"Wirtschaftsbriefing" mit Maurice

  • Wie kann man als Laie zwischen den konträren Meinungen von Volkswirten wie Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn und dem eher linken Maurice Höfgen unterscheiden? Welche Schritte sind notwendig, um ihre Argumente zu prüfen und eine eigene Meinung zu bilden?

    Naja, nur mal ganz kurz würde ich folgendes Vorschlagen...man könnte sich zB mal angucken wer hier welche Position vertritt und welche Gruppe von der jeweilig vertretenen Position profitiert. Und sich dann vllt noch fragen zu welcher Gruppe man selber gehört.


    Dazu könnte man sich zB mal die Einkommens oder Vermögensverteilung angucken, Herr Unsinn vertritt eine Position die dazu führt eine reiche und mächtige Minderheit vor mehr Umverteilung zu schützen und die Mehrheit der Bevölkerung weiter auszubeuten etc, Maurice hingegen ist mit seiner eher linken Position für mehr Umverteilung usw.

    So sah die Vermögensverteilung für Deutschland in 2018 aus(seit dem ist es noch deutlich schlimmer geworden), über 40 Millionen Menschen der unteren Hälfte der Bevölkerung besitzen fast nichts, die reichsten 10% besitzen fast alles:

    Absolutes_Verm%C3%B6gen_deutscher_Haushalte_nach_Verm%C3%B6gensgruppe.png

    Und btw, weil du "Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn" schreibst...der Typ ist ein perfektes Beispiel dafür warum ein Prof. oder Dr. Titel total wertlos ist, Herr Unsinn ist ja zB angeblich ein Ökonomie Experte, aber mal ein kleines Beispiel...man sieht an so Dingen wie dem hetzen gegen die Energiewende und dem befürworten von Atomkraft warum er eben kein Ökonomie Experte ist und er meistens einfach total ideologisch irgendwelchen Bullshit erzählt, die Atomkraft ist die teuerste Form der Energieerzeugung und rein ökonomisch totaler Unsinn...die Mehrheit der Fachleute sagt sowas auch sehr deutlich:

    Energie-Professor: Atomkraft "teuerster Strom aller Zeiten"

    ...

    Michael Sterner, Ingenieur und Professor für Energiesysteme an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg, ist gegen längere Laufzeiten der Kernkraftwerke in Deutschland. Kosten und Risiken sind laut Sterner zu hoch.

    ...

    Atomstrom ist "der teuerste Strom aller Zeiten", sagte Sterner am Donnerstag, 4. August, dem Bayerischen Rundfunk (Studio Niederbayern) aus Anlass des Besuchs von Ministerpräsident Söder und Oppositionsführer Friedrich Merz im Atomkraftwerk Isar 2 nahe Landshut...

    Das Märchen vom billigen Atomstrom

    ...

    Atomstrom billiger als Ökostrom? Mit dieser Behauptung versuchen Atombefürworter Stimmung für die Atomenergie zu machen. Doch die Wahrheit sieht anders aus. Tatsächlich fallen für Atomstrom deutlich höhere Kosten an als bekannt. Sogenannte verdeckte Kosten. Denn Atomstrom erscheint nur deshalb billiger als Ökostrom, weil die massive Förderung der Kernkraft durch die Steuergelder meistens nicht berücksichtigt wird. Seit 1950 bis 2010 sind in Deutschland mehr als 200 Milliarden Euro in Atomstrom investiert worden. Mehr als in jede andere Energieform. Diese Kosten erscheinen nicht auf der Stromrechnung, im Unterschied zur Förderung von Erneuerbaren Energien. Tatsächlich ist richtig, dass bereits jetzt Erneuerbare Energien ohne Förderung konkurrenzfähig wären, würden die Strompreise fair berechnet.

    ...Berücksichtigt man diese Kosten, ist Atomkraft eine der teuersten Möglichkeiten der Energieerzeugung.

    „Atomkraft ist die mit Abstand teuerste Stromerzeugungstechnologie“

    ...

    Prof. Dr. Christian von Hirschhausen, Leiter des Fachgebiets Wirtschafts und Infrastrukturpolitik an der Technischen Universität Berlin und Forschungsdirektor Internationale Infrastrukturpolitik und Industrieökonomie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) trifft dazu eine klare Aussage: „Die Nutzung der Atomkraft
    zur Energieerzeugung hat sich in keinem Moment der Geschichte ökonomisch gelohnt. Es gibt bis heute kein einziges Atomkraftwerk, das Geld erwirtschaftet hätte. Ganz im Gegenteil: Es entstehen immense Verluste.“

    Der Energieökonom geht noch einen Schritt weiter: Auch wettbewerbsfähig sei die Kernenergie nicht. „Es ist die mit Abstand teuerste Stromerzeugungstechnologie. Auch erneuerbare Energien sind günstiger als die Atomkraft.“...

    Die "zivile" Atomkraft gibt es eigentlich nur daher weil man damit die unglaublich hohen Kosten für die ganze Infrastruktur für Atomwaffen vor der Bevölkerung verstecken kann, würden die Kosten im Budget für das Militär auftauchen, wäre es für die Bevölkerung viel einfacher zu sehen wie hoch die Kosten in Wahrheit sind.


    In Frankreich - dem größten Atomkraft Land der Welt - hat der französische Diktator diesen Zusammenhang übrigens auch mehr oder weniger offen zugegeben:

    ...
    Dass bei Atomkraft immer die zivile und die militärische Seite zusammengehören, hat der
    französische Präsident Macron in seiner Rede 2020 auf den Punkt gebracht:
    Zitat: „Ohne zivile Atomenergie gibt es keine militärische Nutzung der Technologie – und
    ohne militärische Nutzung gibt es auch keine Atomenergie“.

