Beiträge von Blechmann

    Die Frage ist, ob die berechtigte Erwartung an ein Interview mit Kindern ist, dass die Kinder sich die Fragen selbst ausdenken. Ich persönlich wäre davon ausgegangen, dass die Fragen bei solchen Interviews alle von der Redaktion kommen, und nur auf kindlich getrimmt sind: "Was ist dein Lieblingstier". Scripted Reality. Und der einzig mögliche Erkenntnisgewinn ist, wie der Politiker mit Kindern umgeht. Und den hatten wir hier auch. Insofern sehe ich da keinen großen Unterschied, ob man die Kinder nette Kinderfragen oder gemeine Erwachsenenfragen stellen lässt. Sie sind so oder so "Mikrofonhalter", Sprachrohr für andere.

    Eine rechtsstaatliche Diktatur gibt es nicht.

    Im Prinzip kann es das schon geben. Rechtsstaat heißt ja nur, dass jeder sich an das Gesetz hält. Wenn der Diktator sich ans Gesetz hält und auch überwacht, dass alle sich dran halten, ist es ein Rechtsstaat. Natürlich kann keiner den Diktator dazu zwingen, aber das BVerfG kann auch keiner zwingen, sich ans Gesetz zu halten.


    Sie wirkt fast schon sympathisch unbedarft auf mich, wie sie Malchin beleidigt, wo ihre Wähler wohnen. Und das Geeier wegen "Unrechtsstaat". Ich dachte als Spitzenpolitiker hat man eine Sprachregelung parat, solch vorhersehbare Fragen abzubügeln.

    Es kann allerdings kompliziert werden, die naive Restbevölkerung systemschonend "abzubrennen", wenn die Impfquote bei den Erwachsenen am Ende nur im Bereich von 70% landet. Wir sind etwa auf dem Wert mit den Erstimpfungen und sie nehmen im Moment doch recht schnell ab. Aber gut ist ja gerade Urlaubszeit.

    Es sterben doch höchstens 1% der Ungeimpften. Also von ca. 25 Mio dann 250.000. 90% davon wahrscheinlich Rentner. Da sehe ich keine große Gefahr fürs System.

    Ich hab jetzt auch meinen ersten Schuss gekriegt. Moderna. Leider nicht BioNTech, aber gute Stats hat das Zeug laut Internet. Der Arm tut weh, als hätte einer dagegen geboxt. Könnte aber auch am Einstich liegen. Der Typ hat das Pflaster nicht auf, sondern neben den Einstich geklebt. Wenn er mit der Spritze genauso gut gezielt hat, wunderts nicht, dass das weh tut. Hatte Bauchschmerzen heut nacht, muss aber nicht an der Impfung liegen. Die typischen Grippesymptome zum Glück nicht.

    Hauptsächlich gehts da um chemische Verwitterungsprozesse, die CO2 in Gesteinen binden.


    Für uns ist es auch egal, ob sich die Erde nach 5000 oder 500000 Jahren wieder erholt hat. Die Auswirkungen in den nächsten 500 Jahren bleiben die gleichen.

    Interessant. Von diesen Prozessen hatte ich noch nichts gehört bisher.


    Für uns als Spezies ist das nicht egal, denn 5000 Jahre sind historisch gesehen keine sehr lange Zeitspanne. Für uns als Personen ist es auch egal, wie die nächsten 500 Jahre ablaufen. Aber zugegeben ist es eher ein theoretisches Interesse von meiner Seite. Danke für den Hinweis.

    Naja, klingt für mich alles wenig überzeugend, was der Mann da so erzählt.

    Wirkliche Argumente hat er keine, nein. Er ist auch kein Klimatologe. Also stichelt er ein bisschen herum.

    Pflanzen verbrauchen beim Wachstum CO2, Bäume ziehen es aus der Luft.

    Klar. Aber nur bis die Pflanze stirbt, dann wird das CO² wieder frei. Das zusätzliche CO² aus Kohle und Erdöl wird man so nicht wieder los. Es sei denn vielleicht, man nimmt an, dass der Waldbestand in den nächsten 5000 Jahren enorm zunimmt.

    Dem Massensterben von allen möglichen Lebensformen (unserer eingeschlossen) natürlich. Ein völlig normaler Prozess in den paar Milliarden Jahren Erdzeitalter. Ist halt geil, wie er mit 5000 Jahren so ein bisschen die Diskussionsebene verlassen hat - immerhin sind das ca. 1250 Legislaturperioden. Merkel hatte nur 4 und das wirkte wie ne Ewigkeit.


    Ist der Mann vielleicht Kreationist? Da ist die Zeitskala schnell mal um ein paar Größenordnungen verschoben.

