Beiträge von AlienObserver

    Absolut. Ich meine da ganz konkret lokale Ungewissheit. Wenn an einem gewissen Ort was noch nicht passiert ist und du ne Maßnahme veranlasst, welche über das bisher geschehene Maximum hinausgeht und nicht von anderer Stelle explizit die hinreichend sichere Gefahr für das Eintreten eines über das bisherige Maximum hinausgehenden Ereignisses geäußert und bestätigt wurde, dann hast du nen riesen Problem, wenn es doch nicht eintritt. Auf der anderen Seite bist du aber relativ (eher fast absolut) save, wenn du das vorgeschriebene Nötigste tust, egal was hinterher passiert. Und genau das der systemische Fehler.

    Es bleibt politisches Totalversagen.

    Das wäre richtig, wenn wir nicht schon diverse sog. Jahrhundertfluten gehabt hätten.

    Das Alpenhochwasser 2005, das Elbhochwasser 2006, das Oderhochwasser 2010.

    Alles sog. "Jahrhunderthochwasser".


    Aber wahrscheinlich muss wohl jeder Fluss mal überlaufen bevor irgenwas getan wird.

    Offensichtlich ist die Politik dafür verantwortlich. Es ist ja nicht erst seit letzter Woche bekannt, dass extreme Hochwasser durch den Kimawandel auftreten können. Wissenschaftler warnen seit Jahren, dass bessere Vorbereitung auf den Klimawandel notwendig ist.


    Die Politik hat darauf in keinster Weise reagiert. Hochwasserschutz richtet sich immernoch nicht nach zukünftigen, sondern immer nur nach vergangenen Hochwasser-Höchstständen. Das gleiche gilt für Trockenheit, Schneefall, Hitze usw.


    Die CD/SU und die SPD haben effektiv den Klimawandel geleugnet und zwar für Jahrzehnte und tun es zum Teil immer noch.

    Das mit den großzügigen Milliardären ist ein Gerücht. Den Euro nehmen den Cent geben ist die Devise. Es sind geringverdiener bis obere Mittelschicht die den Großteil der Spenden geben.


    Steuerpflichtige mit Spenden, deren Einkünfte zwischen 0 und 5000 Euro lagen, machten im Schnitt rund 240 Euro als Zuwendungen geltend. Das waren 11% ihres Einkommens. Bei Steuerpflichtigen in den mittleren Einkünfteklassen lag der Anteil nur noch bei knapp einem Prozent (300 bis 400 Euro). Die Einkommensmillionäre gaben durchschnittlich 1,5% ihrer Einkünfte als Spende an, das waren rund 40000 Euro


    Ist ja aber auch schwer zu verstehen. Die konservativen Wähler haben offenbar kein Problem mit Korruption, Klimaschmutzpolitik, einem autoritären Überwachungsstaat oder völliger Inkompetenz.


    Wer soll da schon ahnen, dass die falsche Performance bei einem öffentlichen Auftritt dann plötzlich eine Rolle spielt? Ich wäre auch verwirrt.

    Kann man ja hier nachschauen was die Union dazu sagt:



    Sinngemäss:

    "Man muss Wirtschaft und Klimawandel gemeinsam Denken."

    "Es zählt nicht ob man Klmawandel bekämpft sondern wie und da setzt die Union auf Wachstum und Innovation."

    Sehr schön finde ich ja nach 16 Jahren Merkel das Statement von Laschet:

    "Die Union hat mehr für den Klimaschutz getan als jede andere Regierung der letzten Jahrzehnte".

    Das ist so unfassbarer Klamauk da fällt einem nix mehr zu ein.


    Sehr schön dazu Ekhart v. Hirschhausen: "Diese Priorisierung von Wirtschaft die geht mir dermaßen auf den Sack .."


    https://www.zdf.de/politik/maybrit-illner

    Na ja, Kolonien haben wir wirklich nicht, aber ich habe mir jetzt mal das 5-minütige Video angeschaut und weiß, was du und Hagen Rether meint.