    ...

    Und an solchen Sachen bzw Zusammenhängen erkennt man dann auch was für Propagandahuren so Leute wie Herr Prof. Dr. Unsinn eigentlich sind, die verschweigen sowas nämlich mit Absicht.

  • Gemäß den Daten von 2018 besaßen über 40 Millionen Menschen aus der unteren Hälfte der Bevölkerung kaum nennenswertes Vermögen, während die reichsten 10% fast alles besaßen. Trotz dieser scheinbar ungerechten Verteilung ist es wichtig zu betonen, dass die meisten Menschen in Deutschland nicht hungern müssen oder obdachlos sind. Tatsächlich hat Deutschland eine der niedrigsten Armutsquoten und Obdachlosenraten in Europa (Quelle: Eurostat, 2018).

    Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass das deutsche Sozialsystem und der Wohlfahrtsstaat eine gewisse finanzielle Sicherheit und soziale Stabilität gewährleisten. Dieses System sorgt dafür, dass die Grundbedürfnisse der Bevölkerung, wie Bildung, Gesundheitsversorgung und soziale Sicherheit, erfüllt werden (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung, 2020).

    Prof. Dr. Sinn argumentiert, dass die meisten Menschen nicht in der Lage sind, ihr Vermögen selbstständig zu vermehren, und dass bei einer vollständigen Umverteilung die gleichen 10% der Bevölkerung erneut reich werden würden (Quelle: Sinn, H.-W., 2014). Dies legt nahe, dass die Vermögenskonzentration bei den reichsten 10% auf deren Fähigkeiten und Kenntnissen im Umgang mit Geld und Investitionen beruht. Aus dieser Perspektive könnte man argumentieren, dass diese Vermögenskonzentration ein natürlicher Prozess ist, der auf den unterschiedlichen Fähigkeiten der Menschen basiert.

    Außerdem ist es wichtig zu betonen, dass die reichsten 10% der Bevölkerung einen erheblichen Teil ihres Einkommens und Vermögens in Form von Steuern abgeben, die wiederum zur Finanzierung des Sozialsystems beitragen. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) tragen die reichsten 10% etwa 55% der gesamten Einkommenssteuerlast (Quelle: Bach, S., & Beznoska, M., 2019). Dies zeigt, dass sie einen bedeutenden Beitrag zur Finanzierung des Wohlfahrtsstaates leisten.

    Jedes Volk hat seinen eigenen Begriff von Gut und Böse.

    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

  • Prof. Dr. Sinn argumentiert, dass die meisten Menschen nicht in der Lage sind, ihr Vermögen selbstständig zu vermehren, und dass bei einer vollständigen Umverteilung die gleichen 10% der Bevölkerung erneut reich werden würden (Quelle: Sinn, H.-W., 2014). Dies legt nahe, dass die Vermögenskonzentration bei den reichsten 10% auf deren Fähigkeiten und Kenntnissen im Umgang mit Geld und Investitionen beruht. Aus dieser Perspektive könnte man argumentieren, dass diese Vermögenskonzentration ein natürlicher Prozess ist, der auf den unterschiedlichen Fähigkeiten der Menschen basiert.

    Der Unterschied zwischen diesem Unsinn und linker Wirtschaftstheorie ist, dass letztere ganz explizit kritisiert, wie die bürgerliche Ökonomik genau solche ideologischen Thesen verbreitet, um die kapitalistischen Verhältnisse zu naturalisieren - sie also als natürliche Entwicklung darzustellen - und sie somit zur unabdingbaren Grundlage entwickelter menschlicher Gesellschaften zu erklären.


    Aber schöne Definition für Sozialdarwinismus.:thumbup:

  • Außerdem ist es wichtig zu betonen, dass die reichsten 10% der Bevölkerung einen erheblichen Teil ihres Einkommens und Vermögens in Form von Steuern abgeben, die wiederum zur Finanzierung des Sozialsystems beitragen. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) tragen die reichsten 10% etwa 55% der gesamten Einkommenssteuerlast (Quelle: Bach, S., & Beznoska, M., 2019). Dies zeigt, dass sie einen bedeutenden Beitrag zur Finanzierung des Wohlfahrtsstaates leisten.

    Genau diesen Unsinn verbreitet BILD bzw Springer&Co sehr gerne, ist mir bekannt, mit dieser Propaganda manipuliert man die Bevölkerung, es stimmt aber einfach nicht.


    Die Wahrheit sieht eher so aus:

    Wenn in den Medien von Steuerbelastung die Rede ist, sind meist nur die Lohn- und Einkommensteuern gemeint. Diese sind progressiv gestaffelt, was bedeutet, dass höhere Einkommen überproportional mehr zahlen als niedrigere. In der öffentlichen Diskussion oft unerwähnt bleibt die Tatsache, dass die Einkommensteuer nur einen relativ geringen Anteil am gesamten Steuer- und Abgabenaufkommen ausmacht. Im Jahr 2016 waren es nicht mehr als 19,1 Prozent.

    Der mit Abstand größte Anteil am Steuer- und Abgabenaufkommen entfällt auf die Sozialversicherungsbeiträge, die im Jahr 2016 stolze 47,2 Prozent betrugen. Ebenfalls beachtlich ist mit einem Anteil von 16,2 Prozent jenes Aufkommen, das die Umsatzsteuer in die Staatskasse spült.

