Beiträge von Adelheid

    Ich würde mich wirklich sehr freuen wenn einer von den 28 Unterzeichnern des Briefes an Olaf Scholz mal länger mit Tilo reden könnte. Diese Petition hat nun 330000 Stimmen. Wir hatten stattdessen aber Hofreiter, Beck, Kiesewetter, Melnyk, Rossoliński-Liebe, Schröder, Reuter, und alle sagen das gleiche: Mehr Waffen! Das ist eigentlich "False Inbalance", denn es gibt ja viele andere Stimmen.

    In dem Zusammenhang fände ich Gerhard Schröder interessant. Auch mehr so als ein Lebenswerk Ding. Das Interview mit Ströble gefiel mir damals sehr gut. Schröder ist natürlich ein komplett anderer Typ. Herkunft, Lebenslauf und dann auch als Politiker. Allerdings, beide Anwälte, beide irgendwie in der Studentenbewegung aber nicht im Terrorismus, dann aber Anwälte von Terroristen. Später dann unter Rot-Grün irgendwie an der Macht, der eine als Parlamentarier, der andere als Kanzler.


    Die Maschmayer, Wulff, Gabriel oder Hannover Connection ist vielleicht auch was worüber man reden könnte.

    Also mir kommt es halbwegs plausibel vor, wenn der Westen tatsächlich dachte, Russland könnte den wirtschaftlichen Schock seiner Sanktionen nicht überstehen. Gut möglich, wenn man zum Beispiel daran denkt, dass das Kappen der SWIFT-Anbindung unter dem Stichwort "nuclear option" diskutiert wurde. Die deutsche Regierung war sowieso ihrerseits im Schock, weil sie nicht mit dem Krieg gerechnet hatte, und war empfänglich dafür alles mögliche in Frage zu stellen.

    Es gibt die Idee, dass Sanktionen verhängen nicht das verhindert wogegen man sie verhängt. Es wird aber trotzdem gemacht, um die Glaubwürdigkeit aufrechtzuerhalten um in Zukunft weiterhin glaubwürdig mit Sanktionen drohen zu können.


    Also man droht mit Sanktionen in der Hoffnung, dass der Andere das macht was man will, so dass die Sanktionen gar nicht verhängt werden müssen.

    Naja. Ich mein, was willste machen?

    Sagen wir wir hätten eine Flugverbotszone errichtet und es würde jetzt auch Raketen auf Deutsche Industriegebiete regnen. Ich wäre der erste der irgendwo auf dem Land Unterschlupf suchen würde und zweitens so schnell wie möglich die Flucht ins nicht direkt in den Krieg involvierte Ausland planen würde. Und dort würde ich versuchen so schnell wie möglich so normal wie möglich zu leben. Weils halt nicht mein Krieg ist. Da bin ich, wie eigentlich in vielem ganz klassisch neolieberal und denke zuerst an mich.


    Andererseits würde ich mir natürlich trotzdem nicht wünschen das Deutschland den Krieg verlieren würde und wäre auch dafür, dass mein Zufluchtsland hier militärisch unterstützt. Hier normal leben ziehe ich im Ausland normal leben dann doch irgendwie vor. Nur dafür kämpfen würde ich nicht, davon hat man ja nichts wenn man tot ist. Ich würde es auch von keinem verlangen.


    Bei mir wärs Sportverein und Essen kochen, weniger shoppen und Selfies machen, aber dass ist dann ja eher Freizeitgestaltung und was für einen normal leben ist.

    Das mit Frau Assad hatte die Kollegin Adelheid allerdings auch schon relativierend ins Feld geführt, wozu mir einfiel...


    Allerdings hatte ich ja auch nicht die Vogue zitiert, sondern den SPON, der glaubte, dass es in diesen schweren Zeiten angebracht sei, die deutsche Öffentlichkeit von diesem kunstvoll angefertigten Personality-Stück über die Kriegspräsidentengattin und ihre Sandsäcke in der weltgrößten Modezeitung zu informieren.

    Es ging mir bei Frau Assad mehr so um Präsidentengattinen allgemein. Fotoshootings der Familie von Politikern ist wirklich Politik für Desinteressierte. So wie die eine nordische Ministerin die anscheinend mit einem professionellen Fotografen auf irgendeinem Festival war.

