Beiträge von Kurt1


    "Scrutized"

    Wie bitte? =O


    Da ist dem Sprachorgan Hebestreit wohl der Rechtsstaatsbürger vor der Staatsräson durchgegangen. Das bringt Springer-Chefkolumnisten natürlich ans Limit der noch auszuhaltenden kognitiven Dissonanz.

    Aww, hab ich wohl falsch gelegen. Tja Vorhersagen sind schwierig, vor allem über die Zukunft.

    Das stimmt wahrscheinlich.


    Aber wenn man es mit Internationalen Beziehungen zu tun hat, dann hat man - (nicht nur) meiner Ansicht nach - immer bessere Chancen, zumindest ein bisschen Klarheit in die Verwirrung zu bringen, wenn man erstmal grundsätzilch davon ausgeht, das Staaten an sich wie rationale Akteure agieren, die bestimmten inneren Gesetzmäßigkeiten und Beziehungen folgen, denen sich auch der autokratischste Staatenlenker nicht einfach entziehen kann und daher selbst einer gewissen Ratio folgen muss, die man anhand seiner öffentlichen Ausssagen auch analysieren kann.


    Wenn man hingegen davon ausgeht, dass jeder politische Führer der nicht exakt mit dem westlichen Wertesytem kompatibel ist (dem in der real existierenden rules based order natürlich auch die meisten westlichen FüherInnen nur zu Sonntagsreden und Staatsfeiertagen wirklich die rhetorische Treue erweisen), dem Größenwahn anheim gefallen, daher unberechenbar, verlogen, und ohne jeden "moralischen Kompass" zu den schlimmsten Schandtaten im Stande, und auch von seinem eigenen Machtapparat nicht mehr unter Kontrolle zu bringen, bzw. ggf. der Macht zu entheben sei, dann reicht's zum Internationalen Politikexperten und Kriegsprofessor natürlich auch, wenn man Star Wars geguckt, Alle Avengers-Teile gesehen und Herr der Ringe gelesen hat.

    Ich geb dir da vollkommen recht, wie gesagt, ich kann der Methode ne Menge abgewinnen. Und wie du schreibst, es unterstellt dem politischen Gegenüber erstmal ein rationaler Akteur zu sein, der seine Interessen vertritt, ein wesentlich besserer Ausgangspunkt als z.B. Baerbocks "feministische" Außenpolitik.


    Johnny M.. Ich kann strukturellem Realismus eine Menge abgewinnen, auch wenn es immer wie eine selbsterfüllende Prophezeihung wirkt.


    Ist jetzt ein bisschen OT aber ich hab öfter über das sehr gute Interview mit Susanne Weigelin-Schwiedrzik nachgedacht, vor allem als sie Meinte sie würde diese Art der Analyse betreiben, weil sie die Welt lieber so sehen möchte wie sie ist, und nicht so wie sie sie gerne hätte. Aber letztenendes steckt auch in dieser Methode eine Wunscherfüllung nach Ordnung, nämlich das Weltpolitik nach logischen Regeln funktioniert und sich nicht chaotisch verhält. Man tauscht die Angst vorm Ungewissen gegen eine regelbasierte Hierarchie, auch wenn man die Regeln nicht mag. Die Analysen sprechen dann immer von Fehlern, wenn sich ein Staat nicht entsprechd ihrer Regeln verhält.


    Edit: Wenn sich irgendwer den eingangs erwähnten Talk von Brett Stephens antut, einfach ne Zusammenfassung posten, ich hau mir lieber mit nem Hammer auf den Kopf als mir Brettbug anzuhören.

    Einmal Zensursula immer Zensursula.


    Merkste selbst, wa? Ah, ne warte mal die merken das nicht.

