Individuelle Rechte werden aber durch das Recht auf Privateigentum ad absurdum geführt, weil Privateigentum kein Recht wie jedes andere ist. Wenn ich Eigentum habe, dann hast du es nicht, mit allen Folgen, die dadurch entstehen wie Machtasymmetrie über Ressourcen.
Es ist eher umgekehrt. Nur durch Eigentum kann ein Mensch frei und unabhängig sein.
Das Eigentum ist ein Rechtsanspruch, der dem Individuum auch nicht verwehrt werden kann, wenn sich die Gruppe gegen ihn zusammentut.
Ohne Eigentum ist jeder Mensch jederzeit ein Sklave des Kollektivs.
Jeder Mensch steht dann stetig vor dem Abgrund der Existenz.
Das tun die Menschen mit Eigentum zwar teilweise auch, aber mit Eigentum gibt es die Möglichkeit, zu arbeiten, zu sparen, zu investieren und sich so eine nachhaltige Existenz aufzubauen, die es ermöglicht, sich zu entfalten.
Eine Machtasymmetrie über Ressourcen ist ohne Eigentum noch viel größer, denn selbst, wenn sich alles im Gemeineigentum befindet, können die Milliarden Entscheidungen der Ressourcenallokation, die jeden Tag getroffen werden müssen, nicht im Kollektiv getroffen werden.
Es muss dann immer Individuen geben, die diese Entscheidungen treffen.
Mit Markt und Eigentum haben die Menschen mehr Einfluss, die bewiesen haben, dass sie gute Allokationsentscheidungen treffen können. Im Gemeineigentum setzen sich dagegen diejenigen durch, die ihre Wähler am populistischsten täuschen können oder die mit der größten Rücksichtslosigkeit die anderen einschüchtern (sieht man auch sehr schön in vielen Sozialismusexperimenten, die Idealisten, die wirklich eine bessere Welt wollten, werden meistens schon in der Machtkonsolidierungsphase von denjenigen, die zur größten Brutalität bereit sind, liquidiert. Danach gibt es dann die Parteibosse und alle anderen sind von da an Sklaven ohne Rechte, die den Willen des Kollektivs ausführen müssen, was natürlich nur der Wille der Parteibossen ist.