Beiträge von Duke Nukem

    Richard David Precht hat sich auch immer mal mit ökonomischen Themen beschäftigt (z.B. BGE) und sich auch in der letzten Folge sehr stark für eine Finanztransaktionssteuer und Luxussteuer ausgesprochen. Jeweils mit der Intention irgendetwas zu finanzieren.

    Gleichzeitig hat er sich öfters kritisch gegenüber dem Neoliberalismus geäussert.


    Frage: Ist ihm bewusst, dass er selbst eine sehr konservative und neoliberale Theorie des Geldes und Geldsystems vertritt? (Maggy Thatcher lässt grüssen)

    Hat er sich mal damit befasst wie modernes Geld entsteht und sich dabei auch mit J.M Keynes oder MMT befasst?


    P.S.: Hans, du brauchst keine Angst haben, du kannst diese Frage auch stellen.

    Mich würde ein Fragenblock zum Geldsystem in D bzw. EU interessieren:


    - Was ist Geld und wie entsteht es?

    - MMT vs. Neoklassik: wer liegt hier richtig(er) und in welchen Punkten?

    - Wie konnte die Neoklassik zum Mainstream (der letzten 40+ Jahre) werden?

    - Wie sollte die Schuldenbremse reformiert oder gar beerdigt werden?

    wie hängt Sparpolitik und/oder Wirtschaftskrisen mit Rechtsruck bzw. Rechtsbewegungen in der Bevölkerung zusammen?


    Würde eine spürbare Stärkung des Sozialstaates und entlastung der 99% ein Gegenmittel gegen einen Rechtsruck sein?


    Blick in die USA: Wirtschaft läuft und es gab Reallohnplus für alle, aberwarum hat trotzdem Trump einen so grossen Zuspruch?

    Ja also meine Idee hinter der Frage war, dass die Anwendung der MMT ja dazu führen kann, dass mit riesigen Geldsummen umgegangen wird und, wenn man es mal aus der Sicht der politischen Kommunikation sieht, diese großen Zahlen wahrscheinlich bei den Bürgern nicht gut ankommt.

    selbst wenn man auf Bundesebene von Geld auf Kuchenstücke (oder Krümel) oder Prozentpunkte wechseln würde, was macht man dann auf Kommunalerebene wo die Beträge deutlich kleiner sind?

    Auch aus den Sozialausgabe der Bundesebene werden irgendwann X Euro Rentenzahlung/Zuschuss auf den privaten Konten. Ist es da hilfreich 2 verschiedene Einheiten zu verwenden?


    Aber ich sehe natürlich auch, dass aktuell die öffentliche Debate und vorallem Aussagen von Politikern in Talkshows (und den Moderatoren) sehr falsch läuft wenn es um Staatsausgaben, Staatsschulden usw. geht. Glaube aber, dass da nicht unbedingt die Geldbeträge in Milliarden das grösste Problem sind, sondern eher die ständige Wiederholung von Mythen und Halbwahrheiten. z.b.: "Der Staat finanziert sich durch Steuereinnahmen", "es kann nur verteilt werden was erwirtschaftet wurde".


    Ich würde mir wünschen, dass hier die ökonomischen Grundlagen breiter in der Bevölkerung bekannt wären.

    und dass in der Debatte immer betont wird ob es gerade um STAATSschulden oder PRIVATschulden geht.

    Ganz abgesehen davon, dass der Begriff Schulden und Schuld an sich schon sehr negativ geprägt ist.

    das man das auch umdrehen könnte in nicht-staatliche Einnahmen (Staatsausgaben) bzw. nicht-staatliche Ersparnisse (Staatsschulden) darauf machen die progressiven Ökonomen ständig aufmerksam.

    MauriceHoefgen Wenn der Staat sein eigenes Geld je nach Bedarf und verfügbaren Ressourcen ausgeben kann, wieso werden die Ausgaben des Staates dann überhaupt noch in Geld angegeben?

    ich weiss nicht ob Maurice hier im Forum aktiv ist (unter seinem echten Namen). Der Account oben hat "0" öffentliche Posts. per auf eMail oder Discord channel klappt es evtl. besser.


    wenn du nix dagegen hast versuch ich mich mal an deiner Frage :)


    1.) Wir setzen mal souveräne Staaten mit eigenem Währungsmonopol (und die EUR-Zone) voraus. Dann schlummert erstmal eine "Falschbehauptung" in deiner Frage wenn du schreibst "Wenn der Staat sein eigenes Geld je nach Bedarf und verfügbaren Ressourcen ausgeben kann..."


    warum ist das falsch? Weil der Staat bei seinen Ausgaben und der Geldschöpfung NICHT von seinen verfügbaren Ressourcen begrenzt ist.

    Sondern: die verfügbaren Ressourcen beschränken was tatsächlich getan/umgesetzt werden kann, wieviele Schulen und Strassen gebaut und Beamte eingestellt werden und Vieles, Vieles mehr.


