Beiträge von JonnyBadFox

    Weltbild ;) nicht Ideen. Die speisen sich von vielfältigen Autoren, Kropotkin, Bakunin, Marx, Rudolf Rocker, Karl Polanyi und andere. Ich übernehme nicht einfach Ideen, so wie du (wie man gesehen hat, es ist keine Einbildung, ich kann noch viele viele andere Beispiele bringen, es geht sogar soweit, dass du sogar Posts, in denen ich geschrieben hab: "Mit meiner Handytastatur kann ich nich so gut schreiben.", wiederholst, was etwas merkwürdig ist). Ich versuche wenigsten originell zu sein. Einfach Sachen wie ein Papagei zu wiederholen ist ja zu einfach und langweilig. Aber wie gesagt, eigentlich müsste ich mich geschmeichelt fühlen ;) Kein Ding Utan. Ist ja auch gut, wenn du die Sachen verbreitest, wenn auch zu engstirning und etwas versimplifiziert. Aber alles gut 👍 Dann bin ich halt dein Vordenker 😄 Was deine ewig Anschuldigung angeht, dass ich meinen würde meine Ansichten wären die einzig wahren oder so, dabei vergisst du, dass wir hier in einem Diskussionsforum sind. Wenn du es nicht aushalten kannst, dass andere Leute eine andere Meinung haben als du, dann such dir was anderes.



    Ich würde auch aufhören, zu sagen, dass ich mir das einbilde mit dem Übernehmen meiner Texte. Das vordert nur heraus, dass ich irgendwann die posts im Vergleich darlege. Und das wollen ich und du nicht.

    Jenny gefällt mir eigentlich oft am besten. Stefan ist immer, wie man sagen würde: "All over the place", ich kann irgendwie kein konsistentes Bild aus dem, was er sagt, machen. Beim Podcast mit Wolfgang ist er zurückhaltender, aber auch da hab ich öfters ein Fragezeichen vor Augen, darüber was er denn jetzt eigentlich meint oder wie seine allgemeinung Meinung zu einem Thema ist. Er hat irgendwie keine Prinzipien. Bei Wolfgang und Jenny kommt das deutlicher rüber. Bei diesem Thomas ist so ähnlich, wie bei Stefan, da fehlen mir immer Perspektiven, die er gar nicht beachtet hat.

    Nein, es sind nicht "deine Sachen", vllt nochmal lesen + drüber nachdenken...

    ...und für die Zukunft solche Beiträge sein lassen. sonst wird das entfernt.

    Wenn nur noch der Inhalt meiner posts rezitiert wird, und ein paar Leute haben meinen post, den ich aus dem aufwachen forum zitiert hab, gesehen. Dann find ich das schon ne Frechheit. Aber egal, ich lass die Diskussion jetzt. Vielleicht hat er ja so irgendwelche Probleme, das wär zu fies, wenn ich dann noch drauf rumhacke. Also alles ok.

    Benutz hier jemand E-Zigarette? Bin am überlegen umzusteigen. Ich rauche fast zwei Schachteln normale Kippen am Tag, lange wird mein Körper (und Geldbeutel) das wohl nicht mehr mitmachen 😄

    Ich frag mich allgemein, wie Jenny das Gelaber von denen aushält. Und dann immer diese herablassende Art ihr gegenüber. Ich kann auch langsam keine fünf stündigen Podcasts mehr hören. Wo soll man sich bei so vielen Themen im Forum einbringen? Wieso macht man nicht öfters, dafür aber kürzer?

    Die Erwerbsbiografie von Leuten kann deutlich länger sein als ein Arbeitgeber. Wobei ich jz auch nicht weiß, ob sie da was andeuten will....

    Nee, weil bei ihr im Profil "Selbstständig" steht. Glaube nicht, dass sie das im Sinne von Beamte und Staat meint (wir wissen ja alle, dass wir selbst der staat sind) ;)