    Damit es da wirklich keine Missverständnisse gibt:


    Ich meine es gibt einen Konflikt zwischen dem (z.B. von der CDU) so viel beschworenem "Wertefundament" und toten Flüchtlingskindern an europäischen Mittelmeerstränden.

    Was nicht funktionieren wird ist, dass wir unsere Werte bewahren aber gleichzeitig unseren Wohlstand auf Kosten verbrannter Näherinnen in Bangladesh sichern können.


    Wer angeblich "Fluchtursachen" bekämpfen will aber gegen ein wirksames Lieferkettengesetz ist (Peter Altmeier) ist ein verlogenes, heuchlerischen Arschloch dem verbrannte Näherinnen in Bangladesh am fetten Arsch vorbei gehen.


    So wie zur Zeit der Dekolonialisieren müssten wir etwas von unserem Wohlstand opfern wenn wir die Verfassung (Deutsch oder Europäische) wirklich ernst nehmen.


    Wir können aber auch einfach auf die Verfassung pfeiffen, eine Mauer Bauen und alle erschiessen die zu uns wollen. Diese Wahl haben wir.

    Was ist jetzt eigentlich das Problem?


    Warum ist es schlimm wenn Sabine mit 15 sagt er möchte Sebastian heissen?

    Was ist daran irgendwie gefährlich oder überhaupt wert das zu diskutieren? Natürlich darf Sabine sagen, dass sie gerne Sebastian heissen möchte selbst wenn das andere als unvernünftig empfinden.


    Warum lassern isch eigentlich so viele alte Männer die das gar nichts angeht hier triggern und von der Reaktion vor den Karren spannen?


    Ich persönlich bin mit der mir zugeschriebenen Männerrolle überhaupt nicht einverstanden. Ich will nicht Susi sein, aber ich habe keinen Bock darauf, dass die PR Industrie mir ständig unterstellt, dass Titten, Grillfleisch, Fußball und Fette Autos meine Männlichkeit definieren.


    Wenn euch das gefällt dann regt euch weiter auf schiesst euch ins eigene Knie.


    Pseudolinke in den USA haben versucht mit diesem Thema von ihrer Reaktionären Gesinnung abzulenken. Clinton und Co. haben so getan als ob es genüge woke zu sein um Links zu sein. Diese strategie richtet sich nicht gegen die rechte Gegenseite sondern die Konkurenz im eigenen Lager.


    Das irrsinnige ist, dass sie es geschafft haben, dass sich die ganze Welt jetzt darüber aufreg anstatt über soziale Ungleichheit, Naturzerstörung und Ausbeutung zu reden.


    Niemand wurde jemals wegen irgendwelcher Gender gerechten Sprache der Mund verboten.

    Nur mal um die Verhältnismäßigkeiten klar zu machen:


    Wem wirklich seit seit Jahrzehnten durch Mord, Unterdrückung, Diskriminierung der Mund verboten wurde sind linke Oppositionelle. Millionen wurden wegen dieser Gesinnung hingerichtet, mit Berufs und Redeverboten belegt. Allein in Indonesien wurden 1965/66 5 Millionen Linke mit Hackmessern zerstückelt weil sie sich für die Rechte von Arbeitern eingesetztt haben.


    In der BRD wurden KPD mitglieder einfach Weggesperrt und der Radikalenerlass galt in Bayern bis in die 90er. Auch Deutschland und der VW Konzern haben sich an Folter und Mord von Gewerkschaftlern in Brasilien beteiligt und davon Profitiert.


    In den USA mag es gefährlich sein Homosexuell oder Schwarz zu sein, aber wer dazu auch noch Marx gelesen hatte wie die Black Panther wurde gezielt vom FBI Ermordet.


    Ich hab dieses künstliche aufgerege um Gendergerechte Sprache so satt.

    Hier ein Paar Fakten zu dem unsinnigen "Wir können doch nicht alle Aufnehmen" Argument:


    »Wir können doch nicht die ganze Welt aufnehmen!« Wo es um Flucht und Asyl geht, fallen schnell solche Sätze – Sätze, die nicht selten auf Unwissen und oft auf rassistischen Vorurteilen gründen. Aber was entgegnen, wenn der Nachbar oder die Kollegin so daherredet?