    ...

    Eine Studie des Rheinisch-Westfälisches Instituts zeigt deutlich, dass insbesondere Haushalte aus dem mittleren Einkommensbereich mit einem Bruttoeinkommen zwischen 20.000 und 70.000 € einen hohen Finanzierungsanteil an den Kosten des Gemeinwesens aufweisen. […] Den größten Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens leisten die Haushalte mit einem Bruttoeinkommen zwischen 30.000 und 40.000 €“...

    abb_2.svg

    ...

    Die breite Masse bis zu einem Jahreseinkommen von 70.000 Euro steuert hingegen Zweidrittel des gesamten Steueraufkommens bei, wie Abbildung 2 verdeutlicht. Die Aussage, die Top-Einkommen finanzierten den Sozialstaat, greift also zu kurz.
    Den Löwenanteil aller Steuern und Abgaben tragen de facto die Einkommensbezieher mit weniger als 70.000 Euro...

    Das oberste Zehntel bezahlt zwar tatsächlich 32,8 Prozent aller Steuern und Abgaben, verdient aber auch 32,1 Prozent aller Einkommen (Bach et al., 2016). Die restlichen 90 Prozent der EinkommensbezieherInnen verdienen dementsprechend 67,9 Prozent der Gesamteinkommen und müssen aber trotzdem die verbleibenden 67,2 Prozent der Steuerlast tragen. So betrachtet ist die Gesamtbelastung der reichsten zehn Prozent erstaunlicher Weise kaum progressiv.


  • Da die Website https://steuermythen.de versucht, die Aufmerksamkeit auf die "ungerechte" Verteilung von Reichtum und die Notwendigkeit von Steuerreformen zu lenken. Leider werden die Argumente der Website oft von Interessenvertretern der Reichen und Mächtigen diskreditiert, die ihr eigenes wirtschaftliches Interesse über das Wohl der Gesellschaft stellen.



    Die Vermeidung von Verschuldung in Deutschland ist essentiell, um eine stabile Wirtschaft zu gewährleisten. Erstens fördert eine geringe Verschuldung das Vertrauen in das Land und seine Währung, wodurch Investitionen angezogen werden. Zweitens ermöglicht es dem Staat, in wirtschaftlichen Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben und gezielte Konjunkturmaßnahmen einzusetzen. Schließlich reduziert eine niedrige Verschuldung die Zinslast, wodurch mehr finanzielle Ressourcen für Bildung, Infrastruktur und soziale Sicherung verfügbar sind.

    Jedes Volk hat seinen eigenen Begriff von Gut und Böse.

    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

  • Es geht lediglich darum, mir mehr Wissen anzueignen, nur weil ich den 2. Absatz geschrieben habe, widerspiegelt es nicht meine Meinung.

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    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

  • joa wenn du dich ein bisschen durch maurice content klickst findest du auf jeden fall ne gegenposition dazu. würde sagen, das ist sogar sein zentrales thema, dass schulden nichts schlechtes sind, im gegensatz, der staat muss seiner meinung nach schulden aufnehmen und investieren, damit es wachstum gibt.

  • Ich habe so ziemlich jedes Video von Ihm gesehen, aber auch von Sinn und Co, wie soll man sich denn als Laie dann eine Meinung bilden, es ähnelt einer Glaubensfrage und wenn es um Glauben geht, sind viele nicht in der Lage die Argumentationen der anderen Seite zu erfassen und die eigene Meinung zu ändern

    Jedes Volk hat seinen eigenen Begriff von Gut und Böse.

    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

  • na ja man nimmt halt das was einem selbst am logischsten erscheint. und hans-werner sinn labert seit jahrzehnten zu sämtlichen themen so viel unsinn, dass man ihn auch gut und gerne hans-werner unsinn nennen kann. also wenn der was sagt geh ich mittlerweile eigentlich immer erstmal davon aus, dass das gegenteil stimmt.


    aber ja bei so wirtschaftsfragen is das schon schwierig, weil es halt schwer messbar ist. leute die ne gewisse "glaubensrichtung " vertreten sagen dann sowas wie "ja die ordnung war nicht zu 100% das was wir uns vorstellen und wenn wirs genauso gemacht hätten, hätts auch funktioniert" und die anderen sagen das gleiche. es setzt sich aber auch selten ne glaubensrichtung so komplett durch, dass man sagen kann sie wurde umgesetzt, es ist oft ein kompromiss. man kann aber schon an gewissen beispielen sehen welche dinge funktionieren und welche nicht, wenn du dir zb mal anschaust wie unterschiedlich griechenland und portugal aus der eurokrise gekommen sind. portugal hat viel besser performed und ansätze gewählt, von denen ich jetzt mal behaupten würde dass maurice da eher dahinterstehen würde und griechenland wurde die austerität diktiert die hans-werner sinn mit sicherheit befürwortet. brasilien unter lula oder bolivien unter morales hatten auch gute wirtschaftliche entwicklungen und wachstumsraten mit linken wirtschaftspolitischen ansätzen.


    und so ganz generell hat zb in europa ein eher neoliberaler, konservativer ansatz dominiert und wahnsinnig toll sind unsere wachstumsraten nie gewesen und vor allem ist es super beschissen verteilt, die breite masse wurde defacto enteignet. parteien sagen dann sowas wie ja unser bruttosozialprodukt is ja stetig gestiegen, aber es kann dir halt niemand sagen ob es nicht 50% mehr gestiegen wäre, wenn jemand wie höfgen die zügel in der hand gehabt hätte. oder halt weniger

