Kapitalismus

  • Richtig, und Apple hat kein Monopol, weil es viele Plattformen für Computerspiele gibt.

    Doch, es hat das Monopol für Computerspiele für Apple-Produkte, weil es nur eine Plattform für Apple-konforme Computerspiele gibt.

    Ok, pass auf. Solbald du ein Apple-PC hast, gibt es automatisch den App store dazu (oder auf einem IPhone). Wenn du ein Spiel auf deinem Apple-PC spielen willst, dann kannst du zwar den kleine LadenbesitzerTM fragen, aber dann ist eben auch ein Appleprodukt. Apple hat ein Monopol auf solche Programme über den App store.


    Ja, es gibt andere Systeme, andere Plattformen, aber Apple hat ja nicht das Monopol in der Computerspielindustrie an sich, sondern in derjenigen Nische, die Computerspiele auf Apple-Geräten anbietet. Du wirfst hier die Märkten umher, als seien sie dasselbe, aber Apple ist ein System für sich, das seinen eigenen Markt in der Apple-Sphäre (und innerhalb der Computerspielindustrie) aufbauen konnte. So schafften sie es die viert größte Videospielfirma der Welt zu werden.

    Zitat

    Und kein Spieleentwickler muss seine Spiele über Apple anbieten. Das geht auch über Android, Steem, Playstation, Linux, Windows, X-Box, Amazon app store, alibaba app store, app zum runterladen über ne eigene Homepage, Selbstvertrieb eines zugehörigen Geräts.

    DOCH DAS MÜSSEN SIE, WENN SIE INTERESSE AN APPLE-KUNDEN HABEN ---- daS geht nur über diesen von Apple kontrollierten Markt.... Monopol....

    Es ist erpressung: entweder dir fehlt ein Großteil des Marktes oder du musst 30% der Einnahmen abgeben.

  • Doch, es hat das Monopol für Computerspiele für Apple-Produkte, weil es nur eine Plattform für Apple-konforme Computerspiele gibt.

    Nach der Logik hat Adidas ein Monopol für Produkte mit Adidas-Logo drauf und Nike ein Monopol für Produkte mit Nike Logo drauf und natürlich darf man nicht den mächtigen Monopolisten der Automobilindustrie FIAT vergessen, schließlich sind sie der einzige mögliche Käufer für Autokomponenten nach technischer Zeichnung und Entwicklung von FIAT.

    Was du beschreibst ist eine Marke oder eine Plattform oder eine Kombination von beidem.

    Marke ungleich Monopol. Eine Marke kann unter 1% Marktanteil haben oder halt 20% wie Apple, ist kein Monopol.

    Plattform ungleich Monopol, eine Plattform kann 80% Marktanteil haben, ist kein Monopol, erst recht nicht mit 20% Marktanteil wie Apple.


    Ok, pass auf. Solbald du ein Apple-PC hast, gibt es automatisch den App store dazu (oder auf einem IPhone). Wenn du ein Spiel auf deinem Apple-PC spielen willst, dann kannst du zwar den kleine LadenbesitzerTM fragen, aber dann ist eben auch ein Appleprodukt. Apple hat ein Monopol auf solche Programme über den App store.

    Ok, ich hab keinen Apple-PC und auch kein anderes Appleprodukt und ich kann trotzdem alles machen, was ein Apple User machen kann. Weißt du warum? Weil Apple kein Monopol hat und es Alternativen gibt, die ich habe. Ja, mein Produkt hat keinen Apfel drauf, aber außer der Marke gibts keinen großen Unterschied. Eine Marke ist aber kein Monopol. Wenn Apple ein Monopol hätte, müssten sie 100% vom Markt haben. 100% > 20%. Ich weiß, mit Zahlen sind Linke immer gleich überfordert, aber nochmal:

    20% < 100%. Ist wirklich so, frag deinen ehemaligen Mathe-Lehrer.

    Klar, über den App-Store kannst nur mit Zustimmung von Apple verkaufen, aber du kannst deine Rostbratwürste im Norma auch nur mit Zustimmung von Norma verkaufen. Nur deswegen ist Norma halt trotzdem NICHT der Monopolist unter den Supermärkten.


