Beiträge von Industrieller

    Fassen wir mal den aktuellen Stand zusammen:


    das Negative:

    - Florida sieht sehr gut für Trump aus (3% Vorsprung, 92% ausgezählt)

    - North Carolina, Texas, Georgia wird Trump wohl auch holen, also den ganzen Südosten


    das Positive:

    - Zahlen aus Pennsylvania sehen bis jetzt sehr gut aus für Biden (erst 15% ausgezählt)

    - Ohio sieht gut aus

    - wenn Biden Pennsylvania und Ohio gewinnt, sollte das reichen


    hatte doch trump letztes mal gewonnen oder?

    https://edition.cnn.com/intera…/politics/mail-in-voting/


    auf der verlinkten Seite kann man sehen, welche Staaten die mail-in votes schon am Anfang zählen (gelb und rot), in den Staaten wird Biden gut starten und Trump dann stark aufholen.


    In den grünen Staaten wird eher Trump stark starten und Biden dann stark aufholen.

    Ja, die Quote war wie gesagt schon in der Wahlnacht, als bereits die ersten Ergebnisse reinkamen, die am Anfang alle an Hillary gingen.

    Dass die Quoten extrem stark schwanken, wenn Ergebnisse reinkommen, sollte klar sein.

    die gruppen mag es da auch schon geben, aber du tust so, als ob es trumps amtszeit nicht gegeben hätte. ständige lügen, fake-news gelaber, "both-sides" in charlotesville, q-anon verschwörungstheorien die der präsident einfach mal so über twitter verbreitet. all diese dinge haben weiter zur polarisation beigetragen.


    natürlich ist biden auf dem papier für diese gruppen deutlich weniger gefährlich als obama, alleine aufgrund der hautfarbe, aber solche fakten interessieren in diesem zeitalter nunmal nicht mehr. biden wird ja trotzdem als "castro-puppet" bezeichnet von trump. und trumps anhänger glauben ihm das nunmal.

    Denke nicht, dass die Anhänger von Verschwörungstheorien oder Fake news wirklich zu den gewaltbereiten Leuten gehören. Das sind eher die, die sich ne Waffe kaufen, und dann auf die verbarrikadierte Haustür heben, weil sie Angst haben, da kommt bald der rote Mann und nimmt ihnen die im Keller gelagerten Samen für die Zeit nach der Apokalypse weg.

    Aber die gehen nicht raus und initiieren Gewalt gegen andere oder starten Proteste.

    google https://www.oddsshark.com/ente…dential-odds-2016-futures

    Wäre wünschenswert, wenn Covid nicht allzusehr das Gespräch dominiert.

    Natürlich nimmt das Thema nen wichtigen Platz ein, aber das hören wir von Herr Lauterbach ja die ganze Zeit in den Talkshows.


    Mich würde vor allem eine klare Positionierung im Trade-Off zwischen gut bezahlten Ärzten, Schwestern und Pflegern und einem Gesundheits- und Pflegesystem, das für alle Menschen finanzierbar ist.

    hehe, du bist ne geborene Dramaqueen ;)

    Die Befürchtungen von gewalttätigen Eskalationen halte ich dann doch übertrieben.


    Zumindest wenn Biden gewinnen sollte, denke ich nicht, dass da viel passieren wird.

    Als Obama gewonnen hat, gab es diese rechten Gruppen ja auch schon in den USA und damals musste man mit der "Yes, we can!" - Bewegung noch viel mehr den Eindruck haben, das Land dauerhaft an die Linken zu verlieren (aus Perspektive eines amerikanischen Rechtsextremen) und es ist nichts passiert.


    Sollte Trump gewinnen, kann ich mir eher vorstellen, dass gewaltbereite Linke von Gruppierungen wie Antifa versuchen, Demonstrationen mit möglichst viel Vandalismus und Gewalt, auch Waffengewalt loszubrechen. Da würden sich die Rechtsextremen dann sicher provozieren lassen und die Lage könnte eskalieren. Da ist es dann entscheidend, dass Trump dann alle Gewalt von rechts und von links verdammt und die volle Härte des Gesetzes einsetzt und möglichst viele Antifanten und Rechtsextreme dauerhaft hinter Gitter bringt.


    Das ist also ein weiterer Grund, auf einen Biden-Sieg zu hoffen.

    Die Wettquote stellt eine Schätzung von Wahrscheinlichkeiten da, ja. Aber über die Qualität entscheidet nicht der Markt, das ist lediglich ein Mechanismus, um eine Festlegung zu erzwingen, sondern die Informiertheit der Marktteilnehmer verzerrt durch ihre Risikoaffinität. Eine Informiertheit, die im übrigen von den "viele[n] andere[n] Modelle[n], die versuchen, den Ausgang von Ereignissen zu prognostizieren" mit bestimmt wird.

