um einen teil der diskussion vom stammtisch aufzugreifen: ist doch interessant, dass man anscheinend hier mit einer rein mathematischen berechnung der größten effizienz im vergleich alter vs. neuer technologie nicht entscheiden kann was denn "besser ist". aus diesem gedankenkonstrukt entstehen dann so sätze wie "es gibt den sauberen diesel", bzw. hat dieser effizienz-glaube uns doch auch zum teil erst in die jetzige situation gebracht. jedenfalls lässt sich der widerspruch erkennen, welcher sich dann auch durch die diskussion zieht.
der eigentliche punkt ist doch: rein logisch müssen wir lernen die einzige externe energie-quelle die dem planeten zur verfügung steht zu nutzen, nämlich die sonnenenergie (den gebrauch der gravitation vernachlässige ich hier mal). interessanterweise scheint die natur in dieser hinsicht seit millionen von jahren intelligenter zu sein als die gesamte menscheit mit all ihrer mathematik und ihren wissenschaften. spannenderweise hat mutter natur über selektion und variation den weg der effektivität anstatt den der effizienz als best-practice herausevolutioniert. vielleicht könnte man darüber ja auch mal nachdenken und etwas lernen.
aber das fällt natürlich schwer da ja alles logisch und maximal effizient ist - und was kann daran schon falsch sein?!
Das lässt sich mit mathematischer Berechnung schon entscheiden, sofern man die Berechnung auf eben jener Makroebene anstrengt, die du mit dem Blick auf unsere Super-Energiequelle ins Spiel bringst. Der saubere Diesel ist dann doch eher ein Ausdruck eines Mikrokosmos, indem die Zukunft der Dieselbauer augenscheinlich wichtiger ist, als die Zukunft des Planeten.
Mutter Natur ist das Ergebnis ihrer Selektion reichlich egal. Die Selektion des Lebens auf der Erde wird mit dem Versuch Mensch nicht zum ersten mal scheitern. Die Cyanobakterien sind uns da Millionen Jahre voraus.
Letzlich kann man natürlich die Natuwissenschaft und die damit verbundenen Erkentnisse wieder ignorieren oder sogar verdammen. Ich vermute jedoch, dass die Welt dann nicht unbedingt besser oder gar friedlicher würde. Erkenntnis als Ketzerei?
Die Versuchung der Wissenschaft abzuschwören ist natürlich nachvollziehbar. Allerdings hinterfragt man damit gleichsam die Existenzberechtigung der gesamten Art, die sich ja nun gerade durch die Beobachtung der Natur und der Anwendung daraus gewonner Ekentnisse erst an die Spitze der Nahrungskette und dann zum Herrscher über die Welt aufschwang. Zu den größten Pionieren der modernen Wissenschaftlern zählen ausgerechnet Künstler.
Da stellen sich einige Fragen. Gäbe es Menschehit ohne Technologie. Sind wir wir tatsächlich Gestalter von Technologie auf dem von uns eingeschlagenen Pfad und souverän darüber oder bestimmt die Technologie eigentlich unseren Weg? Schaffen wir es, uns den Zwängen unserer Natur zu entziehen und Technologie sinnvoll einzusetzen?
Wie hoch ist die Wahrscheinlchkeit, dass diese eingeschlagene Weg der Selektion scheitert oder gar das Leben auf der Erde für immer beendet oder zumindest ein Cyano-Szenario nach sich zieht.
Haben wir überhaupt eine Wahl? Ich glaube, es war in diesem Podcast, in dem das Szenario einer wahrhaftig künstlichen Intelligenz aufgemacht wurde, die sich bei aller Erkenntnis letzlich selbst richtete.