Beiträge von JonnyBadFox

    Ist das nicht der Typ, den David Graeber in Bullshit-Jobs erwähnt? Er hat, anstatt zur Arbeit zu gehen, sich mit der Philosophie von Brachu de Spinoza (Aufklärung) beschäftigt und wurde Experte darin 😅

    Eine rechtstheoretische Begründung für die nicht-existenz von Milliardären könnte sein:


    1. Man könnte sagen, dass die Existenz eines solchen enormen Vermögens nur einhergehen kann mit einer gleichgroßen enormen Ausbeutung und allzu große Ausbeutung wird ja auch am Arbeitsplatz bestraft. Dann könnte man natürlich sagen, ja aber wieso sollte es dann Millionäre geben? Wenn man allein im bürgerlichen Denken bleibt, könnte man darauf antworten, dass Millionäre die Funktion von Investoren haben, die teure Projekte finanzieren. Was die Grenze von Vermögen angeht: Solche Ambiguitäten gibt es in jeder Rechtstheorie, Recht an sich ist immer unzulänglich, weil es niemals die komplette Lebensrealität erfassen kann.


    2. Man könnte einfach ähnlich argumentieren, wie bei Monopolen und zu starke (politische) Macht und Ressourcenverfügung.



    Ansonsten gut, dass es diesmal bissl Reibung gab zwischen Tilo und Precht😅manchmal labert er halt einfach Quatsch.

    Teil2:


    Perspektiven könnte es, wenn es nach dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Ferhat Kirmiz geht, trotzdem genug geben. "Wir könnten hier alles bauen. Wir haben die Leute und die Maschinen. Man muss uns nicht auf die Straße setzten."

    Das sieht auch Mia so. "Es ist nicht so, dass wir keine Industriegüter mehr bräuchten. Im Gegenteil. Wir brauchen Windkraftanlagen und Solaranlagen, Busse und Bahnen und medizinische Produkte", sagt sie: "Aber in diesem System produzieren wir nicht nach Bedürfnissen, sondern nach Profiten. Wir brauchen die Konversion von unten."

    "Konversion von unten" ist ein Schlagwort, das öfter fällt bei der Pressekonferenz, um das neue Bündnis vorzustellen. Gemeint ist eine Umstellung der Produktion, die den gesellschaftlichen Nutzen zum Ziel hat.

    Die Aktivisten wollen sich von dem Begriff "Transformation" abgrenzen, der zuletzt häufiger aus den Chefetagen zu hören war und dem die Aktivisten vorwerfen, ein Deckwort für "Entlassungen" zu sein.

    Für manche Werktätigen war es eine Überraschung, das plötzlich Klimaaktivist:innen die Belegschaft unterstützen wollten. "Früher dachten wir, sie seien unsere Gegner", sagt ein Mitarbeiter mit IG-Metall-Fahne in der Hand. "Die wollen keine Autos, das bedeutet keine Arbeitsplätze für uns. Aber wir wären doof, die Hilfe abzulehnen."


    Klimafreundliche Produkte, darunter versteht zumindest "Klimaschutz und Klassenkampf" keine E-Autos. Ökologischer seien E-Autos nämlich nicht. Vielmehr läge es vor allem im Interesse der Konzerne, ein weiteres Produkt zu schaffen, um die Tatsache abzufedern, dass der Markt für Autos eigentlich übersättigt sei.

    Klimaaktivist:innen, die mit Industriearbeitern zusammen kämpfen: das ist neu. Aber: es könnte in der Zukunft noch häufiger passieren. Rund 400.000 Arbeitsplätze werden durch die Transformation allein in der Autoindustrie verloren gehen berichten Studien des ifo-Instituts.

    Auch Bosch hat für die Standorte Arnstadt und Bietigheim-Bissingen schon Schließungen angekündigt. Das Beschäftigungsverhältnis in der Herstellung von Teilen für Dieselmotoren im Vergleich zu elektrischen Antrieben beträgt zehn zu eins.

    "Wir müssen zeigen, dass die Spaltung zwischen Arbeiter:innen und Klimaschutz nicht existiert und der Profitzwang des Kapitalismus unser gemeinsamer Gegner ist." meint die Klimaaktivistin Mia dazu.