    Ja, es gibt andere Systeme, andere Plattformen, aber Apple hat ja nicht das Monopol in der Computerspielindustrie an sich, sondern in derjenigen Nische, die Computerspiele auf Apple-Geräten anbietet. Du wirfst hier die Märkten umher, als seien sie dasselbe, aber Apple ist ein System für sich, das seinen eigenen Markt in der Apple-Sphäre (und innerhalb der Computerspielindustrie) aufbauen konnte. So schafften sie es die viert größte Videospielfirma der Welt zu werden.

    Ja, und Norma hat das Monopol in derjenigen Nische, die Äpfel in Norma-Supermärkten anbietet. Dabei ist Norma ein Markt für sich, die haben ganz andere Anforderungen an Verpackungen, an Mengen pro Paletten, an Präsentation, an Zusammensetzungen des Produktportfolios als zum Beispiel Aldi, Lidl und Co. Es ist nie genau das selbe. Vielleicht kann man bei Norma nur mit abbaubaren LKWs anliefern, während man bei Aldi mit Containern anliefern kann.

    Es gibt immer kleine Unterschiede, aber diese Unterschiede machen Norma nicht zum Monopolisten und Apple auch nicht. Weil du musst Apple nicht kaufen und du musst auch nicht über Apple verkaufen und die Realität beweist es, weil die meisten kaufen kein Apple.


    Wenn man nur die größten vier App Stores nimmt, sind das die Zahlen der Apps (Stand Q1 2020):

    Google: 2,56 mio.

    Apple: 1,85 mio. (aufgerundet)

    Windows: 0,67 mio.

    Amazon: 0,49 mio.


    Das bedeutet auch, dass es über 1 mio. Apps offensichtlich nicht für notwendig erachten, auf Apple verfügbar zu sein.

    Und selbst bei diesem extrem eng gefassten Vergleich ist Appel nicht mal die Nummer 1, geschweige denn irgendwo in der Nähe der Marktführerschaft zu sein.


    Wie du selbst sagst, sind sie auch bei Computerspielen gerade mal die Nummer vier. Viele der erfolgreichsten Spieleentwickler der Welt, wie zum Beispiel Rockstar Games mit Read Dead Redemption oder GTA bringen ihre Spiele sogar gar nicht auf Apple raus. Warum? Weil sie es nicht müssen! Weil Apple kein Monopolist ist!



    DOCH DAS MÜSSEN SIE, WENN SIE INTERESSE AN APPLE-KUNDEN HABEN ---- daS geht nur über diesen von Apple kontrollierten Markt.... Monopol....

    Es ist erpressung: entweder dir fehlt ein Großteil des Marktes oder du musst 30% der Einnahmen abgeben

    NEIN, DAS WOLLEN SIE. WEIL SIE DANN NOCH MEHR GELD VERDIENEN, DANK APPLE. ABER SIE MÜSSEN NICHT.

    Verstehe den Unterschied zwischen WOLLEN und MÜSSEN. Ich WILL den großen Auftrag vom DAIMLER bekommen, aber ich MUSS nicht für Daimler produzieren. Weil Daimler kein Monopol hat. Trotzdem haben Sie eine breite Kundenbasis, die für große Stückzahlen sorgt und das ist für mich als Lieferant extrem interessant. Aber ich muss nicht an Daimler liefern, ich WILL.


    Und Fortnite MUSS sein Spiel nicht über die Apple Plattform anbieten. DIe WOLLEN das nur.

    Ich will gern die neuen Schuhe von Adidas kaufen. Aber deshalb hat Adidas nicht das Monopol. Ich MUSS sie nicht kaufen. Ich kann auch Nike kaufen, genauso wie der Apple Kunde auch zu Samsung wechseln kann.


    Sie kommen nicht in den Knast, wenn sie ihre Produkte nicht über Apple verkaufen. Es gibt kein Gesetz, das sagt, dass sie über Apple verkaufen müssen. Wenn es ein Gesetz geben würde, das sagt:


    Apps dürfen nur über den AppStore der Fa. Apple vertrieben und nur auf Apple-Geräten genutzt werden, das wäre dann ein Monopol, weil dann könnten Sie Google und Microsoft und freie Webseiten auf denen Applikationen zum Download angeboten werden, alle auf Unterlassung verklagen und ihr Monopolrecht mit der Staatsgewalt durchsetzen.

