Beiträge von peram

    aktuell in der ZDF Mediathek

    https://www.zdf.de/filme/sturm-kommt-auf-100


    "Sturm kommt auf"

    Zweiteiler nach einem Roman von Oskar Maria Graf

    aus der Vergangenheit für die Gegenwart erzählt, ohne plump das eine mit dem anderen gleichzusetzen.


    Zitat

    "Nach dem Ersten Weltkrieg vertiefen sich die politischen Gräben in einem oberbayerischen Dorf. Ein Bauer wird zum Bürgermeister gewählt und gerät mit seinem aus dem Krieg zurückgekehrten Sohn aneinander, der zum Vorreiter der Nationalsozialisten im Ort wird. Aber auch der Kommunismus findet Anhänger im Dorf. Mehr und mehr zwischen die Fronten gerät ein zurückgezogen lebender Schuster, zumal als seine jüdische Identität bekannt wird. Ein sorgsam inszeniertes, ausgezeichnet besetztes Historiendrama als Anti-Heimatfilm nach dem Roman „Unruhe um einen Friedfertigen“ von Oskar Maria Graf. Abgesehen von wenigen erzählerischen Vereinfachungen werden Zeitläufte und widerstreitende Positionen in ihrer Komplexität erfahrbar, ohne dass der Dorfschauplatz je verlassen werden müsste."

    filmdienst.de

    ... hat man irgendwie den Eindruck, dass die von Leuten gemacht wurden die sich dachten, dass so bunte Bildchengeschichten halt nur was für Kinder sind, dass man daraus dann auch nur Kinderfilme machen kann ...


    ich glaube eher, daß es dabei um ganz profane kommerzielle interessen geht ... die Prouktionskosten dieser Filme sind enorm, und je mehr der Comic in Richtung Mainstream "geschleift" wird, desto mehr Publikum "zieht" er ... "race to the bottom halt" ...


    Für Nerds der 1980er-Jahre ... spannend, amüsant und manchmal auch verblüffend;

    Vergnügen, das die Leinwand bis zum Rand füllt.


    Freaky Tales

    Abenteuer | USA/Kanada 2024 | 108 Minuten

    Regie: Anna Boden



    Zitat

    Vier „Pulp Fiction“-Geschichten, die lose miteinander verbunden sind, erzählen von einer Nacht des Jahres 1987 in Oakland, in der es um Bandenkriege, Rap-Battles, Geldeintreiber und Kung-Fu-Kämpfe geht, meist recht blutig und durchaus auch surreal. Die Handlungen drehen sich um zwei Frauen im Rap-Business, um einen alternden Handlanger, einen rachsüchtigen Basketballprofi und eine Gruppe von Punks, die ihr Viertel gegen Nazis verteidigen. Die anspielungsreichen Episoden rufen Erinnerungen an die 1980er-Jahre wach und tragen vieles aus Popkultur, Musik oder Filmgeschichte dieses Jahrzehnts zusammen, das in der richtigen Mischung aus Humor und Nostalgie zitiert wird. - Ab 18.

    https://www.filmdienst.de/film/details/624749/freaky-tales

    Was für ein Interview :D


    pfffffffff.......


    Zitat

    "What is needed instead, and will not arrive overnight, is an entirely different spirit—an unflinching and where necessary caustic analysis of the world as it is, without concession to the arrogant claims of the Right, the conformist myths of the Centre, or the bien-pensant pieties of too much of what passes for the Left. Ideas incapable of shocking the world are incapable of shaking it."

    Perry Anderson, Idées-forces, New Left Review, Nr. 151, London, Januar/Februar 2025.

    https://newleftreview.org/issu…rry-anderson-idees-forces

    aktuell in der SRF-Mediathek (allerdings geoblocked - VPN!)


    Zitat

    Der Debütfilm hatte im Februar 2024 auf der Berlinale seine Weltpremiere in der Sektion Panorama und wurde mit dem Berlinale Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet. Nach dem Eklat der documenta fifteen löste der Auftritt der Filmemacher bei der Preisverleihung eine weitere Diskussion um Antisemitismus in der deutschen Kulturszene aus. Diese erwies sich jedoch als haltlos, die Regisseure gehen mittlerweile juristisch gegen besagte Vorwürfe vor. Unter anderem kündigten sie Schritte gegen die Stadt Berlin an, die fälschlicherweise auf ihrer Website behauptete, dass die Dokumentation antisemitische Inhalte hätte.[1] Im selben Jahr gewann das Werk den Europäischen Filmpreis. Bei der Oscarverleihung 2025 wurde No Other Land als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

    https://de.wikipedia.org/wiki/No_Other_Land#Produktion



    https://www.srf.ch/play/tv/fil…64-4b73-9fd1-570419a57b74

    aktuell in der 3sat-Mediathek:

    Anschauungsmaterial für Sofageneräle, Kriegstreiber und sonstige Bellizisten ...

    Warnung: der Grabe-Film ist harte Kost!