    Wenn keine Ressourcen da oder frei sind und der Staat trotzdem weiterhin nur Geld ausgibt (schöpft) dann kann das zu Inflation führen (Achtung: Staatsausgaben alleine bei freien verfügbaren Ressourcen führen eben nicht automatisch zu Inflation).

    Siehe Weimar und Hyperinflation: das Beispiel zeigt am besten, dass der Staat eben NICHT in den Geldbeträgen beschränkt war. (Glaube da gibt's ne gute "Wohlstand für alle Folge" dazu...)


    2.) "wieso werden die Ausgaben des Staates dann überhaupt noch in Geld angegeben?"

    Also da würde ich einfach mal sagen, da der Staat mit seinem Währungsmonopol und der Erhebung von Steuern dafür gesorgt hat, dass seine Form des Geldes (bei uns EURO) (*) sich quasi als allgemeingültiges Tauschmittel etabliert hat, ist hier auch eine gemeinsame Basis für Vergleiche geschaffen. Sprich: ich kann als Bürger und Politiker Vergleichen was das Brot beim Bäcker kostet und was der Staat jährlich für Rüstung ausgibt.

    Ohnehin machen Staatsausgaben eh nur Sinn wenn sie *vergleichend* mit anderen (Geld-)Grössen verwendet werden.

    Beispiel: Die Aussage "Deutschland gibt 100 Millionen für Rüstung aus" ist ziemlich wertlos wenn keine Jahreszahl dabei steht. 1950 gab's dafür mehr als 2024.


    Etwas hilfreicher ist aber der Vergleich zwischen Beträgen für verschiedene Aktivitäten, z.B. 100Mrd. Sondervermögen für Rüstung gegen 2MRd. für Kindergrundsicherung.

    Aber auch hier lauert schon der nächste Fehler wenn man nicht aufpasst, denn das Sondervermögen streckt sich über mehrere Jahre ....

    Alternativ kann man die Ausgaben ins Verhältnis zu den jährlichen Gesamtausgaben setzen.


    Meiner Meinung nach könnte man am ehesten noch Angaben in Prozent des jährlichen BIPs (oder ähnlichem machen) anstatt in Geldbeträgen.

    Ein Beispiel sieht man hier:


    https://www.bpb.de/kurz-knapp/…n-nach-aufgabenbereichen/


    Aber BIP ist halt immer erst rückblickend bekannt... das macht sowas schwierig.


    3.) Hast du eine bessere Idee als Staatsausgaben in Geld anzugeben? :)


    (*): Die Form des Geldes ist übrigens vollkommen egal, es könnten auch Muscheln sein, solange das Monopol beim Staat liegt

    Fragen zum Geldsystem und "Goldmark":

    - Was ist das Problem mit dem aktuellen Geldsystem und kann er erklären wie aktuell Geld entsteht? (Wahrscheinlich nicht :) )

    - Welche Vorteile hätte denn eine "Goldmark"?

    - Es gibt in Deutschland keine nennenswerten Goldvorkommen mehr. Wie würde D an neues Gold kommen? Stärkt es Deutschland wenn man das Ausland brauch um an neues Gold für die eigene Währung zu kommen?

    Welche deutschen Lieder oder Gedichte kennt er (auswendig)?

    Welches hilft den Armen am besten gegen ihre Armut?


    Stichwort Klimakatastrophe:

    - Leugnet er es oder nicht? hat er die Konsequenzen verstanden? wie verträgt sich das mit Verbrenner, Ölheizung und AKWs?

    - wie umgehen mit der Migration raus aus unbewohnbaren Gebieten?

    - Was hält er von den Selbstjustiz gegen "Klimakleber"?

    1.) Brauch man für Recht und Gesetz immer auch Strafen oder Sanktionen für die Nicht-Einhaltung bzw. Nicht-Beachtung?

    Wenn ja, was sind denn bzw. was wären geeignete Strafen für die Nicht-Einhaltung von Paris '15 oder anderen Verträgen?


    2.) Wie kommen die jüngeren und kommenden Generationen zu ihrem Recht eines bewohnbaren Planeten? Hilft Familienwahlrecht oder deutliche Absenkung des Wahlalters?


    3.) Wie kann man mit Recht und Gesetz der Nutzung von Atomkraft und die Herausforderung der Endlagerung überhaupt beikommen? 3-4 Generationen nutzen AKWs für sich selbst und verpflichten die nächsten 30.000 (oder mehr) Generationen sich um die Endlagerung zu kümmern!

    Ich höre immer wieder gerne in das WIRTSCHAFTSBRIEFING rein, wenn auch nicht wöchentlich die gesamte Länge.


    In der letzten Zeit habe ich aber das Gefühl, dass sich Maurice vermehrt im Zynismus verliert. (was teilweise auch nachvollziehbar ist)


    @MauriceHoefgen Grundsätzlich würde ich mir wieder ein bisschen mehr Sachlichkeit wünschen und nicht ein aneinanderreihen von Widersprüchen.

    kleine Korrektur:


    Liebe Regierung,, liebe Ampel, grundsätzlich würde ich mir wieder ein bisschen mehr Sachlichkeit wünschen und nicht ein aneinanderreihen von Widersprüchen.