Beiträge von JckProtoRogge1.1

    Also so, wie ich das meiner Erinnerung heraus entnehme (von dem, was er in seinem Podcast sagt) ist das Problem, dass das Schreiben mit seiner Kindesbetreuung durch Corona halt flachfällt. Er macht da keinen großen Hehl draus, dass das noch alles dauert. Persönlich glaub ich er ist einfach ein wenig zu Eitel um zuzugeben, dass er prokrastiniert und ggf. eine Schreibblockade hat - ich kann so etwas übrigens niemandem verübeln, aber hey, Nichtleistungsträger werden in dieser Gesellschaft ja nicht bemitleidet, sondern verpöhnt ;) Zugegeben: Wenn man bedenkt, wie viele Türen er bei einem Thema XY einrennt, welches auch nur im Entferntesten an Generationenkonflikt klingt, dann hat er gerade ähnliche Strukturierungsprobleme wie GRR Martin, der sicherlich dieses Jahr noch an seiner Version von "A Song of Ice and Fire" weiterschreibt. Ich persönlich warte ja viel weniger auf letzteres Werk, als auf den dritte Band der "Kingkiller Chronicles" von Patrick Rothfuss - der scheint aber auch in die gleiche Schreibblockade geraten zu sein.... wo wir gerade bei OT angekommen waren *shrug*...

    In die neuen zwanziger hatte er zuletzt indirekt einen kleinen Zwischenstand durchgeben, wo er meinte, dass Leute ihn fragen, was man in der RentnerRepublik besser machen könnte und er da eher einen fatalistischen Perspektive hat. Also er scheint dabei zu sein und für ihn war es wichtig, dass das Buch nach der Presidentschaftswahl und jz anscheinend auch... Hmm... Naja hoffentlich nicht bis nach Corona - fertig wird.

    Da sieht man, was für einen miesen Charakter Rezo hat.

    Weil er beleidigt ist, dass Laschet das Interview angesagt hat (völlig zurecht, wie man jetzt sieht), macht der so ein Video...

    *abgesagt


    Nein nein, die CDU hat nach Rezos erstem Video gefragt, ob Rezo mit ihnen reden wollen und er hat zuerst abgesagt. Dann hat er für das Triell bei Laschet angefragt und auf einmal wollten die nicht. Sie hatten ja ihre Chance sich zu verteidigen und miteinander zu reden, aber wer nicht will, der hat wohl schon. Jetzt werden eben diese Videos ohne vorheriges Sprechen mit der CDU gemacht - ist ja auch ganz nett.

    Peter Wittenkamp, Solzialdemokrat(!), findet es nicht fair wie man jetzt auf dem armen Armin herumhackt. Der liege ja schon auf dem Boden und könne sich nicht wehren, der Regierungs-Parteichef und Ministerpräsident des bevölkerungsreichsten Bundeslandes, findet der Sozialdemokrat Peter Wittenkamp.



    Ach so, Peter Wittenkamp, Sozialdemokrat, ist von Beruf Witzeschreiber. Na dann...

    Der Typ ist für diese oberpeinliche #weilwirdichlieben - Kampagne verantwortlich? das ist für dumm verkaufen a la "digital first, bedenken second"

    erinnert mich ein bisschen an:

    https://www.youtube.com/watch?…G7sjaA&ab_channel=Kovarrl

    Der Typ, der Wisecrack gemacht hat, mit "Philosophie von ...[dies und das]" hat nie eine Philosophie klasse besucht. Er hat ein Abschluss in irgendwieso Film und Editing. Er beschreibt sich selbst als eher so 9 to 5 - Arbeiter und erzählt über seinen Charakter, den er in diesem Channel aufgebaut hat und die Werbung für die er auch diesen Charakter aufgebaut hat.


    Äh, hat das der große Bruder nicht die letzten 20 Jahre gemacht?

    Ja, also mein Argument wär, dass die Aufregung über die Geschenisse in Afghanistan nicht der Situation gerecht werden: die Taliban sind nicht auf derselben Linie wie der ISIS. Es sind keine Dschihadisten, sondern haben Dschihadisten unterschlupf gewährt (al-Quida und Bin Laden, was sich anscheinend mehr oder weniger erledigt hat). Sie sind auf Afghanisthan beschränkt. Sie können deswegen das Land übernehmen, weil die eingesetzte Regierung einfach keinen Zusammenhalt, Konsens und damit Handlungsfähigkeit erzeugen konnte. Vlt. Einen sie das Land sogar, sodass da überhaupt staatl. Strukturen entstehen können. (Dass es Islamisten und patrichal-konservative Knallköpfe usw. sind, muss man mit bedenken, aber dann auch - ja, aber was ist dann mit Saudi-Arabien? )

    Die Aufregung ist zu moralisch aufgeladen. Es wird zu sehr einem industriell-militärischen Komplex das Wort geredet. Das, was man machen kann, ist evakuieren, humnitäre Hilfe geben und Flüchtlinge aufnehmen.