    Aber so ein Gesetz gibt es nicht.


    Apple ist vom Marktanteil her Vergleichbar mit REWE in Deutschland. Ganz ordentlicher Anteil und es gibt Millionen von Deutschen, die nur bei REWE einkaufen. Und wenn du diese Kunden erreichen willst, musst du deine Produkte in den REWE bringen.

    UND TROTZDEM HAT REWE KEIN MONOPOL bei Supermärkten, genauso wie Apple kein Monopol für Apps hat oder für Smartphone oder für eine App-Plattform.



    Fazit: Apple ist kein Monopolist, sondern hat einfach nur ne wertvolle Marke.

  • tl,dr: ich, indi, verstehe dich absichtlich falsch.

    Stichpunkte: geschlossenes System, einziger Markt: app store ergo viert-größte Videospielfirma der Welt (obwohl sie keine oder kaum Spiele entwickeln)

  • Davon bestreite ich ja nichts. Sie sind erfolgreich. Aber sie haben halt kein Monopol.

    Wenn Apple darüber entscheiden kann, welche Programme im AppStore, eine des meistbenutzen Bezugsquellen von Apps, erscheinen, dann hat Apple Marktmacht, die der eines Monopols gleichkommt. Man spricht hier aber nicht von Monopolen, sondern von proprietären Märkten. Bei Amazon und vielen anderen ist es ähnlich.

  • Wenn Apple darüber entscheiden kann, welche Programme im AppStore, eine des meistbenutzen Bezugsquellen von Apps, erscheinen, dann hat Apple Marktmacht, die der eines Monopols gleichkommt. Man spricht hier aber nicht von Monopolen, sondern von proprietären Märkten. Bei Amazon und vielen anderen ist es ähnlich.

    Ja, von einem proprietären Markt kann man sprechen, aber es ist kein Monopol. Vor allem nicht, wenn es andere proprietäre Märkte gibt, die dem AppStore fast 1:1 entsprechen und Entwicklern wie Kunden fast identische oder sogar noch größere Möglichkeiten bieten und es dann sogar noch Möglichkeiten gibt, die gleichen Leistungen an allen proprietären Märkten vorbei anzubieten, was dank Linux aktuell möglich ist.

    Apple hat ne Karotte. Und ihre ganze "Marktmacht" beschränkt sich darauf, diese Karotte wegzunehmen. Aber Google hat Rüben, die auf einem Linux-Ableger laufen, was rechtlich garantiert, dass es immer einen alternativen Zugang gibt, den niemand wegnehmen kann.


    Und Apple hat nur Marktmacht, solange sie Kunden und Entwicklern gute Deals anbieten. Wenn die Deals immer schlechter für Kunden und Entwickler werden, können diese jederzeit gehen und werden ab einem Punkt X auch gehen. Das passiert in der Wirtschaft auch immer wieder.

    Noch in den 90ern waren Sears und K-Mart die beiden größten Händler der Welt. Viele Hersteller hatten keine andere Möglichkeit als diese beiden, die "Marktmacht" war scheinbar endlos. Nichtmal 20 Jahre später sind beide pleite. Ein viel kleineres Licht namens Walmart hat Lieferanten und Kunden bessere Deals Angeboten und es sind alle einfach gewechselt.

    Heute ist Walmart der größte Reatailer der Welt. Vier mal so groß wie Amazon, aber auch das ist keine Garantie für Walmart. Vielleicht werden sie auch irgendwann von Amazon überholt und sind in 20 Jahren Pleite. Und 20 Jahre später ist Amazon Pleite, überholt von einem 17-jährigen Inder, der heute gerade mal einen Tante-Emma-Laden betreibt seit zwei Wochen.

  • Noch in den 90ern waren Sears und K-Mart die beiden größten Händler der Welt. Viele Hersteller hatten keine andere Möglichkeit als diese beiden, die "Marktmacht" war scheinbar endlos. Nichtmal 20 Jahre später sind beide pleite. Ein viel kleineres Licht namens Walmart hat Lieferanten und Kunden bessere Deals Angeboten und es sind alle einfach gewechselt.