  • Ich habe so ziemlich jedes Video von Ihm gesehen, aber auch von Sinn und Co, wie soll man sich denn als Laie dann eine Meinung bilden, es ähnelt einer Glaubensfrage und wenn es um Glauben geht, sind viele nicht in der Lage die Argumentationen der anderen Seite zu erfassen und die eigene Meinung zu ändern

    Eigentlich ist es weniger eine Frage des Glaubens an sich, sondern eine Frage des richtigen Glaubens [1] , dessen Anhänger sich mit jenen des - jeweils nach ihrer eigenen religiösen Überzeugung - falschen Glaubens [2] darüber streiten, wie man sich dem Gott [3], an den sie beide glauben, am besten zum Wohlgefallen verhalten sollte. Katholiken gegen Protestanten, Schiiten gegen Sunniten, usw.


    Um sich als unbeteiligter (und dabei absolut nichts mitzureden habender) Mensch nicht von einer der beiden Seiten in diesen konfessionellen Bürgerkrieg hineinziehen zu lassen, muss man entweder an einen völlig anderen Gott [4] glauben, oder zu der Erkenntnis[5] gelangen, dass der Götterglaube an sich in jedem Fall eine menschliche Erfindung ist, und dass sich jene Menschen, die sich mit religiösem Eifer darüber streiten wie ihm am besten zu dienen sei damit selbst Grenzen des Denkens auferlegen, die es ihnen unmöglich machen, ihren Irrglauben als solchen zu erkennen.


    In diesem Fall wäre [1] zum Beispiel der Glaube Maurice Höfgens, dass der Kapitalismus eigentlich eine (öko-)soziale Marktwirtschaft [3] sein könnte, wenn falsche Propheten [2] wie H.-W. Sinn nicht ständig falsches Gedankengut predigen, und so dafür sorgen würden, dass man ihn schändlich und sündig dazu missbraucht, aus Geld mehr Geld, und somit die privaten EigentümerInnen der Produktionsmittel immer reicher zu machen, anstatt sein enormes produktives Potenzial per staatlicher Regulierung zum Wohle der Allgemeinheit - inkusive des "kleinen Mannes" - einzusetzen.


    Natürlich glaubt auch Prof. em. Dr. hc. mult. H.-W. Sinn an die gute Sache und frohe Botschaft der sozialen Marktwirtschaft [3] als Ziel der volkswirtschaftlichen Produktion. Immerhin war er selbst mal ein "kleiner Mann", denn er stammt aus einfachen Verhätnissen. In seiner Glaubenswelt ist das sozialmarktwirtschaftliche Paradies aber nur zu realisieren, wenn der Staat den privaten EigentümerInnen der Produktionsmittel nicht ständig in die produktive Parade fährt, sondern ihnen stattdessen möglichst gute Rahmenbedingungen setzt, damit sie ganz viel produzieren und dafür ganz viele Arbeitsplätze schaffen, mit deren Hilfe sich dann auch der "kleine Mann" einen vergleichsweise bescheidenen, aber für seine ohnehin beschränkten Bedürfnisse völlig ausreichenden Wohlstand erarbeiten kann.


    Der größte Unterschied zwischen diesen beiden Vertretern von Sekt(ion)en der selben Heilslehre - [3] -> Soziale Marktwirtschaft - ist, dass Höfgen und die MMTler, sowie diverse andere AnhängerInnen keynesianischer und post-keynesianischer Theorien daran glauben, dass der Staat notfalls auch mit eigenen Investitionen die nötige private Arbeitsplatz- und massenhafte Kaufkraftschöpfung antreiben soll, wenn der Markt von sich aus nicht die nötige Anreizkraft entfalten kann, um die privaten ProduktionsmitteleigentümerInnen zu mehr produktiven, und für die Allgemeinheit - a.k.a.: den "kleinen Mann" - nützlichen Investitionen, also letztendlich auch zu mehr Lohnarbeitsgelegenheiten für viele kleine Männer und Frauen zu bewegen.

    Dabei gehen sie davon aus, dass das dazu nötige staatliche Investitionspotenzial auch einfach von der Staatsführung, bzw. von staatlicch zu kontrollierenden Zentralbanken, aus dem Nichts erschaffen werden kann, so lange es nur zu tatsächlich produktiven privaten Investitionen führt.

    Weil diese Sekte die Masse der kleinen Männer und Frauen als Antreiber der volkswirtschaftlichen Nachfrage, und dieselbe als eigentlichen Motor der gesamten Wirtschaft ansieht, und sich daher dafür einsetzt, ihnen per Staatsintervention in den Markt die nötige Kaufkraft dafür in die Hand zu geben, gelten sie als "linke" oder progressive ÖkonomInnen.


    Neoklassiker wie H,-W. Sinn gelten als "rechte" oder konservative Wirtschaftsgelehrte, weil ihre Sekte davon ausgeht, dass nur die EigentümerInnen des privaten Kapitals darüber entscheiden sollten, worin, wann, wieviel zu investieren, und was am Markt anzubieten sei - da diese als professionelle InvesteurInnen und WarenanbieterInnen darin bestens geschult, geübt, und schon aus reinem Eigeninteresse dazu prädestiniert seien, immer die für sie selbst nützlichste Entscheidung zu treffen -, und dass der Markt ihnen dafür die einzig sinnvolle Entscheidungshilfe bieten könne, weil der Markt in den Augen der Dammen und Herren Sinn et al. eine neutrale Instanz ist, die auf Grundlage der ewigen Gesetzmäßigkeiten von Angebot und Nachfrage wie ein unparteiischer Schiedsrichter darüber befindet, welche Waren von der Allgemeinheit gemäß ihrer allgemeinen Bedürfnislage nachgefragt werden.

