Demnächst auch als Buch erhältlich ...
In vielem ist es natürlich genau umgekehrt — die Darstellung der ARD ist nicht falsch aber deutlich unkritisch und vor allem regierungsnahe ! So ne Doku wäre über die Politik der AfD undenkbar.
Der einzige lichte Moment kommt von Hobeck, wenn er berichtet, was man in der Nacht vor dem Kriegsbeginn zu ihm gesagt hat. Woher wußten die sog. "Dienste" das alles ?
Ansonsten müßte man die ARD mal medienkritisch und ideologiekritisch begleiten,
denn vieles von dem, was da gezeigt wird, ist einfach falsch :
1. Der Krieg Russlands hat sich insbesondere für Baerbock massiv positiv gewirkt.
Man könnte sagen, es konnte gar nicht besser für sie laufen, sich als staatstragende
Politikerin zu etablieren. Wo, wenn nicht im Krieg, kann man sich ganz einfach bewähren.....
2. Formal hat es eine positive Zusage für die Aufnahme der Ukraine in die NATO gegeben.
Es wird von der ARD nicht korrekt, die ganze Angelegenheit wiedergegeben.
Auf dem NATO Gipfel in Bukarest 2008 erhielt die Ukraine (wie auch Georgien) eine grundsätzliche Beitrittsperspektive: „Wir haben uns heute geeinigt, dass diese Staaten NATO-MItglieder werden sollen". Russlands Präsident Putin hatte sich schon damals gegen die Erweiterungspläne der NATO ausgesprochen.
https://www.lpb-bw.de/ukraine-eu-nato#:~:text=Auf%20dem%20NATO%20Gipfel%20in,die%20Erweiterungspläne%20der%20NATO%20ausgesprochen.
3. Die Entscheidung, ob ein Staat Mitglied werden kann in der NATO, liegt nicht am Wunsch des Landes oder seiner Regierung. Ein Mitgliedschaft Russlands beispielweise ist völlig tabu, vollkommen ausgeschlossen — und zwar unabhängig vom amtierenden russ. Präsidenten. Man hat dies sowohl Jelzin als auch Putin deutlich signalisiert. Deshalb gab es ja den Russland-NATO Rat.
Es stimmt also nicht, dass es eine Bündnisswahlfreiheit gibt. Es gibt eine Reihe weiterer Staaten, die niemals Mitglied in der NATO werden können.
Immer dann, wenn es so hingedreht wird wie es die ARD hier macht, ist äußerste Skepsis angesagt. Stellt
https://www.faz.net/aktuell/po…r-bedrohung-17345639.html
Boris Jelzin weckte am 20. Dezember 1991 hohe Erwartungen, als er einen russischen NATO-Beitritt zum „langfristigen politischen Ziel“ erhob. Noch im Jahr 2000 soll Putin Präsident Clinton gefragt haben, was er von diesem Plan halte. Solche Äußerungen wirken heute wie aus der Zeit gefallen. Mittlerweile erblickt die NATO in Russland die „Hauptbedrohung“ für die nächsten zehn Jahre.
Stellt sich die Frage, warum wird das so gesendet ?
Weil es zu kompliziert ist ?
Behauptete man nicht, Kennzeichen der AfD sei es, komplizierte Sachverhalte einfach zu beantworten ?
Genau das macht die ARD.
Dann muss halt so eine Doku 3 Stunden gehen. Und nicht diese ortsüblichen 90 min.
4. Sehr interessant auch Tina Hassel —eine der widerlichsten aus dem Kreis der Hauptstadtjournalisten, eine typische Journalistin der Atlantik-Brücke — sie legt bereits vor Kriegsbeginn fest, um was es geht : nämlich das große Ganze, um Europa.
Im Prinzip, sagt sie bereits vor dem Krieg, was später zur Grundlage der Kriegspolitik Deutschlands und der EU wird: Ein Angriff auf die Ukraine ist ein Angriff auf Europa.
Ohne diesen rhetorischen Kniff, neudeutsch framing, wäre die ganze Kriegspolitik und Kriegrhetorik der Bundesregierung nichts wert. Das Fundament auf dem all die Reaktionen auf den Überfall Russlands fußen, ist die angebliche Bedrohung durch diesen (lokalen) Krieg, die angebliche Bedrohung durch Russland auf ganz Europa.
Die Ukraine verteidige im Donbass Europa , wird ja mantraartig ständig wiederholt — das ist wirklich zynisches Geschwätz. Wäre es so, könnte man ja sagen : Wir machen am Ballermann Party und saufen, während die Ukrainer ihr ohnehin jämmerliches Leben im Donbass für diese Partygäste opfern. Das ist doch völlig grotesk.
Man stelle sich mal vor, die EU, die Bundesregierung hätten so auf den Krieg reagiert, wie sie es machen bei Aserbaidschan vs. Armenien oder die vielen anderen militärischen Konflikte.