Polizisten berichten über schwindende Akzeptanz der Corona-Regeln
Mit Zahlen belegen ließe sich dieser Trend aber nicht. Auch der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, weist darauf hin, dass es für solche Übergriffe keine Statistiken gebe.
"Aber es gibt immer mehr Berichte aus der Belegschaft der Polizei, dass die Akzeptanz der Corona-Regeln insgesamt abgenommen hat und zunehmend offen und aggressiv gegen Einsatzkräfte vorgegangen wird, die die Einhaltung der Vorschriften kontrollieren und durchsetzen sollen", sagt Wendt.
Abnehmende Akzeptanz? Mich wundert das solche Übergriffe nicht seperat erfaßt werden. Umfrageergebnisse spiegeln scheinbar einen anderen Trend wider, oder doch nicht?
Die aktuell geltenden staatlichen Schutzmaßnahmen finden lediglich zwölf Prozent (Sept. elf Prozent) aller Befragten übertrieben, 64 Prozent (Sept. 69 Prozent) halten sie für gerade richtig und 23 Prozent (Sept. 18 Prozent) sind für weitergehende Maßnahmen.
Die "Hardliner" gewinnen, die Akzeptanz nimmt ab. Mal schauen ob sich der Trend so fortsetzt, immerhin rechnen wir wieder mit erneuten Verschärfungen.
Scheinbar möchte die Mehrheit der Bevölkerung einheitliche Maßnahmen zur Eindämmung.
Die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie finden wenig Akzeptanz in der Bevölkerung. Rund 68 Prozent wünschen sich einer Umfrage der ARD zufolge einheitliche Regelungen. Rund 30 Prozent befürworten dem Deutschlandtrend nach den derzeitigen Flickenteppich aus regional verschiedenen Regelungen.
Die Umfrage wurde zwischen dem 12. bis 14. Oktober durchgeführt, eine Woche nachdem die Presse folgende Mitteilungen verbreitete:
Flickenteppich bedroht Akzeptanz für Corona-Maßnahmen
Ob bei Sperrstunden oder Quarantänebestimmungen – die Corona-Maßnahmen variieren von Bundesland zu Bundesland. Um die Akzeptanz der Bürger für etwaige Regelungen nicht aufs Spiel zu setzen, bemüht sich die Politik um mehr Einheitlichkeit.
Alles anzeigen06.10.2020 - 17:45 Uhr
Wieder einmal diskutierten die Regierungen der 16 Bundesländer neue Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie – und wieder einmal droht pures Corona-Chaos!
Deswegen fordert FDP-Parteichef Christian Lindner nun ein „bundesweites Regelwerk“.
► Lindner erklärte: „Es ist zu einem unüberschaubaren Flickenteppich an Regelungen gekommen.“ Dieser sei „für die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr nachvollziehbar, das ist auch nicht handhabbar“.
Klartext vom FDP-Chef: „Diese gegenwärtige Politik von Bund und Ländern gefährdet die Akzeptanz von Corona-Maßnahmen insgesamt.“
07.10.2020 - 14:25 Uhr
Wird der Flickenteppich heute zu Grabe getragen?
Vor einer Schaltkonferenz der Bundesländer zu Corona-Reisevorschriften im Inland werden bundesweit Rufe nach einem klaren und einheitlichen Regelwerk laut.
▶︎ So forderte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) möglichst deckungsgleiche Quarantäne-Regeln aller Länder für Reisende aus deutschen Gebieten mit hohen Corona-Zahlen.
▶︎ Ähnlich äußerte sich der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (65, CDU): „Ich sehe mit Sorge, wie sich Regelungen der Bundesländer auseinanderentwickeln und ein Flickenteppich entsteht.“
Kritik am innerdeutschen "Flickenteppich"
Andere monierten, das Nebeneinander verschiedener Vorschriften schaffe einen verwirrenden Flickenteppich. "Ein Rückfall in Kleinstaaterei sorgt nur für Verunsicherung und gefährdet die Akzeptanz der Corona-Regeln", sagte der Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann dem "Spiegel".
Ein Zusammenhang? Was weiß ich. Es nervt einfach nur noch. Ich meine damit nicht das Virus, sondern die Ungewissheit über zukünftige Ereignisse. Erfreuen wir uns also auch in Zukunft an Nachrichten die eher von einem schlechten Krimi- oder Scifi-Autoren sein könnten, als Ereignisse die man in seiner Nachbarschaft vermutet.
ZitatIn einem Supermarkt im sächsischen Zwickau schlug ein Mann kürzlich mit einer Axt um sich, als er an die Maskenpflicht erinnert wurde.
In Mülheim in NRW erfasste eine 66-Jährige nach einem Supermarkt-Einkauf mit ihrem Auto einen 55-Jährigen und verletzte ihn leicht. Dieser hatte die Frau zuvor zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und zum Abstandhalten aufgefordert.
Im bayrischen Kaufbeuren wurden fünf Polizisten bei einer Kontrolle in einer Bar leicht verletzt...