Beiträge von Fernbedingung

    Meiner nicht repräsentativen Lebenserfahrung nach, habe ich gar nicht das Gefühl, dass unser Lebenskonzept in weniger wirtschaftlich entwickelnden Gesellschaften als sehr erstrebenswert angesehen wird.

    Das halte ich für eine ethno-romantische Position, die man tatsächlich nur durch nicht repräsentative Lebenserfahrung erlangen kann.

    Die Grundlagen zweifelt ja keiner an. Also hier im Forum denke ich.

    Ich behaupte bloß, dass der überwiegende Teil der Menschheit noch gar nicht in der Position ist, freiwillig weniger zu produzieren und das daraus entstehende Wachstum zwangsläufig die Grenzen des Wachstums noch eine ganze Weile belasten wird.


    Deshalb ist es wichtig, dass wir auch bei uns EE ausbauen, um unseren Beitrag zu leisten. Dass unser EE Ausbau nicht zu mehr globalem Wachstum sondern automatisch zu gewünschtem lokalem Degrowth führt, habe ich versucht zu erklären. Unser EE Ausbau ist ein aktiver Beitrag zur Klimagerechtigkeit.


    Leider hat Utan dann wieder mit platter Kapitalismuskritik derailt.

    Aber es ist möglich auf wesentlich niedrigerem Niveau der Produktion in einer Welt zu leben die sozialer, gerechter und "glücklicher" ist. Auch ohne dass jeder ein westliches Mittelstandsniveau erreicht.

    Das ist bestimmt möglich. Aber die frage ist, ob die Menschen des globalen südens in Massen auf unser Mittelstandsniveau verzichten wollen. Denke nicht. Die Folgen werden ihnen leider so egal sein, wie den meisten Europäern.

    An der Stelle kommt mir die Degrowth Strategie auch immer sehr bevormundend gegenüber dem globalen Süden vor. Am Ende sind es satte, weiße Menschen der westlichen akademischen Elite, die anderen erklären, wie man sich richtig zurückzuhalten hat, nachdem man selbst 70 Jahre auf gar nichts verzichtet hat.

    Die zB afrikanische Perspektive auf die Frage, wie viel Wachstum ist unbedingt notwendig, um die Versorgung der Menschen auch in einer von Klimawandelfolgen veränderten Umwelt zu gewährleisten, fehlt mir völlig.

    Und dafür muss man auch diskutieren dürfen, wie dieses Wachstum mit technologischen Fortschritt im Bereich EE gestaltet werden kann, ohne in die im Westen beliebte Degrowth-Falle, jedes Wachstum = böse zu tappen.

    wachstum ist wachstum. egal ob kapitalismus oder kommunismus muss ich dafür extraktivismus betreiben, um die notwendigen mengen beton, stahl etc. zur verfügung zu stellen.


    aber aus der diskussion mit dir steige ich direkt wieder aus. war ein fehler. hätte ich wissen sollen.

    ...haben wir denn jetzt nicht verstanden?

    🙄 aber wehe man meckert über die ArT uNd WeIse



    wenn sieben milliarden menschen in die (gerne nachhaltige) Mittelschicht aufsteigen, kann das globale Wachstum nicht sinken. Alleine die Bekämpfung absoluter Armut und die Befriedung tatsächlicher menschlicher Bedürfnisse führt automatisch zu Wachstum und Ressourcenverbrauch.

    Schön dass wir jetzt wieder nur über "Verzicht"


    So ein Quatsch. Habe Doch versucht darzustellen, wie Degrowth und EE Ausbau in Nicht-Wachstumsgesellschaften zusammen geht. Was ist denn eure Meinung dazu?

    In Schwellenländern kann das Wachstum eben so hachhaltig stattfinden wie es will. Selbst wenn die Menschen dort in weiser Erkenntnis auf individuellen Hyperkonsum verzichten und alle in 35 qm Appartements ziehen, alle nur Bus fahren, alle share economy betreiben und alle niemals Urlaub machen ist die Schiere Menge an Bussen und Appartements, die trotzdem gebaut werden müssen, inkl notwendiger Infrastruktur, die soviele Menschen nun mal brauchen, so unvorstellbar, dass trotzdem, global, noch eine Menge Wachstum daraus entstehen wird.


    Ich verteidige nicht deren recht auf hemmungslosen Konsum. Aber ich verlange auch nicht, dass sie wegen Klimawandel auf den Bau von Wohnungen, Schulen, Krankenhäusern und öffentlicher Verwaltung verzichten.


    Und wenn man sich das historische Beispiel China anschaut, ist nicht davon auszugehen, dass es in anderen Schwellenländern anderers werden wird.

    Und es geht eben um Schwellenländer. Nicht um Entwicklungsländer. Und schon gar nicht um durch 40 Jahre Krieg zerstörte Runien wie Afghanistan.

    Schonmal gehört?

    :rolleyes:



    Für eine Gesellschaft wie zB Ägypten, in der (glaube ich) 50 % der Menschen jünger als 20 sind, ist Klimakrise ein Problem, das technisch gelöst werden muss. Keins das durch Verzicht gelöst werden kann.

    Und die Menschen werden auch nicht freiwillig verzichten. Das ist ja auch Teil von Klimagerechtigkeit, dass man denen ihren Teil vom Kuchen nicht absprechen kann, obwohl der ganze Kuchen eigentlich schon von uns verputzt wurde.

    Alles daran ist Falsch.

    China hat die Armut besiegt, indem hunderte Millionen in die chinesische Mittelschicht aufgestiegen sind. Inkl. dem damit verbundenen Konsum.

