Beiträge von AlienObserver

    Ganz und gar nicht Off-Topic.


    Der Ukraine Konflikt verändert politisch die Agenda. Gerade das wird in der Öffentlichkeit nicht diskutiert weil das ja nach "Putinversteher" riecht. Wer die Politik der totalen Aufrüstung und des Wirtschaftskrieges in Frage stellt macht sich bei Lanz und Co. Schuldig an der Unterwerfung der Ukrainer. Für den Befreiungskampf der Ukraine muss man eben "selbstverständlich" Energiewende, Kohleausstieg und Atomausstieg opfern, sagen jetzt all die Klimaschmutzlobbyisten die jetzt aus ihren Löchern kriechen.


    Es sind eben gerade die Interessensgruppen im Öl, Gas Kohlegeschäft der USA, die die Energiewende schon immer torpediert haben, die an Frieden kein Interesse haben und deren Interessen sich jetzt mit denen des MIK decken. Unsere Bevölkerung lässt sich von diesen Scheißkerlen instrumentalisieren und die Politik, getrieben von emotionalen Aufruhr der in den Medien entfacht wird, schlittert von einer verfehlten Ad-Hoc Politik in die nächste.


    Es gibt für die Entstehung der vielen internationalen Konflikte Ursachen. Die liegen im Scheitern des Imperialen Kapitalismus, der Endlchkeit der Ressourcen und der Belastbarkeit unseres Klimas Rechnung zu tragen. Für jeden kleinen Schritt der in diese Richtung gemacht wurden, machen wir jetzt wieder zwei zurück. Das wird nicht nur den Konflikt in der Ukraine verschlimmern sondern zu weiteren Konflikte führen.


    Wer Frieden will muss die Energiewende schaffen. So einfach ist der Zusammenhang.

    Es ist z.B. für mich sehr zweifelhaft ob der EROEI von Fracking LNG, das über Schiffe nach Deutschland transportiert wird, die Schwelle überschreitet die für ein weiteres Betreiben unseres Industriellen outputs überhaupt ausreicht oder insgesamt ein Verlusstgeschäfft ist.


    Besonders Fragwürdig ist natürlich, ob unsere Wirtschaftsleistung damit die Rüstungspläne und die Energiewende möglich machen kann.

    Wann immer man glaubt, dämlicher kanns nicht werden .....

    Die unangenehme Zukunft, über die die notorischen (und laut Isabel Schnabel längst wiederlegten) schwarzseherischen, Untergangspropheten des Club of Rome immer redeten ist eben jetzt.


    Letztendlich (neben den anderen Interessen Russlands) denke ich ist es unzweifelhaft, dass es bei dem Konflikt um die Ukraine auch um die Hoheit über die Transportwege der großen Öl und Gas Vorkommen aus Russland und Zentralasien geht. Dieser Konflikt schwelt sein 20 Jahren oder mehr.



    Klimawandel, Peak Oil und die Auswirkungen der Ausbeutung des Planeten und des globalen Südens bestimmen massgeblich die nächsten Jahrzehnte und stürzen die herrschende Ideologie des globalisierten Neoliberalismus in eine Massive Krise. Der Hegemon USA will seine Vormachtstellung vor allem dort sichern wo die verbliebenen Ressourcen sich befinden und kommt dadurch in Konflikt mit Russland und China, die natürlich das gleiche tun wollen.


    Folge wird ein durch Krieg, Hunger, Pandemien, Wirtschaftskrisen und Umweltkatastrophen (evtl. Atomare Vernichtung?) verursachter Rückgang der Weltbevölkerung und ein Bruch der Ideologie und der globalen Machtverhältnisse sein. Eine Globalisierung wie wir sie die letzten Jahrzehnte hatten wird es nicht mehr geben, wobei natürlich globaler Handel weiter auf niedrigerem Niveau stattfinden wird.


    Vor allem diejenigen Staaten die jetzt schon Prekär an der Kante stehen und am meisten von der Klimaerwärmung getroffen sind, werden die größte Last zu tragen haben (Bangla Desh, Indien, Burkina Faso, etc.). Es werden interessante Zeiten auf uns zukommen, und der einfältige Traum der Politiker man könnte zu Prä Corona Zeiten der Sorgenlosigkeit zurückkehren ist wohl entgültig ausgeträumt.

    Ich hab so ein paar indische youtube videos dazu gesehen, die waren alle pro Russland.