    Heute ist Walmart der größte Reatailer der Welt. Vier mal so groß wie Amazon, aber auch das ist keine Garantie für Walmart. Vielleicht werden sie auch irgendwann von Amazon überholt und sind in 20 Jahren Pleite. Und 20 Jahre später ist Amazon Pleite, überholt von einem 17-jährigen Inder, der heute gerade mal einen Tante-Emma-Laden betreibt seit zwei Wochen.

    Ja nee,Indi.


    Du gehst natürlich, ganz Deinem INSM-Auftrag gemäß, davon aus, dass es den blöden Linken, die ja bekanntermaßen sowieso keine Ahnung von Ökonomie haben, nur darum ginge, irgendwelche Firmen, bzw. Marken anzugreifen, die ihnen gerade im Moment zu viel Marktmacht haben.

    Tatsächlich ist es dem seriösen Kapitalismuskritiker aber herzlich egal, welches Logo auf riesigen bunten LED-Screens über dem Mono- oder Oligopol des jeweiligen Konzerns flackert. Alleine der Umstand, dass einzelne Unternehmen (und deren private EigentümerInnen) eine solche Marktmacht entfalten können ist hier der Stein des Anstoßes.


    Für Dich, bzw. für Deine Botentwickler und ihre Chefideologen vom industriegesponserten neoliberalen Thinktank, ist die banale Tatsache, dass sich Marktanteile zwischen Unternmehmen verschieben natürlich ein Beweis dafür, dass die Marktwirtschaft und der Wettbewerb ein permanenter, geradezu Schumpeterscher Akt der "kreativen Zerstörung" ist, bei dem weniger effizient und weniger serviceorientiert produzierende oder handelnde Unternehmen durch solche vom Markt verdrängt werden, die sich als bessere Geschäftsleute erwiesen haben und ihren Kunden wie Zulieferern die besseren Angebote unterbreiten können.


    Für uns linke Ökonomielegastheniker ist es aber völlig gleichgültig, ob die den amerikanischen offline-Einzelhandel dominierende, oder gar monopolisierende Kapitalsammelstelle jetzt K-mart oder Walmart heißt, und ob sich die eine Gründerdynastie jetzt noch mehr Geld (das sie eigentlich nie sinnvoll ausgeben kann) in die Tasche stopfen kann, als die andere es zuvor getan hat.

    Der Punkt ist, dass es im Kapitalismus bei entsprechender Marktsättigung immer darauf hinausläuft, dass sich am Ende eine kleine Anzahl von Kapitalsammelstellen gegen alle anderen durchsetzen wird, bis womöglich nur noch eine einzige davon im jeweiligen Marktsegment übrig bleibt, alle anderen Anbieter entweder aufkauft oder in den Ruin treibt, und ihren Zulieferern dann die Einkaufsbedingungen diktieren kann. Das ist kein in schriftliches Recht verfasstes "Gesetz" sondern eine Gesetzmäßigkeit der kapitalistischen Marktwirtschaft.


    Auch Deine kleine Industrieklitsche hat zwar vielleicht die "freie" Wahl nicht mehr für "den Daimler" als Zulieferbetrieb zu arbeiten, wenn Euch deren Bedingungen nicht passen. Aber da Ihr ja mit Sicherheit nicht die einzigen Anbieter von Fahrzeugteilen seid, müsstet ihr einen anderen Autogiganten mit ähnlich hohem Zulieferbedarf erst mal davon überzeugen, dass ihr das Zeug dass sie haben wollen besser, billiger, oder schneller - oder am besten gleich magisch alles auf einmal - produzieren und liefern könnt, als die Leute die das jetzt tun und mit denen ihr also nicht um die Nachfrage von Endkunden konkurriert, welche mit ihren Warenkäufen vielleicht noch irgendein direktes individuelles Bedürfnis zu befreidigen suchen, sondern um langfristige, oft auf viele Jahre vertraglich geregelte Zulieferverträge mit Konzernen, welche intern nichts anderes sind, als private Plan- und Kommandowirtschaften mit einem gewaltigen bürokratischen Apparat und mit dem einzigen Ziel, die Anlagewerte und Kapitalrenditen ihrer AnteilseigentümerInnen und somit auch die Gehälter und Boni ihrer Konzernvorstände hoch zu halten, bzw. zu erhöhen.


