Beiträge von JckProtoRogge1.1

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    https://twitter.com/max_greenside/status/1374440621457338369

    Genau wegen dem philosophischen Gerede solcher Postsstrukturalisten war Marx Materialist und kein Idealist. Proletarier werden nicht erst zu Proletariern, weil sie so benannt werden, oder weil dieser Begriff ein Resultat aus irgendeinem Diskurs ist, sondern Proletarier existieren in der Realität und werden über ihre objektive und invariante Stellung im Produktionsprozess definiert. Ich kann Theorien anwenden, wie ich will, die sozialen Verhältnisse in Relation zu den Produktionsmitteln ändern sich dadurch nicht.

    Also, es geht gar nicht so sehr um die Beschreibung der Realität. Klar, der Proletarier ist immer da, aber weiß das der Proletarier auch?

    Es geht um konkurrierende Narrative, Weltansichten, Ideen usw.: sehe ich mich in einer nivilierten Mittelschicht oder in Mitten des Stehkragen-proletariats? (wobei Leute diese beiden Dinge nicht mal kennen werden.... aber gegen was Lukacs ja wirklich gegen angeschrieben hat, war die Naturalisierung der Produktionsverhältnisse.)


    Und wenn Marx sagt, dass die Verhältnisse tagtäglich eingeübt werden, ist das dann nicht sehr fatalistisch? oder gar zynisch im Sinne von "so ist es halb" - er selbst hat ja auch eine Meta-erzählung des Marxismus aufgemacht?

    Und nein - Ich bin nicht der irrigen Annahme, dass Textwände wie diese hier dazu taugen, einen solchen Bewusstseins-"wandel" der eigentlich eine Bewusst-Werdung sein muss, herbei zu führen. Deshalb fordere ich ja einen linken Populismus von Leuten, die dazu mehr Talent haben als ich.

    Wie seht ihr das Kommunistische Manifest in der Hinsicht?

    Ja, das kam später mit George Lukas Geschichte und Klassenbewusstsein allerdings hatte er ja auch irgwie Nationalsozialismus, 1Wk usw hinter sich.


    Bei Slavoj Zizek und Jaques Lacan und auch Althusser dagegen spielt es eine enorme Rolle. Beispiel: der Proletarier wird erst durch dessen Benennung und theoretische Einordnung zum Proletarier. Oder ein Bürger wird als solcher ideologisch Angerufen. (bei Althusser eben)


    Die Aussage ist: Theory matters! Wir brauchen mehr Theorien um die Welt besser zu deuten und uns gezielter, schlüssige selbst in der Welt einzuordnen.

    Ich hab noch eine Matheaufgabe am Sonntag:

    Wahr := 1 und Falsch := 0


    Baue die logischen Operationen gif.latex?%5C%7B%5Cland%2C%20%5Clor%2C%5Cneg%20%2C%20%5CRightarrow%2C%20%5CLeftrightarrow%20%5C%7D mit Plus, Minus, Mal, Geteilt nach.

    (also wenn zwei Variabeln mit 0 oder 1 eingestzt werden, sollen je das Ergebnis 0 oder 1 sein, bei der Negation nur eine Variable)

    https://twitter.com/komplaintd…tatus/1373700728754176003

    https://twitter.com/dingsdaninja/status/1373606104547082242


    https://twitter.com/jordanbpet…tatus/1373139060856909827


    Jordan Peterson hat ein kleinen Tweet gegen Bernie Sanders gemacht und quasi in ein Wespennest gegriffen.

    Gegenüber genuin, aufrichtig linke Politik hat er nichts zu gewinnen.

    Das aller Neueste ist es jetzt, Memes für Werbung zu appropriieren. Werbung auf sozial-media hat immer mehr Ähnlichkeit zu Memes. Achtet mal drauf, wenn ihr sowas entdeckt. Wenn Werbung mit irgendwas "witzigem" verbunden wird. Kommt bestimmt aus den PR-Agenturen. Mal gucken, ob es auch in die Politik durchsickert, weil die Politiker die gleichen PR-Agenturen wie Unternehmen konsultieren.


    Naja das ist schon ein bisschen länger der Fall. Internet historian hat dazu ein Videosegment gemacht...

    https://youtu.be/ROaj3bCpZEM?t=930

    (time ode bei 15:30)


    https://twitter.com/austin_hayden/status/1371647530434396160

    Veblen bespricht auch die Zeit der Industrialisierung und Kapitalismus. Soweit hab ich das Buch aber gar nicht gelesen, daher weiß ich nicht genau, was seine Ansichten dazu sind. Weil man kann nicht wirklich sagen, dass Kapitalisten sich durch nicht-arbeit auszeichnen wollen. Ich hab mich das auch gefragt beim Lesen vom Buch, hab es dann aber nicht mehr weitergelesen (ohne spezifischen Grund).

    Ich leihe mir das Buch aber nochmal aus und guck nach. Guter Einwand.

    Auf Wikipedia steht, dass Müßiggang bei ihm nicht nichts-tun heißt, sondern "sinnlose" Aktivitäten, wie Sport oder Kunst oder... Der Widerspruch bleibt aber denk ich, weil das Kapital will eig mehr akkumulieren und weiß nichts von Sport, Kunst, feines Benehmen.

    Würd gar behaupten, dass die Oberschicht eher ihre eigene Kultur dursetzen will als wirklich nur Egoismus und eben Akkumulation zu preisen.

    Das hat was von Satire. Über Jahrhunderte wird ununterbrochen daran gearbeitet, dass die Menschen endlich die Lohnarbeit akzeptieren. Trotzdem Fail 😅 Es wird niemals passieren, punkt ende.

    Die Theorie der feinen Leute. Thorstein Veblen.


    Veblen geht die Entwicklung der Klasse seit den Jäger und Sammlergesellschaften durch. Ganz witzig ist seine Theorie, die er auf jede Zeitepoche anwendet, dass sich der Adel bzw. die nicht-arbeitenden Klassen, die sich durch Überschussproduktion bilden konnten, immer so verhalten wollen, dass es den Anschein macht, dass sie explizit keiner handwerklichen Arbeit nachgehen. Jede Aktivität dieser Leute soll nach aussen hin zeigen, dass sie nicht hart arbeiten. Es darf absolut nichts darauf hinweisen. Das führt dann zu ganz lustigen Erklärungen von z. B. bestimmten Verhaltensweise des Adels im Mittelalter.

    Ich würd eigentlich mal eine Geschichte der Faulheit und des Müßiggangs schreiben.


    Ich finde, dass es hier und da zu widersprüchlichen Erkenntnissen kommt: Das Bürgertum grenzte sich im (Spät-)Mittelalter vom Adel und Bettlertum durch Fleiß und Arbeit ab (wobei es den guten Bettler, der beispw. eine Verkrüppelung hat, und den schlechten Bettler gab, der mehr machen könnte, aber wohl nicht will).


    Aber andererseits eben die Erläuterung von Veblen, dass man trotzdem irgendwann nicht mehr so tat als wenn man hart arbeite, um sich dann nochmal von niederen Handwerkern und Händlern abzugrenzen?