Beiträge von mango

    Ich wüsste nicht, warum ich für hochprozessierte Bohnen bzw. Eiern/Molke aus Bodenhaltung/Massenhaltung fast identisch viel Geld bzw. sogar mehr bezahlen sollte.

    Weil die Produktionslogik nicht deinen oder meinen Ansprüchen folgt, sondern…


    (die Offensichtlichkeit dieses Umstands ist mir bewusst, es ist allerdings zu lange her, dass ich ein Spongebob-Meme irgendwo unterbringen konnte)

    Wird Zeit, die Videos von den ukrainischen Feldjägern bei der Arbeit im Ernstfall jedem unter die Nase zu halten. Aber vermutlich ist das alles immer noch zu weit weg, bis es soweit ist.

    Was für Corona-Schwurbler damals Bilder und Berichte aus überforderten Medizineinrichtungen waren, sind für Linkslibs in meinem Umfeld aktuell Berichte und Videos über Staatsgewalt, Wirken des Wertewestens in der Welt, etc. Die Dissonanzen werden ignoriert, oder noch wildere Erzählungen daraus gemacht.

    Die Känguru-Revolution-Strategie scheitert bereits am eigenen Zielpublikum.

    Der Thementitel legt mir nahe, dass eine tiefgründige dialektische Auseinandersetzung mit Begriffen nicht unbedingt erforderlich wäre.


    Da wir in zertifiziert komplexen Situationen existieren, und meine Realitätsbewältigungsstrategien auf Komplexitätsreduktionen beruhen, werfe ich für normale Menschen den Begriff des Duck Test / Ententest, und für Bildungsbürgys Homomorphismen in den virtuellen Raum, um zu sagen:


    Zitat von von Bertrand Russell (1871)

    Die Opportunität verschiedener Voraussetzungen versagt nicht die Opportunität gleicher Ergebnisse.

    🤷

    Was sind ihre Perspektiven auf Effective Altruism / Longtermism? Bei welchen "Broligarchen" würde sie diese Strömungen als glaubwürdige Motivatoren (neben Macht- & Geldhunger) identifizieren?

    Ihre Sicht auf Aktienhandel / Finanzmarktteilnahme scheint sich im Lauf der Zeit geändert zu haben. Wenn davon ausgegangen werden muss, dass Märkte permanent manipuliert werden, Informationen ungleich verfügbar sind (z.B. Insider-Handel), und Risiken ungleich geschultert werden (vgl. Stonks-Communities im Netz, Rug Pulls, Bailouts), hält sie die zugrundeliegenden Konstrukte überhaupt für sinnvoll, oder sollte der Kram nicht lieber abgefackelt werden, statt (jungen) Leuten eine Partizipation darin nahezulegen?

    Im Gespräch mit Andrew Callaghan wirkt er nicht wie das hellste Leuchtmittel im Kühlschrank.


    Kalkül kann natürlich trotzdem auch dahinter stecken. Irgendwann erzählt der Typ auch davon, dass er sich daran orientiert, was für Engagement sorgt.

    Ich find's müßig, sich mit so Kleinkram und Propagandaversuchen auseinanderzusetzen. Der Shit in the Zone lähmt, und lenkt offensichtlich recht effektiv ab.


    Da mein Autismus wegen Inselwissen gerade von euch getriggert wird, möchte ich zumindest in einer meiner Bubbles zu weniger Desinformation beitragen.


    Zum abgebildeten Bauteil (offensichtlich eine Elektronenröhre) finde ich keine konkreten Infos, d.h. über den konkreten Einsatzzweck kann auch ich nur spekulieren (falls es denn überhaupt echt ist).

    Bei vier Pins vermute ich hier einen Verstärker für RF-Kram (speziell irgendwas im Kilometerband).

    Halte den Einsatz in ICMBs o.ä. für plausibel und nachvollziehbar. Moderne Transistoren sind u.a. wegen der Miniaturisierung und den i.d.R. beschränkteren Einsatzparametern stör-anfälliger. Im Maschinen- und Fahrzeugbau werden z.B. auch heute noch häufig ältere Bauteile genutzt, da die Störeinflüsse in den Schaltungen und Prozessoren signifikant genug sind, um auf langsamere / größere / flexiblere Komponenten zurückzugreifen.


    Gängige Alternativen sind ansonsten Redundanz (vergrößert auch den Footprint, und erzeugt Komplexität in der Integration), fehlertolerante Algorithmen (erfordert z.B. für RF mehr Bandbreite, Sendeleistung, oder Rechenaufwand), bessere Abschirmung (was bei RF-Schaltkreisen mitunter kompliziert ist, und auch den Footprint vergrößert), oder bessere Materialauswahl (zeit- und arbeitsintensiv).