    Nicht wirklich witzig, aber leider wahr:


    https://twitter.com/maxfrerich…&t=wiCg8b8RQqAzSTTd7aMFEg

    HG Maaßen und Gerhard Schindler, ehemalige Chefs des Innlands- und des Auslandsnachrichtendienst werden über den Ukrainekrieg interviewt. Auch wenn ich bei Maaßen ganz bestimmt und bei Schindler wahrscheinlich ihre Innenpolitischen Vorstellungen ganz und gar nicht teile, bin ich den beiden in Sachen Ukraine wesentlich näher als dem was Politiker in Talkshows so von sich geben, da beide ihre Handlungsvorschläge auf Basis von Fakten ableiten und nicht nur auf Basis von Moral, Wunschvorstellungen äußern.



    Schindler: Die Ukraine kann den Krieg alleine offensichtlich nicht gewinnen. Um sich zu verteidigen will sie mitlitärische Unterstützung, aber auch die Nato direkt in den Krieg hineinzuziehen würde ihre Position verbessern. Da haben wir und die Ukraine unterschiedliche Ziele.

    Maaßen: Russland macht langsam, aber macht Landgewinne, die Verhandlungsbasis der Ukraine verschlechtert sich mit der Fortdauer des Krieges. Wenn wir nicht bereit sind, direkt Einzugreifen, sollten wir auf Verhandlungen drängen, auch über den Kopf der Ukraine hinweg, da es zum einen unser Interesse ist, dass der Krieg nicht länger andauere und für die Ukrainer auch, auch wenn sie das nicht wahrhaben möchten.


    Beide:

    Wenn Russland sich in der Ukraine schon schwertut sei die Eroberung von Territorium im Baltikum oder irgendeinem anderen Nato Staat unrealistisch. Ein Verhandlungsfrieden würde dementsprechend nicht die Wahrscheinlichkeit erhöhen dass Russland uns als nächstes Angreift.


    Trotzdem sei die Beschlossene Stärkung der Bundeswehr richtig. Wichtig sei aber das der Beschluss mit Leben gefüllt werde (wie alle Gesetze die der Bundestag verabschiede), ohne eine Richtige Umsetzung seien Beschlüsse nichts wert (Minsk). Die Stärkung der Bundeswehr diene zum einen der noch stärkeren Abschreckung Russlands im Rahmen der Nato (um einen russischen Apettit auf das Baltikum oder ähnliches noch weiter zu veringern), zum anderen der Emanzipation von den USA.


    Maaßen: Die Weltordung war nie vom Völkerrecht geprägt, dass hieße alle Staaten wären auf Augenhöhe. Das war bisher nicht der Fall, da Amerika Weltpolizei und wir Hilfssheriffs spielten.

    Unipolar sei die Weltordnung aber auch nicht mehr, da Russland, China, Indien und China jetzt in der Lage seien sich wie wir zu verhalten und zumindest unter BRICS und G7 so etwas wie Augenhöhe einfordern könnten.


    Maaßen: Hunger sei schon immer eine Waffe gewesen. Im Westen könnten wir uns die höheren Lebensmittelpreise leisten, wo anders nicht. Wir sollten alles tun um Druck vom Getreidemarkt zu nehmen, zum einen ernsthaft bei beiden Seiten darauf drängen Getreideexporte zu ermöglichen, zum anderen wesentlich mehr übers Außenministerium, Entwicklungsministerium und den Welternährungsfonds tun.

    (Anmerkung: Er sorgt sich meiner Meinung nach nicht wirklich um den Hunger, sondern eher vor dessen Folgen. Instabile Staaten, Bürgerkriege und Flüchtlinge aus Afrika und dann auch instabile Verhältnisse und Wohlstandsverlust dadurch hier.)

    Eigentlich kommt alles aus Deutschland.

    Alles ist Deutsch

    https://twitter.com/i/web/status/1533944353206554624

    Da sag doch mal einer Kolonialismus wäre immer schlecht gewesen.

    Das Bild wird natürlich als Aufteilung der Ukraine rumgereicht. Aber ich frage mich, nach welcher Logik bekommen wir Tschernihiw?

    Nicht von Russen besetzt, hohe Wahrscheinlichkeit dass das von der Ukraine wieder aufgebaut werden muss, Verantwortlichkeit geht an jemanden mit viel Geld.

    Von Russen besetzt, wird vielleicht von uns nicht wieder aufgebaut werden müssen. Da sind dann diejenigen hingesetzt worden, die nicht so viel Geld haben.


    Ganz interessant, wenn die Ukrainer die Gebiete um Mariupol nicht zurückerobern, heißt das zum Beispiel für die Polen weniger Geld für den Wiederaufbau ausgeben zu müssen. Mal gucken ob das einen Einfluss auf die Länder hat die Ukraine eher zu einer Verhandlungslösung oder weiterhin zu einem Sieg zu drängen.