    Der Staat darf nach dieser Lesart dieses sensible Marktgleichgewicht nicht stören, indem er z.B. selbst Geld druckt und es dort hinein wirft, weil der Staat ja nicht die Bedürfnisse der Allgemeinheit repräsentiert, sondern politische Ziele seiner jeweils regierenden Staatsführung.

    Und damit diese Staatsführung die nationale Wirtschaft nicht für ihre politischen Zwecke missbrauchen und so an den Bedürfnissen der Allgemeinheit - sprich: der kleinen Männer und Frauen - vorbei in den Abgrund führen kann, darf sie den Staat nicht überschulden, um damit der unsichtbaren Hand des Marktes in ihr neutral und unparteiisch regelndes Handwerk zu pfuschen.


    Beide Sichtweisen verlassen sich allerdings im treuen Glauben [1][2] an die soziale Marktwirtschaft als Endziel allen irdischen Schaffens und Anschaffens[3] darauf, dass nur die permanente Investition von Geld in die Produktion von mehr-geld-werten Waren, und die anschliesende Reinvestition der mit ihrem Verkauf am Markt zu realisierenden Gewinne in die Produktion von noch mehr Mehrwert, eine echte "Wert"-Schöpfung, und somit der Allgemeinheit der kleinen Männer und Frauen einen Wohlstand für alle ermöglichen kann. Sie glauben also eigentlich nicht an die soziale, oder sonst irgendeine Marktwirtschaft[3], sondern an den Kapitalismus[3].


    Der Kapitalismus ist allerdings weder eine göttliche Fügung, noch eine naturgesetzliche Notwendigkeit, sondern eine rein menschengemachte Entwicklung, die in der über zweihunderttausend Jahre währenden Geschichte des Homo Sapiens nur eine vergleichsweise winzige Zeitspanne von - je nach Schwerpunkt der Betrachtung - 250 bis 500 Jahren einnimmt, und währenddessen trotzdem für mehr Massenmord, Artensterben, Umweltzerstörung und Klimawandel gesorgt hat, als alle vorangegangenen sozioökonomischen Systeme.


    Und das liegt - nach Ansicht verbohrter linksradikaler ideologen [5], die den Glauben an eine soziale Marktwirtschaft im gegenwärtigen System für ein Hirngespinst, und den Streit zwischen bürgerlichen, kapitalistischen Ökonomen für religiöses Sektierertum innerhalb eines gigantischen Irrglaubens halten - in erster Linie daran, dass der Kapitalismus ein permanentes Wettgeschäft auf zukünftige Erträge - also ein gigantisches Schneeballsystem - ist, welches darauf basiert, dass sich private Investoren verschulden, um aus mittels dieser Kreditaufnahme geschöpftem Geld so viel mehr Geld zu machen, dass sie damit nicht nur ihre Schulden abbezahlen und ihre Produktionskosten - inklusive Arbeitslöhnen für die kleinen Männer und Frauen - begleichen, sondern auch noch einen ordentlichen Gewinn dabei einstreichen können.

    Denn wenn sie damit keinen Gewinn erzielen könnten, dann würden sie sich auch kein neues Geld mehr leihen - egal ob das dann von privaten Banken oder von der staatlich geprüften MMT-Zentralbank geschöpft würde - es entsünde also gar kein neues Geld mehr, niemand könnte seine Schulden zurück bezahlen, und das ganze Schneeballsystem würde in einer Wirtschaftskrise enden, die es unter seinem eigenen Schuldenberg begräbt und die Piste für Leute ebnet, die ganz anderen Göttern ([4] - z.B.: Allah, Jehovah, "Gott", Kaiser, Nation, Volk, Herrenrasse etc.) huldigen.


    Und weil das auch die ganzen links- wie rechts-bürgerlichen Ökonomiegelehrten wissen, von denen sich die links- wie rechtsbürgerlichen Parteien und politischen Führungspersonen beraten lassen, tun sie alle gemeinsam - und zum Wohle der Allgemeinheit - alles dafür, dass der Kapitalismus weiter funktioniert, und dass die kleinen Männer und Frauen nicht vom Glauben abfallen und schön weiter um das goldene Kalb - bzw. um goldene Bullen und Bären - herum tanzen, während sie sich in ihren akademischen Konventen und Konklaven fürchterlich darüber streiten, mit welcher reinen Lehre das am besten zu bewerkstelligen sei.

  • Die Vermeidung von Verschuldung in Deutschland ist essentiell, um eine stabile Wirtschaft zu gewährleisten. Erstens fördert eine geringe Verschuldung das Vertrauen in das Land und seine Währung, wodurch Investitionen angezogen werden. Zweitens ermöglicht es dem Staat, in wirtschaftlichen Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben und gezielte Konjunkturmaßnahmen einzusetzen. Schließlich reduziert eine niedrige Verschuldung die Zinslast, wodurch mehr finanzielle Ressourcen für Bildung, Infrastruktur und soziale Sicherung verfügbar sind.