    Der Schrott, der hier möglicherweise geborgen wurde, stammt vermutlich nicht von der Raketenmunition selbst. Das Trägersystem befördert die Endstufen bis irgendwo hin, verglüht dann aber größtenteils in der Atmosphäre, und die Reste (die abgebildeten Teile) landen dann irgendwo, und können aufgesammelt werden. Vom Silvesterfeuerwerk bleibt ja leider auch jedes Jahr viel Müll über, der gelegentlich bei der Landung auch noch Zeug in Brand steckt.


    Mich begeistert an der Konstruktion, dass einige surface-mounted devices (SMD / SMT) im Bildvordergrund, aber auch thru-hole-Komponenten rechts oben zu sehen sind. Der mutmaßliche Verstärker ist sogar über flexible Leitungen eingebunden (möglicherweise um diese Komponente in einen weniger oder mehr geschirmten Bereich zu verlegen). Spricht in der Form nicht für Großserienfertigung; stattdessen werden in der Manufaktur vermutlich diverse Bahnen durchgemessen, und damit sichergestellt, dass der Kram funktioniert, wie er soll.


    Erinnert mich auch ein wenig an Sachen, die ich bisher von einigen Amateurfunk-Enthusiasten oder selbsternannten Audiophilen gesehen habe.


    tl;dr: Halte es für plausibel, dass es Teile einer Trägerrakete sind. Alte Teile (wenn sie die gewünschte Spec erfüllen) können nach wie vor gut sein, und wenn man eh genug vorrätig hat, warum nicht den Bestand aufbrauchen?


    Nichtsdestotrotz: Make guitar amps, not war.

    Hatte sie politisch prägende Gespräche mit ihrem Opa José / sich mit dessen Wirken auseinandergesetzt?


    Wenn nicht: weshalb nicht?


    Wenn ja: über was haben sie sich ausgetauscht, und welche Ableitungen hat sie für sich und ihr politisches Wirken daraus entwickelt?

    Könnt ihr mir einen amerikanischen (oder sonstigen internationalen?) Fernsehsender empfehlen, den man bemühen kann, wenn jetzt so Dinge ablaufen wie mit Maduro? Die deutsche Berichterstattung war wirklich zum Piepen und hat mich zwar amüsiert, aber mein Informationsbedürfnis nicht bedient.

    Als Absprungpunkt zu den englisch- und spanisch-sprechenden Amerikas höre ich gelegentlich bei Democracy Now! (YT) rein (ein Sendungsformat, kein Sender).


    Die Redaktion scheint einigermaßen gut vernetzt zu sein, und sie bieten häufig innerhalb eines Tages erste einigermaßen glaubwürdige Gesprächspartner und unaufgeregte Einordnungen (ymmv).

    Kennt jemand von euch zufällig eine große Bibliothek ohne Präsenzpflicht als Voraussetzung für die Erteilung eines Büchereiausweises? Es geht um die angeschlossenen Onleihen und da um aktuelle Sachbücher als EBooks. Bei sowas ist meine Provinzbib leider hoffnungslos schlecht ausgestattet und Bücher kosten wie alles einfach ein Heidengeld mittlerweile.

    Es ist leider keine konkret auf deine Frage bezogene Antwort, aber falls du die Library Genesis (aktuell libgen dot li), Anna's Archive (annas-archive dot org), oder die Literatur-Sektion der Web Archives noch nicht kennst, ist das für die Zwischenzeit einen Blick wert.

    Danke erst für deine Tips (und die der alle anderen anderen)


    Was würdest du als Sicherheitsmaßnahme empfehlen, wenn so ein Normlo wie ich bei W10 klebenbleibt?

    Die Risiken für die meisten privaten NutzerInnen ergeben sich durch Phishing, sowie durch Drive-By-Kompromittierung beim Browsen oder der Mail-Verarbeitung.


    Gegen ersteres können Vorsicht und Skepsis helfen, sowie die Nutzung von Passwort-Managern (und ggf. Multifaktor-Authentifizierung).


    Beim Surfen & Mails-Lesen bietet sich ein effektiver Script-Blocker an, wie z.B. uBlock Origin. Dieser funktioniert mit einem aktiv gewarteten Browser wie Firefox (und analog dazu Thunderbird für Mails).


    Falls unbedingt weitere Anwendungen bedient werden müssen, lassen sich die meisten Anwendungen auch in einer VM (z.B. via Oracle VirtualBox 🤮) betreiben, die immer wieder mittels Snapshots auf einen bekannten Zustand zurückgesetzt werden kann.

    Basel Adra verlinkt auf seinem IG-Account auf https://supportmasaferyatta.com/.

    Hi! We're the creators of No Other Land, the Oscar-winning film about the communities of Masafer Yatta that are being forcibly displaced by the Israeli army and settlers. […]


    All profits from renting the movie will go directly to support Masafer Yatta communities!