    Die dritte, überarbeitete Auflage der Broschüre „Pro Menschenrechte – Contra Vorurteile“ von PRO ASYL, Amadeu Antonio Stiftung, IG Metall, ver.di und der Respekt!-Initiative der IG Metall liefert wichtige Fakten und Argumente zur Debatte über Flüchtlinge und Asylsuchende in Deutschland und Europa. (Stand: Mai 2017)


    Eine Übersicht über 14 gängige Vorurteile – und Vorschläge für eine angemessene Entgegnung:

    Das Resultat meiner Überlegungen ist, dass eben die "Angleichung der Lebensumstände" bei uns beginnen muss. Das ist im Moment keine Mehrheitsfähige Position. Angesichts der Alternativen ist es aber auf Dauer nicht zu verhinden.


    Aber diese Diskussion führen wir nicht zum ersten mal. Tatsächlich gab es eine ähnlich Diskussion in GB zur zeit der Dekolonialisierung.

    Position A "Wir sichern unseren Wohlstand auf Kosten der Kolonien und setzen diesen Anspruch mit Waffengewalt durch, opfern aber dabei alle humanistischen und freiheitlich, demokratischen Werte unserer Republik"

    Poition B "Wir stehen zu den Werten unserer "Verfassung" (*) aber opfern dafür die Einkünfte aus den Kolonien und ziehen uns von dort zurück".


    Die Briten entschieden sich für option B, warum können wir das nicht?


    (*) GB hat natürlich keine Verfassung ...

    Schonmal mit Flüchtlingen geredet? Ich schon, ziemlich viel sogar.

    10% der Menschheit verbrauchen 80% der Ressourcen. Rat mal wo diese 10% wohnen und wo nicht. Die Flüchtlinge wissen das ganz gut. Arbeit von Kindersklaven ist Exakt wovon ich da rede, denn unser billiger Kakao ist davon abhängig.


    Die Versprechungen einer "Angleichung der Lebensumstände" sind nicht erfüllbar. Wenn alle Leben wollten wie die Schweizer bräuchten wir 4 Erden. Das sollte inzwischen bekannt sein. Diese ungleichheit der Lebensweise ist nur möglich in dem man anderen Menschen im Süden etwas wegnimmt, man nennt das auch Imperialismus. Wenn man also das Gefühl hat, dass alle Menschen die Chance auf den Wohlstand der Deutschen oder der Schweizer haben sollten, dann wird man sich dorthin auf den Weg machen müssen.


    Prof. Ulrich Brand (Uni Wien) zur imperialen Lebensweise:

    somit hat Deregulierung der Wirtschaft und Beendigung der Massentierhaltung erstmal wenig miteinander zu tun

    Mein Standpunkt ist, dass die Massentierhaltung die Folge des neoliberalen Wirtschaftssystems und der Deregulierung ist. Neoliberale Wirtschaftswissenschaftler argumentieren so: Wenn wir die Massentierhaltung abschaffen ist das ein Eingriff in den Markt und ein massiver Standortnachteil Deutschlands. Unternehmen wandern ins Ausland ab und wir haben ganz viele Arbeitslose.


    Nicht offen kommuniziert aber sehr wohl bedacht ist, dass die Vorraussetzung für die Lohndumpingpolitik der letzten 30 Jahre die Bereitstellung billiger Schnitzel ist. Wenn der Deutsche Normallohnempfänger sich nicht mehr jeden Tag ein Schnitzel leisten kann gibts Rabatz. Das wissen die Parteien der "Mitte" sehr gut.


    Stichwort "Man kann ja nicht alle aufnehmen"

    Die Flüchtlingspolitik der Tierschutzpartei hört sich exakt so an wie die der CSU. Sie ist im Kern Menschenverachtend denn sie ignoriert völlig jeden Zusammenhang mit imperialer Lebensweise und Ausbeutung des globalen Südens.