    Und weil das so ist, fliegen uns gerade mit jahrelanger/jahrzehntelanger Ansage Infrastruktur, Bildung und soziale Sicherung um die Ohren. :/

  • Und weil das so ist, fliegen uns gerade mit jahrelanger/jahrzehntelanger Ansage Infrastruktur, Bildung und soziale Sicherung um die Ohren. :/

    Wenn der Bund meine Reihnmetall Aktien Hochjagd durch neue Bestellungen. Bei einer Firma, welche an der Börse ist und durch Steuergelder bezahlt werden ist doch wunderbar für die Aktieninhaber, ich habe mein Geld dadurch verdoppelt, hoffentlich "gewinnt" die Ukraine...


    Ach ne sind ja nur Schulden, die wir in die Ukraine schicken. Aber schulden für die Schulen sind nicht möglich?

    Jedes Volk hat seinen eigenen Begriff von Gut und Böse.

    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

  • Wenn der Bund meine Reihnmetall Aktien Hochjagd durch neue Bestellungen. Bei einer Firma, welche an der Börse ist und durch Steuergelder bezahlt werden ist doch wunderbar für die Aktieninhaber, ich habe mein Geld dadurch verdoppelt, hoffentlich "gewinnt" die Ukraine...


    Ach ne sind ja nur Schulden, die wir in die Ukraine schicken. Aber schulden für die Schulen sind nicht möglich?

    An Schulen hast Du (und H.W. Unsinn und seine Freunde) ja auch keinen Anteil mittels Aktien. ;)

    Da setzt dann der Erkenntnisprozess ein, warum ein H.W. Unsinn Investitionen in Rüstungsgüter sicher gut und richtig findet, zu viel (unproduktives) Geld für Bildung und Sozialgedöns aber nur unsere finanzielle Stabilität gefährdet.

    Er hat halt, wenn er ehrlich zu sich selbst wäre, kein Interesse am Staat Deutschland, sondern er hat ein Partikularinteresse an den Gewinnerzielungsmöglichkeiten innerhalb dessen. Deshalb hat er ja auch gegen Mindestlohn und so gewettert, weil das die Profite seiner Claqueure schmälert, während es volkswirtschaftlich betrachtet natürlich den Binnenkonsum stärkt, also der Wirtschaft hilft.

  • joa wenn du dich ein bisschen durch maurice content klickst findest du auf jeden fall ne gegenposition dazu. würde sagen, das ist sogar sein zentrales thema, dass schulden nichts schlechtes sind, im gegensatz, der staat muss seiner meinung nach schulden aufnehmen und investieren, damit es wachstum gibt.

    Das ist übrigens nicht nur Maurice seiner Meinung nach so, es ergibt sich aus der Logik unseres Systems, man muss sich einfach mal angucken wie Geld eigentlich entsteht, dazu kann man sich zB mal die Kredittheorien und den Weg der Geldschöpfung angucken.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kredittheorie

    https://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung


    Hier wird es auch etwas vereinfacht erklärt:

    Das Geldsystem verursacht ständig wachsende Verschuldung

    ...wer macht das Geld? Oder in der Fachsprache: Wie wird es geschöpft? ...

    Dieses System der Geldschöpfung ist überall auf der Welt gleich: Geld entsteht durch Kredit. Deshalb sind Geld und Schulden zwei Seiten derselben Medaille. Und für jeden Euro Schulden hat irgendjemand auf der Welt einen Euro Vermögen.

    Doch was bedeutet Geldschöpfung per Kredit? Wenn eine Bank 100.000 Euro Kredit vergibt, z.B. für einen Immobilienkauf, dann schöpft sie dieses Geld im Prinzip aus dem Nichts. Sie muss zwar eine Mindestreserve von derzeit 8% vorhalten, um diesen Kredit abzusichern und wird auch eine Besicherung in Form von z.B. einer Hypothek verlangen; insofern ist die Kreditschöpfung nicht unbegrenzt möglich. Aber die Bank kann – auch ohne unsere Sparguthaben, Kredite vergeben und damit Geld schöpfen. Banken sind eben nicht nur – wie häufig behauptet wird – Geldvermittler.

    ...

    „Im ökonomischen Wissenschaftsbetrieb stehen bis heute Geldschöpfungstheoretiker in der Nähe von Leuten, die sich Hüte aus Alufolie basteln, um sich gegen gedankenlesende Außerirdische zu schützen. Umso überraschender ist, dass die Bank von England in einem 2014 veröffentlichten Erklärtext zum Geld schreibt: „Eine verbreitete Fehldeutung ist, dass Banken einfach als Vermittler arbeiten, die Einlagen der Sparer weiterverleihen.“ Nein: „Die Banken geben nicht Einlagen als Kredite weiter, sondern schaffen durch die Kreditvergabe diese Einlagen“, erklären die Notenbanker. Die Bundesbank schreibt in einem Buch für Schüler gänzlich schnörkellos: „In der Regel gewährt die Geschäftsbank einem Kunden einen Kredit und schreibt ihm den entsprechenden Betrag auf dessen Girokonto als Sichteinlage gut.“ Die Bank von England schreibt: Weder begrenzen die Reserven an Bargeld oder gleichwertigen Guthaben bei der Zentralbank die Kreditvergabe der Banken, noch steuert die Bank von England die Menge der verfügbaren Reserven der Banken. Vielmehr gilt, dass die Banken zuerst Kredit vergeben und danach schauen, wo sie die benötigten Zentralbankguthaben am günstigsten herbekommen.“ (...)

    Die Banken haben ein Monopol auf die Geldschöpfung und damit gleichzeitig eine enorme Macht, denn sie bestimmen durch die Kreditvergabe in welche Richtung sich die Wirtschaft entwickeln kann.