    Stimmt ihm Zizek da nicht bei dem Punkt mit den Hirarchien zu?

    Zizek stimmt ihm auch bei seinem Sleight of hand Punkt zu.

    Ja, es ist keine richtige Analyse. Zizek merkte an, dass Foucault sogar Gegner des Marxismus wurde (bis hin zu dem, was im Sammelband "Foucault und der Neoliberalismus" geschildert wurde).


    Also, Peterson ist unfähig beide Strömungen für sich zu betrachten. Dabei gibt es offene Konfliktelinien, wenn Amazon sich für Diversität ausspricht, aber Gewerkschaften unterdrückt.

    Und natürlich schwingt dabei auch ein Körnchen Wahrheit mit, wenn er zum Beispiel die Dominanz der Poststrukturalisten in den Geistes- und Sozialwissenschaften seit den 70er Jahren, oder die perspektivische Verengung seiner Student/inn/en auf identity politics als Ausdruck einer "linken" Emanzipation beklagt.


    Finde, dass es immer noch ein sehr bürgerlicher-liberaler Mainstream in den Unis und Schulen ist. Im Grunde hat man immer in ein sehr festen Kanon und Rahmenlehrplan, der abgearbeitet wird mit Meritokratie und im Prinzip kann man nur so und so weit sich in diesem bewegen. Manch einer nennt das vlt. dasselbe in grün.


    Peterson selbst in seinen VLs ist sehr postmodern/-strukturalistisch. Er spielt diese Denkweise aber auch wieder auf eine sehr bürgerliche-legitimatorische Weise. Bzw. ich denke inzwischen, dass da eine Art Trumpesches Anti-Establishment-Denken mitschwingt (also gegen die Universitäten als linksliberal-marxistische Bande im Gegensatz zu all seinem Schaffen oder dem intellectual dark web und dem Bürgertum oder so - wobei er dafür wieder eine Art naturalistische Wahrheit braucht).

    Achso und damit mein ich, dass selbst der Feminismus, den man vorfindet, meist doch ein 1%-SPDler-Feminismus ist. Oder wenn es um andere gesellschaftliche Hierarchien geht, dann werden meistens doch Aufstiegschancen betont und dass man im Habermasischen Sinn sich irgendwie eine Stimme und Argumente verschafft hat. Selten wird mal Foucault, (Adorno, Zizek , Sloterdijk, Mbembe) oder eben richtig Marx und die Analyse des Kapitalismus/kapitalistische Produktionsweise thematisiert, es sei den man sucht sich die Lesekreise, was aber nicht häufig in den Seminaren selbst vorkommt. Wolfgang M Schmitt hat das auch mal angesprochen, dass solche Autoren eher belächelt werden.

    Und natürlich schwingt dabei auch ein Körnchen Wahrheit mit, wenn er zum Beispiel die Dominanz der Poststrukturalisten in den Geistes- und Sozialwissenschaften seit den 70er Jahren, oder die perspektivische Verengung seiner Student/inn/en auf identity politics als Ausdruck einer "linken" Emanzipation beklagt.

    Finde, dass es immer noch ein sehr bürgerlicher-liberaler Mainstream in den Unis und Schulen ist. Im Grunde hat man immer in ein sehr festen Kanon und Rahmenlehrplan, der abgearbeitet wird mit Meritokratie und im Prinzip kann man nur so und so weit sich in diesem bewegen. Manch einer nennt das vlt. dasselbe in grün.


    Peterson selbst in seinen VLs ist sehr postmodern/-strukturalistisch. Er spielt diese Denkweise aber auch wieder auf eine sehr bürgerliche-legitimatorische Weise. Bzw. ich denke inzwischen, dass da eine Art Trumpesches Anti-Establishment-Denken mitschwingt (also gegen die Universitäten als linksliberal-marxistische Bande im Gegensatz zu all seinem Schaffen oder dem intellectual dark web und dem Bürgertum oder so - wobei er dafür wieder eine Art naturalistische Wahrheit braucht).