    fruchtoase

    @Tim

    Demokratie ist mehr als alle paar Jahre ein Kreuz auf einem Zettel machen, Demokratie muss über die politische Sphäre hinausgehen und insbesondere die ökonomische miteinbeziehen. Diejenigen, die von einer Entscheidung betroffen sind, sollen auch darüber mitentscheiden können. Um den Bogen jetzt zur DDR und Demokratie und BRD zu schlagen: In keinem dieser Systeme gab es Demokratie, außer in einer sehr eingeschränkten Form, daher eine Form, die nicht in der Lage ist, die politische Emanzipation der Gesellschaft hervorzubringen. Das ganze wird noch lustiger, wenn man darüber nachdenkt, dass alle unsere großen Errungenschaften wie Schulbildung, Krankenversicherung, Arbeitsversicherung, Wochenende, allgemeines Wahlrecht, Umweltrechte, Arbeitsrechte usw. niemals von einem zufällig mal gnädigen Desponten eingeführt wurden, sondern durch besonderen Druck von der Arbeiterbewegung stammen, die mit ihren eigenen Institutionen und Arbeiterverbänden (für die die Geschichte von Deutschland in Europa einzigartig ist) die Blaupause geliefert hat, schließlich aber von Parteiverbänden, in dem der Interessenausgleich zwischen Unternehmer und Arbeiter, mit Übergewicht von Unternehmer natürlich, verdrängt wurden. Zuviel Freiheit und Selbstorganisation für Arbeiter ist den Eliten ein Dorn im Auge. Und das zieht sich halt bis heutzutage durch und, wie manche argumentieren, ist es auch der Grund für die neoliberalen Reformen.



    Nach einer Zeit des egalitären Wachstums in der Nachkriegszeit, die durch Keynesianische Wirtschaftspolitik bestimmt war und durch die Persistenz der Gewerkschaften, kam es in den 70iger wieder zu einem die Bourgeoisie traumatisierenden Ereignis. Wenn der Bauch gefüllt ist, fängt der Geist an sich zu bewegen und das drückte sich auch in den Unternehmen am Arbeitsplatz aus. Die Unternehmer beklagten sich über die weitverbreitete Disziplinlosigkeit der Arbeiter am fordistischen Fließband. Die Arbeiter, man kann es kaum glauben, sehnten sich nach mehr als nur monotoner tagtäglich von neuem beginnender Arbeit. Stimmen nach Mitbestimmung im Unternehmen wurden laut, die Kritik an der Existenz von Unternehmen überhaupt wurde laut. Mit welcher Legitimation existieren überhaupt (kapitalistische) Unternehmen? Deren Struktur einer Diktatur in Miniaturformat gleicht (in Form von Oligopolen, wie wir heute wissen, sind es Strukturen von Diktaturen im globalen Maßstab, die eine Wirtschaftskraft, die deren von nationalen Wirtschaften gleicht, haben). Ein anderer Angriffswinkel war die Zerstörung der Umwelt, die von Unternehmen in ihrem Profitwahnsinn weitergetrieben wurden. Aus dieser Zeit stammt auch die Propaganda der "Sozial-verantwortlichen Unternehmen", ein Widerspruch in sich. Mit der gleichen Leier kommen sie heutzutage ja wieder an (siehe Davos und Great-Reset).



    In den 70igern hat man dann experimentiert mit Arbeitsmodellen, die die Arbeiter miteinbezogen haben. Das Ganze scheiterte aber an dem Widerstand der Bosse, obwohl die Produktivität durch die Selbstorganisation stieg. Es war ein politisches, also Klassenproblem, kein ökonomisches. Im Kontext der Ölkrise und den steigenden Lohnkosten und Forderungen der Gewerkschaften, haben dann neoliberale Ökonomen wieder die alten Ideologien aus dem 19. Jahrhundert von Joseph Townsend, Jeremy Bentham, Thomas Malthus aus der Mottenkiste geholt: Wenn der Arbeiter sich keine Sorgen mehr um seine Existenzgrundlage machen muss, wird er sich weigern, sich seinen Herren zu untergeben und sein Dasein rein mit Arbeit zu verbringen, er wird faul, träge, die Abscheu gegen das wunderbare industrielle System beginnt ihn zu vergiften. Vollbeschäftigung, Arbeitslosenversicherung, Gewerkschaftsvereine vernebeln seine Sinne mit der Idee, dass er als Mensch irgendwelche inhärenten Rechte und einen Anspruch auf mehr als das, was er sich am Arbeitsmarkt erarbeiten kann, hätte. Das Gegenmittel war, dass wieder eine Gesellschaft der Unsicherheit geschaffen werden muss. Sein Platz im politischen Leben muss wieder der eines Beobachters sein, der die wichtigen Geschäfte den intelligenten Gentlemen überlässt und er sich wieder mit bloßem Konsum beschäftigt. Und die Gesellschaft der Unsicherheit wurde auch, wie wir es heutzutage sehen, wieder durch neoliberale Reformen durchgesetzt. Demokratie beschränkt sich auf ein Kreuzchen auf einem Zettel machen. Die begleitenden Zerfallserscheinungen wie das Aufkommen der afd sehen wir heute wieder. Es ist übrigens schon lange verstanden, dass die reformistische Sozialdemokratie tendenziell zum Aufstreben des Faschismus neigt, gegen den die Wirtschaftsbosse nicht wirklich etwas haben, aus diesem Grund wird auch rechtsfaschistische Agitation toleriert und linke mit brutalster Gewalt niedergeschlagen, weil antiautoritäres Gedankengut nicht vereinbar ist mit ökonomischer Gewaltherrschaft über Leib und Leben der Unterworfenen (selbst die kleinste reformistische linke Idee scheint schon eine Gefahr).