    Der Bosch-Sprecher Michael Kottau ist ebenfalls erschienen zu der Veranstaltung der Initiative. Er nennt ihre Forderungen "sympathisch, aber unwirtschaftlich". Das Werk in München weiterzubetreiben, sei durch hohe Fixkosten nicht rentabel. "Eine finale Entscheidung ist aber noch nicht getroffen."

    Betriebsrat Kirmizi sieht das anders. "Man merkt an jeder Ecke, dass Bosch gar nicht vorhat, das Werk weiterzubetreiben." Ausbildungsplätze würden schon seit einiger Zeit nicht mehr vergeben werden und aufwendigen Reparaturen auch nicht mehr erledigt.

    Trotzdem wollen er und die gesamte Belegschaft "bis zum bitteren Ende" um das Werk kämpfen. Sein Betriebsrat-Kollege Giuseppe Cicconne ergänzt: "Im Zweifel kette ich mich auch ans Werk und gehe in den Hungerstreik."

    Und wenn das Werk trotzdem geschlossen wird? "Selbst, wenn wir es nicht schaffen, hier geht es auch um ein viel größeres Zeichen. Klimabewegung und Beschäftigte, das sollte viel mehr in Deutschland passieren!"

    Auch Klimaaktivistin Mia zeigt sich kämpferisch: "Wir sind viele und wir sind laut. Wir werden den Kampf der Belegschaft auf jeder Ebene unterstützen", ruft sie in das Mikrofon. "Wenn Bosch seine Ankündigungen wahr macht, bekommen sie es mit der Klimabewegung zu tun!"

    Was die "weißheit" der Klimabewegungen angeht: Das lässt sich halt nicht ändern. Meine Theorie dazu:

    Es gibt zwei sozio-ökonomische Gruppen von PeopleOfColor:

    1. Diejenigen, deren Eltern schon einige Generationen hier in Deutschland leben und die mitlerweile sehr gut integriert sind, die ein stabiles Familien und Arbeitsleben haben und sich einen gewissen Wohlstand erarbeitet haben. Ich hatte mal einen solchen PoC als Jugendfreund, der war der deutscheste Mensch den ich gekannt habe zu der Zeit.


    2. PoC die erst seit einer Weile in De sind wie z. B. Flüchtlinge. Diese Gruppe ist mit Klassenkonflikten in ihrem Arbeitsleben konfrontiert, d. h. ihr eh schon, durch Schlumpflöcher, geringer Lohn wird geprellt, Ausseinandersetzungen mit dem Chef und mit den Ämtern nehmen viel Zeit ein.


    Gruppe 1. hat die größere Wahrscheinlichkeit sich für Klimabewegungen zu begeistern, weil eben die materiellen Grundlagen stabil sind. Bei Gruppe 2 ist die Wahrscheinlichkeit für Aktivismus in Klimabewegungen sehr gering, eben weil Klimabewegungen keinen direkten ökonomischen Klassenkampf als Ziel haben (wie es z.B. die FAU hat). Das höchste Ziele wäre es, die Klimabewegung mit Klassenkampf zu verbinden. Das ist schwierig, aber möglich.

    Z. B.:


    https://www.heise.de/amp/tp/fe…__twitter_impression=true


    Einige rote Fahnen und das Logo der IG Metall vor dem Werk: nichts Ungewöhnliches in Zeiten von Arbeitskämpfen. Aber daneben: Fahnen von Fridays For Future, Extinction Rebellion, den Parents For Future und dem Antikapitalistischen Klimatreffen. Ausgerechnet vor einer Zweigstelle des weltweit größten Automobilzulieferers. Das ist ungewöhnlich.


    Denn die Klima-Aktivisten sind nicht hier, um gegen das Werk zu protestieren. Im Gegenteil: Sie möchten verhindern, dass es geschlossen wird.

    Im Juli hat die Robert Bosch Gmbh angekündigt, die Schließung des Werkes in Berg am Laim zu prüfen. Die Begründung: "Der Wandel in der Automobilindustrie weg vom Verbrennungsmotor hin zu Elektroautos führt zu erheblichen Überkapazitäten."