    Der Wettbewerb, der Dir und Deinen GesinnungsgenossInnen aus dem "liberalen" Spektrum dabei immer als großer Fortschritts- und Wohlstandsmotor vor Augen schwebt, ist keine Sportveranstaltung, bei welcher der Verlierer am Ende dem Gewinner die Hand schüttelt und dann eben für's nächste Jahr noch ein bisschen härter trainiert, und bei dem der Markt den neutralen, unbestechlichen Schiedsrichter stellt, sondern ein gnadenloser Verdrängungskampf, bei dem die erfolgreichsten Wettkämpfer die Strafen für's foulplay schon eingepreist haben, die Kampfrichter schmieren, und permanent die staatlich überwachten Spielregeln ändern.


    "Der kleine Ladenbesitzer" und ehrbare Kaufmann™ hat diese Möglichkeit nicht. Und der mittelständische Autozulieferer auch nicht - und wenn er hier noch so vehement darauf besteht, dass er nicht auf Gedeih und Verderb der unternehmerischen Planung eines Konzerns ausgeliefert sei, der zusammen mit zwei-drei anderen Konzernen ein Kartell unterhält, das schon seit Jahrzehnten sein Oligopol auf Marktanteile mit allen legalen und illegalen Mitteln aufrecht erhält.

  • Ich schreib jetzt doch noch was zu der Apple Sache:


    Monopole sind nicht eine Aberration des Marktes sondern Voraussetzung zur erfolgreichen Kapitalakkumulation. Hier existiert ein Widerspruch (von vielen) zwischen der Legitimation des Kapitalismus (durch die Wirtschaftswissenschaft), die behauptet, dass freie Märkte ein Wesenszug des Kapitalismus sind, und der empirischen Realität.


    Apple macht das deutlich. Die Art und weise wie Apple die Profite macht die sie im Moment einstreichen ist durch frühkapitalistische quasi Zwangsarbeit und Lohnsklaverei in autoritären Systemen in der Produktion und durch Wettbewerbsverzerrung durch den Appstore im Vertrieb. Ausserdem natürlich Steuerbetrug und Bezuschussung durch den Staat.


    Ich denke, dass der Appstore eine eigentlich illegale, also Kriminelle, Wettbewerbsverzerrung und nicht ein Monopol ist.


    Apple ist in diesen kriminellen Praktiken nicht die Ausnahme sondern die Regel.

    Nehmen wir zum Beispiel VW. VW hat den Käfer erst durch Zwangsarbeiter in Nazi KZs produziert, dann in Brasilien unter der faschistischen Militärdiktatur und heute durch Uigurische Zwangsarbeiter in China. Hier keinen roten Faden zu sehen fällt sehr schwer.


    Nicht der Freie Markt macht den Kapitalismus aus, sondern die kriminellen Marktmanipulationen der großen globalisierten Konzerne. Nicht Freiheit und Gerechtigkeit sind das Ziel dieser Konzerne sondern wenn man damit durchkommen kann Zwangsarbeit und autoritäre Unterdrückung.


    Der kürzlich verstorbene große Soziologe Immanuel Wallerstein schrieb folgende Analyse zum globalisierten Kapitalismus (und seiner Krise):

  • Was passiert wenn die globalisierte Ausbeutung von Mensch und Natur nicht nach Plan läuft, sondern zum Beispiel durch Aktivisten gestört wird kann man grade am Fall "Steven Donziger" sehen.


    Chevron verlor eine Milliardenklage wegen Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen in Ecuador vor Amerikanischen Gerichten. Das war für alle sehr überraschend und darf natürlich auf keinen Fall Schule machen. Seit dem betreibt Chevron eine Vernichtungskampagne gegen den Menschenrechtsaktivisten und Anwalt Steven Donziger. Wie sehr die Gerichte in den USA einseitig die Interessen der großen Unternehmen vertreten macht einen Sprachlos. Das Chevron nochmal angeklagt werden kann ist zu bezweifeln.


    https://theintercept.com/2020/…-lawsuit-steven-donziger/

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