    Wenn in anderen Modellen eine Informiertheit bestimmt wird, dann muss dies durch den oder die Anwender des Modells passieren, die selbst so gut wie immer deutlich weniger Informationen kennen als das Aggregat der Marktteilnehmer. Die Informiertheit einer Gruppe einzuschätzen, die deutlich informierter sein muss als man selbst, ist ein Schwachpunkt und keine Stärke anderer Prognosemodelle.

    Interessante Diskussion.

    Wie ja von den Diskussionsteilnehmern selbst an einem Punkt mal festgestellt wurde, vertreten alle ein ähnliches Meinungsspektrum.


    Das ist positiv, weil die entsprechende Sichtweise sehr weit ausgeführt werden kann.

    Sobald dieser Punkt erreicht ist, wäre es aber auch ein Gewinn für solche Formate, den eigenen Standpunkt durch gegensätzliche Meinungen zu challengen.


    Bei Jung & Naiv sind ja auch oft die Interviews am besten, in denen sich die Meinungen des Interviewgastes am stärksten von Tilos Meinungen unterscheiden.

    Genau, und deren Interpretation ist das Suchen von Zeichen der Vorsehung in dem Käse den andere, nach festem Blick in den Kaffesatz, an die Wand malen.

    Hat was vom IFO-Index...

    Wahrscheinlichkeiten müssen nicht interpretiert werden, sie sind im Prinzip schon eine Interpretation, wenn sie von Menschen geschätzt werden.


    Genauso wie der IFO-Index einfach nur eine Befragung ist, bei dem die gleichen Fragen den gleichen Personen immer wieder gestellt wird.

    Das Ergebnis des Index zeigt dann, wie sich die Antworten auf diese Frage im Schnitt über den Zeitverlauf verändern. Daraus kann man dann ableiten, wie sich die Stimmung und Einschätzung der Befragten verändert hat, aber alles darüber hinaus ist Kaffeesatzleserei.

    Stimmungen können sich aus guten und schlechten und zufälligen Gründen verändern.


    Trotzdem hat diese Umfrage einen Wert für alle, die aus welchen Gründen auch immer, wissen wollen, wie sich die Stimmung der Wirtschaftsbosse in letzter Zeit verändert hat.

    Journalisten finden sowas zum Beispiel interessant, weil sie dann schon einen Satz mehr für ihren Artikel haben.

    Wo war Obama polarisierend? Wirtschaftsfreundlich mit nem Hauch Woke. Genau das Ding der Wirtschaft und aller liberals

    Bei den Liberalen und in der Wirtschaft ist Obama super angekommen, aber in großen Teilen der Bevölkerung hat er den Split in zwei Lager noch weiter verschärft, auch wenn Obamas Anspruch ein anderer.


    Aber er war unglaublich charismatisch, hatte auch entsprechend leidenschaftliche Befürworter, was dann wiederum auch die Leidenschaft in denjenigen, die Obamas Politik ablehnend gegenüberstanden, verstärkt hat.


    Obama, Trump und Bush würden nur sehr wenige als neutral einschätzen und viel mehr entweder positiv oder negativ. Ganz anders als zum Beispiel bei Merkel, die viel weniger polarisierend ist.

    Bei Merkel wirst du viel mehr Menschen finden, die sie auf einer Skala von 1-10 mit 4-7 bewerten.

    Trump, Obama oder Bush würden auf so einer Skala viel öfter mit 1-3 oder 8-10 bewertet werden.

    Weist du was Industrieller, vielleicht bist du wirklich auf einer höheren Führungsebene in der Wirtschaft. Das sind keine Wahrscheinlichkeiten, sondern ist eine Wettquote..

    Wettquoten drücken immer Wahrscheinlichkeiten aus.

    Oder um genauer zu sein, die beste Schätzung der Wahrscheinlichkeiten durch Buchmacher und Marktteilnehmer.

    Natürlich sind diese Schätzungen nicht immer 100% effizient, aber sie dürften aufgrund des hohen finanziellen Anreizes zumindest informationseffizienter sein als viele andere Modelle, die versuchen, den Ausgang von Ereignissen zu prognostizieren.

    Was sagen die Buchmacher heute am Wahltag?


    Joseph Biden - 60,8%

    Donald Trump - 38,9%


    Sieht vielleicht deutlich aus, aber das sind keine Umfragen, sondern Wahrscheinlichkeiten, wer der nächste Präsident wird.

    Selbst eine 17% Wahrscheinlichkeit entspricht zum Beispiel nur einer gewürfelten 6, was ständig vorkommt.


    Für mich bedeuten diese Wahrscheinlichkeiten, dass das Rennen viel offener ist als in den Medien dargestellt.


    Ich hoffe, Biden kann sich am Ende durchsetzen. Auch wenn ich meine Probleme mit Biden habe, ist er doch deutlich weniger polarisierend als Bush, Obama und Trump. Ich kann Amerika nur wünschen, dass sich das politische Klima in den kommenden Jahren wieder deutlich abkühlt.

    Mit Donald Trump wäre das fast unmöglich.