    Das ist genau die Gleiche Gülle wie bei uns. Anstatt darüber zu reden wie alle unter der Imperialen Weltordnung leiden und wie man den Imperialismus und seine Verbrecher und Oligarchen überall loswerden kann, wird da darauf gehofft dass Putin jetzt eine "Weltordnung" einläutet in der der US Imperialismus zurückgedrängt wird. Als ob das nicht nach hinten losgehen wird.

    Ist das hier Zugangsvoraussetzung. Dann muss ich mir noch ein Attest holen.


    Wird ein interessanter Rechenschaftsbericht. Also die Russen haben gerade Hyperschallraketen eingesetzt und wir kauften dagegen ein System, dass selbst bei konventionellen Raketen nicht zuverlässig funktioniert. Und ich war der Meinung, dass Karl Lauterbach der Homöopathie den Kampf angesagt hatte.

    Ich wollte damit nur sagen, mich macht unser politsches Personal schon länger ziemlich traurig.

    Offensichtlich sind aber wieder die "Progressives" Schuld und wenn die Kimaschutz betreiben stürzen dabei alle ins Unglück, finsterstes Mittelalter, Wirtschaftskrise, ewige Dunkelheit usw..

    Ich bin ja nicht davon Überzeugt, dass im Unterschied zwischen der autoritären und verbrecherischen Oligarchenkleptokratie in Russland und der nicht ganz so autoritären aber dennoch verbrecherischen Oligarchenkleptokratie der Ukraine das zu finden ist was man als Freiheitlich Demokratische Werteordnong bezeichnen kann.


    Wenn "Die Ukrainer" meinen, dass es sich lohnt dass ihre verbrecherischen Oligarchenkleptokraten weiter das Land beherrschen kann ich ihnen da nicht dreinreden. Es ist nur so, dass das Verkaufsargument "freiheitlich Demokratische Werteordnung" ziemlich wenig überzeugend ist, und es eine berechtigte Vermutung gibt, dass es sich vor allem für die verbrecherischen Oligarchenkleptokraten der Ukraine lohnt wenn das Blut der Menschen ihnen eine verbesserte Verhandlungsposition erkauft.

    Die aktuellen Entwicklungen zeigen doch, dass es schon aus Ukrainischer Sicht Sinn mach sich zu wehren. Putin ändert behutsam seine Kriegsziele. Plötzlich ist das Hauptziel die Beherrschung des Donbass. Es ist völlig klar: wenn irgendwann ein Frieden geschlossen wird, dann wird dieser um so günstiger für die Ukraine ausfallen, je mehr von ihrem eigenen Territorium sie hält.

    Kommt es nicht dabei darauf an wie viel Wert man dem menschlichen Leben zumisst das derweil verloren wird? Wessen "ukrainische" Sicht ist dabei ausschlaggebend? Die der Soldaten in Plasticksäcken?


    Wieviel wird dabei zerstört?


    Ich finde es zumindest unklar ob das aus Sicht "der Ukrainer" Sinn macht und bin im allgemeinen davon überzeugt, dass Krieg niemals Sinn macht.

    Xi jinping und sein Zentralkommitee Die Chinesen scheinen unterdessen offenbar kein Interesse daran zu haben, die westliche Heuchelei die moralische Überlegenheit des Westens zu akzeptieren und üben sich stattdessen in geradezu russischer Manier in der Spiegelung zynischen Verhöhnung westlicher Angriffskriege Wertesicherungsinitiativen in der jüngeren Vergangenheit. Hier - anlässlich des NATO Sondergipfels, pünktlich zum Jahrestag der Luftangriffe auf Rest-Jugoslawien - am Beispiel der Bestrafung versuchten Befreiung Serbiens für seine freie Bündniswahl mit der Russischen Föderation aus der russischen Einflussphäre:


    Das mit den "thousands of Casualties" und "hundreds of thousands" an Geflüchteten durch die NATO-Bombardements ist natürlich ziemlich hart übertrieben, aber damals wurden auf jeden fall wesentlich gezielter zivile Ziele wie Brücken, Gleisanlagen und andere Infrastruktur zerbombt, als durch Russland in der Ukraine.

    Alles whataboutism natürlich.

    Der von (COR Mitglied) Ugo Bardi in dem Artikel genannte Vortrag von Charlie Hall wäre für Ökonomen wie Isabel vielleicht mal ein Augenöffner. Vielleicht schaut sich Ja Isabel das mal an. (Aber wahrscheinlich natürlich nicht, weil der COR natürlich ihrer Meinung nach eine Gruppe von pessimistischen Untergangspropheten ist die total widerlegt sind).


