Interessante Sendungen und Links

  • An einem abgelegenen Feldweg in Bassa Baviera heben Mafiapate Marco Bavaria und sein treuer Consigliere Andrea Traffico eigenhändig ein neues Millionengrab aus. Hier im südöstlichen Hinterland zwischen Kuhwiesen und riesigen Maisfeldern versteckt ihre kriminelle Organisation besonders gerne das Geld anderer Leute vor den Häschern der sozialistischen berliner Regierung. "ob jetzat da no' a loch is oder ned is mir grad wurscht", sagt Landwirt Alois Hinterguber, der nebenan seinen Traktor durch eine Futterwiese steuert in breitem germano-italienisch. "Da Marco und da Andi wissn scho' was guad is für unsre Leid. Hauptsach es gehd nix zu die gscherdn Kommunistn do drobn in da DDR."


    "Manche Sachen muss man auch als Capo di Tutti Capi einfach selbst in die Hand nehmen," erklärt uns der erfahrene Syndikatschef, während er in der prallen Südgermanischen Mittagssonne schwitzend die nächste Schippe Sand auf den großen Haufen am Straßenrand schaufelt.

    Seine Leute seien zwar unglaublich effizient, aber eben auch sehr geschäftstüchtig. Da müsse er schon darauf achten, dass der ganze Zaster auch an der richtigen Stelle vergraben werde. "Sonst wandert das ja alles bei denen in den eigenen Vorgarten.", witzelt Don Marco und zwinkert dem keuchenden Andrea fast ein bisschen diabolisch zu.


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    Andreas Scheuer eröffnet Straßen am liebsten in Bayern

    • Vier von acht Verkehrsfreigaben im Wahljahr absolvierte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in seinem Heimatland.
    • Das passt zu einem Politiker, der von seinem Parteichef explizit dafür gelobt wird, dass er viel Geld nach Bayern lenkt.
    • Scheuer „tut alles für die Außendarstellung in der Heimat“, kritisiert die FDP.

    [...] Auf dem CSU-Parteitag am vorvergangenen Wochenende hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder seinen Parteifreund Scheuer gelobt: „Ich kenne wenige Minister, die so viel Geld nach Bayern holen, wie der Andi Scheuer.“ Die Halle applaudierte, anderswo löste der Satz Empörung aus.

    Zum Beispiel in Chemnitz: Die sächsische Großstadt wurde zwar als Standort des Nationalen Wasserstoffzentrums ausgewählt, doch ein erhoffter Förderanteil von 40 Millionen Euro ging stattdessen nach Bayern. „Das ist einfach dreiste Spezlwirtschaft“, sagte der Chemnitzer SPD-Bundestagsabgeordnete Detlef Müller dem RND: „Zwölf Jahre lange haben CSU-Verkehrsminister Millionen und Abermillionen nach Bayern gelenkt. Das passiert in anderen Parteien nicht und wird sich in der nächsten Bundesregierung ändern. Kein Sozialdemokrat, kein Grüner, kein FDPler wird sich das trauen. So ein Vorgehen befördert Politikverdrossenheit in extremem Maße. Und gerade in einer Region wie Chemnitz ist es schlicht gefährlich.“

  • Das alte €$U Urgestein Peter Ramsauer - Mitglied es Bundestages, auch als Jurist Träger gleich mehrerer privater Mandate, und zufällig Ex-Bundsverkehrsminister (s.o.) - findet, der Verhaltenskodex der Unionsfraktion bezüglich der mafiösen Korruption nebenberuflichen Tätigkeiten ihrer Mitglieder komme einer "Fraktions-Stasi" und "Berufsverboten" gleich, die "erfolgreiche Leute mit Beruf" davon abschreckten Politik zu machen.



    Da haben wir's. Die €dU ist von bolschewistischen Elementen unterwandert!

  • Für mich, der ein paar Jahre als klassenloser Atheist großgezogen wurde und auch nach dem Zusammenbruch des Ostblocks nur befremdliche Erfahrungen mit Religion gemacht hat, ist das ja ohnehin schwer nachvollziehbar. Andererseit hängen ja auch viele Leute wider besseren Wissens an Parteibüchern. Ist das vielleicht ähnlich gelagert?

  • Für mich, der ein paar Jahre als klassenloser Atheist großgezogen wurde und auch nach dem Zusammenbruch des Ostblocks nur befremdliche Erfahrungen mit Religion gemacht hat, ist das ja ohnehin schwer nachvollziehbar. Andererseit hängen ja auch viele Leute wider besseren Wissens an Parteibüchern. Ist das vielleicht ähnlich gelagert?

    Ohne es konkret belegen zu können glaube ich ja immer noch, dass sich (der wenn auch schwindende Rückhalt) der Kirche immer noch aus den ländlichen Bevölkerung speist.