    Genau darum gehts ja aber würde ich sagen. Wir müssen fossile Kraftwerke abschalten, die aus technischer Sicht noch genutzt werden könnten. Wenn ein Kraftwerk grade neu ist, klar ist der Energieerzeuger selber schuld, aber nutzt er es nicht und baut stattdessen Erneuerbare muss er die Abschreibungen auf den Strompreis von seinem restlichen Strom draufschlagen.


    er meint das würde sich alles nicht lohnen, die Module und die Wechselrichter würden alle kaputt gehen bevor sich das lohnt...


    Und ich will garnicht wissen wieviele Trottel da draußen rumlaufen die so denken...denen geht es nicht um logische Zusammenhänge wie bei der Wirtschaftlichkeit, da geht es mMn ganz einfach um Ideologie, so wie in vielen anderen Bereichen leider auch.

    Das ist schon hart dumm.

    Wundert mich eigentlich. Wenn ich mir angucke wie viele Leute Diesel kauften, obwohl ein paar Tausend Euro teuer, weil nach x Jahren bei y Spritpreisen dadurch ein paar Hundert Euro zu sparen sind, allgemein die Geiz ist Geil Mentalität, würde ich eigentlich erwarten, dass die Leute, wenn sie das Geld haben schon in EE investieren um auf lange Sicht dadurch Geld zu sparen.

    Der CO2-Ausstroß steigt übrigens auch nicht dadurch, dass wir jetzt wieder mehr Kohle statt Gas nutzen. Ja, Deutschen Stromerzeuger kaufen mehr Zertifikate, wenn der Strom mit Kohle statt Gas erzeugt wird. Aber jede Tonne die wir im Moment mehr Ausstoßen, wird woanders in Europa weniger ausgestoßen.

    Und keinen Angst, wir zahlen dafür. Um zusätzliche Zertifikate zu kaufen muss mehr Geld an Zertifikatbesitzer im Ausland geboten werden. Und die können genau das raushandeln, was sie brauchen um das CO2-Einzusparen das hier mehr Ausgestoßen wird.

    Wieso haben wir überhaupt Ausbauziele bei Windkraft und Photovoltaik? Wir sind doch im europäischen Zertifikatehandel. Heißt, für die Reduktion des CO2 Ausstoß im Stromsektor gibt es ein Europaweites Ziel. Jedes Jahr sinkt das CO2-Budget. Die Energieerzeuger für die es günstiger ist Erneuerbare zu bauen, als Zertifikate (Ausstoßrechte für eine Teil des Budgets) für ihre alten fossilen Kraftwerke zu kaufen, machen das, die anderen nicht. So wird im Stromsektor das CO2 dort gespart wo es am günstigsten ist. Und zwar europaweit.


    Wenn wir jetzt hier irgendwie auf Zwang mit viel Geld extra Kraftwerke (Erneuerbare) bauen, kostet das zum einen mehr, denn wenn es günstiger wäre Erneuerbare zu bauen statt Zertifikate zu kaufen, würden die Unternehmen das ja schon machen (die wollen ja Geld verdienen). Der Strom wird also teurer.

    Zum anderen, und wichtiger, wird dadurch NULL Co2 gespart! Alle Zertifikate die hier nicht gekauft werden, werden in anderen europäischen Ländern gekauft. Greenwashing vom allerfeinsten.


    Auf Teufel komm raus versuchen Erneuerbare bauen, führt nur dazu, dass der europaweit mehr Geld für den Strom ausgegeben wird, ohne das dadurch eine einzige Tonne CO2 gespart wird. Das zusätzliche Geld kriegt die Industrie. Windradbauer, Solarpanelhersteller und Monteure.


    Um den Ausbau Erneuerbarer zu fördern, ist das einzige Sinvolle zu fordern, die Menge an CO2-Zertifikaten schneller abzusenken! Alles andere ist nur ein Schrei nach Subventionen für die Klimaindustrie, mit negativem Mehrwert für die Gesellschaft und vor allen Dingen ohne Mehrwert fürs Klima.

    Ich habe bisher nicht verstanden, wie es die ukrainische Regierung bei jeder Stadt nicht schafft, die Zivilisten zu evakuieren bevor die Häuserkämpfe losgehen. Ok, ein paar Sturköpfe werden immer bleiben. Aber Lysychansk jetzt, Severodonetsk vor ein paar Wochen. Wenn noch Nachschub reinkommt, müssten auch Zivilisten rauskommen, dachte ich.