    An dem Standort werden Pumpen und Ventile produziert, die für elektrische Antriebe nicht benötigt werden. "Daraus entsteht ein hoher Anpassungsbedarf", so Bosch. Das hat die Münchner Klimabewegung auf den Plan gerufen.

    "Es gibt keine Entlassungen für den Klimaschutz", sagt die 17-jährige Klimaaktivistin Mia. "Wir wollen Bosch mit seiner Argumentation nicht durchkommen lassen."


    Mia ist Sprecherin der Initiative "Klimaschutz und Klassenkampf". Unter diesem Label haben sich die Aktivisten und Beschäftigte des Werkes zusammengeschlossen. Sie fordern, dass das Werk erhalten bleibt – und die Produktion auf klimafreundliche Produkte umgestellt wird.

    Auf ihrem Transparent steht: "Es geht um unsere Zukunft." Mittlerweile haben mehr als 130 der 250 Beschäftigten eine Petition unterzeichnet, in der sie ihre Forderungen klarmachen.

    "Durch den jahrelangen Verzicht auf Teile unseres Gehaltes und die oft jahrzehntelange Arbeit im Betrieb haben wir ein Anrecht auf dieses Werk", heißt es darin: "Wir fordern hiermit Bosch auf, uns die Möglichkeit zu geben, die Produktion umzustellen."

    Münchner Klimagruppen haben in einem Schreiben angekündigt, die Forderungen der Belegschaft auf jeder Ebene zu unterstützen. Denn: "Sie sind diejenigen, die die Fähigkeiten besitzen, in der Zukunft all jene Produkte und Geräte herzustellen, die wir für eine klimagerechte Gesellschaft brauchen".



    Profite unter Deckmantel des Klimaschutzes?

    Die Begründung von Bosch sei nur ein Vorwand für höhere Profite unter dem Deckmantel des Klimaschutzes, heißt es auf der Homepage von "Klimaschutz und Klassenkampf". Die Produktion der Teile werde nur in Billiglohnländer verlagert und weiterhin in klimaschädliche Autos eingebaut. Tatsächlich sehen von Bosch entwickelten Szenarien vor, die Pumpen zum Teil in Brasilien oder Tschechien weiterzubauen.

    Bürgertum im 19. Jahrhundert. Band 1: Einheit und Vielfalt Europas. 265 Seite, 57 MB, 1995, Sammelband (Aufsatzsammlung von verschiedenen Autoren)


    https://digi20.digitale-sammlu…ay/bsb00044682_00001.html


    Aus dem Vorwort:


    Im letzten Jahrzehnt ist die historische Bürgertumsforschung zu einem Wachstumssektor geworden, dessen zahlreiche Forschun-gen und neuen Ergebnisse unser Bild von der deutschen Geschich-te in Europa im 19. und 20. Jahrhundert erheblich verändern. Das Untersuchungsgebiet ist weiter in Bewegung. Es findet breites Interesse, nicht nur bei Wissenschaftlern, Lehrern und Studenten, sondern auch beim nicht-spezialisiertem Publikum.

    Der besondere Reiz der neueren Bürgertumsgeschichte liegt sicher zum Teil dann begründet, daß es ihr gelungen ist, her-kömmliche Sozialgeschichte mit neuerer Kulturgeschichte zu ver-binden und dabei den Anschluß an die großen Fragen der Wirt-schafts- und Politikgeschichte - Industrialisierung, Kapitalismus, Demokratisierung, deutscher »Sonderweg«, Einheit und Vielfalt Europas - nicht zu verlieren. Die Geschichte der Bürger hat viel zur Geschichte der sozialen Ungleichheit wie auch zur Geschlech-tergeschichte beizutragen. Sie geht in die Geschichte der bürgerli-chen Gesellschaft über und mündet damit in die Diskussion grundsätzlicher Fragen der Gegenwart ein. Denn als »Bürgerge-sellschaft« oder »civil society« stellt das bürgerliche Projekt ein bis heute nirgends voll eingelöstes Versprechen dar, das seine kultu-relle und politische Anziehungskraft nicht verloren hat. Gleichzei-tig bündeln sich in der aus vielen Richtungen kommenden Kritik an Bürgertum, Bürgerlichkeit und bürgerlicher Gesellschaft oft grundlegende Einwände gegen die dunklen Seiten der Moderni-sierung westlichen Zuschnitts.

