Beiträge von JonnyBadFox

    Hab gerade mal alte Unterlage von meiner Familie durchgeschaut. Eine alte Ahnentafel war dabei, der älteste Name war von 1855, nice. Leider ist die Handschrift so undeutlich. Ein altes Arbeitsbuch von meinem Großonkel war auch dabei. Er war Lederfabrikarbeiter. Im Arbeitsbuch stand, wenn das Arbeitsbuch willentlich beschädigt wird, muss man 30 Mark zahlen oder, wenn man es nicht zahlen kann, 3 Tage Haft 😅

    Das Erbe des Britischen Empires und sein Einfluss auf die Welt war natürlich nicht besser.


    Ja aber z. B. war der Liberal-Consensus und Anti-Kommunismus erst in den 1950igern als Reaktion auf Stalin formuliert. Das Aufkommen der faschistischen und totalitären Regime Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts ist auf die Krisen des Kapitalismus, auf die sozial und kulturell zersetzende Marktwirtschaft, die das gesamte traditionelle Gesellschaftsgefüge im Kern zerrüttet hat, zurückzuführen und auf die Unzulänglichkeiten der liberalen Ideologie, nicht auf den Einfluss der USA oder des British-Empire. Siehe auch heutzutage wieder Rechtspopulismus in Europa.

    Und ein Vergleich des Kolonialismus mit dem Nationalsozialismus ist auch relativierend. In GB konnten sich wenigstens Bewegungen wie Abolitionismus entwickeln, der natürlich auch nur unzureichend war, weil die befreiten Sklaven sich in mehr oder weniger gleiche Bedingungen wie in Sklaverei, nur diesmal über Lohnarbeitsverträge, begeben mussten.


    Mehr dazu (zum vergleich Nazi vs. Kolonialismus):

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Historikerstreit

    Der Vorwurf ist ziemlicher Quatsch, das Baerbock Video anschauen reicht da schon, aber es gibt viele andere bei denen Personen des linken Spektrums doof aussehen und Leute aus dem konservativen Lager besser. Manchmal liegt es dran, dass das einy sich drauf vorbereitet und wer anders denkt beim Tilo bin ich auch ohne Ahnung safe...

    Jop. Ich kann mich noch an Susanne-Hennig Weslow erinnern, die er zurecht in die Mangel genommen hat.

    Die USA ist nicht alleine für alle faschistischen Diktaturen verantwortlich. Z. B. für keine vor dem Ende des 2. WK🙄 Und diese Dikturen, totalitären Systemen vor dem 2. WK haben erst unser Verständnis von solchen Systemen geprägt. Und sie waren zum Großteil in den industriellen Kernländern in Europa und dort am meisten verbreitet. Diese Systeme kommen direkt aus der Industrialisierung bzw. Welt-Wirtschaftskrise. Nach dem Ende des 2. WK war die USA an der Spitze ihrer Macht und nur aus diesem Grund konnte sie so viel Einfluss haben. Wobei man bei den Nachkriegsdiktaturen nicht mal von totalitären Systemen sprechen kann. Wir MÜSSEN den Kapitalismus überwinden. Es geht kein Weg daran vorbei.

    Weil mir geht es auf die Nerven, dass immer von der parlamentarisch-repräsentative Demokratie als Demokratie schlechthin gesprochen wird. Dabei gibt es viel mehr Formen von Demokratie und nicht nur diese Ankreuz-Demokratien, wo nur die Gesichter ausgetaucht werden, das Wirtschaftssystem aber nicht verändert werden kann.

    Lieber Jonny, von was redest du? Wir haben jetzt nicht so viele Beispiele in der Nachkriegszeit in denen der Kapitalismus abgeschafft wurde. Kuba drängt sich aber auf. Da wurde das von den USA eingesetzte faschistische Batista Regime durch die Revolution gestürzt. Davor hatte es eine Progressive Verfassung, annäherung an das sovietische Russland und Kommunistische Minister gegeben, was dann den der USA Regierung Nahestehenden Mafiosi (die die Kasinos in Havanna kontrollierten) zu viel wurde.


    Man kann ähnliche Geschichten von Venezuela, Nicaragua, Honduras, Chile usw erzählen, selten kam es zur Abschaffung des Kapitalismus, weil immer, wirklich immer vorher eine faschistische Regierung durch die USA eingesetzt wurde, manchmal nachdem man einfach einmarschiert ist.

    Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was dein Punkt hier ist. Mir ging es darum, dass bürgerliche Demokratien wie die Sozialdemokratie oder ein parlamentarisch-repräsentatives System mit Kapitalismus als Wirtschaftsordnung (im liberalen Sinn) zum Faschismus neigen, nicht "Demokratie" allgemein. Wenn 1918 eine Rätedemokratie in ganz Deutschland entstanden wäre (und das hätte passieren können), hätte das sicherlich nicht zum Faschismus geführt, allein schon nicht wegen der Dezentralisierung von Macht in einem Rätesystem. Wenn sich die Soviets in Russland durchgesetzt hätten, hätte es kein Stalin gegeben. Wenn sich die anarchistische Revolution in Spanien 1936 durchgesetzt hätte kein Franko usw. Und wo wurde in Cuba der Kapitalismus abgeschafft? Nur weil etwas verstaatlicht ist, bedeutet das nicht, dass Demokratie herrscht.

    Lieber Jonny, von was redest du? Wir haben jetzt nicht so viele Beispiele in der Nachkriegszeit in denen der Kapitalismus abgeschafft wurde. Kuba drängt sich aber auf. Da wurde das von den USA eingesetzte faschistische Batista Regime durch die Revolution gestürzt. Davor hatte es eine Progressive Verfassung, annäherung an das sovietische Russland und Kommunistische Minister gegeben, was dann den der USA Regierung Nahestehenden Mafiosi (die die Kasinos in Havanna kontrollierten) zu viel wurde.


    Man kann ähnliche Geschichten von Venezuela, Nicaragua, Honduras, Chile usw erzählen, selten kam es zur Abschaffung des Kapitalismus, weil immer, wirklich immer vorher eine faschistische Regierung durch die USA eingesetzt wurde, manchmal nachdem man einfach einmarschiert ist.

    Hab ich das alles angezweifelt? Nö.

    Falls sich jemand wundert, was ich unter bürgerlich verstehe: Mit bürgerlich meine ich nicht die Grüne oder so, sondern einfach alles, was versucht den status-quo und den Kapitalismus zu erhalten. Nicht-bürgerlich wäre dann sowas wie Demokratie am Arbeitsplatz und andere Formen von radikaler Demokratie ausserhalb der kapitalistischen Logik.

    Hm, ich würde sagen, der übliche weg ist, dass die Demokratie, um den Sozialismus zu verhindern, in eine Diktatur mutiert die massiv Gewalt ausübt und dann ein Widerstand die Diktatur Stürzt. Dass dieser Zwischenschritt entfällt ist nicht unmöglich, aber ohne eine politische Bewegung passiert garnix.

    Bitte nicht die bürgerliche Demokratie mit Demokratie allgemein verwechseln. Besonders nicht mit radikaler (im Gegensatz zu bürgerlicher) Demokratie. Die bürgerliche Sozialdemokratie mutiert in den Faschismus. Was unter anderem daran liegt, dass die Sozialdemokratie die Prämissen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung akzeptiert und diese kapitalistische Wirtschaftsordnung regelmäßig zu Krisen führt.