    Was soll man dazu schon sagen. Tierwohl ist wichtig aber es geht bei den meisten Arten heute ums Überleben. Eine Artenschutz Partei wäre eventuell gesellschaftlich relevant. Eine Tierschutzpartei ist es nicht. Ich frage mich wie die Tierschutzpartei zu einem Verbot oder massivem Abschuß von Hauskatzen steht um den Singvogelbestand zu erhalten? Oder zu der Tatsache dass 15% der in den Fleischfabriken produzierten Waren Tierfutter sind?


    Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer aber Schoßhündchen in Not werden bei uns gerettet.

    Eine Diskussion um eine nachhaltige und Tier-gerechte Landwirtschaft wäre wichtig ist aber mit dem neoliberalen Wirtschaftsgeschwurbel dieser idiotischen Kleinpartei nicht glaubwürdig. Wer Deregulierung der Wirtschaft aber Verbot von Massentierhaltung fordert hat offensichtlich keinen Plan.

    Das Max Planck Institut für Gesellschaftsforschung bringt einen Newsletter zu "economic sociology" raus. Diese Ausgabe ist zum Thema "Climate change, capitalism, and growth":


    ...


    My own burning question in these past months has been how we can contribute as sociologists to providing a more realistic assessment of the seemingly ongoing great transformation towards climate neutrality. Together with my colleagues from many other disciplines in Hamburg, I looked at the question of how plausible it is that our complex contemporary society – spanning the globe, under conditions of extreme inequality, and firmly embedded in capitalist modes of production and consumption – will actually enter the path towards achieving the Paris goal by 2050. We ended up with a rather bleak assessment: given our current understanding of enabling and constraining conditions for social drivers that might bring about this great transformation, and given the empirical evidence that we can weigh against this conceptual model of change, we conclude that achieving the Paris goal by 2050 is currently not plausible, however possible it might still be (Stammer et al. 2021). Our detailed assessment of corporate responses, fossil fuel divestment, and of consumption patterns were key to that assessment outcome ...

    Sorry Fruchtoase. Da haben mich die Trolle etwas aufgebracht.


    Es ist ja nicht so, dass in den Kreisen der Gesellschaftswissenschaftler seit Jahrzehnten das ewige Leben des Kapitalismus gefeiert wird. Wir Leben laut dem Fachjargon im Zeitalter des Spätkapitalismus.


    Seit den 70ern haben sich Gesellschaftswissenschaften oder Systemtheoretiker darüber ausgelassen wie der Kapitalismus seine Existenzgrundlage zerstört. (z.B. Jürgen Habermas "Legitimationsprobleme im Spätkapitalismus": 1973; Limits to Growth: 1972 ) ...


    Der emeritierte Direktor des Max Planck Institutes für Gesellschaftswissenschaften, Wolfgang Streeck, (ehemals Schröder- Berater) schrieb neben zahlreichen anderen Artikeln und Büchern zu diesem Thema, ein zweibändiges Werk mit dem Titel "Wie wird der Kapitalismus enden?" (Band 1: PDF). Ich meine wenn das eine Aussenseitermeinung einiger Spinner wäre dann würde ich ja die Reaktionen und erstaunten Fragen verstehen.


    Ich bekommen nicht mehr zusammen als was ich alles beschimpft wurde weil ich den Standpunkt vertrete, dass wir über alternativen zum Kapitalismus sprechen müssen, Dabei waren auf jeden Fall "Göbbels", "Oberlehrer" oder "Guru". anscheinend gehört es in manchen Keisen dazu, dass es Ok ist Gesellschaftswissenschaften zu ignorieren bzw. das als Zeitvertreib linker Gender-Aktivisten anzusehen "die einem den Mund verbieten" wollen.


    Ich habs schonmal gefragt; habt ihr den Interviews von Tilo zugehört? Sogar die Neurowissenschaftlerin Maren Urner sprach davon wie dieser Kaptalismus scheitert.


    Kurz gesagt, dass man überhaupt dazu was schreiben muss ist für mich eine Überraschung gewesen und das getrolle dazu höchst ärgerlich. -> Zynismus meinerseits.