    Die hier veröffentlichten Beiträge behandeln vor allem das 19. Jahrhundert, das zu Recht oft als das »bürgerliche« bezeichnet wird. Sie befassen sich mit der kleinen Minderheit - je nach Defini-tion nur etwa 5 bis 15 Prozent der Bevölkerung -, die dieses Jahr-hundert mehr als jede andere Sozialformation prägte, in Wirt-schaft, Wissenschaft und Kultur, in der Form des Familienlebens, in der Lebensweise überhaupt, auf dem Gebiet der Moral, biswei-len sogar in der Politik. Es geht um Kaufleute, Bankiers und Fabrikunternehmer, um Ärzte, Anwälte, Professoren und Beamte, nur am Rand um das große Kleinbürgertum der Handwerker, Kleinhändler und Angestellten. Gefragt wird nach ihrem Verhält-nis zu anderen sozialen Klassen und Gruppen, vor allem zum Adel und zu den unteren Schichten, einschließlich der Arbeiter-7 schaft. Was hielt das Bürgertum als solches zusammen, worin bestand seine Kraft und wie gestalteten sich Aufstieg und Abstieg des Bürgertums im Zeitverlauf? Die Einleitung erweitert das Blickfeld bis an unsere Gegenwart heran. Die deutsche Entwick-lung steht im Vordergrund des Interesses. Inwiefern glich das deutsche Bürgertum den Bürgertümern in anderen europäischen Ländern? Wodurch unterschied es sich? Einzelne Beiträge berich-ten im Überblick über die Geschichte der Bürger in England, Frankreich, Italien, Österreich, Ungarn und der Schweiz. Andere vergleichen.

    Die folgenden Beiträge sind ursprünglich aus einer Forschungs-gruppe hervorgegangen, die ein Jahr lang (1986/87) am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld arbeitete. Die Ergebnisse wurden veröffentlicht: Bürgertum im 19.Jahrhundert. Deutschland im europäischen Vergleich, hg. v.

    Jürgen Kocka und Ute Frevert, 3 Bände, München (dtv) 1988. Es folgten Ausgaben in Auswahl auf italienisch (Borghesia europee dell'ottocento, hg. v. A. M. Banti, Venedig 1989) und englisch (Bourgeois society in nineteenth-century Europe, Oxford 1993).


    Eine französische Teilausgabe ist in Vorbereitung. Von diesem Werk sind vielfältige Anstöße auf die historische Bürgertumslor-schung ausgegangen.


    Erklärung zu dem Begriff "Bürgerlich" in zwei Tweets 😅

    Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube du meinst Cypherpunk, nicht Cyberpunk, wenn es hier um die politische Bewegung geht, die maßgeblich Einfluss auf Kryptowährungen hatte. Die bekanntesten Cypherpunks sind vermutlich Hal Finney und Phil Zimmerman (hat PGP entwickelt).

    Exakt, danke. Les gerade wieder Disassembling the Trust Machine und da wirds auch erwähnt. Cyberpunk ist mehr ein literarisches Genre.

    Aus dem Telegram-Querdenker Channel:


    Liebe Leute, in allen bayerischen Gemeinden läuft vom 14. bis 27. Oktober 2021 die Eintragung für das Volksbegehren zur Abberufung des Landtags. Der Artikel 18 der Bayerischen Verfassung ermöglicht es, auch während der Legislaturperiode alle Abgeordneten abzuwählen und damit Neuwahlen zu erzwingen. Dieses Instrument der direkten Demokratie wurde von den Gründervätern der Verfassung entworfen, um der Bevölkerung jederzeit die Möglichkeit zu geben, sich gegen eine übergriffige Regierung zu wehren. Insofern ist das Volksbegehren eine unterstützenswerte, demokratische Initiative aus der Mitte der Gesellschaft heraus.


    Im Zusammenhang mit dem Volksbegehren bahnt sich derzeit jedoch ein Skandal an, der meiner Meinung nach einen neuen Höhepunkt im demokratiezersetzenden Verhalten der Politik darstellt: Die CSU-Landesleitung verbreitet aktuell ein Flugblatt in der Bevölkerung, in dem sie offen dazu aufruft, das Volksbegehren zu sabotieren.