    Vor allem sitzt sie dem allgemeinen Irrglauben auf, dass es sich bei fossilen Energieträgern um normale Ressourcen handeln würde. Öl ist auch eine Ressource aber vor allem liefert(e?) Öl nunmal Energie mit einem EROEI den keine andere Energiequelle die wir haben bisher erreichen kann. Dass es sich daher mit Energie anders verhält als mit (knappen) Ressourcen ist Ökonomen nicht nahezubringen.


    Wenn man genügend Wachstum hätte, könnte man (wie in den 70ern z.B.) gleichzeitig Löhne und Vermögen von der Produktivitätssteigerung profitieren lassen. Da aber die Vermögen und damit die Vermögenszuwächse inzwischen so groß sind und das Wachstum (wie sie es formuliert) eine "schwäche" hinnehmen musste, können Vermögenszuwächse nur durch Lohnkürzungen erzeugt werden (wozu auch Sozialbezüge, Renten usw gehören).


    Das BIP ist einfach ausgedrückt die Summe aus Löhnen und Vermögensakkumulation. Das ist natürlich eine Tatsache die Ökonomen gerne verschleiern und behaupten dass Gewinne und Investitionen da eine Rolle spielen, aber der Finanzmathematiker Jürgen Kremer kann das rein mathematisch aus der Lehrbuchökonomie herleiten: (Klick).


    Wenn also BIP = Löhne + Vermögenszuwächse
    und das BIP Konstant ist, während Vermögenszuwächse steigen, müssen Löhne zwangsweise sinken.

    Einen Teil der Kräfte die dafür sorgen, dass diese Rechnung genau so aufgeht ist also wie uns Isabel Schnabel erklärt, die EZB.


    Irgendwann aber sind die Armen zu Arm um die Reichen noch reicher zu machen. Das ist natürlich ein schlimmes Problem für die Reichen. Das ist auch schon dem DIW aufgefallen. Siehe "Ungleichheit ist schlecht für die Konjunktur"


    Dabei hilft natürlich wieder was? Wachstum, richtig.


    PS: besonders wichtig dabei ist, dass die EZB "unabhängig" ist um nicht Einseitig einen Teil der Bevölkerung zu bevorzugen. (Das war Ironie)

    Was ausserdem sehenswert an dem Interview ist, ist wie sie wenn man genau zuhört erklärt, dass die zentrale Aufgabe der EZB ist dafür zu sorgen, dass Reiche reicher werden.


    Preisstabilität soll über ein 2% Inflationsziel erreicht werden, dass es erlaubt Lohnerhöhungen zu kompensieren oder sogar effektiv Reallohnverlusste zu verursachen, da Lohnerhöhungen nicht Rückgängig zu machen sind. (Ein Umstand der irgendwie aus ihrer Sicht Negativ zu bewerten war?)


    Die EZB verschiebt also das Verhältnis Lohn gegen Vermögenswerte immer inkrementell in Richtung vermögenssicherung und zum Ungunsten der Löhne. Die Vermögenszuwächse, so wird deutlich, müssen immer höher sein als die Preissteigerung, damit die Vermögen weiter wachsen können.


    Man könnte Inflation auch anders steuern. Anstatt über eine Vermögenssteuer könnte man mit einer Inflation die Lohngetrieben ist soziale Ungleichheit und die Schere zwischen Arm und Reich auch langsam schliessen. Wenn man in der Geldpolitik (und Lohnpolitik, z.B. in dem der Staat mit Lohnerhöhungen voran geht) darauf achten würde, dass die Lohnsteigerungen der treibende Faktor der Inflation wären, und die Preissteigerung hinter den Lohnzuwächsen zurück bleibt, dann käme mehr vom Wachstum bei den Lohnempfängern an und Realvermögen würden im Verhältnis zu Einkommen und Kaufkraft langsam schrumpfen.


    Aber genau WEIL das nicht passieren soll, betreibt die EZB die Politik die sie macht. Isabel Schnabel erklärt also in dem Interview ganz deutlich warum die EZB (Bzw. alle Zentralbanken) eine der Institutionen ist auf denen der Kapitalismus heute ruht.


    Wachstum soll also nicht nur immer weiter gehen, sondern ausschliesslich der Kapitalakkumulation zugeführt werden.


    Dabei erscheint sie so sympathisch ....