    Physikprofessor. Er argumentiert auf wissenschaftlicher Basis und das Buch ist gespickt mit wissenschaftlichen Verweisen. Deswegen glaube ich nicht, dass er die 5000 Jahre sich einfach ausgedacht hat. Andererseits sehe ich nicht, wie das gehen soll, denn Kohle kann so schnell doch nicht gebildet werden und wo soll der Kohlenstoff sonst hin?

    Ich lese gerade das Buch "Wir drehen am Klima - na und?". Da schreibt der Autor:


    Das Kohlendioxid, das sich in all den Jahren der Verbrennung fossiler Energieträger in der Atmosphäre angereichert hat, wird dann sehr langsam über natürliche Prozesse wieder abgebaut. In vielleicht 5000 Jahren findet das Klima wieder zurück in den alten Zyklus von Eiszeiten und Warmzeiten.


    Weiß jemand, ob da was dran ist? Ich hätte gedacht, dass das viel länger dauern würde. Er schreibt leider nicht, welche natürlichen Prozesse das sein sollen.

    Er leiert schon sehr langweilig vor sich hin. Hatte ein Stück life gesehen und glatt vergessen mir den Rest anzuschauen.


    "Der satirische Arm von Pegida"? Hach, es ist echt schade, dass Pispers das Handtuch geworfen hat. Irgendwie die Komödianten auf die ich stehe hören immer auf. ;(

    Die Herangehensweise erscheint mir seltsam, dass es keine Gesellschaft, sondern nur einzelne Menschen gibt, die Entscheidungen treffen. Das ist so, als ob ich sage: es gibt kein Gehirn, sondern nur einzelne Gehirnzellen, die Entscheidungen treffen. Daraus ergibt sich alles weitere. Ich mache eine Theorie, wie die einzelne Hirnzelle sich verhält, und leite daraus alles ab. Aber welchen Erkenntnis-Gewinn bringt mir das?

    Werden die Infizierten-Zahlen in diesem Sommer wieder fallen, so wie im Sommer letztes Jahr?


    Gibt es etwas wo die Modelle bei Korona falsch gelegen haben in der Prognose?


    Ich hoffe 2 Fragen sind okay. Wo ich grade nochmal den Teaser lese. Würde man da nicht eher einen Mediziner erwarten, als Experte für epidemiologische Modellierungen, oder sogar einen Mathematiker, statt einem Physiker?

    Den schätzungsweise 90% der Bevölkerung, die keinerlei politische Konsequenzen aus dem Umstand ziehen, dass ihre Regierungen in Brüssel und Berlin im Mittelmeer und anderswo Massenmord begehen,

    Das wundert mich ehrlich gesagt auch, dass Merkel aus der Nummer so einfach wieder rausgekommen ist. Ihre moralische "Grenzen kann man nicht schützen" Position war doch Konsens links der AfD. Da man hilfesuchende Flüchtlinge nicht wegprügeln oder gar töten kann, ist die europäische oder deutsche Grenze nicht zu sichern. Offene Grenzen sind ein moralisch zwingendes Gebot. Also kann man sie auch nicht ertrinken lassen, indem man Rettungsschiffe abzieht, oder Erdogans Grenzposten auf sie schießen lassen.


    Das ist für mich verblüffend, dass es der Linken nicht gelingt, die Kanzlerin der Herzen auf ihre eigene moralische Position von 2015 festzunageln.

    Maxi305


    Ich halte sein Argument unter mehreren Aspekten für erstaunlich weltfremd. Wenn ich Stau machen will, kann ich in meinem Auto einfach eine Panne simulieren, stell den Motor ab und den Warnblinker an, und schon ist der Verkehr blockiert. Das macht keine Sau, daher nehme ich an, dass das einfach nicht sonderlich attraktiv ist, sowas zu machen. Des weiteren leben wir in der Zeit des Smartphones und wenn ich mich auf eine viel befahrene Kreuzung stelle, zücken die Passanten ihre Handys und mein Photo taucht in der nächsten Onlineausgabe meines Lokalblatts auf mit der Überschrift: "Polizei bittet um Mithilfe bei der Identifizierung dieses Verkehrsrowdies."


    Außerdem gibts auch noch denkbare Gegenmaßnahmen, wie Politessen auf E-Bikes, die von der KI des Autos automatisch gerufen werden, wenn die Straße blockiert ist. Sollte es zu viele Spaßvögel geben, die diesen Quatsch machen, wird man ihnen den Spaß vermiesen. Ein valides Argument gegen selbst-fahrende Autos kann ich hier nicht sehen.