Die Nachfrage Bosetti's schafft dann auch keine Klarheit mehr
Ja, weil sie sich von dieser Frage verabschiedet hat, weil sie glaube ich auch gemerkt hat, dass er etwas in die Enge getrieben war und dies hinderlich für ein konstruktives Gespräch ist.
Weshalb und worüber debattieren wir eigentlich hieran?
Ich bin es ja nicht, der sich über die Frage echauffiert hat. Wie gesagt, ich finde es auch legitim, wenn jemand sagt, dass er nicht für Deutschland kämpfen würde, nachzufragen inwiefern er Gewalt prinzipiell ablehnt oder nicht. Und da es die klassische Frage an Wehrdienstverweigerer ist, hätte ich erwartet, dass er auf die Frage vorbereitet ist.
Wie jetzt in den vorherigen Posts festgestellt, sie reden auf unterschiedlichen Ebenen und können zum Teil deswegen nicht zueinander kommen. Wenn Nymon sich hinstellen würde und sagen würde er lehnt beide Staatskonzepte ab, deshalb ist es nicht sein Krieg, dann wäre das Unverständnis ihm gegenüber wahrscheinlich geringer. Oder zumindest ein anderes.
wo solidarisiert sich der Volkssouverän z.B. hierzulande untereinander? Stattdessen wird gespalten und ausgebeutet, und zur Stützung dieses Apparats sollen dann Leute zur Aufopferung ihres Lebens gezwungen werden können
Man kann wie Carl Schmitt quasi absolute Ansprüche an ein System stellen. Wenn das System dann nicht die perfekte Lösung für alles anbietet, dass System dann als heuchlerisch darstellen.
Ich gehe davon aus, dass du eine Brille besitzt?
sie selbst uneingeschränkt in einen Armeeverbund eingliedern lassen, um staatstragend Befehle entgegennehmen zu können
Und jeder der den Müll abgeholt haben möchte, soll sich auch bereit erklären bei der Müllabfuhr zu arbeiten? Ich verstehe ja, dass derjenige der Opferbereitschaft fordert auch bereut sein soll selbst das Opfer zu bringen. Nur ist die Frage wie praktikabel das wirklich ist.
Dann sollen das Menschen selbstbestimmt tun, und nicht andere per Zwang in diesen verengten Korridor schleifen
War ja mein Vorschlag. Aber hier wird ja dogmatisch vorausgesetzt, dass ein Staat nur über die Aussetzung der Wehrdienstverweigerung überleben kann.