Beiträge von septembersonne

    https://english.almayadeen.net…isa-mastercard-to-be-inde

    […]

    Meine These dazu könnte vielleicht lauten: Der Populismus an sich ist nicht zwingend rechts, aber die rechte Seite hat es sehr viel leichter, ihn als politische Waffe zu instrumentalisieren.

    […]

    Mouffig verLaclausuliert: Die Zuschreibung "rechts" ist derweil ein leerer Siigifikant geworden. Die Hegemonie verstetigter Äquivalenzketten begnügt sich im autotelischen Antagonismus. Stell dir vor, es ist Diskurs, und keiner geht hin. 'Wir' sind 'Eins' und nullifizieren die Anderen: "You may say I'm a dreamer, but I'm the chosen one."

    Manchen hier täte es gut, bei der Beurteilung dessen, was "Rechts" sei, sich nicht nur an der gegenwärtigen "Mitte" zu orientieren, sondern auch die diesbezüglichen Standards vor der "Zeitewende" nicht aus dem Blick zu verlieren.
    Nicht die Distanz zu Standpunkten anderer ist relevant, sondern die absolute Lage. Wer Nähe diagnostiziert sagt mehr über sich, als über den Anderen.

    Woher eigentlich die Gewissheit, bei diesem Krieg ginge es darum, wer künftig welche Territorien verwalten soll, wenn doch Libyen, Afgahnistan oder Syrien zeigen, dass sich mitunter durch dauerhaften switchh-off beliebiger Länder auch Geld verdienen läßt?

    Erstes Ziel jedweden Kriegs ist doch eh nur Destruktion..

    Der Hindukusch wird im Donbass verteidigt, auch wenn es halt diesmal nicht um Weltbeglückung durch Brunnen bauen geht, sondern um die Freiheit russische Bücher zu verbrennen o.dgl. …

    Sie wollen den Krieg einfach um jeden Preis. Ganz, ganz dringend.

    Nicht nur den Krieg, sondern den Sieg.

    "Die Bayern" halten sich auch heute noch auf höchster Regierungsebene für einen "Freistaat", dessen seit einer halben Ewigkeit das Land regierende "christlich"-sozialekapitalistische Einheitspartei sich sogar das recht heraus nimmt, zu Bundestagswahlen anzutreten, an Regierungskoalitionen beteiligt zu werden, Bundesministerien zu besetzen, und sogar Kanzlerkandidaten aufzustellen, obwohl die Überwältigende Mehrheit der Wahlberechtigten BundesbürgerInnen diesen Verein rechtspopulistischer Bierzeltdemagogen und Spezlwirtschafsexperten selbst dann gar nicht wählen könnten, wen sie es wollten.

    Im Zuge allen Geredes über den sich derzeit in der Ukraine austobenden Konflikt, sehen sich viele Stimmen genötigt, ihre Positionen mit historischen Kriegsereignissen zu untermauern – Die einen sehen Parallelen zu Wk2, die anderen zu Wk1, wieder andere zu Irak oder Afgahnistan oder Napoleon oder …


    Können solche Vergleiche sinnvoll sein?

    Falls ja: Welche historischen Parallelen siehst Du zum Kriegsgeschehen einerseits oder Chancen auf Frieden andererseits?

    […] Das Problem ist, dass die zentrale Frage des Konflikts nicht geklärt ist: "Gibt es eine eigenständige ukrainische Nationalität". Solange es da keine übereinstimmende Klärung gibt, besteht für eine Aussöhnung keine Basis.

    Das Problem ist die Forderung nationalstaatlicher Identität; insbesondere, wenn sie auf Zuschreibungen basiert, die eher ein leicht instrumentalisierbares Kollektiv im Sinn haben, als das individuelle Recht auf Selbstbestimmung.

    Solange nach derlei Zwangskollektivierungen gerufen wird, gibt es für Aussöhung keine Basis.


    Die Kölner inszenieren im Karneval seit 200 Jahren, dass sie sich nicht mit dem von Berlin aus regierten preußisch-deutschen Natioalstaat identifizieren. Südtiroler sind auch Ialiener, aber schwärmen noch heute eher für Andreas Hofer als Vittorio Emanuel.