten "Fakultäten" auf DIE existenzielle Frage unserer Zeit, nämlich die "Klima-Kapitalismuskrise".

  • Mein Feed-Back wäre eher das umgekehrte. Mich interessieren Antworten möglichst vieler "Experten" bzw. "Profidenker" aus verschiedensten "Fakultäten" auf DIE existenzielle Frage unserer Zeit, nämlich die "Klima-Kapitalismuskrise".

    Kann ich verstehen, vor allem weil die Frage nach dem System außer Tilo fast niemand stellt kann ich das nachvollziehen und halte das auch für wichtig. Aber wenn das Gegenüber sich damit nicht beschäftigt hat und keine Kapitalismuskrise sieht, dann kann das Gespräch schnell abflachen und langweilig werden.

  • Kann ich verstehen, vor allem weil die Frage nach dem System außer Tilo fast niemand stellt kann ich das nachvollziehen und halte das auch für wichtig. Aber wenn das Gegenüber sich damit nicht beschäftigt hat und keine Kapitalismuskrise sieht, dann kann das Gespräch schnell abflachen und langweilig werden.

    Das würde ich in Kauf nehmen. Gerade weil außer Tilo niemand diese Frage stellt. Gesprächspartner sollten sich durchaus daran messen lassen, ob sie interessante Lösungsansätze hinsichtlich überlebenswichtiger Fragen anbieten und damit die Diskussion bereichern. Alles andere ist angesichts der Lage vielleicht unterhaltsam, aber doch Geschwätz.

  • Ich finde Wolfram unterbewertet (vielmehr dieses Interview), er hat eine nette Denksystematik, seine Überzeugungen dagegen scheint er nicht direkt damit auszurichten.

    Gut konnte man sich ansehen wie er es sich im universitären Elfenbeinturm gemütlich gemacht hat und es geradezu als Zumutung empfindet er sich mit Drittmittelanträgen und interdisziplinären Forschungsaufgaben zu befassen.

    FFF gegenüber scheint er mir die realistische Ansicht gegenüber Tilo zu haben.

    Geradezu gefährlich finde ich Tilos Ansicht Grundrechte wie das Eigentum absolut demokratisch zu beschneiden, da kommen dann direkt die durstigen Detlefs aus den Löchern und wollen erst über

    Migration und dann über Flüchtlinge abstimmen.



    Gerade Bayerisch irgendeine Sexyness unterschummeln zu wollen, absurd... Mehr nach Ziegenpeter klingen geht nun wirklich nicht.

    Bairisch bzw boarisch hoaßt des.

    Aber freilich :)

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