    If you already watched our film, you can donate any amount you like to the villages of Masafer Yatta. 

    Das Spenden-Formular läuft augenscheinlich über eine US-registrierte NGO, und akzeptiert US-kompatible Kartenzahlung.


    Sie freuen sich bestimmt über deine Unterstützung, auch wenn der Zugang zum Filmmaterial nicht über offizielle Kanäle erfolgt. 😊

    ich hab jetzt 2 stunden versucht nun endlich die doku "no other land" zu kucken finde aber nirgendwo online auch nur eine möglichkeit die zu kaufen/leihen.


    schon verwunderlich das mensch sich zum anschaun einer oscar gewonnenen doku so heftig verbiegen muss um da irgendwas zu finden. mit VPN's kenn ich mich nicht aus..hat jemand was gefunden wo diese doku zu erstehen ist?

    Schau mal, ob du auf archive.org einen relevanten Eintrag findest. (Downloads können mitunter sehr lahm und flaky sein)



    Bin in letzter Zeit vermutlich auf dem Beschleunigungsstreifen meines aktuellen Selbstzerstörungskurses angekommen.


    Falls sich hier auch jemand überdurchschnittlich viele Synapsen weglasern lassen möchte, empfehle ich Nano-Dosing.

    Mein Zitat hatte ja den Kontext, dass man auch auf Gotja Fragen eine Antwort haben kann. Und wenn man so in die öffentliche Debatte geht, dann sollte man diese vielleicht bei relativ gängigen Gegenargumenten auch haben.

    Recall (Korrektheit abhängig von der Transkript-Qualität auf YT):

    Bosetti konstruiert eine Induktionskette, um – das unterestelle ich einfach mal – ein "Siehst du, auch du würdest zur Waffe greifen. Gotcha!" zu ermöglichen. Das Scenario Building, und die sich anschließende Frage passen nicht zusammen. Nymoen's Gegenfrage stellt das doch heraus. Die Nachfrage Bosetti's schafft dann auch keine Klarheit mehr; die Konstruktion ist einfach falsch.


    Das dann zu artikulieren, verschafft der Gegenseite mitunter auch Raum, Konstruktion & Fragen zu überdenken und konkretisieren zu können. In dieser Gesprächsrunde ist das nicht passiert. Ole hat mögliche Synthesen dann doch noch antizipatitv vorweg genommen:

    Du findest es auch unvorstellbar, das zutun, und jetzt willst du die ganze Zeit irgend so einen Punkt bei mir herausfinden, wo ich sagen würde, da würde ich dann doch zur Waffe greifen und für Deutschland kämpfen, und vielleicht kommt der Punkt einfach gar nicht.

    Weshalb und worüber debattieren wir eigentlich hieran?


    Ja. Die klassische würdest du deine Mutter vor dem Russen retten, wenn du zufällig ein Gewehr in der Hand hättest? Auch einen Bekannten? Auch ein fremdes Baby? usw. in Anspielung darauf, dass eine Armee ja quasi die staatlich organisierte Form dieser Notwehr ist.

    Armeen sind Gewaltinstrumente der ihr vorgestellten Eliten. Für "Verteidigungsarmeen" von Nationalstaaten gilt das gleichermaßen.


    Im Zweifel wird dieses Werkzeug im Sinne der Befehlsgewalten eingesetzt. Da interessiert es kaum bis gar nicht, wer wessen Mutter oder Kind ist; am Ende des bewaffneten Konflikts liegen "Kollateralschäden" unter Trümmern, und der designierte Feind (in Irland z.B. gelegentlich Verwandschaft ersten Grades) im Grab(en).


    Der Aspekt mit der Solidarität wäre übrigens auch glaubwürdiger, wenn sie innerhalb der Bevölkerung in relevantem Maße feststellbar wäre, und nicht einfach irgendein Vibe à la "Deutschland ist es wert" rausgehauen wird.


    Ich bin sehgeschädigt – meine Brille beweist es –, aber wo solidarisiert sich der Volkssouverän z.B. hierzulande untereinander? Stattdessen wird gespalten und ausgebeutet, und zur Stützung dieses Apparats sollen dann Leute zur Aufopferung ihres Lebens gezwungen werden können?



    Wenn schon nicht für alltägliche Solidarität gekämpft wird, wär' der Ruf zu den Waffen zumindest glaubwürdiger, wenn wirklich alle, die das mit und ohne Bauchschmerzen befürworten, ihre anteilige Ownership am Nationalstaat dadurch legitimieren, dass sie selbst uneingeschränkt in einen Armeeverbund eingliedern lassen, um staatstragend Befehle entgegennehmen zu können.


    Deshalb habe ich diese Frage ja auch in den Raum gestellt. Für mich ist diese Antwort ähnlich wie bei der Frage nach der Polizei.