    Umso erstaunlicher fand ich die Aussage von Mariupols Bürgermeister, die Russen würden die Bewohner als Menschliche Schutzschilde gegen eine Wiedereinnahme der Ukraine zu nutzen. Erstaunlich deswegen, weil die Ukraine im Moment nicht im Entferntesten in der Lage ist, auch nur an eine Wiedereinnahme von Mariupol zu denken. Mein Gedanke war, vielleicht kommen er darauf, weil die urainische Armee das gemacht hat?


    Mittlerweile denke ich das nicht mehr. Zum einen ist die Zahl der Sturköpfe vielleicht doch höher, zum anderen scheint es Menschen zu geben, die die Russlands Armee nicht als Feind ansehen. Finde ich zwar auch ein bisschen dumm, ich würde ja vor Kämpfen fliegen, egal ob ich der anrückenden Armee gegenüber positv oder negativ eingestellt bin.


    Du hast es schon erwähnt, der Punkt ist, dass Russland den Krieg in der Ukraine angefangen hat. Der Krieg ist jetzt Realität ist. Es sterben Menschen, noch mehr verlieren ihre Wohnung, müssen fliehen, es zeichnet sich ab, dass global Millionen Menschen verhungern und dass es auf Grund unserer Sanktionen eine massive wirtschaftliche Rezession geben wird, die zusätzlich weltweit für sehr viele Menschen sehr negative Folgen haben wird.


    Ich finde es deswegen gut, dass nicht allein die Frage „Wer hat Schuld?” oder „Wer hat angefangen?” diskutiert wird, nur um sie mit „Wir nicht!” beantworten zu können, damit daraus abgeleitet werden kann, dass einem keine Verantwortung zur Behebung all der aus dem Krieg resultierenden negativen Folgen zufalle, obwohl die Handlungsmacht zur Behebung bei uns aboslut vorhanden ist.


    Interessant ist dann, welche Handlungsoptionen haben wir um was zu erreichen. Wenn den Krieg militärisch in wenigen Monaten gewinnen, sprich Donbass und Krim bis Ende des Jahres rückzuerobern, nicht realistisch ist, müssen wir uns wie ich finde, weitere Optionen angucken als mehr und mehr Waffen ins Feuer zu schmeißen und zuschauen wie es stärker und stärker brennt. Russland glaubwürdig garantieren keine atomaren Mittelstreckenraketen in Osteuropa zu stationieren ist für mich zum Beispiel auf jeden Fall Teil des Verhandelbaren, wenn dadurch eine riesige Ernährungskrise abgewendet werden kann.

    Das Abwehrschild funktioniert mit Raketen, Mittelstreckenrakten deren Gefechtsköpfen und Steuerungselektronik so sind, dass sie Raketen abschießen können. Die Amerikaner wollten niemanden kontrollieren lassen, welche Gefechtsköpfe sie montieren.

    Insofern war das „Raketenabwehrschild” nichts anderes als die Möglichkeit zur versteckten Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen in Polen für die Amerikaner.

    Der Energiekonzern Siemens Energy hat sich gegen Behauptungen aus Russland gewehrt, die Gaslieferungen nach Deutschland müssten gedrosselt werden, weil das Unternehmen Turbinen nicht rechtzeitig warte. "Es ist sehr bequem, ein Unternehmen mit reinzuziehen, das in Russland bekannt ist", sagte Joe Kaeser, der Aufsichtsratsvorsitzende von Siemens Energy, der Süddeutschen Zeitung. "Selbst wenn es so wäre, würde das niemals rechtfertigen, den Gasfluss so stark zu drosseln."


    Aus dem ZEIT Blog

    ”Detonation of the storaged munitions caused a fire in a non-functioning shopping centre next to the facilities of the plant.”


    Das die die Fabrik treffen wollten und nicht das Einkaufszentrum, ok.


    Ob da wirklich Waffen in der Fabrik gelagert wurden? Erstmal nur eine Behauptung der Russen.

    Zweitens, dass das Einkaufszentrum nicht direkt getroffen wurde, auch erstmal nur eine Behauptung. Bilder der getroffenen Fabrik habe ich bis jetzt nicht gesehen (allerdings auch nicht danach gesucht).

    Drittens, dass niemand im Einkaufszentrum war, nicht funktionstüchtig oder wie auch immer, ist auch erstmal nur eine Behauptung Russlands.


    Für bestätigt halte ich nur, dass das Einkaufszentrum abgebrannt ist, nachdem Russlnad Rakten auf ein benachbarte Fabrik geschossen haben, wodurch das Einkaufszentrum wie auch immer in Brand geraten ist.