    Gerade aufm Dorf ist die Anwerbung von Kindern und Eltern eigentlich total leicht. Der Fußballverein, die Landjugend, der Schützenverein und die Kirchengemeinde ist alles irgendwie miteinander verwoben. Es finden Feste und Veranstaltungen statt, die gemeinsam gefeiert werden. Kirche findet dort als "Happening" statt!


    Sankt Martin ist halt so cool, weil man wochenlang mit seinen Freunden an seiner eigenen Laterne bastelt und dann darfste endlich bei kaltem Herbstwetter mit deiner Laterne durch die Straßen ziehen. Oder die heiligen drei Könige sind geil, weil man sich verkleiden kann und dann nen dicken Pott Süßigkeiten einheimsen kann. Dann wird dir noch ein bisschen erzählt, wie Caspar, Melchior und Balthasar damals dem Stern am Himmel zum kleinen Jesus in den Stall nach Bethlehem gefolgt sind. So hast du den ersten Anknüpfungspunkt mit Religion und Kirche. Das hat erstmal wenig mit Ideologie, Spiriualität oder dergleichen zu tun, sondern du hast ein tolles "Happening" mit deinen Freunden. Zeltlager haben wir auch gemacht. Unserer junger Dorfpriester ist mal mit unserer Bande Jugendlicher auf Schalke gefahren. Das war natürlich nice!


    Und dann reicht es eben schon aus, wenn die Hälfte der Schüler:innen irgendwo bei einem der Vereine mitmachen. So rekrutiert die Kirche sich ihre Leutz.

  • Da wir ja nun höchstwahrscheinlich den besten Merkeldarsteller gewählt haben, den sich das Kapital im Agenda2010-Souvenirshop der Sozen kaufen konnte, kann es nicht schaden, den alten Lügengriechen nochmal rekapitulieren zu lassen, welche Wirtschafts- und Europapolitik ein herzhaftes "Weiter So" mit rotem Lack fortsetzen würde:

    Yanis Varoufakis: Angela Merkel Was Bad for Europe and the World

    Today’s German elections mark the effective end of Angela Merkel’s 16-year rule. Yanis Varoufakis writes for Jacobin about how she became Europe’s most dominant peacetime leader — at the expense of Europe itself.


    [...] Germany’s power is the result of three massive surpluses: its trade surplus, the structural surplus of its federal government, and the inflows of other people’s money into the Frankfurt banks, as a result of the slow-burning, never-ending euro crisis.

    While Germany is swimming in cash, courtesy of these three surpluses, this cash is mostly wasted. Instead of being pumped into the infrastructure of the future, public or private, it is either exported (e.g., invested abroad) or used to buy unproductive assets within Germany (e.g., Berlin apartments or Siemens shares).

    Why can’t German companies, or the federal government, invest these rivers of money productively within Germany? Because — and here lies part of the cruel paradox — the reason these surpluses exist is that they are not invested! Put differently, under Mrs Merkel’s reign, Germany made a Faustian bargain: by restricting investments, it acquired surpluses from the rest of Europe, and the world, that it could then not invest without forfeiting its future capacity to extract more surpluses.

    Looking deeper into their origin, the massive surpluses that empowered Germany under Mrs Merkel are the result of forcing German and, later, European taxpayers to bail out Frankfurt’s inane bankers on condition of engineering a humanitarian crisis in Europe’s periphery (Greece in particular) — a means by which Merkel’s government imposed unprecedented austerity upon both German and non-German workers (disproportionately, of course).

    In short, low domestic investment, universal austerity, and turning proud European peoples against each other were the means by which successive Merkel governments transferred wealth and power to the German oligarchy. Alas, these means also led to a divided Germany that is now missing out on the next industrial revolution within a fragmenting European Union.[...]

  • Da wir ja nun höchstwahrscheinlich den besten Merkeldarsteller gewählt haben, den sich das Kapital im Agenda2010-Souvenirshop der Sozen kaufen konnte, kann es nicht schaden, den alten Lügengriechen nochmal rekapitulieren zu lassen, welche Wirtschafts- und Europapolitik ein herzhaftes "Weiter So" mit rotem Lack fortsetzen würde:

    Yanis Varoufakis: Angela Merkel Was Bad for Europe and the World

    Today’s German elections mark the effective end of Angela Merkel’s 16-year rule. Yanis Varoufakis writes for Jacobin about how she became Europe’s most dominant peacetime leader — at the expense of Europe itself.

    Dazu kann ich tatsächlich den letzten Schulz-Podcast empfehlen: Hier wird die Geschichte Jahr(zehnt)e brauchen, um diese Marginalitäten aufzudecken. Ggf. wird es nie dazu kommen. Kohl, Schmidt und Adenauer waren ja auch ausschließlich gut - so what, wir werden besten gewesen sein ( Marner FuturII) .

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