    Zitat

    Ron Kovic - Warum verschwindest du nicht? (1977)


    Als Junge war Ron Kovic ein glühender Patriot. An seinem 17. Geburtstag meldete er sich freiwillig als Marine-Soldat, zwei Jahre später zum Einsatz in Vietnam. Dort traf ihn ein Schrapnell in den Rücken - seither ist Kovic querschnittsgelähmt. Seine Behinderung änderte sein gesellschaftliches und politisches Denken. Aus dem Patrioten wurde ein scharfer Kriegsgegner, der zu Protestkundgebungen auf die Straße zog. Dabei wurde er wiederholt von der Polizei zusammengeschlagen. Georg Stefan Trollers Film zeigt Kovic im politischen Kampf und im Alltag.


    30 Minuten Doku aus der Dokumentarfilmreihe "Personenbeschreibung" (1971-1993) von Georg Stefan Troller

    https://www.3sat.de/film/dokum…windest-du-nicht-108.html

    Zitat

    Nur leichte Kämpfe im Raum Da Nang (1970)


    Der Dokumentarfilm zeigt die grausame Wirklichkeit des Vietnamkriegs auf einem deutschen Hospitalschiff, die sich hinter den beiläufigen Nachrichten verbarg.

    Der Film von Hans-Dieter Grabe und Carl Franz Hutterer zeigt die ausschließlich zivilen Opfer des Kriegs mit einer Konsequenz und Deutlichkeit, die es bis dahin im deutschen Fernsehen nicht gegeben hatte. Der Antikriegsfilm wurde mit dem Adolf-Grimme-Preis in Silber ausgezeichnet.

    https://www.3sat.de/film/dokum…-im-raum-da-nang-100.html

    ich kannte bislang nur den von Vernay von 1954 (Zweiteiler)



    ich verstehe, was Du meinst mit Deiner Aversion gegen Neuauflagen. Die ist in den allermeisten Fällen ja auch berechtigt. Da gehts um eine Neuauflage zum Geldverdienen - und wenn es nur um die handwerkliche Seite geht - vertane Zeit; gibt aber auch (wenige) Ausnahmen und dieser ist eine ... die Story ist nah am Original, die Interpretation aber frisch und neu mit Potential zu einem neuen Klassiker;

    3 Stunden großes Kino ...


    Der Graf von Monte Christo (2024)


    ... erfüllt die Sehnsucht nach großen Bildern wie nach tiefen Gefühlen und bleibt dabei dem Geist der literarischen Vorlage treu, ohne altmodisch zu sein ...und ein Beweis, daß man auch beim zwanzigsten (oder so) Remake doch noch einges besser machen kann;



    Zitat

    "Ein Seemann wird Anfang des 19. Jahrhunderts Opfer einer Intrige und zu lebenslänglicher Kerkerhaft verurteilt. Nach Jahren kann er entkommen, wird durch einen Schatz steinreich und geht daran, die Verantwortlichen für sein Unglück zur Rechenschaft zu ziehen. Eine opulente Neuverfilmung des Romans von Alexandre Dumas mit enormem Aufwand in der Gestaltung und großer Sorgfalt bei der Umsetzung der aktionsreichen, aber auch emotionsgeladenen Handlung. Der Film bleibt inhaltlich eng an der Vorlage, setzt mit facettenreichen, hervorragend gespielten Charakteren aber neue Akzente und hinterfragt durchaus kritisch die Rache-Mission der Titelfigur."

    https://www.filmdienst.de/film…af-von-monte-christo-2024


    aktuell in der arte mediathek: Berichte aus der Hölle - schwer zu ertragen, aber mit nachhaltiger Wirkung, also vielleicht in Etappen und in "gefestigten" Momenten anschauen ...


    https://www.arte.tv/de/videos/068408-001-A/vier-schwestern/



    Dokumentarfilm über Leben und Wirken von Leni Riefenstahl und wie ihre Filme bis in die Gegenwart ausstrahlen. Das Leitmotiv ist die Kontinuität einer faschistischen Ästhetik – und damit einer Haltung und Weltwahrnehmung, die das Hässliche, Schwache, Fremde, Andere hinter einer „schönen“ Oberfläche verschwinden lässt. Besonders verstörend auch die im Film dokumentierten vielen Sympathiebekundungen auf Selbstverleugnung, fadenscheinige Mythenbildung und die (in Telefonaten) mit Riefenstahl offen geäußerten rechtsextremen Ansichten.


