#785 - B’Tselem-Leiterin Yuli Novak

  • Donnerstag, 9. Oktober, ab 17 Uhr LIVE



    Zu Gast im Studio: Yuli Novak. Von 2012 bis 2017 war sie Direktorin von „Breaking the Silence“, einer Organisation, die Berichte von israelischen Soldaten veröffentlicht, um auf die Situation in den besetzen Gebieten aufmerksam zu machen. Nach einer Medienkampagne gegen ihre Person und die Organisation erhielt Novak Todesdrohungen und verließ Israel. Im Juni 2023 übernahm Novak die Leitung von B’Tselem. Die NGO setzt sich für Menschenrechte in den durch Israel besetzten Gebieten ein. Nach eigener Aussage möchte sie ein würdiges Leben für alle Palästinenser und jüdischen Menschen schaffen, die zwischen dem Mittelmeer und dem Fluss Jordan leben. Der Name B’Tselem leitet sich von einem Bibelvers ab, welcher die Universalität der Menschenrechte als zentralen Pfeiler der jüdischen Ethik betonen soll.


    Her mit euren Fragen zu Menschenrechten für Israelis und Palästinensern, Gaza, etc


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  • uff,da muss ich erstmal überlegen. ein wirklich interessanter gast.


    frage,

    do you think the religious right in israel has won all public discourse,hence rendering whats left of a left viewpoint within israel non existent/powerless.


    what are your thoughts on how to heal a deeply traumatized society like israel

    and

    thank you for what you are doing,we see you and we stand with you in solidarity!

  • das war ein spannendes gespräch! hat mich sehr nachdenklich gemacht aber auch traurig. traurig für menschen in israel wie Yuli.man hat ihr die traurigkeit auf die frage ob sie überlegt hat israel zu verlassen angesehn.

    mir ist wiedereinmal klar geworden wie "leicht" wir es als linke in europa eigentlich haben. ich muss keine angst haben durch meine stadt zu laufen und auf die fresse zu kriegen,oder meine famillie belästigt wird,oder ich meinen job verliere weil mir menschenrechte wichtig sind und ich mich dafür einsetze..also noch nicht...ich bin aber auch ne weisse kartoffel. menschen dunklerer pigmentierung haben da sicherlich ganz andere erfahrungen.


    es muss auch ein krasser "trip" sein aus der,nennen wir es mal "indoktrinierung", rauszukommen und die verbrechen des eigenen staates nicht nur anzuerkennen und realisieren sondern auch öffentlich anzuprangern.


    das gespräch zeigt aber auch wie wichtig eine offene diskussion,gerade in deutschland in bezug auf unsere ach so tolle läuterung ist.


    vielen dank ans Team Yuli Tilo und Raya!

    <3

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