    Was ein schönes Beispiel dafür, das soziale Medien Geisteskrankheiten verursachen. Wir brauchen echt nen Führerschein fürs Internet, es ist erschreckend wenn erwachsene Menschen zum einen denken, dass ihre Posts auf Twitter für ihr Publikum an minimal dümmeren Zeitgenossen irgendwelche Propaganda unterminiert. Aber auch noch der Meinung zu sein, dass man dies durch offensichtliches Lügen schafft ist schon ein ziemlicher Indikator für terminales Twittersyndrom. "Jeden Tag bekämpfe ich den Russen in dem ich mich so dumm und unglaubwürdig wie möglich auf Twitter darstelle". Wenn diese Menschen den dritten Weltkrieg auslösen haben wir den Untergang verdient.

    Bin nicht mehr wirklich auf social media, aber von den hier geposteten auszügen: war die große Empörung anfangs nicht, dass Kahn Anklage gegen die Israelis erhebt, nicht aber gegen die Hamasterroristen? Wissen diese Menschen eigentlich, was sie wollen?

    Allgemein hätte ich einfach gerne unter jedem dieser Beiträge einfach eine Grafik mit den zivilen Opfern Palästinenser - Israelis für jedes der letzten 20 Jahre und darüber die kumulative Kurve.

    Funktioniert die Taktik der establishment Parteien der AfD ihre Themen zu nehmen (wie einst Merkel die SPD und Grünen demontiert hat), in dem man selbst den Diskurs und das Programm nach rechts rückt (Migration, Sozialleistungsempfänger etc.) oder sollten liberale Parteien eher stärker eine alternative Politik propagieren?

    Und ich weiß nicht, ob es wirklich Not tut, das Thema Queerness in dieser Form aufzugreifen, das ist ja ein oft und gerne verwendetes Totschlagargument.

    Hier z.B. im Rahmen des ESC 2024:

    Das gepostete Foto ist zum einen mehrere Jahre alt und zum anderen ist die extreme Rechte in Israel nicht weniger homophob Klick.

    Eine der nervigsten und dümmsten Auswüchse kontemporärem Liberalismus ist dieses ständige Moralisieren zum Zweck derAbgrenzung. Wir, mit den guten Werten, gegen die Homophoben, Autoritären und generell Schlechten. Das Unerträgliche daran ist der Wiederspruch, dass sie diese Werte für die sie meinen einzustehen dann nur selektiv auf die In-Group anweden; dieser Gruppe sogar zusprechen genau diese Werte brechen zu dürfen um sich gegen die Anderen zu verteidigen. Alle die diesen Wiederspruch aufzeigen sind automatisch Feinde die nicht für diese Werte einstehen können.

    "Wie kannst du queerer Mensch für die Hamas sein (weil Kritik am Vorgehen Israels geäußert oder die Position unserer Regierung dazu in Frage gestellt wird), DIE würden dich doch töten. Es ist so unendlich absurd und dumm, als wären Menschenrechte davon abhängig ob es sich dabei um "gute" Menschen handelt.


    Welcher Ordnung gemäß denn? Kirchenasyl, it's not a legal thing.

    Ist halt ne soziale Norm. Die Gemeinde meines Vaters hat um 2000 ner kurdischen Familie Kirchenasyl gewährt, das wurde auch eingehalten. Das Argument ist nicht, dass da irgendwelche Gesetze gebrochen wurden. Ist halt trotzdem kompletter Irrsinn Menschen ( vor allem wenn sie schon erfolgreich dabei sind sich zu integrieren) einfach wieder abzuschieben, keine Ahnung wem das helfen soll.

    ÖR auch nicht besser


    Das Video des mutmaßlichen Schützen macht schon wenige Stunden nach dem Attentat auf den slowakischen Regierungschef Fico die Runde.


    Er sei nicht einverstanden mit der Politik der Regierung, sagt eine leise Stimme. "Warum wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk attackiert?", fragt sie weiter. Slowakische Medien berichten von einem geleakten Verhör der Polizei - angeblich mit einem 71-jährigen Amateurschriftsteller und Ex-Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes aus dem Westen des Landes.