    Zitate aus dem CSU-Flugblatt (das Dokument findet ihr im nächsten Beitrag):


    "Sie sollten das Volksbegehren auf keinen Fall bewerben oder gar unterstützen. Wenn Sie Personen kennen, die eine Unterzeichnung beabsichtigen, informieren Sie sie über die wahren Hintergründe des Volksbegehrens und die dahintersteckenden Organisatoren.


    Das Volksbegehren ist eine radikale Täuschung: Hinter dem Volksbegehren stecken vor allem Querdenker-Gruppen, die bereits durch rassistische, volksverhetzende und antisemitische Ausfälle auffielen. Sie werden deshalb zum Teil vom Verfassungsschutz beobachtet. Jede Stimme für das Volksbegehren ist damit eine Stimme gegen unsere Demokratie.


    HINWEIS: Bitte teilen Sie uns mit, wenn bei Ihnen vor Ort für Volksbegehren geworben wird oder es zu Aktionen kommt: Telefon 089/1243-350 oder oder E-Mail: landesleitung@csu-bayern.de"


    Wir alle in diesem Kanal wissen, dass Bundes- und Landesregierungen längst offen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung agieren. Dass nun aber Parteien sogar direktdemokratische Abstimmungen sabotieren, stellt eine völlig neue Qualität des Totalitarismus dar.


    In diesem Falle bin ich mir aber ziemlich sicher, dass sich die CSU (mal wieder) ins eigene Knie schießt. Wer die Bürger so verzweifelt darum anbetteln muss, sich bitte ja nicht für ein Volksbegehren einzutragen, der scheint wohl etwas nervös zu sein - und erreicht vermutlich das Gegenteil.


    Für diese Verzweiflung sollten wir Verständnis haben: Insbesondere der bayerische Ministerpräsident wäre politisch mausetot, wenn das Volksbegehren Erfolg hat. Söder wäre damit das erste Staatsoberhaupt in der Bayerischen Nachkriegsgeschichte, das während der Legislatur aus der Mitte der Gesellschaft heraus abgewählt wurde. Er könnte sich danach vielleicht noch irgendwo als Bürgermeister bewerben, für alles andere wäre der Imageschaden zu groß.


    Insofern kann man schon nachvollziehen, dass die CSU das Volksbegehren manipuliert. Aber ob die Rechnung am Ende aufgeht...?


    Weitere Informationen zum Ablauf des Volksbegehrens findet ihr bei der südbayerischen Mittelstandsinitiative "Wir stehen zusammen", die in unserer Region 5.000 mittelständische Unternehmen repräsentiert.


    https://wir-stehen-zusammen.com/landtag/

    Ein teil von mir will Miksch´s Zitat, intuitiv als unzulänglich und Falsch abtun, weil man dann den NeoLibs futter geben würde, weil man sagen könnte das wir dann aktuell, in Europa, ebenfalls im Sozialismus leben.

    Das wird auch von Neoliberalen genau so gesagt, sobald jemand einen staatlichen Eingriff in der Politik erwähnt. Aber die Ideen der klassischen Neoliberalen, die Ordoliberalen, zu denen Miksch und Erhard gehört haben, haben in Deutschland wenig Einfluss, mehr sind es die Chicago-Neoliberalen mit ihren Kontakten in die USA. Ordoliberalismus war mehr eine ganzheitliche philosophische Idee, die in ihrer extremsten Ausrichtung eine Art Ständegesellschaft sein sollte. Aber das ist jetzt ein anderes Thema.

    Bei dieser liberalen Politik ist es möglich, dass die Anzahl der wirtschaftlichen Interventionen genauso groß ist, wie in einer Planwirtschaft, ihr Wesen ist jedoch verschieden.

    Leonhard Miksch späterer Berater von Ludwig Erhard und Teilnehmen vom Walter Lippmann Koloquium 1943.


    Damit will ich nicht sagen, dass das System unter Hitler neoliberal war, das sicherlich nicht. Aber dass eben erkannt wurde, dass der Staat absolut notwendig für den Kapitalismus ist, und das war eben auch in der Vergangenheit so, selbst als man die Erkenntnis noch nicht hatte.