    Die Polizei rekrutiert sich in DE nach wie vor ausschließlich aus Leuten, die sich freiwillig dazu melden.


    Polizei und Gewaltmonopole sind andere Themen; Die müssen wir nicht unbedingt aufmachen, wenn es vor allem um Wehrpflicht & Militärdienst geht.


    Und so unbeliebt Weisband hier ist, aber ich finde schon, dass sie ein Argument hat, dass die Tyrannei zumeist von Menschen gestürzt wurde, welche bereit waren ihr Leben aufs Spiel zu setzen.

    Dann sollen das Menschen selbstbestimmt tun, und nicht andere per Zwang in diesen verengten Korridor schleifen.


    Falls du einen vielversprechenden Plan hast, die Tyrannei des Kapitals zu stürzen, opfere ich mich übrigens gerne freiwillig. ✌️


    Wenn man in den Raum stellt, dass ein Leben unter Putin, als ein Tod auf den Schlachtfeld besser ist, dann gibt es da viele Argumente dafür. Muss man dann aber die Situation in Russland zusätzlich beschönigen?

    In wiefern habe ich die Situation in Russland deiner Auffassung nach beschönigt? Denkst du tatsächlich, nach dem Lesen der von mir beschriebenen Einordnung, ich sehe etwas positives im beschriebenen kollektiven Defätismus & der sozialen und kulturellen Regression?


    Wo Aktivismus schnell Leib und Leben in Gefahr bringt und Teile der Bevölkerung über Einschüchterung und blanke Angst kontrolliert und ins Private gezwungen wird?

    RU also eine Preview, in welche Richtung es in DE zukünftig auch wieder gehen wird, weil hier aktuell zu wenige Leute ihr Leben auf's Spiel setzen, um die bereits seit der Staatskonstituierung der BRD fortwährend vom Gutbürgertum und reaktionären Eliten systemischen Zwänge zu überwinden? Dann lieber mal mehr Militarismus und Zwangsdienst, damit diese inneren Widersprüche auch weiterhin nicht aufgelöst werden können.


    Ich glaube eine detaillierte Debatte um konzentrische Frontbögen und die Feuerratio bestimmter Geschütze würde den Rahmen noch weiter sprengen. Ich glaube Russland kann zu einem hohen Preis langsam aber sicher Boden gut machen, aber wenn man wirklich bis Odessa will, dann bräuchte man dafür noch Jahre, wenn die Ukraine weiter unterstützt werden würde.

    Cool. Am Ende also noch weniger Staatsgebiet, und – hups – noch weniger Subjekte, die sich diesem unterordnen können. Ich verstehe diese Logik einfach nicht.


    Aber was war zuerst da? Verständigung oder das Ausspielen aller Karten?

    Weil dem geschilderten Ablauf würde ich nicht groß widersprechen. Nur eben hervorheben, dass die Radikalen auf beiden Seiten die Verhandlungen, welche es die ganze Zeit des Nordirlandkonfliktes gab, nicht mehr sabotieren, weil sie beide paramilitärisch ausgespielt waren und im Gefängnis ihre Gemeinsakeiten gefunden hatten. Ich bleibe dabei, hätte eine Seite noch realistische Chancen gehabt, wäre der Friedensprozess deutlich schwerer gewesen.

    Das sollen meinetwegen besser qualifizierte Historiker konklusiv ausdiskutieren. Ich sehe mich dazu nicht in der Lage, das quantitativ zu erläutern.


    Was ich dir nochmal sagen kann, ist: Es wurden nicht militärisch geschaffene Fakten abgewartet, bis ausreichend relevante Personen in ihren Werkzeugkoffern auf nicht militärische Optionsräume gestoßen sind, und diese dann auch genutzt hatten. Das war Gegenstand einer deiner ursprünglichen Fragen. (Gruß an Marner, der diese Prämisse re Kosovo-Bemerkung augenscheinlich ignorieren wollte). Die langwierigen diplomatischen Prozesse und ziviles Engagement waren es, was die Konfliktsituation zumindest soweit runterkühlen konnte, das die militanten Auswüchse weniger und weniger Motivation und Relevanz hielten.


    Wenn du deine Frage ein wenig erweitern möchtest, und nach vermiedenen kriegerisch ausgetragenen Konflikten Ausschau hälst, wirst du u.a. bei den EU-Staaten fündig. Manchmal geht's dann sogar ganz ohne Krieg.


    Ich habe dir auf deine Eingangsfrage nun jedenfalls ein paar meiner Gedankenfetzen zum Thema hinterlassen. Da mich bisher nichts zum Überdenken oder Justieren meiner Gedanken und Positionen bewegt hat, sehe ich für den Moment nicht, dass ich hier noch etwas beitragen kann.