Beiträge von AlienObserver

    Glashaus und Steine:


    Ich hab ne böse freche Unterstellung. Das Vermögen des J.T. wurde unter anderem mit Fake News gemacht. Der Burda Verlag hat unter anderem die "Super Illu", die "Freizeit Revue" oder "die Bunte" im Programm.

    Damit meine ich technologische Utopien, Punk und Hackerkultur. Zb wurde das Internet in seinen Anfängen als eine den Menschen von Hierarchien befreiende Technologie gesehen, kontinuitäten gibts ja bis zu Vorstellung, was mit Blockchain möglich ist.

    Anscheinend ist wird als "cyberpunk movement" in dem Artikel des MIT eine Bewegung innerhalb der Autorenschaft bezeichnet. Ich hatte irgendwie erst den Eindruck, dass damit sowas wie die posthumanistische Bewegung bezeichnet wird, die ja tatsächlich eine Zukunftsvorstellung über den Menschen und damit eine politische Agenda haben. Die Anhänger der Singulatität, die im Computer die Überwindung der menschlichen Sterblichkeit vermuten sind beispielsweise ein Teil dieser Trans/Posthumanen Bewegung-


    Kurz: der Trans/Posthumane Mensch löst Probleme der Zukunft in dem er seine Menschlichkeit hinter sich lässt und zu posthumanem Subjekt wird. Im unterschied zum Cyberpunk ist das eine Bewegung die diese Enwicklung als Utopie begreift. Es ist eine Bewegung die dem Postmodernen Zukunftspessimismus entgegengesetzt ist.


    Cyberpunk ist dagegen immer dystopisch. Ich würde aber sagen, dass das Cyberpunk genre und die posthumanisten sich trotzdem überschneiden. Wenn es eine Bewegung gibt die aus dem Cyberpunk genre beeinflusst wurde, dann wahrscheinlich die Posthumanisten. Die Netflix Serie "Altered Carbon" ist z.B. definitiv beides, Cyberpunk und Posthuman. Überwindung der Sterblichkeit mittels Singularität für Superkapitalisten ....


    Im Cyberpunk sind die Protagonisten fast immer Menschen (oder Orks, Elfen, Trolle....) die durch Cybertechnologie Fähigkeiten besitzen die es ihnen erlauben gegen die absolutheit der Macht der Konzerne (die den Kapitalismus verkörpern) aufzubegehren (z.B. Cyperpunk oder Shadowrun RPGs).


    Hacker sind im Cyberpunk Genre anarchistische Rebellen, die durch ihre ebenfalls quasi übermenschlichen Fähigkeiten in der "Matrix" die Informationsmonopole der Konzerne brechen können.


    Ich sehe das Cyberpunk Genre als typischen Vertreter einer postmodernen Popkultur Gattung. Mit dem schwinden der Überzeugung dass der Spätkapitalismus in eine Utopie ala Jetsons oder Star Trek führen wird kam das Genre der Dystopien auf. Cyberpunk ist die logik eines zerstörerischen Kapitalismus und einer totalen Technikgläubigkeit dystopisch in die Zukunft gedacht um diese in der Gegenwart zu kommentieren. Es ist ein Ausdruck eines Zeitgeistes.

    Eine "Bewegung" beinhaltet für mich irgendwie eine Agenda für die Zukunft auf die man sich zubewegt.

    Sehr nett, aber Cyberpunk kenne ich wirklich gut. Ich habe seit den 80ern alle Gibson Romane gelesen und habe sehr viel RPGs in Cyberpunk genres gemacht. Nirgends finde ich da eine Weltbeschreibung die keine dystopische Verschlimmerung des Kapitalismus ist.


    Mir ist deshalb nicht klar wass eine Cyberpunk Bewegung sein soll. Was Cyberpunk ist ist mir bewusst.

    Es war sehr schwer zu ertragen, aber eine großartige Leistung von Tilo. Danke!


    Todenhöfer hat für mich ein wirlich dysfunktionales Verhältnis zur Demokratie und zu Macht aber auch zu anderen Menschen. In jedem Satz kommt ein "exeptionalism" durch. Ein Todenhöfer zu sein ist was besonderes; "Some Animals are more equal than others."


    Man kann sich diese ausgezeichnete Stellung in J.T.s Welt verdienen, in dem man in Kriegsgebiete geht um sich beschiessen zu lassen. Man kann diese Stellung dadurch erreichen dass man ein großes Vermögen anhäuft und einen Teil davon spendet. Man erreicht diese Stellung aber insbesondere durch den Kontakt mit "Eliten". Todenhöfers herausragende Stellung scheint er quasi durch Ansteckung (von Präsidenten usw.) eingefangen zu haben. Es scheint ihm sehr wichtig zu sein zu betonen wie viele "wichtige" Menschen er getroffen hat.


    Ich denke man hat es hier vermutlich mit einer Form von narzistischer Persönlichkeitsstörung zu tun. Todenhöfer spricht zu Tilo von oben herab und gesteht Tilo nicht zu sich eine ebenso ausgezeichnete Stellung erarbeitet zu haben. Tilos fragen sind deshalb frech weil er nicht auf Augenhöhe mit einem Todenhöfer sprechen darf.


    Todenhöfer, trotz seines exeptionalisms, ist "Opfer" von Tilos "frechen" Verhalten. Tilo stellt ihm Fragen als ob er ihm ebenbürtig wäre. Anscheinend ist nicht unbedingt der Inhalt der Fragen das Problem, sondern Tilo.


    Das Verhalten Tilo gegenüber lässt vermuten, dass er in seinem Umfeld nach Leuten sucht die seine herausragende Stellung nicht in Frage stellen und ihm wohl auch nicht widersprechen, zumindest nicht sobald Todenhöfer eine Wahrheit verkündet hat. Zu den Superfähigkeiten eines Todenhöfers gehört nämlich unfehlbare Wahrheiten zu postulieren.


