Du unterschlägst allerdings hierbei, wer in den beiden Fällen jeweils "der Gegner" ist. Denn es geht ja weder den beiden eurochauvinistischen Schwachköpfen Röpcke und Jäger, noch dem eurochauvinistischen Schwachkopf Laschet um Solidarität mit den jeweiligen konkreten Opfern kriegerischer Aggression, sondern um eine möglichst klare Feindbildbestimmung der Täter als tragendes Motiv westlich-europäischer Solidarität gegen DenAggressor™ und als Abgrenzung der verschiedenen geopolitischen Interessen voneinander.
Und da sind sie sich sehr wahrscheinlich alle sehr einig darüber, dass die gemeinsame Zugehörigkeit zur westlichen Einflusssphäre mit den USA als stärkster aller atomaren Supermächte historisch sowieso und auch in Zukunft weiter prinzipiell viel eher im Interesse des deutschen Wirtschaftsstandortes liegt, als gute geschäftliche Beziehungen zu den atomaren Großmächten Russland oder China. Das Problem ist aus deren Sicht ja nicht der amerikanische Imperialismus an sich, sondern der derzeitige Imperator.
Der Unterschied zwischen Röpcke und Jäger auf der einen und Laschet auf der anderen Seite ist doch lediglich, dass Letzterer sich weniger öffentliche Illusionen drüber macht, wie kriegstüchtig Deutsch-Europa derzeit tatsächlich wäre, um sich militärisch gegen eine Annexion Grönlands durch Trumpistan zur Wehr zu setzen.
Dass er altgedienter CDU-Politiker und daher mit unserem derzeitigen politischen Führungspersonal vermutlich auch persönlich bekannt ist, wird vielleicht auch dabei helfen, sich weniger realitätsferne Visionen darüber zu leisten, zu welcher geopolitischen Eigenständigkeit dasselbe überhaupt in der Lage wäre, selbst wenn man es nicht schon von Kindesbeinen an am Rockzipfel des großen Bruders in Washington festgenäht hätte.