    Was wäre denn eine Alternative? Dazu müsste man sich fragen, was denn das die Menschheit in ihrem Charakter und ihrem Wesen nach vereinigende Merkmal ist. Es ist die Abscheu vor illegitimer Autorität und Hierarchie, die sich durch die ganze Geschichte, wie ein roter Faden zieht. Jeder Mensch lehnt illegitime Autorität und Hierarchie ab. Das fängt an im Freundeskreis, wenn einer meint, andere herumkommandieren zu müssen, bei dem patriarchalen Vater, der die Lebensplanung seiner Kinder bestimmen will, vom Arbeitsplatz auf dem man sich 10 Stunden lang der tyrannischen Herrschaft eines anderen Menschen unterwerfen muss, bis zur nationalen und internationalen Politik, die einfach so beschließt, dass die Globalisierung jetzt die eigene Zukunft ungewiss werden lässt und das so hingestellt wird, als ob es ein Naturgesetz wäre (in manchen Gehirnen ist es ein Naturgesetz, ein Naturgesetz der eigenen Ignoranz und Arroganz). Wie kann man eine hierarchiefreie und autoritätsfreie Gesellschaft aufbauen? Das ist als ideelle Vorstellung erstmal nicht möglich, jedoch kann man Mechanismen einführen, die beides einschränkt. Dazu gibt es mehrere Modelle, ein Modell, dass in der Geschichte weit verbreitet war und dass immer wieder von der Arbeiterbewegung eingebracht und auch konkret umgesetzt wurde, sind Genossenschaften oder Formen von lokaler Selbstorganisation der Unternehmen, in denen es keinen Unterschied mehr gibt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die Arbeiter das Unternehmen demokratisch selbstverwalten und die Kontrolle über den erwirtschafteten Profit haben. Wie man eine solche Gesellschaft aufbauen kann, dazu gibt es viele Methoden. Einige gute Vorschläge haben schon Bernie Sanders, Jeremy Corbyn, Sahra Wagenknecht und viele andere Sozialisten gemacht.



    Genossenschaften eignen sich auch daher sehr gut, weil der Kapitalismus zu der Auflösung der Privatarbeit geführt hat. Im Mittelalter hat jeder sein eigenes Süppchen gekocht, die Unternehmen oder die Wirtschaftssubjekte oder Produzenten waren nicht in Formen von Lieferketten voneinander abhängig, wie heutzutage. Diese gegenseitige Abhängigkeit führt auf der einen Seite zu enormen Krisen, schon allein dann, wenn die Krise ursprünglich nur wenige Unternehmen betrifft, auf der anderen Seite legt es die Grundlage für eine auf Kooperation basierende Wirtschaft, in der die Produzenten über Investitionen entscheiden könnten. Das wäre eine Demokratie, die nicht nur eine formale Demokratie ist und sie ist notwendig, wenn wir die Transformation hin zu einer nachhaltigen, gerechten und sozialen Wirtschaft schaffen wollen (es gibt einige Studien, die zeigen, dass Unternehmen mit Mitarbeiterbestimmt nachhaltiger und lokal investieren, stabiler sind als die heutzutage verbreiteten Todesmaschinen). Dass wir im 21. Jahrhundert immer noch an obsoleten Wirtschaftsmodelle wie dem Kapitalismus anhängen sollten, ist übrigens auch gar nicht die Meinung der meisten Menschen, denen Profit um jeden Preis ein Graus ist. Das ist einfach nur eine Ideologie einer utopischen Vorstellung davon, wie eine Gesellschaft unter der Herrschaft der Reichen funktionieren sollte und um den Menschen diese Ideologie einzuhämmern braucht es Jahrzehnte der Propaganda, Werbung und des bürgerlichen klassistischen Bildungssystems, das mit emanzipierender Bildung schon gar nicht vereinbar ist. Naja, also mir ging es jetzt eher darum, mal darüber nachzudenken, was eigentlich wirkliche Demokratie bedeutet, wie lokale Probleme angegangen werden, welche Lösungen es außerhalb von hohlen Phrasen und der Reproduktion der Herrschaftsverhältnisse gibt.