    Wenn er davon spricht, dass er aus seinen Fehlern lernt dann wirkt das für mich nicht überzeugend. Ein Todenhöfer hinterfrägt sich nicht. In Wirklichkeit hat er natürlich noch nie Fehler gemacht, es wirkt nur auf die da unten bescheidener wenn man das sagt. Er hat zumindest kein einziges mal gesagt: "Ja das war ein Fehler". Ein ganz schwieriger Mensch und das Abziehbild eines ganz schrecklichen Chefs.


    PS: Ich würde ja irgendwie noch eine politische Einordnung machen, aber das lohnt nicht. Todenhöfers Politik ist erwartungsgemäß konservativ, reaktionär und neoliberal. Letztendlich bleibt alles an der oberfläche weil systemische Zusammenhänge ausgeblendet werden. Todenhöfer glaubt an die Lügen der neoliberalen Ideologie die sich die Millionärsklasse selbst erzählt.


    Dass die Milliardäre und Multimillionäre wie er das eigentliche Problem sein könnten, dass all diese Kriege, Flucht, Terror, Genozide und Folter im Namen der Bereicherung einiger weniger stattfinden könnten, das kommt in Todenhöfers Olymp nicht vor.


    RTL hat "Guten Morgen Deutschland"-Moderatorin Susanna Ohlen beurlaubt. Grund für den Schritt soll das Verhalten der 39-Jährigen im Hochwasser-Katastrophengebiet gewesen sein. Auf einem Video ist zu sehen, wie sie sich mit Schlamm einreibt - offenbar für mehr "Anpack-Authentizität".


    Is ja irgendwie beides lächerlich, die Schminke und die Entlassung.

    ja, es ist wirklich nicht so, als würde mir der Gedanke nicht gut gefallen. Nur stellt sich doch die Frage, ob diese Aussage nach sexueller Auslese, der Realität - und damit meine ich nicht die in indigenen Völkern, sondern die in unserer "zivilisierten" Welt - standhält?


    Passend dazu war mMn zB gleich Keltners Einleitung mit den 75 % Soldaten, die niemanden töten wollen (das bedeutet übrigens immer noch, dass da 25 % (!) Psychopathen rumlaufen). Dazu fiel mir die Doku "Das ultimative Böse" wieder ein, in der gut gezeigt wird, wie man Menschen diese evolutionären Vorbehalte wegmanipulierten kann.


    Hast du keine Auto und hast du kein Haus, dann hast du keine Frau und so siehts aus ?


    Sexuelle Auslese nach Aspekten der Fairness und Gerechtigkeit finde ich ja auch super interessant. :D Verlink mal ne Studie, bitte.

    Dacher Keltners Team (vortrag oben) an der UC Berkeley weist nach, dass Mitgefühl bei der Partnerwahl eine wichtige Rolle spielt und dass es Gene gibt die zu unserer Befähigung für Mitgefühl zumindest beitragen.


    Es gibt also diese Studien tatsächlich fast genau so wie Johnny es vermutet hat.

    Tina Uthoff, Vorsitzende des Demokratische Schule München e.V. evtl. zusammen mit ihrem Mann Max (bekannt aus der Anstalt) über freie Schulen / demokratische Schulen, insbesondere in Bayern.


    https://www.demokratische-schule-muenchen.de/


    Wahlweise auch jemand aus Berlin wie die z.B: von der Demokratischen Schule X.


    Oder von Eudec, der Gemeinschaft demokratischer Schulen. (Gegründet in der Demokratischen Schule Leipzig).

    Oder Yaacov Hecht, der Gründer zahlreicher demokratischer Schulen ist.


    Vielleicht auch einfach eine Absolventin einer Demokratischen Schule.

    Peter Gray, der Autor des Artikels über egalitäre Stammesgesellschaften, hat eine freie Schule (Sudbury Schule Ammersee) wissenschaftlich begleitet die dann von der Bayerischen Staatsregierung geschlossen wurde. Ich konnte da einen Vortrag von ihm hören und mich länger mit ihm unterhalten.


    Er schreibt und spricht vor allem darüber auf welche weise Kinder am besten Lernen.

    Seine Studien zu demokratischen Schulen sind sehr empfehlenswert.



    Das schlimmste Versäumnis unserer Politik könnte sein, dass wir unsere Kinder nicht auf die Anforderungen der Zukunft adäquat vorbereiten, sondern Schulen dazu missbracuht werden bestehende Machtverhältnisse zu reproduzieren.


    Die Bayerische Staatsregierung hat, nachdem sie die demokratische Sudbury Schule Ammersee gegen den willen der Eltern geschlossen hat, festgestellt, dass Schulkinder defizite in "Demokratie" aufweisen. Daher hat Markus Söders Regierung Frontalunterricht zum Thema Demokratie angeordnet um dieses Defizit zu beheben.

    Ich verstehe schon was Johnny uns sagen will.

    Die Evolution die uns biologisch zu dem gemacht hat was wir sind, fand statt in wahrscheinlich egalitären Stammesgesellschaften in denen wohl auch zwischen Mann und Frau noch keine Machtgefälle existierten.


    Was eben die Anthropologie sagt ist, dass die Unterdrückung der Frau oder die kapitalistische Schichtung der Gesellschaft ganz sicher nicht "natürlich" sind.

    Die Verfasser der Studie haben eben kein Vertrauen in die Innovationen, die die unsichtbare Hand des Marktes uns bescheren wird.


    Wir machen doch mit der CD/SU eine Innovationsoffensive. Diese Wissenschaftler sind Schwarzseher, was wissen die schon vom Markt.