    Dieses immense Privileg nutzen private Banken um damit Geschäfte zu machen. Sie haben dieses Geschäftsmodell exzessiv genutzt und zu viele Kredite vergeben. Sie haben Berge von Schulden aufgebaut, die durch die Verzinsung immer größer werden. Banken haben hohe Gewinne gemacht, sind stark gewachsen und nun so groß und „systemrelevant“, dass der Staat bzw. der Steuerzahler sie 2008 retten musste, damit nicht das ganze System zusammen bricht.

    Doch obwohl riesige Summen von Geld auf den Finanzmärkten nach Anlage suchen, ist Geld für die meisten Menschen sehr knapp. Warum eigentlich?

    ...

    Stellen Sie sich mal eine Bank vor und wegen der Übersichtlichkeit einen geschlossen Wirtschaftskreis von nur 10 Personen. Eine davon sind Sie. Die Bank leiht jeder Person 100.000 Euro. Es gibt also 1.000.000.- Euro. Nun möchte die Bank nach einem Jahr aber nicht nur 1.000.000.- wieder haben, sondern ein kleines bisschen mehr – von jedem vielleicht 1.000.- Euro also nur 1% und insgesamt 10.000.- Es gibt aber nur diese eine Million, die die Bank über Kredit geschöpft hat. Woher nehmen Sie nun die 1.000.- Euro? – Sie können die 1.000.- Euro nur einem anderen wegnehmen, möglicherweise abjagen im Wettbewerb um die begehrtere Leistung.
    Durch die Verzinsung bzw. den Kapitaldienst oder die Kapitalkosten wird das Geld knapp. Es sind immer mehr Schulden im System als Geld. Einzelne Menschen können es schaffen ihre Schulden plus der Zinsen zurück zu zahlen, aber insgesamt geht das nicht. Insgesamt stehen die Menschen, die mit einem „Schuldgeldsystem“ wirtschaften immer in der Schuld der Banken.

    Kommt nun der Zins- und Zinseszinseffekt ins Spiel wird deutlich: Nicht nur die Geldvermögen wachsen durch Zins und Zinseszins, sondern auch die Schulden. Schulden wachsen durch den Zinseszinseffekt exponentiell. Z.B. geraten verschuldete Staaten leicht in eine Verschuldungsspirale, wenn die Staatsschulden über 50% des Bruttosozialprodukts steigen. Wenn die Schulden nicht mehr zurückbezahlt werden und nur noch Zinsen gezahlt werden können, ist man in einer Schuldenfalle gefangen. Aber können Schulden immer weiter wachsen? Nein, denn irgendwann sind die Möglichkeiten der Schuldner erschöpft, auch die Möglichkeiten des größten und letzten Schuldners – des Staates.

    Und in dem Kontext erklärt sich eigentlich auch der Wachstumszwang:

    Das Geldsystem braucht Wachstum
    Ob wir Wirtschaftswachstum wollen oder nicht, können wir uns nicht aussuchen – unser kapitalistisches Geld- und Wirtschaftssystem muss mindestens in Höhe des Zinsniveaus wachsen um stabil zu bleiben. Die damit einher gehenden stetigen Zinseinkünfte der „Nettozinsgewinner“ sind nicht nur dafür verantwortlich, dass diese immer vermögender werden, sondern erzeugen einen Wachstumszwang, der alternativlos erscheint.

    Werden die Zinseinkünfte nicht unmittelbar und vollständig verkonsumiert, sondern wiederum zinsbringend angelegt (was besonders bei größeren Vermögen die Regel ist), setzt die mächtige Zinseszins-Dynamik ein; und eine daraus entstehende „Wachstumsspirale“. Mit den stetig anwachsenden Geldvermögen wachsen auch die Zins- und Renditeforderungen, die diese Vermögen erwirtschaften sollen. Um diese zu begleichen braucht es wiederum zusätzliche Wertschöpfung – sprich: Wirtschaftswachstum.

  • Es ist wahrlich erstaunlich, wie ein mancher auf den brillanten Gedanken kommt, einen Prof Dr Sinn als "Unsinn" darzustellen. Welch kindliche Naivität! Immerhin hat bereits der große Schröder höchstpersönlich ihn so betitelt, was natürlich die ultimative Weisheit in sich birgt.


    Schuldenaufnahme des Staates ist gefährlich, da sie die Staatshaushalte belastet und langfristig negative Auswirkungen auf die Wirtschaft hat. Steigende Schulden führen zu höheren Zinszahlungen und einem höheren Risiko, die Schulden nicht zurückzahlen zu können. Dies kann zu einer Abwertung der Währung, höheren Inflation und sogar zu einem Staatsbankrott führen. Zudem führt die Schuldenaufnahme zu einer Belastung der künftigen Generationen, da sie für die Rückzahlung aufkommen müssen. Neoliberale Wirtschaftspolitik setzt daher auf eine strikte Haushaltsdisziplin, um die Schuldenquote niedrig zu halten und die Staatshaushalte zu entlasten. Stattdessen sollten staatliche Investitionen in die Infrastruktur und Bildung durch eine Reduzierung der Ausgaben in anderen Bereichen finanziert werden, um langfristiges Wachstum zu fördern.

    Jedes Volk hat seinen eigenen Begriff von Gut und Böse.

    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

  • Es ist wahrlich erstaunlich, wie ein mancher auf den brillanten Gedanken kommt, einen Prof Dr Sinn als "Unsinn" darzustellen. Welch kindliche Naivität!