    fruchtoase

    @Tim

    Ich würde hier keine Dichotomie von theoretischem Wissen und praktischer Arbeit machen. Beides finde ich wichtig. Beides gehört in ein Wechselspiel gebracht. Die Ideen der Aufklärung haben sich aus reinen Gedankenspielen über die damals herrschenden Verhältnisse heraus entwickelt und sie haben letzten Endes (zusammen mit anderen Faktoren) zu einer neuen Gesellschaftsordnung geführt, die in mancher Hinsicht besser, in mancher Hinsicht gleich geblieben ist.


    Theoretisches und vor allem geschichtliches Wissen ist wichtig, weil es sonst dazu kommt, dass man nur noch gedanklich im Rahmen der Gesellschaftsideologie denkt und nicht mehr darüber hinaus. So ist es zum Beispiel bei vielen Diskussion zu unserem parlamentarisch-repräsentativen System in Deutschland und in vielen anderen Ländern im Westen. Es wird immer davon ausgegangen, dass dieses System tatsächlich demokratisch ist, auch wenn der Begriff meistens nicht genau definiert wird. Der ideengeschichtliche Ursprung dieser Demokratieform kommt aus dem England des 17. Jahrhunderts. In den Kreisen der New Model Army von Oliver Cromwell wurden Debatten über die Zukunft der englischen Verfassung geführt. Eine der radikalen Gruppen, die Levellers, forderten gleiches Wahlrecht für alle männlichen Engländer im Rahmen eines repräsentativen Systems. Auf den Straßen agitierten aber noch die viel radikaleren Gruppen wie die Diggers, die auch nicht vor einer Kritik der sich entwickelten Lohnarbeit Halt gemacht haben. König und Aristokratie wurden in Frage gestellt (Expose the mysteries of government) und jede Form von Herrschaft, die nicht direkt von den Betroffenen selbst über ihre eigenen Angelegenheiten gemacht wird. Für die Aristokratie waren diese Bewegungen ein traumatisierendes Erlebnis und seitdem ist antidemokratisches Denken Teil der Elitenkultur bis heutzutage, wozu auch gehört, dass sie (die Eliten) den unteren Klassen im Leben nicht mehr zugesteht, als zu arbeiten (und sie damit die ökonomische Funktion innehaben, den Reichtum der Reichen zu nähren). Bei der französischen Revolution waren selbst die radikalsten Elemente der Nationalversammlung und später des Nationalkonvent nicht für eine direkte Demokratie. Robesspierre war zwar radikaldemokratisch, praktisch war für ihn aber kein direktdemokratisches System möglich, weil es laut ihm, Dinge gäbe, die von den Menschen delegiert werden müssen über eine übergeordnete Stufe an Repräsentanten. Starke Regulierung und Kontrolle sollten mögliche Korruption verhindern. Zur Zeit der französischen Revolution war es noch möglich, dass die Bourgeoisie so weit gehen konnte, wie sie gegangen ist, weil sie noch keine Erfahrung mit Aufständen in einer sich im aufstreben befundenen Gesellschaft gemacht hat und nicht damit gerecht hatte, dass diese neue Sozialordnung eine in ihren Interessen entgegengesetzte Klasse hervorbringt, die ihre Umsturz hereinführen könnte. Alle folgenden Revolutionen sind immer so abgelaufen, dass eine moderate Gruppe der Bourgeoise eine Reform gefordert hat, dann zunächst die unteren (arbeitenden) Klassen weit radikalere Reformen als Anhängsel gefordert haben, dann aber die Bouergeoisie auf die konservative Seite gezogen ist und schließlich wieder nur das alte System in neuem Kleid reproduziert wurde. Es gab ein paar wenige Ausnahmen, die aber alle mit Gewalt niedergeschlagen wurden.