    Indien und Südost Asien folgen und dann Afrika.

    Die Menschen dort werden nicht wegen der Klimakrise verzichten. Sie können gar nicht mehr auf klimatisierte Wohnungen und Mobilität verzichten. Oder feste Gebäude aus Stahlbeton. Das Wachstum dieser Gesellschaften ist nicht mehr aufzuhalten.

    Wir in Deutschland sind ja nicht nur keine Wachstumsgesellschaft, unsere Gesellschaft beginnt zu schrumpfen. Einen Zubau an PV und Windkraft können wir gar nicht durch Wachstum erreichen, weil die Summe der in Deutschland geleisteten Arbeitsstunden nicht mehr zunehmen wird. Wenn wir endlich politisch entscheiden, den EE Ausbau zu forcieren, dann können wir nur noch Arbeit umverteilen. In anderen Bereichen wird es also zwangsläufig zu negativem Wachstum führen.

    SO geht Degrowth und EE Ausbau ohne Widerspruch zusammen.


    Unsere Industrie Kapitäne verlangen nicht aus Spaß nach 42 Stunden Woche und Rente ab 70. Auch die Regierung hat zum Ziel die Erhöhung der Erwerbsquote, also weniger Teilzeit und später in Rente.

    LDRs Techno Utopia halte ich nicht für fern der Realität sondern für dringend notwendig.

    Das Problem sind ja nicht eine Milliarde Bewohner des Westens, denen ein bisschen Degrowth gut zu Gesicht stünde, sondern die anderen sieben Milliarden in den Wachstumsmärkten. Die werden sich mit Degrowth nicht zufrieden geben. Egal ob im indischen Kapitalismus oder in der chinesischen Variante, wollen die alle noch ihren PKW und ihre Einbauküche.

    Es ist doch so. Selbst wenn der Strom nicht 100% erneuerbar sondern nur aktueller Energiemix wäre, wäre 100% BEV besser als der status quo.

    Deswegen ist es auch blöde, Wasser auf die Mühlen der Verbrennerlobby zu geben. Das sollte Ulrike Hermann eigentlich wissen.

    typischer Schilli, wo er wieder seine eigenen Twitter Links nicht liest


    “‘The figure for trees felled for windfarm development on Scotland’s forests and land, as managed by FLS, over the past 20 years is 13.9 million. However, it should be noted that these trees – being a commercial crop – will have eventually have been felled and passed into the timber supply chain in any case.'”


    und


    “The Scottish Government has moved to reassure that more trees have been planted..."

    Inhaltlich hat er ja völlig recht...



    ...aber ich weiß nicht ob ich das gut oder peinlich finden soll, wenn sich ein altgedienter Karrierepolitiker im Arbeiterkostüm vor seine Gartenlaube stellt und mit einer nagelneuen Axt vom Baumarkt (ab 50,- € aufwärts) den hemdsärmeligen Holzhackerjan spielt, während im Hintergrund irgendein rockiges Gedudel läuft.

    danke. ich liebe das. der jan vom fds mimt in seiner 5 bundestagsrunde den malocher. das akurat gestapelte holz daneben hat er auf jeden fall nicht selbst gehackt ^^

    Habt ihr diese Afghanistan Dokumentation von Strg F gesehen, die der NDR auf Youtube versteckt, statt sie im Hauptprogramm zu zeigen.

    Hat ein paar interessante O-Töne von Afghanen zu unserer Brunnenbohr- und Schulbau-Mission. In Erinnerung blieb dort leider nur, dass wir zwanzig Jahre lang ihr Land besetzt und Bomben geworfen haben.


    Kannst du mal ausführlicher erklären, wie du darauf kommst, dass der sich nach 7 Jahren rechnet?

    Evtl liegt dein Fehler darin, nach Kühlschränken gesucht zu haben. Da ich nicht damit gerechnet habe, dass jemand meine Fähigkeit zum einfachsten Kopfrechnen in Frage stellt, hätte ich wohl dazu schreiben sollen, dass ich eine ganz profane Kühlgefrierkombination erworben habe. Kriterium für den Kauf war nicht der geringste Stromverbrauch sondern Höhe und Breite (damit es in die vorhandene Lücke passt) und Gefälligkeit.

    Stromverbrauch ca 150 kWh im Jahr. Vergleichbares Modell mit Effizienklasse D war ca 30 Euro mehr Strom im Jahr bei 200 Euros weniger Kaufpreis.

    Aus der Bekanntschaft kenne ich Side by Side Kühlschränke, die nach weniger als 10 Jahren kaputt gegangen sind. Das waren defekte Temperaturfühler. Denke mal da wurde beim Hersteller an der falschen Stelle gespart.

    Hoffe jetzt einfach, dass das bei normalen Kühlgefrierkombis nicht der Fall ist. Habe deshalb auch auf Gimmicks wie Tür in der Tür oder Display in der Tür verzichtet.

    Die hat auf einmal ne Fehlermeldung ausgeworfen die man softwareseitig nicht resetten konnte...hab das dann online nachgeguckt, ausgelöst wurde das ganze durch einen Schwimmer am Pumpensumpf, den hab ich dann ausgebaut...und da war etwas Wasser drin (dient also als Überlaufschutz gegen Wasserschaden).

    Das hatte ich mal an meiner Waschmaschine. Habe dann den Mikroschalter, der vom Schwimmer betätigt wird, abgeknippst. Maschine stand ja eh im Waschkeller, wo es für den Notfall einen Abfluss gibt. Der Lagerschaden, durch den das Wasser vermutlich tropfte, hat die Maschine aber mittlerweile dahingerafft.