    Zitat

    "Die deutsche Filmemacherin Leni Riefenstahl (1902-2003) avancierte mit ihrem NS-Parteitagsfilm „Triumph des Willens“ zur Hofregisseurin von Adolf Hitler und arbeitete nach dem Ende der NS-Diktatur intensiv daran, sich als „unpolitische“ Künstlerin darzustellen. Der Dokumentarfilm entwirft auf der Grundlage von Riefenstahls umfangreichem Nachlass ein vielschichtiges Puzzle, wobei es weniger darum geht, Riefenstahls Verstrickungen ins NS-Regime neu zu beleuchten, als vielmehr dem Weiterwirken ihrer Filme in der Gegenwart auf die Spur zu kommen. - Sehenswert"

    https://www.filmdienst.de/film/details/623252/riefenstahl#%C3%BCberblick

    bis 25.3. in der ARD Mediathek ...


    ein großartiger Streifen über das ungleiche Verhältnis zwischen gesellschaftlichen Regeln und der Macht der Leidenschaften ...



    Zitat

    "Neuseeland Mitte des 19. Jahrhunderts: Eine stumme Europäerin trifft mit ihrer Tochter bei ihrem unbekannten zukünftigen Ehemann ein, im Gepäck das geliebte Klavier, das bald zum Symbol der zunächst einseitig-begehrlichen, später von ihr erwiderten Leidenschaft eines Mannes in ihrer Nachbarschaft wird. In grandiosen (Sinn-)Bildern erzählte Parabel über die Selbstbefreiung und -findung einer Frau durch eine verbotene Liebesbeziehung. Vor allem die hervorragenden Schauspieler verleihen der Beschreibung des Prozesses Intensität, Dichte und Intimität."

    https://www.filmdienst.de/film/details/52033/das-piano

    Velleicht wäre es mal an der Zeit, klar zu definieren was genau denn dieser Faschismus ...


    Wenn man der Ansicht ist, man brauche Schutz, dann muss man auch wissen ...


    ... Ihr glaubt gar nicht, wie tröstlich in diesen trostlosen Zeiten in denen man vor lauter Kriegsgeschrei sein eigenes Wort nicht mehr versteht Eure Beiträge sind (und die von noch ein paar anderen mehr - sorry für die exemplarische Nennung, fühlt Euch eingeschlossen).

    Morgens um 7 mit der ersten Tasse in der Hand vor dem Bildschirm sieht da die Welt nicht mehr ganz so schlimm aus, wie sie am Vorabend noch schien - großen Dank dafür ...


    .ps Dank an Tilo, daß es dieses Forum gibt!

    ... hat deinen Advocatus Diaboli missen lassen ...

    das ist ja gerade das Problem: der Advocatus bleibt halt manchmal an der Garderobe, manchmal aber auch nicht ... aber nicht vergessen: "Don't kill the messenger!"

    ich wiederhole mich (gerne) und lege nochmal die grandiosen Interviews von Günter Gaus ans Herz,

    einer der das konnte ... findet man viele davon auf yt;

    seit heute im Kino:



    Zitat

    Like A Complete Unknown

    Biopic | USA 2024 | 142 Minuten

    Regie: James Mangold

    Anfang 1961 taucht der 19-jährige Bob Dylan in New York auf und findet rasch Aufnahme in die Folkmusik-Szene. Mit seinem ungewöhnlichen Songschreiber-Talent steigt der enigmatische Eigenbrötler in den nächsten Jahren zum Star auf, zeigt jedoch zusehends erste Verunsicherungen und Absetzbewegungen und beginnt, mit dem rebellischen Gestus des Rock’n’Rolls zu flirten. Die aufwändig ausgestattete und glänzend besetzte Filmbiografie arbeitet redlich, aber ohne große Überraschungen die Stationen in Dylans Karriere bis zur Kontroverse um seinen Auftritt beim Newport Folk Festival 1965 ab. Unterhaltsam und mit gelungenen Konzert-Szenen, fehlt es dem Film am höheren Ehrgeiz, tiefer in die Persona von Bob Dylan einzutauchen.

    https://www.filmdienst.de/film…7/like-a-complete-unknown


    wen das zwar glücklich hinterläßt, aber zu bieder und bodenständig ist, sei das Gegenstück dazu, die experimentelle Variante der Dylan Biographie von Todd Haynes empfohlen (für nicht mit der Dylan Biographie Vertraute allerdings schwer zu dekodieren), von der Haynes übrigens bezweifelte, dass Dylan sie sich im Kino ansehen würde:



    Zitat

    I'm Not There

    Biopic | USA/Deutschland 2007 | 136 Minuten

    Regie: Todd Haynes

    Die filmische Biografie des künstlerischen Multi-Talents Bob Dylan, der sein öffentliches Erscheinungsbild seit Jahrzehnten stets neu erfindet und definiert. Der fesselnde Film versucht gar nicht erst, die multiple Künstlerpersönlichkeit zu erklären oder gar zu dekodieren, sondern nähert sich mit gleich sechs verschiedenen Darstellern einer enigmatischen Persönlichkeit an, ohne in deren Geheimnisse vordringen zu wollen. Auf vielfältige Weise lässt er vielmehr Stationen einer Karriere Revue passieren, wobei er bei aller Nähe zu seinem Protagonisten stets respektvoll Distanz wahrt. - Sehenswert

    https://www.filmdienst.de/film/details/530733/im-not-there