    Das dieser Typ Unsinn erzählt wurde hier doch ausreichend erklärt, wenn du jetzt trotzdem einfach alle Argumente ignorierst (und keine Gegenargumente lieferst) und dann allen anderen "kindliche Naivität" unterstellst...muss ich mal fragen, willst du überhaupt diskutieren?

    Oder willst du nur neoliberale Propaganda verbreiten?

    Schuldenaufnahme des Staates ist gefährlich, da sie die Staatshaushalte belastet und langfristig negative Auswirkungen auf die Wirtschaft hat. Steigende Schulden führen zu höheren Zinszahlungen und einem höheren Risiko, die Schulden nicht zurückzahlen zu können. Dies kann zu einer Abwertung der Währung, höheren Inflation und sogar zu einem Staatsbankrott führen.

    Das ist doch grundlegend falsch, du hast garnicht verstanden wie unser Geld und Wirtschaftssystem funktioniert.


    Schuldenaufnahme ist nicht gefährlich, sie ist - wie bereits in meinem letzten Beitrag erklärt - sogar notwendig (einige Theorien sagen halt man darf es nur nicht übertreiben, aber die Frage wo genau da die Grenze ist, ist gerade im Kontext von MMT nicht genau geklärt und nicht so einfach zu beantworten), wir leben kurz gesagt in einem Schuldgeldsystem, durch Schulden entsteht Wachstum...und ohne Wachstum würde dieses System auch früher oder später zusammenbrechen (wobei es das sowieso eigentlich früher oder später immer macht).

    Zudem führt die Schuldenaufnahme zu einer Belastung der künftigen Generationen, da sie für die Rückzahlung aufkommen müssen.

    Es ist genau umgekehrt, wenn keine Schulden gemacht werden, werden die künftigen Generationen noch viel mehr belastet, als Beispiel beim Umweltschutz und Klimawandel, wenn die dringend notwendigen Investitionen nicht (oder nicht ausreichend) getätigt werden, werden die zukünftigen Generation mit einer zerstörten Umwelt und einem zerstörten Klima leben müssen, Dürre haben wir ja bereits jetzt die ersten Anfänge, wenn es in Zukunft noch stärkeren Wassermangel und dadurch Nahrungsmittelmangel gibt...dann werden viele Menschen sterben weil neoliberale Idioten geglaubt haben es wäre wichtiger...

    Neoliberale Wirtschaftspolitik setzt daher auf eine strikte Haushaltsdisziplin, um die Schuldenquote niedrig zu halten und die Staatshaushalte zu entlasten. Stattdessen sollten staatliche Investitionen in die Infrastruktur und Bildung durch eine Reduzierung der Ausgaben in anderen Bereichen finanziert werden, um langfristiges Wachstum zu fördern.

    ..."künftige Generationen vor Schulden zu schützen"...neoliberale Wirtschaftspolitik bedeutet einfach gesagt große Teile der Gesellschaft und die staatliche Infrastrukur kaputt zu sparen bzw möglichst viel davon zu privatisieren, sprich, reiche Menschen kaufen alles auf...dies führt dazu einige wenige reiche Arschlöcher noch reicher werden zu lassen und die Mehrheit der Menschen in (noch größere) Abhängigkeit und (noch größeres) Elend zu führen.


    Das kann nicht im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung sein, es ist einfach das Interesse einer kleinen reichen Minderheit welche versucht durch massive Propaganda möglichst viele Menschen zu manipulieren und zur Zustimmung dieser Idiotie zu bewegen.


    Die Frage ist an der Stelle:

    Bist du ein reicher Menschen?


    Nein?


    Warum solltest du diesen Bullshit dann unterstützen?

  • Es ist wahrlich erstaunlich, wie ein mancher auf den brillanten Gedanken kommt, einen Prof Dr Sinn als "Unsinn" darzustellen. Welch kindliche Naivität! Immerhin hat bereits der große Schröder höchstpersönlich ihn so betitelt, was natürlich die ultimative Weisheit in sich birgt.


    Schuldenaufnahme des Staates ist gefährlich, da sie die Staatshaushalte belastet und langfristig negative Auswirkungen auf die Wirtschaft hat. Steigende Schulden führen zu höheren Zinszahlungen und einem höheren Risiko, die Schulden nicht zurückzahlen zu können. Dies kann zu einer Abwertung der Währung, höheren Inflation und sogar zu einem Staatsbankrott führen. Zudem führt die Schuldenaufnahme zu einer Belastung der künftigen Generationen, da sie für die Rückzahlung aufkommen müssen. Neoliberale Wirtschaftspolitik setzt daher auf eine strikte Haushaltsdisziplin, um die Schuldenquote niedrig zu halten und die Staatshaushalte zu entlasten. Stattdessen sollten staatliche Investitionen in die Infrastruktur und Bildung durch eine Reduzierung der Ausgaben in anderen Bereichen finanziert werden, um langfristiges Wachstum zu fördern.

    ok und wieso hat japan jetzt ne niedrigere inflation als wir obwohl deren staatschuldenquote ich glaube 4 mal so hoch ist wie unsere? können du oder der ach so kluge hans werner unsinn mal erklären? und alleine schon der glaube, ein Prof Dr könne keinen unsinn reden, selbst zu themen bei denen er sich eigentlich auskennen müsste ist nunja, ich würde auch sagen von kindlicher naivität geprägt. und erst recht bei themen, bei denen du selbst ja immerhin schon verstanden hast eher glaubensfragen als wissenschaft zu sein.

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