    Das US-Amerikanische System ist zwar ein auf Repräsentation basierendes System, aber auch in dem System kam die Angst der Eliten vor dem "gemeinen Pöbel" zum Ausdruck. Wie James Madison es gesagt hat: Wenn es ein System gäbe, dass wirklich offen für die Bevölkerung wäre, dann würde der Pöbel eine Landreform verlangen, d. h. die Reichen würden zur Kasse gebeten werden oder Eigentum würde direkt abgeschafft werden. Dieser Idee nach wurde das System dann auch konstruiert mit dem Zweck, dass der Reichtum im Senat konzentriert ist und die Politik bestimmt. Im 20. Jahrhundert gibt es genug Intellektuelle, die das gleiche Elitenressentiment ausgedrückt haben. Die Bevölkerung, d. h. die irrationalen Außenseiter, dürfen nur Beobachter der Machtspiele zwischen den intelligenten Gentlemen sein und sie sollen sich mit oberflächlichen Dingen wie Konsum beschäftigen (was man auch heutzutage sieht).


    Was Deutschland angeht, hat der Parlamentarische Rat 1949 explizit keine plebiszitären direkt demokratischen Elemente eingeführt, aus Angst vor den Kommunisten. Theodor Heuss hat es ausgedrückt: Das Volksbegehren, die Volksinitiative in den übersehbaren Dingen mit einer staatsbürgerlichen Tradition wohltätig, ist in der Zeit der Vermassung und Entwurzelung, in der großräumigen Demokratie die Prämie für jeden Demagogen und die dauernde Erschütterung des mühsamen Ansehens, worum sich die Gesetzgebungskörper, die vom Volk gewählt sind, noch werden bemühen müssen, um es zu gewinnen. (später nochmal bekräftigt, in dem er das Beispiel der Initiative der KPG zur Fürstenenteignung in der Weimarer-Republik angeführt hat).

    An diesem Satz ist leider falsch, dass man das Aufkommen von Demagogen nicht verhindert, in dem man Demokratie abschafft, sondern in dem man Demokratie schafft. Es gibt zwar auf Landesebene Volksentscheide, aber weit über die Form der Bourgeoisiedemokratie gehen sie noch lange nicht hinaus.

    Arbeitet Jenny nicht mehr beim Finanzamt? 🤔


    Theoretisches Partikel Rassismus hat erst mit der Kolonisation seine moderne Form bekommen. In der Wissenschaft gibt es den Konsens, dass man nicht sagen kann, dass es vorher wirklich Rassismus gegeben hat. Es war eine andere Form von Vorstellungen der Abgrenzung.

    Hier eine Rezension zu einem Buch, in dem der Autor meint, Rassismus hätte seinen Ursprung in der Antike.


    https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-5937


    Irgendwo im alten Forum habe ich mal einen längeren Text dazu geschrieben, der von Utan, wie ich sehe, fast 1 zu 1 oben schon wiedergegeben wurde, also das sind praktisch die Hauptargumente aus der Altertumsforschung.

    Ohps. Doch nicht gemeinfrei. Ab und zu erscheint eine Werbeseite in den Büchern. Kann man aber noch verkraften, denke ich. Falls man keine bestimmte Textstelle sucht.

    In der Marxismusgruppe in Facebook wird immer wieder das Kommunistische Manifest als Einstiegslektüre zu Marx empfohlen. Eigentlich eignet sich das KM überhaupt nicht dazu. Marx hat tausende Seite geschrieben. Nur selten hat er so eingeschränkt gedacht wie im KM. Die ständigen Revisionen des Texts zeigen doch auch, dass das Denken von Marx in ständigem Wandel war. Ich glaube, Marx hat es wohl bereut, dieses, eigentlich ein Pamphlet, um die Arbeiter vor dem Ausbruch der Revolution 1848 zu radikalisieren, Manifest geschrieben zu haben.

    Ich vermute, dass das KM auch sehr verbreitet ist unter Rechtskonversativen, die sich damit "kritisch" ausseinandersetzen wollen. Daher sind wahrscheinlich die ganzen Vorurteile so verbreitet. Man sollte lieber das Kapital Band 1 lesen. Die theoretischen Kapitel am Anfang kann man überspringen. Das Buch ist voll von genialer und unterhaltsamer historischer Geschichtsschreibung. Im Maschinenkapitel lernt man auch einiges zu der Geschichtsauffassung von Marx.